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Dies academicus

Der Festakt zum Dies academicus 2022 fand am 24. November im Auditorium maximum der Universität Regensburg statt.


Festrednerin: Prof. Dr. Katja Becker, Präsidentin der DFG

Für den Festvortrag mit dem Titel "Durch die Krise – universitäre Forschung in unserer Zeit" konnten wir Prof. Dr. Katja Becker, Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), gewinnen.

Über Prof. Dr. Katja Becker

Katja Becker ist Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Sie studierte Medizin an der Universität Heidelberg, wo sie auch promoviert und habilitiert wurde. Nach einer Nachwuchsgruppenleitung am Zentrum für Infektionskrankheiten der Universität Würzburg nahm sie den Ruf auf eine Professur für Biochemie und Molekularbiologie an der Universität Gießen an. Lehr- und Forschungsaufenthalte führten sie nach Afrika, Australien, in die Schweiz, nach Großbritannien und in die USA. Ihr Forschungsinteresse gilt dem zellulären Thiolstoffwechsel, der Struktur und Funktion redoxaktiver Proteine sowie der rationalen Medikamentenentwicklung gegen Tumor- und Infektionskrankheiten, insbesondere gegen die tropische Malaria. Bis 2019 war sie Koordinatorin des DFG-Schwerpunktprogramms 1710, das die Thiol-basierte Regulation von Enzymen untersucht, und Sprecherin des LOEWE-Zentrums DRUID, das sich auf die Entwicklung neuer Medikamente, Impfstoffe und Diagnostika gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten fokussiert. Von 2009 bis 2012 war Katja Becker als Vizepräsidentin der Universität Gießen tätig, von 2014 bis 2019 Vizepräsidentin der DFG. Ihre Arbeit wurde mit dem Ludolf-Krehl-Preis, der Carus-Medaille, der Rudolf-Leuckart-Medaille und der Mitgliedschaft in der Deutschen Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina ausgezeichnet. Seit 2021 ist Katja Becker Vorsitzende des Governing Board des Global Research Council (GRC).



Verliehene Ehrungen und Preise


DAAD-Preis

Mit dem Preis gibt der Deutsche Akademische Austauschdienst den deutschen Hochschulen die Möglichkeit, ihre herausragenden internationalen Studierenden zu ehren.

Oksana Chorna

Oksana Chorna studierte Journalistik an der Yuriy Fedkovych Chernivtsi National University der Ukraine und arbeitete bei unabhängigen Online-Medien in Chernivtsi. Mit einem Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung kam sie 2019 zum Master „Demokratiewissenschaft“ ans Institut für Politikwissenschaft der UR. Dort interessierte sie sich vor allem für die Disziplin Internationale Politik mit dem Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa.

In ihrer ausgezeichneten Masterarbeit beschäftigt sich Chorna mit der China-Politik Mittel- und Osteuropas. Denn nach einer Phase der Kooperation beginnen sich viele Länder der Region von Peking zu distanzieren. Chorna erklärt dies mit der neorealistischen Allianztheorie nach Glenn Snyder. Hilfreich ist die Betonung der unterschiedlichen Zwänge, denen sich kleinere Länder mit direkter Bedrohung ausgesetzt sehen. Für sie gilt es, die Gefahr des „abandonment“ durch eine Schutzmacht möglichst gering zu halten. Das tun schwache Staaten, indem sie dem Protektor Loyalität in für ihn wichtigen Fragen erweisen.

Diese Überlegungen führen Chorna zu folgender Hypothese: Die zunehmende Konfrontation der Schutzmacht USA mit China veranlasst die mittel- und osteuropäischen Länder, die Beziehungen mit Peking umso mehr nach den Präferenzen ihres Protektors auszurichten, je stärker sie von dessen Sicherheitsgarantien abhängen. Im empirischen Teil identifiziert Chorna drei Gruppen von Staaten: die sich von China distanzieren, die ihm abwartend oder die ihm freundlich begegnen. Dazu entwickelt sie Indikatoren, anhand derer sie die einzelnen Länder bewertet und einordnet. Anhand von Litauen, Serbien und Griechenland kann Chorna ihre These durch Fallstudien bestätigen. Die Arbeit überzeugt konzeptionell und kompositorisch, sie zeigt Reife und Reflexionsniveau.

Seit 2022 promoviert Chorna an der Universität Bremen und Bremen International Graduate School of Social Sciences und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Osteuropa.

(Text: Stephan Bierling, Erstbetreuer der Masterarbeit)


BioPark-Innovationspreis

Die BioPark Regensburg GmbH, ein Unternehmen der Stadt Regensburg, und die dort ansässige Patentanwaltskanzlei Dehmel & Bettenhausen vergeben auch in 2022 Innovationspreise an herausragende Arbeiten aus der Forschung. Ausschlaggebend für die Prämierung waren die Kriterien Innovationskraft, Anwendungs- und Gründungspotential der Arbeiten.

Dr. Sebastian Bittner

Dr. Sebastian Bittner, Postdoc am Leibniz Institut für Immuntherapie, erhält den BioPark-Innovationspreis 2022 für seine Forschung im Bereich der Zelltherapie zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen. Der Begriff der Autoimmunität bezeichnet eine fehlgeleitete Immunreaktion gegenüber dem eigenen Organismus. Diese fehlerhafte Reaktion ist die Konsequenz einer mangelnden Toleranz des Immunsystems gegenüber körpereigenen Strukturen. Eine der wichtigsten Kontrollinstanzen sind sogenannte regulatorische T-Zellen (Tregs). Dr. Bittner entwickelte eine neue Art synthetischer Biosensoren, sogenannte Artifizielle Immunrezeptoren (AIRs), mit deren Hilfe Treg Zellen zu intelligenten „smart“ Tregs umprogrammiert werden können. Die neuen Sensoren erlauben es den Treg Zellen, entzündetes Gewebe in ihrer Umgebung aufzuspüren und dort wieder ihre regenerative und schützende Wirkung zu entfalten. Im präklinischen Modell konnte er die protektive Wirkung dieser modifizierten Treg Zellen bereits zur Verhinderung einer systemischen und potenziell tödlichen Entzündungsreaktion nach allogener Stammzelltransplantation aufzeigen. Das Verfahren wurde zum Patent angemeldet und publiziert.


Dr. Marilena Bohley

Dr. Marilena Bohley erhält den BioPark-Innovationspreis 2022 für ihre Forschungsarbeit zum Einsatz von Lipid-basierten Nanokapseln für den zielgerichteten Wirkstofftransport zur Netzhaut (Retina) am Lehrstuhl für Pharmazeutische Technologie der Universität Regensburg. Viele Augenerkrankungen sind durch unkontrolliertes, degeneratives Gefäßwachstum einhergehend mit Entzündungen in der Netzhaut (Retina) gekennzeichnet. Die Folge ist die progressive Zerstörung der Retina und damit Sehbeeinträchtigung bis hin zur vollständigen Erblindung. Die destruktiven Prozesse werden hauptsächlich von retinalen Pigment Epithelzellen (RPE-Zellen) - einer unscheinbaren Zellschicht im hinteren Teil des Auges - gesteuert. Aktuell gibt es keine Möglichkeit, diese Zellen gezielt mit Wirkstoffen zu adressieren. Dr. Bohley entwickelte einen neuartigen Wirkstofftransporter hierzu. Bei dem sog. Lipid nanocapsules (LNC) handelt es sich um lipid-basierte Nanokapseln, welche nach intravenöser Injektion höchst effizient und zielgerichtet in RPE-Zellen angereichert werden können. Beladen mit dem entzündungs- und gefäßwachstums-hemmenden Wirkstoff Cyclosporin A (CsA) konnte Dr. Marilena Bohley die gewebespezifische Wirksamkeit nachweisen. Das Verfahren wurde zum Patent angemeldet und publiziert.


Förderpreis Sprache & Recht

Der Förderpreis wird für eine in deutscher Sprache verfasste wissenschaftliche Arbeit zum interdisziplinären Thema „Sprache und Recht“ verliehen. Mit dem jährlich bundesweit ausgeschriebenen Förderpreis sollen interdisziplinäre Untersuchungen angeregt und unterstützt werden.

Dr. Nico Sebastian Schmidt

Dr. Nico Sebastian Schmidt verbindet in seiner Arbeit zwei Themenkreise: die Frage nach der rechtlichen Regulierung von Sprache und das Problem unbenannter Grundrechts-positionen (Innominatfreiheiten). Hauptthese des Autors ist dabei ein ungeschriebenes „Grundrecht auf Sprachenfreiheit“.

Der Gegenstand der Untersuchung ist dabei inter- wie intradisziplinär höchst anspruchsvoll, und dem Autor gelingt es, den Leser:innen das Phänomen Sprache in seinen zahlreichen Facetten näherzubringen, das neben linguistischen Aspekten auch historische, soziologische und psychologische Gesichtspunkte berührt. Daneben nimmt sich die Arbeit mit den ungeschriebenen Grundrechten ein Problem vor, das fernab der ausgetretenen Pfade verfassungsrechtlicher Forschung liegt, zugleich aber zahlreiche Anknüpfungspunkte zu Kernproblemen der Grundrechtsdogmatik aufweist. Dies alles verbleibt sodann aber nicht nur im Abstrakten, sondern wird auf konkrete Fallkonstellationen heruntergebrochen, die das zuvor Erarbeitete nicht nur systematisch verdeutlichen, sondern auch die konkrete Relevanz der Untersuchung unterstreichen.

Auch für Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler ist es wohltuend zu sehen, dass und wie ein Rechtswissenschaftler definitorisch mit Bezug auf linguistische Fakten vorgeht, etwa bei der Festlegung auf den Terminus „Erstsprache“ anstelle von „Muttersprache“. Und die Allgemeinsprachlichkeit der Ausführungen wird deutlich durch Beispiele, die nicht auf Deutschland beschränkt sind, sondern in die Historie reichen, andere europäische Sprachen und Sprachenpolitik einbeziehen und dabei weit über Europa hinausgehen. Insgesamt kann man sich kaum eine Arbeit vorstellen, die besser geeignet wäre, dem interdisziplinären Anliegen des Arbeitskreises Sprache und Recht zu entsprechen: Aufbauend auf einer solide ausgearbeiteten Sprachtheorie macht sie darauf aufmerksam, dass Sprachenfreiheit nicht im Grundgesetz steht, und wirbt mit juristischen Argumenten für eine Abhilfe.


Gleichsstellungspreis

Mit dem Gleichstellungspreis sollen Leistungen und Fortschritte im Bereich der Gleichstellung von Frauen und Männern an der Universität Regensburg sichtbar gemacht werden. Ausgezeichnet werden Projekte, strukturelle Maßnahmen und herausragende Forschungsleistungen, die sich in Forschung und Lehre auf das Ziel der Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit beziehen.


Hauptpreis für Dr. Heike Wolter

Für das Miteinander in der Gesellschaft ist eine der größten Herausforderungen die Anerkennung der Leistungen von Frauen in derselben Weise wie die von Männern. Mit dem Hauptpreis wird 2022 eine mehrstufige Initiative von Frau Dr. Heike Wolter, Akademische Rätin, prämiert, gipfelnd in der Kinderbuchreihe Starke Frauen, die sich diesem Ziel verschreibt. Sie entstand in Verbindung mit ihrer geschichtsdidaktischen Lehre zu „Gendersensibilität im Geschichtsunterricht“ und zu Frauen-, Gender- und Männlichkeitsgeschichte. Die Buchreihe Starke Frauen erscheint beim Verlag edition riedenburg und erreicht über den freien Verkauf hinaus inneruniversitär und außeruniversitär verschiedene Gesellschaftsschichten und Altersstufen. Eine Stärke ist die Vielfalt der für die biografischen Bücher ausgewählten Frauen – von Bertha Benz und Ruth Bader Ginsburg über Wangari Maathai bis Angela Merkel. Das Projekt setzt mit der Verbindung aus Lehrkräftebildung, didaktischen Angeboten, auch zur Weiterbildung, und dem Einsatz der Reihe in Schulen früh an, um ein geschlechtergerechteres Geschichtsbild zu vermitteln. Vorbilder spielen hierfür eine große Rolle. Es fördert damit langfristig Gendersensibilität und Chancengleichheit. Das Projekt hat überdies durch die Einbindung in das Zertifikat Hochschullehre des Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsdidaktik mit Blick auf zeitgemäßes Wissen und die Kompetenzen von Lehrkräften nachhaltigen Charakter.

Zur Konzeption der Bücher und das Miteinander der Geschlechter erklärt Frau Dr. Wolter:
„Die neben dem historisch orientierten Haupttext angebotenen Forschungsaufgaben und interaktiven Buchteile sollen sich nicht allein an Mädchen richten und den Geschlechteraspekt nicht in einer konkurrierenden Weise betonen. In ihrer konsequenten Ausrichtung auf Selbstverwirklichung sollen sie stattdessen jede*n (auch über binäre Geschlechterkonstruktionen hinaus) ermutigen, sich selbst als wertvolles und gleichberechtigtes Mitglied der Gesellschaft zu begreifen.“
Zum Thema „Starke Frauen – Lernen mit und an Frauenbiografien“ hat Frau Dr. Wolter zusammen mit Julia Christof in Geschichte lernen 2022 einen Fachaufsatz veröffentlicht.

Mit diesem Engagement hat sich Frau Dr. Heike Wolter um die Gendersensibilisierung und die Gleichstellung der Geschlechter in der akademischen Lehre der Universität Regensburg und im Wissenstransfer sehr verdient gemacht.
Frau Dr. Wolter arbeitet am Lehrstuhl für Neuere Geschichte in der Abteilung Didaktik der Geschichte an der Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften der Universität Regensburg.

Antonia Reck

Der Gleichstellungspreis 2022 in der Kategorie „Abschlussarbeiten und Qualifikationsarbeiten“, dotiert mit 500 €, wird Frau Antonia Reck für ihre herausragende kulturwissenschaftliche Masterarbeit mit dem Titel Zur Konstruktion weiblicher Geschlechterbilder und Rollenerwartungen in Kochbüchern von und für jüdische Frauen zwischen 1901 und 1921 verliehen. Die Arbeit ist ein exzellentes Beispiel für die detaillierte Analyse von Denkweisen einer bestimmten Zeit und gesellschaftlichen Gruppen. Die kulturwissenschaftliche Untersuchung zeigt, wie nicht nur explizit, sondern gerade implizit Erwartungen an Frauen vermittelt und immer wieder weitergegeben werden, sie spricht das aktuelle Phänomen der Re-Traditionalisierung an und macht mit diesem Bogen und den Bezügen zur Gegenwart historisch fundierte, zugleich kulturwissenschaftlich plausibel gerahmte Aussagen zur Wirkmacht überwunden geglaubter Geschlechterbilder in unserer Zeit. Ihre Arbeit trägt regt dazu an, Normvorstellungen zu überdenken, die das Gleichgewicht der Geschlechter betreffen, regt an, Fragen an die Vergangenheit und die Gegenwart zu stellen.

Antonia Reck ist Absolventin des Masterstudiengangs Vergleichende Kulturwissenschaft an der Universität Regensburg. Sie ist nach ihrem Abschluss auf eine Stelle an der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel gewechselt.


Ehrennadel der Universität

Die Universität Regensburg verleiht ihre Ehrennadel an Personen in Anerkennung ihrer besonderen Verdienste um die UR.


Eva-Maria Hollnberger

Eva-Maria Hollnberger hat ihre Tätigkeit an der Universität Regensburg am 1. August 1975 aufgenommen und war unter anderem in der Registratur, der Studentenkanzlei und in der Buchungsstelle tätig. Vom 1. April 2000 an war sie bis zum Eintritt in den Ruhestand am 30. Juli 2022 in der Personalabteilung in Referat III/2 für die Reisekostenabrechnung und die Wohnungsführsorge zuständig.

In den 47 Jahren ihrer Tätigkeit hat sich Eva-Maria Hollnberger mit Tatkraft, Einsatzfreude und Gestaltungswillen für den reibungslosen Ablauf des Universitätsbetriebes engagiert. Dabei war sie nicht nur ein fester Bestandteil unserer Universitätsgemeinschaft, sondern eine über den gesamten Campus hinweg hochgeschätzte Kollegin.

In Würdigung ihrer Verdienste wird Eva-Maria Hollnberger mit der Ehrennadel der Universität ausgezeichnet.

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Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Möller

Prof. Dr. Joachim Möller studierte in Tübingen, Straßburg und Konstanz Philosophie, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre. Im Jahr 1990 habilitierte er sich an der Universität Konstanz. Von 1991 bis zu seinem Ruhestandseintritt am 1. Oktober 2018 war er als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Regensburg tätig und hat sich hier durch seine Forschungsarbeit unter anderem im Bereich der Lohnstrukturen und Lohnungleichheiten, internationale Vergleiche und Regionalanalysen eine hohe Reputation erarbeitet. Von Oktober 2007 bis September 2018 war Prof. Dr. Möller als Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg tätig und hat hier durch sein hohes Engagement im Transferfeld zwischen Universität und Öffentlichkeit die Sichtbarkeit der Universität Regensburg nach außen wesentlich erhöht. Von 2000 bis 2003 war Prof. Dr. Möller im Vorstand der European Association of Labour Economists (EALE) tätig. 2004 wählte ihn der Ausschuss für Regionaltheorie und -politik im Verein für Socialpolitik zum Vorsitzenden. Von 2005 bis Oktober 2007 leitete er das Osteuropa-Institut München, das 2007 nach Regensburg verlegt wurde. Seit 2005 hat er als Mitglied des IREBS Instituts für Immobilienwirtschaft, an dem er Regionalökonomie in Forschung und Lehre vertreten hat, den Schwerpunkt Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg gestärkt.

Prof. Dr. Möller hat sich um die Universität Regensburg besonders verdient gemacht. In Würdigung seiner Verdienste wird Herrn Prof. Dr. Joachim Möller mit der Ehrennadel der Universität ausgezeichnet.

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Universitätsmedaille "Bene Merenti"

Die Universität Regensburg verleiht die Universitätsmedaille „Bene Merenti“ an Personen in Anerkennung ihrer besonderen Verdienste um die UR.


Axel Bartelt

Axel Bartelt war vom 1. Februar 2014 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand am 31. Januar 2022 Regierungspräsident der Oberpfalz. In dieser Zeit stand er über die Rolle seines Amtes hinaus stets im engen Austausch mit der Universität Regensburg. Mit seinem Engagement für die Wissenschaft hat er sich für die positiven Rahmenbedingungen der Universität Regensburg eingesetzt und am Erfolg der zahlreichen Zukunftsprojekte der Universität mitgewirkt. So hat er zur Förderung des medizinischen Wissenschaftstandortes Regensburg den Ausbau des Regensburger Centrum für Interventionelle Immunologie (RCI), insbesondere beim Aufbau der notwendigen Infrastruktur, unterstützt. Damit hat er die Einwerbung des Leibniz-Instituts für Immuntherapie (LIT) als zweites Leibniz-Institut am Standort Regensburg maßgeblich begleitet. Die Machbarkeitsstudie der Universität Regensburg zum MedizinCampus Niederbayern wurde auch dank des wertvollen Inputs von Axel Bartelt mit dem Umsetzungsauftrag durch die bayerische Staatsregierung belohnt. Darüber hinaus hat sich Axel Bartelt stets für die internationale Begegnung und Vernetzung engagiert und damit die internationale Attraktivität des Standortes Regensburg und somit auch der Universität Regensburg gefördert.

Für sein Engagement und seinen Beitrag zur Weiterentwicklung der Universität wird Axel Bartelt mit der Verdienstmedaille „Bene Merenti“ der Universität Regensburg ausgezeichnet.

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Gerlinde Frammelsberger

Gerlinde Frammelsberger war von 1. Mai 2007 bis 31. März 2022 als Geschäftsführerin des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz tätig. Die Beziehungen des STWNO und der Universität Regensburg zeichnen sich dank der jahrelangen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Gerlinde Frammelsberger durch eine stets konstruktive und vertrauensvolle Partnerschaft aus. Über alle Aufgabenbereiche des Studentenwerks hinweg, von der gastronomischen Versorgung am Campus, über den Betrieb der Wohnanlagen und die umfassenden Beratungsmöglichkeiten bis hin zur Kulturförderung, leistete das Studentenwerk unter der Leitung von Gerlinde Frammelsberger einen bedeutenden Beitrag zur stetigen Weiterentwicklung und der Attraktivität der Universität Regensburg. So wurde mit ihr z. B. 2008 das Qualitätsmanagement zunächst für den Bereich Hochschulgastronomie eingeführt. Gerlinde Frammelsberger hat zudem Sanierungsarbeiten wie die an der Cafeteria PT an der Universität Regensburg im Jahr 2011 oder die über die Jahre zahlreichen Erneuerungen der Wohnanlagen umgesetzt. In den Pandemiejahren 2020 und 2021 hat Gerlinde Frammelsberger die Universität Regensburg und ihre Angehörigen durch Anpassung des Mensa-Angebots (z. B. durch Umstellung auf den To-Go-Betrieb, Einführung eines Lieferservices mit Webshop, Umstellung auf bargeldlosen Zahlungsverkehr, Einführung der Mehrwegverpackungen der Firma Relevo), durch Bearbeitung der Überbrückungshilfe für Studierende, durch die Psychologische Beratung im Studentenwerk und durch ihre Mitarbeit im Erweiterten Corona-Krisenstab maßgeblich unterstützt.

Gerlinde Frammelsberger hat sich um die Universität Regensburg besonders verdient gemacht, weshalb sie für Verdienstmedaille „Bene Merenti“ der Universität Regensburg erhält.

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  1. Universität Regensburg

Dies academicus

 24. November 2022


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