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Strategic Litigation Unit (SLU)

Die Strategic Litigation Unit (SLU) ergänzt das Angebot der Refugee Law Clinic. In der SLU bearbeiten fortgeschrittene Studierende und Promovierende gemeinsam Fälle mit strategischer Bedeutung aus dem Menschenrechtsbereich. Die SLU identifiziert und begleitet solche Fälle vom Vorverfahren bis hin zu europa- und völkerrechtlichen Rechtsbehelfen. Aktuell bearbeitet die SLU ausgewählte Fälle besonders vulnerabler Geflüchteter, insbesondere Opfer von Menschenhandel. Bislang konnte die SLU bereits einige Erfolge erzielen. So gelang es zuletzt, eine rechtswidrig verweigerte Familienzusammenführung klage- und vergleichsweise gegen das Auswärtige Amt durchzusetzen. Unser junger Mandant konnte schließlich von seiner Mutter und SLU-Mitgliedern am Frankfurter Flughafen empfangen werden.

Die SLU verzahnt damit auf besondere Weise Wissenschaft, Lehre und Praxis. Sie bietet den Studierenden unter anwaltlicher Begleitung die Möglichkeit, selbst Mandatsverantwortung zu übernehmen. Für die aktuelle Season stellen wir noch mehr das Recht auf ein faires Verfahren in den Mittelpunkt. Dazu führen wir zunächst ein verwaltungsgerichtliches Verfahren zum Recht auf anwaltlichen Beistand. Zudem forschen wir zur Frage nach einer systemischen Rechtsverweigerung durch staatliche Stellen und vernetzen uns mit anderen Akteuren der strategischen Prozessführung.

Wer kann teilnehmen?

Die SLU richtet sich an fortgeschrittene Studierende, Referendar:innen und Promovierende. Die Teilnehmendenzahl ist auf 12 Personen begrenzt. Bevorzugt teilnehmen kann, wer bereits Erfahrung im Menschenrechtsbereich vorweisen kann, vorzugsweise natürlich als Berater:in der Refugee Law Clinic. Gefragt sind daneben vor allem Einsatzbereitschaft, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit. In der SLU müssen die Teilnehmenden zu einem echten Team zusammenwachsen, um erfolgreich sein zu können.

Wie ist die Arbeitsweise und die Zeitplanung?

Die Arbeit der SLU ist für die Teilnehmenden auf zwei Semester angelegt. Die Veranstaltung findet partiell als verblockte Präsenzveranstaltung, in externen Terminen (z.b. Gerichtsverhandlungen, Termine bei NGOs) und in digitaler Form (virtuelle Teammeetings, Redmine-Fallmanagementsystem) statt. Die übernommenen Mandate mit ihren Fristen geben die Taktung der Arbeit der SLU vor. Der Durchschnitt beträgt 2 Wochenstunden. Dennoch unser Disclaimer: Die Arbeit in der SLU ist intensiv und spannend, anstrengend und lehrreich. Wer teilnehmen will, sollte sich vorab überlegen, ob er oder sie dieses Commitment auch leisten kann. Denn die Teilnehmenden tragen auch Mitverantwortung für den jeweiligen Fall. Im Gegenzug bietet die Tätigkeit in der SLU unmittelbare Praxiserfahrung und die Chance, etwas für die Mandant:innen und für Recht und Gerechtigkeit zu bewegen. Engagierte SLU-Alumni erhalten natürlich eine Referenz für ihre berufliche Zukunft.

Wann geht es los und wie läuft die Bewerbung?

Im Wintersemester 2021/22 beginnt die vierte Season der SLU. Neue Bewerbungen werden für die vierte Season der SLU bis spätestens Mittwoch den 03.11.2021, 24:00 Uhr per Mail an christoph.lindner@jura.uni-regensburg.de angenommen. Erwartet wird ein Letter of Motivation auf einer Din-A4-Seite im pdf-Format. Darin sollen die Bewerber:innen die Kenntnisse und Fähigkeiten darlegen sowie den Antrieb beschreiben, warum sie Teil der SLU werden möchten. Alumni der SLU Season I, II und III führen in ihrer Bewerbung bitte aus, was sie sich von einer erneuten Teilnahme versprechen und wie sie den Zeitaufwand in ihren Studienalltag integrieren.

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  1. Fakultät für Rechtswissenschaft
  2. Öffentliches Recht

Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Politik

Prof. Dr.
Alexander Graser,
LL.M. (Harvard)

 

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