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Publikationen


Das Buch der Bücher

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Die Bibel ist das am häufigsten übersetzte Buch der Welt, und ständig erscheinen neue Ausgaben vom »Buch der Bücher«. Doch dieses Buch findet möglicherweise mehr Käufer als Leser, denn vielen Menschen des 21. Jahrhunderts scheint der Zugang zur Bibel zu fehlen. Dabei behandeln die »uralten« Texte Fragen der Menschheit, die auch heute aktuell sind. Die vorliegende Einführung möchte hier helfen und einen Schlüssel anbieten, um sich die Bücher der Bibel zu erschließen. Hintergrundinformationen werden ebenso geboten wie ein nacherzählender Überblick zu allen einzelnen Büchern der Bibel. Das vorliegende Buch möchte eine Einladung zum Lesen der Bibel sein, damit diese für heutige Menschen kein Buch mit sieben Siegeln bleibt.

Verlag Pustet, 2019; 216 Seiten; ISBN: 978-3-7917-3114-8


Hermeneutik der Jüdischen Bibel und des Alten Testaments

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Die wohl engste Verbindung zwischen Juden und Christen ist in der gemeinsamen Schriftgrundlage zu greifen. Alle Bücher der Heiligen Schrift des Judentums (Tanach) sind im „Alten Testament“ der christlichen Bibel enthalten. Die Geschichte von Judentum und Christentum zeigt aber, dass dieselben Bücher in je eigenen Kontexten ganz verschieden verstanden und ausgelegt werden. Die Neuausgabe dieses Buches stellt Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Verständnis und in der Auslegung heraus und nimmt die intensive hermeneutische Diskussion der vergangenen 20 Jahre auf. Dazu gehören neue Erkenntnisse zu den Wechselbeziehungen von Judentum und Christentum in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten ebenso wie die Fortschritte im christlich-jüdischen Dialog. Die im II. Vaticanum begründete Neuorientierung der Beziehung zum Judentum, die zu einem neuen Verständnis des Alten Testaments in der katholischen Theologie geführt hat, findet insbesondere Berücksichtigung.

Verlag Kohlhammer, 2019; 241 Seiten, 2. überarb. Aufl.; ISBN: 978-3-17-036140-9


Der Eine Gott

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Die aus vielen einzelnen Büchern bestehende Bibel bildet eine Einheit aus zwei Teilen. In dieser Heiligen Schrift der Christenheit gibt es das Alte Testament nicht ohne das Neue Testament und das Neue Testament nicht ohne das Alte Testament. Die Theologie ist, von der Exegese beflügelt, seit einiger Zeit auf dem Wege, die Dialektik der Einheit im Gegenüber und Miteinander der beiden Testamente zu entdecken. Sie muss gegen alte Schemata angehen, wonach das Alte Testament nur eine Art Vorlauf zum Neuen Testament wäre und das Neue Testament das Alte Testament nicht nur definitiv deutete, sondern auch in Teilen ersetzte und im Ganzen relativierte. Gegenwärtig gibt es wenige Inspirationsquellen der Theologie, die stärker sprudeln als die Neuentdeckung des Gespräches zwischen dem Alten Testament und dem Neuen Testament.
Dieses Gespräch ist nicht frei von Spannungen – die aber ihrerseits theologische Erkenntnis stimulieren können. Der erste Teil der christlichen Bibel ist im Kern die eine und ganze Heilige Schrift des Judentums. Die jüdische Exegese, lange Zeit von christlicher Seite aus diffamiert, ist eine lebendige Partnerin der christlichen Schriftauslegung, im Alten wie im Neuen Testament. Die christliche Auslegung des Alten Testaments im Neuen Testament ist durch die Anerkennung des hermeneutischen Rechts, das genuin jüdischer Schriftauslegung zukommt, nicht diskreditiert. Aber es wird deutlich, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Konsequenzen sie Deutungsmöglichkeiten öffnet.
In der neutestamentlichen Exegese wird immer deutlicher, dass bei allen Einflüssen, die von der griechischen und römischen Kultur der Umwelt ausgehen, die entscheidende Prägung biblisch ist. Deshalb kann es keine Auslegung des Neuen Testaments geben, die nicht die grundlegende Bedeutung des Alten Testaments und den Eigensinn der jüdischen Exegese anerkennte. Umgekehrt gibt es keinen Rezeptionsweg alttestamentlicher Theologie in der Kirche, der am Neuen Testament vorbeiführte.
In ihrem wechselseitigen Miteinander erschließen Altes wie Neues Testament die zentralen Themen christlicher Theologie. Charakteristische Themen, die im Mittelpunkt des Interesses und vieler Diskussionen stehen, werden in der Reihe »Themen« der Kommentarreihe »Die Neue Echter Bibel« vorgestellt.
Programmatisch steht in dieser Reihe die Gottesfrage am Anfang. Auch wenn es lange Wege gegeben hat, auf denen Israel zur Erkenntnis des einen Gottes gelangt ist und auch wenn das Neue Testament starke Auseinandersetzungen über die Integration des Christusbekenntnisses in den biblischen Monotheismus spiegelt, ist doch in der kanonischen Endgestalt der Bibel klar, dass im Bekenntnis des Einen Gottes die besondere Sendung einerseits des Judentums, andererseits des Christentums zu sehen ist – mit weitreichenden Auswirkungen in den Islam hinein und über ihn hinaus in den interreligiösen und interkulturellen Dialog der Gegenwart.
Ist das Bekenntnis des Einen Gottes das Ende menschlicher Freiheit? Oder ist der Eine Gott gerade im Gegenteil der Befreier, der Schöpfung und Erlösung miteinander vermittelt? Ist der Monotheismus gewalttätig oder friedfertig?
Im Gespräch zwischen dem Alten und dem Neuen Testament wird klar, dass es keine simplen Antworten, aber eine klare Option gibt:
»Der HERR ist der HERR, ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig und reich an Huld und Treue« (Ex 34,6).
»Gott ist Liebe. Und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm« (1 Joh 4,16).

Verlag Echter, 2018; 136 Seiten; ISBN: 978-3-429-02142-1


Identitätsstiftende Begegnung

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Unter den Ritual- und Opfertexten der Tora kommt den Weisungen zu regelmäßig auszuführenden, kommunalen Kulthandlungen eine besondere Bedeutung zu. Matthias Ederer zeigt durch genaue Untersuchung dieser „Tamid-Texte“, dass sie zwar „vordergründig“ als Anweisungen gestaltet sind, dabei jedoch das „Wie“ und „Was“ der regelmäßigen Kultvollzüge kaum thematisieren und dafür umso ausführlicher theologische Deutungen entwickeln. Alle in der Tora behandelten regelmäßigen Kulthandlungen verbindet, dass sie – indem sie eine regelmäßige Begegnung Israels mit JHWH und JHWHs mit Israel initiieren – auf je eigene Art und Weise darstellen und erinnern, was Israel vor JHWH ist bzw. sein soll. Sie sind konzipiert als „Reservoir“ einer theologisch fundierten Israel-Identität, die in einem regelmäßigen Rhythmus, der zugleich eine spezifische Zeit Israels generiert, im Heiligtum, dem Zentrum Israels, zur Darstellung kommt.

Verlag Mohr Siebeck, 2018; 609 Seiten; ISBN: 978-3-16-155413-1


Exodus Interpretation durch Rezeption

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Die Erzählung vom Auszug aus Ägypten hat das kollektive Gedächtnis Israels zutiefst geprägt. Dieser Grundmythos von der Unterdrückung in Ägypten, von der Befreiung aus der Sklaverei und der Gabe des Landes wird bereits in der biblischen Literatur vielfach aufgegriffen und je neu für die eigene Gegenwart ausgelegt. Der vorliegende Band stellt exemplarische Deutungen des Exodus vor und zeichnet den Weg der Rezeptionsgeschichte nach – beginnend in der Hebräischen Bibel über die Literatur des antiken Judentums (hellenistische Literatur, Neues Testament, rabbinische Auslegung) und bis in die Kunst und Musik der Gegenwart hinein.

Verlag Kath. Bibelwerk, 2017; 272 Seiten; ISBN: 978-3-460-00741-3


Stuttgarter Altes Testament Band 1

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Vorwort

Die vorliegende kommentierte Studienausgabe der Einheitsübersetzung (EÜ) möchte allen an der Bibel Interessierten die Möglichkeit geben, sich intensiver mit dem Bibeltext auseinanderzusetzen, um zu einem vertieften Verständnis der Heiligen Schrift zu gelangen. Sie ist als „kommentierte Studienausgabe“ konzipiert, die den Text der neuen EÜ (2016) vollständig, mit allen Gliederungselementen und den redaktionellen Überschriften sowie mit allen bei der Revision ausgearbeiteten Querverweisen, bietet.

Verlag Kath. Bibelwerk, 2017;  2228 Seiten; ISBN: 978-3-460-44027-2


Stuttgarter Altes Testament Band 2

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Vorwort

Die vorliegende kommentierte Studienausgabe der Einheitsübersetzung (EÜ) möchte allen an der Bibel Interessierten die Möglichkeit geben, sich intensiver mit dem Bibeltext auseinanderzusetzen, um zu einem vertieften Verständnis der Heiligen Schrift zu gelangen. Sie ist als „kommentierte Studienausgabe“ konzipiert, die den Text der neuen EÜ (2016) vollständig, mit allen Gliederungselementen und den redaktionellen Überschriften sowie mit allen bei der Revision ausgearbeiteten Querverweisen, bietet.

Verlag Kath. Bibelwerk, 2017, 1169 Seiten; ISBN: 978-3-460-44027-2



Das Buch Josua

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Der Neue Stuttgarter Kommentar – Altes Testament versteht sich als wissenschaftlich fundierter Kommentar in einer für Laien verständlichen Sprache. Jeder Band behandelt die Einleitungsfragen, kommentiert abschnittsweise – ergänzt durch Exkurse – und geht auf die Wirkungsgeschichte der einzelnen biblischen Bücher in Theologie, Kunst, Literatur und Musik ein.

Das Buch Josua ist ein Buch der idealen Anfänge. Es beschreibt die Ankunft sowie die ersten Schritte des Volkes Israel im Verheißenen Land und zeichnet die Transformation des Landes Kanaan in ein „Israel-Land“ nach, das Ausdruck und Widerspieglung israelitischer Identität(en) ist. Zentrale Bedeutung kommt dabei im gesamten Buch der Tora zu, der durch Mose übermittelten Weisung JHWHs, die von Josua (und seinen Zeitgenossen) in mustergültiger Weise bewahrt, aktualisiert und sachgerecht zur Anwendung gebracht wird.

Verlag Kath. Bibelwerk, 2017; 384 Seiten; ISBN: 978-3-460-07041-7


Exodus 1 - 18

Mit dem Auszug aus Ägypten beginnt in der Bibel die Volksgeschichte Israels. Das Buch Exodus, das einen großen Erzählbogen von den Anfängen Israels in Ägypten bis zur Gottesbegegnung am Berg Sinai spannt, steht deshalb auf vielfältige Weise im Zentrum der Bibel. In seinem ersten Teil (Ex 1-18) finden sich neben der berühmten Auszugsgeschichte mit dem Pascha die für Israels Gottesverständnis grundlegenden Geschichten von der Berufung des Mose am Dornbusch oder dem Manna-Wunder. Der vorliegende Kommentar versucht in der gleichen Weise wie der schon erschienene Band zu Exodus 19-40 (2. Auflage 2012), den Textsinn dieser Basiserzählungen des kulturellen Gedächtnisses des Volkes Gottes so zu erschließen, dass die Sinnpotenziale des Bibeltextes in den Lesern und durch sie wirken können. Diese Art der Kommentierung basiert auf einer »biblischen (kontextuellen) Auslegung«, di ihre eigenen Orientierung und Ausrichtung im Dialog mit der Auslegungsgeschichte – besonders der jüdischen – findet.

Verlag Herder, 2015; 440 Seiten; ISBN: 978-3-451-26804-5


"Neigt euer Ohr den Worten meines Mundes"

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Das Psalmenbuch als »Zeugnis leidenschaftlicher Gott-Suche« zu präsentieren: Das ist nach Frank-Lothar Hossfeld und Erich Zenger die zentrale Aufgabe der Exegese. Es geht dabei um die Abkehr vom isolierten Blick auf den einzelnen Psalm hin zur Aufmerksamkeit für die Komposition des biblischen Psalmenbuchs. Der Band enthält eine Auswahl von Beiträgen der Autoren sowie alle Psalmenstudien, die von beiden gemeinsam verfasst wurden. Die Beiträge zeigen, was der Wechsel von der Psalmenexegese zur Psalterexegese bedeutet. Sie erschließen den Leserinnen und Lesern anhand exemplarischer Beispiele ein tieferes Verständnis der Psalmen und geben Anteil an einem spannenden Prozess theologischer Forschung.

Die Autoren:
Frank-Lothar Hossfeld, geb. 1942, von 1982-2009 Professor für Exegese des Alten Testaments an der Universität Bonn, Leiter des Projektes »Theologie des Psalters« der Universität Bonn, Mitherausgeber der Stuttgarter »Biblischen Beiträge« und langjähriger Vorsitzender des Katholischen Bibelwerks e.V.
Erich Zenger, 1939 – 2010, von 1973 bis 2004 Professor für Altes Testament und Leiter des Seminars für Zeit- und Religionsgeschichte des Alten Testaments an der Universität Münster. Begründer und Herausgeber des »Stuttgarter Alten Testaments«; zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem mit der Buber-Rosenzweig-Medaille (2009) und dem Theologischen Preis der Salzburger Hochschulwochen für sein Lebenswerk.

Die Herausgeber:
Christoph Dohmen, Studium der Theologie und Orientalistik, von 1990 bis 2000 Professor für Altes Testament an der Universität Osnabrück, seit 2000 Professor für Exegese und Hermeneutik des Alten Testaments an der Universität Regensburg. Mitherausgeber der »Stuttgarter Bibelstudien« und Herausgeber des »Stuttgarter Alten Testaments« und des »Neuen Stuttgarter Kommentars – Altes Testament«.
Thomas Hieke, Professor für Altes Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Mitherausgeber der »Stuttgarter Biblischen Aufsatzbände«.

Verlag Kath. Bibelwerk, 2015; 328 Seiten; ISBN: 978-3-460-33149-5


Aufbrüche zur Exodustheologie

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Auf den ersten Blick mag Num 33,1-49 »eintönig« und »inhaltsarm« wirken. Tatsächlich jedoch erweist sich die Perikope als ungemein reich an interessanten theologischen Inhalten. Im Gespräch mit zentralen Textpassagen der Tora entwirft sie eine eigenwillig akzentuierte Gesamtdeutung der »Gründungsgeschichte« Israels, wenn sie Israels Aufbrüche auf dem Weg von Ägypten bis an die Grenzen des Verheißenen Landes einerseits als »Auszüge«, d.h. als Teiletappen des Exodus, andererseits aber als ein gelingendes Beziehungsgeschehen zwischen Israel und seinem Gott profiliert. Sie gewichtet Teiletappen, »periodisiert« die Wüstenwanderung und zwingt den Leser dazu, in Ex 12-Num 22 bereits Gelesenes neu zu überdenken.

Verlag Kath. Bibelwerk, 2014; 200 Seiten; ISBN: 978-3-460-03314-6


Studien zu Bilderverbot und Bildtheologie des Alten Testaments

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Zum Thema »Du sollst dir kein Kultbild machen …« fordert das Bilderverbot im Rahmen der Zehn Gebote. Zusammen mit dem sogenannten Fremdgötterverbot wird es zu den Besonderheiten der Religion des biblischen Israel gerechnet. Und doch hat die Palästina-Archäologie zahlreiche Bilder zu Tage gefördert, die einen solchen Unterschied zwischen Israel und seinen Nachbarn nicht zu bestätigen scheinen. Es gilt deshalb das Verständnis des Bilderverbotes, das eine enorme Wirkungsgeschichte der Bibel und weit darüber hinaus bis in unsere Tage gezeitigt hat, in den Texten der Bibel genauer zu erfassen.
Die im vorliegenden Band versammelten Studien des Autors behandeln philologische Probleme der unterschiedlichen hebräischen Bildbegriffe ebenso wie Aspekte der facettenreichen Wirkungsgeschichte des Bilderverbotes, die in den Bereich der Kunst weisen, sowie verschiedenste bildtheologische Fragen, die sich aufgrund von biblischen Vorstellungen über Visionen, Erscheinungen und das »Sehen Gottes« ergeben.

Verlag Kath. Bibelwerk, 2012; 300 Seiten; ISBN: 978-3-460-06511-6


Mose. Der Mann, der zum Buch wurde

Die Gestalt des Mose ist eng mit dem Glauben an den einen und einzigen Gott verbunden, weshalb ihm eine besondere Stellung im Judentum, Christentum und Islam zukommt. Von Mose, dessen Bedeutung nicht auf die Religion beschränkt werden kann, sondern auch für Recht und Ethik kaum zu überschätzen ist, wissen wir aber nur aus den Büchern der Bibel.
Die »Mose-Bücher« geben sich selbst als Mitteilung Gottes zu verstehen, die Mose empfangen und weitergegeben hat. Was sich schon in den Texten der Bibel zeigt, wird von den Spuren, die Mose in der abendländischen Kultur hinterlassen hat, bestätigt: Das Besondere der göttlichen Offenbarung ist am Offenbarungsmittler »abzulesen«. In ihm begegnet uns nicht eine Person ferner Vergangenheit, sondern das bleibende Wort Heiliger Schrift, und Mose ist in einzigartiger Weise zu diesem Wort geworden.

Verlag Evang. Verlagsanstalt, 2011; 288 Seiten; ISBN: 978-3-374-02847-4


Ende und Anfang

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Mit dem Tod Josuas kommt die „Gründungsgeschichte“ des Volkes Israel zu ihrem definitiven Abschluss. Eine neue Epoche beginnt, die von Anfang an unter negativen Vorzeichen steht: die Geschichte Israels im Land. Dieser Übergang wird im Prolog zum Richterbuch (Ri 1,1-3,6) unter unterschiedlichen Aspekten thematisiert und mit einer differenzierten theologischen Deutung versehen. Die vorliegende Untersuchung wählt eine am Paradigma der „Biblischen Auslegung“ orientierte, rezeptionsästhetische Herangehensweise. Sie setzt sich zum Einen das Ziel, die Struktur und die literarische Gestaltung des Richterprologs zu beschreiben. Besonderes Augenmerk gilt dabei den verknüpfenden Elementen und den Querverweisen innerhalb von Ri 1,1-3,6, die die vielen kleinen Texteinheiten einander zuordnen und miteinander verbinden. Zum Anderen werden die zahlreichen intertextuellen Bezüge zwischen dem Richterprolog und Texten aus Tora und Josuabuch eingender untersucht und für die Interpretation von Ri 1,1-3,6 fruchtbar gemacht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Abschnitt Ri 2,1-10, der als theologischer und kompositorischer Schlüsseltext des Richterprologs gelten kann.

Verlag Herder, 2011; 504 Seiten; ISBN: 978-3-451-34062-8


Visionen von einem Neuanfang

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„Nichts ist jetzt so, wie es einmal war.“
Mit diesen oder ähnlichen Worten wird gerne die Bedeutung großer Ereignisse charakterisiert, die zu Umbrüchen führen. Auf den Propheten Ezechiel trifft das in besonderer Weise zu.
Als außergewöhnlicher Visionär nimmt er Ende und Neuanfang in den Blick. Dabei benutzt er bekannte Vorstellungen und Bilder, die er aber neu und anders füllt. Im Blick auf die Zukunft reflektiert Ezechiel Israels Geschichte. Für das Verständnis des Ezechiel-Buches ist wichtig, die Einzeltexte des Propheten immer im Horizont des Ganzen zu lesen. Das will dieses Buch versuchen, um so in ein selten beachtetes Prophetenbuch einzuführen.
Das Buch Ezechiel kann auch uns heute helfen, von Gottes Nähe und einer Zukunft mit Gott zu sprechen, gerade dann, wenn Vieles uns fraglich erscheint oder Traditionelles schon weggebrochen ist:
Nichts wird so werden, wie es war, denn alles wird neu!

Verlag Kath. Bibelwerk, 2010; 116 Seiten; ISBN: 978-3-853-96134-6


Exodus 19 - 40

Das Buch Exodus steht in vielfältiger Hinsicht im Zentrum der Bibel, enthält es doch die Lebensgrundlage für das »Volk Gottes«. Der große deutsche Rabbiner Benno Jacob nennt es schlicht und zugleich prägnant »dies wunderbare Buch«, da es doch von der Knechtschaft in Ägypten über die Befreiung hin zur Begegnung Israels mit seinem Gott führt.
Der im vorliegenden Band kommentierte zweite Teil des Buches Exodus (Ex 19-40) entfaltet in den Erzählungen von Israel am Sinai die für die Bibel – bis ins Neue Testament hinein – bleibend gültigen Themen von Volk Gottes, Bund, Nähe Gottes im sozialen und kultischen Leben, Offenbarung sowie vor allem den Gedanken von der Barmherzigkeit Gottes. Gegenwart und Nähe Gottes sind der rote Faden, der sich durch die anscheinend disparaten Stoffe dieser Kapitel zieht und sie zu einer festen Einheit zusammenbindet.
Auf das »Verstehen« dieses inhaltlichen und formalen Zusammenhangs ist der vorliegende Kommentar ausgerichtet, während die Fragen der »Entstehung« diesem Ziel untergeordnet bleiben. Das beruht auf grundlegenden Überlegungen zur Gattung des Kommentars und zum Sinn und Zweck der Auslegung. Ein Kommentar soll ebenso wenig ein Sammelbecken für die Forschungsgeschichte sein wie er ein Diskussionsforum für Hypothesen der Textgenese sein kann. Er soll eine zusammenhängende »Erklärung« des Textes sein, was im vorliegenden Kommentar durch eine intertextuelle bzw. kontextuelle Auslegung versucht wird, die im ständigen Dialog mit dem jüdischen Verstehen dieser Texte entwickelt wird. Da es »den einen und einzigen« Sinn eines Textes nicht gibt, kann ein Kommentar auch nicht den wahren oder richtigen oder den ursprünglichen Sinn ermitteln; aber er kann den »Textsinn« aus und in seinem jetzigen Kontext freizusetzen versuchen, so dass dieser in heutigen Lesern des Bibeltextes wieder und wieder wirken kann. Nicht mehr und nicht weniger will der vorliegende Kommentar sein: eine Hilfe für heutige Menschen, die sich den fremden und doch so nahe gehenden Gedanken des Exodusbuches stellen wollen, um sie sich im Kontext der Bibel erschließen zu können.
Ein Kommentar ist kein Buch für sich, sondern immer ein Buch zum Buch; er dient zuerst dem Bibeltext und dann denjenigen, die diesen lesen und verstehen wollen.

Verlag Herder, 2012; 416 Seiten; ISBN: 978-3-451-26805-2


Die Bibel und ihre Auslegung

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Eine Schrift bewahrt vor allem dann ihre Wirksamkeit, wenn sie auch unter veränderten Umständen aktuell bleibt. Voraussetzung dafür ist, dass die Aussagen des Textes von ihrer Entstehungssituation gelöst und auf eine neue Situation angewandt werden können. Dies gilt auch für die Heilige Schrift, die immer auch gedeutete Schrift gewesen ist. Christoph Dohmen erläutert kompetent und verständlich die verschiedenen Ansätze, Formen und Ziele der Bibelauslegung und führt ihre Ergebnisse an prägnanten Textbeispielen vor.

Verlag C.H. Beck, 2006; 119 Seiten; ISBN: 978-3-406-43299-6


  1. Fakultät für Katholische Theologie
  2. Biblische Theologie

Exegese und Hermeneutik des Alten Testaments

 

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