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Wildpflanzen-Schutz Deutschland

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Wildpflanzenschutz-Deutschland II – WIPs-De II

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat 92 Wildpflanzenarten benannt, für deren Schutz und Erhalt Deutschland global eine besondere Verantwortung hat (Liste der BfN-Verantwortungsarten). Viele der Arten kommen nur in Deutschland vor, sind besonders selten oder die Standorte in Deutschland sind besonders schützenswert. Seit 2013 arbeitet ein deutschlandweites Netzwerk aus fünf Botanischen Gärten unter dem Titel WIPs-De, seit 2018 als WIPs-De II zusammen.

Die Netzwerkpartner kooperieren regional mit den Behörden, verschiedenen Projekten und Naturschützern. So sollen die Vorkommen der Arten erfasst werden und im Bedarfsfall Maßnahmen zur Stärkung und zum Erhalt ergriffen werden, u.a.

  • Managementmaßnahmen werden unterstützt
  • Saatgut wird in Saatgutbanken regional gesichert
  • ex-situ Kulturen werden in Botanischen Gärten als Erhaltungs- Schau- oder Vermehrungskulturen angelegt. 
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Fotos: Röntgenaufnahme von Samen der Grauen Skabiose © J. Lang, großes Vorkommen von Arnika im Alpenvorland © B. Schwarz.

Um langfristig Informationen über den Zustand zu erfassen, werden ökologische Parameter an den Standorten erhoben. Das gesammelte Saatgut wird in Regensburg qualitativ mittels Röntgen- und Keimungsanalysen bestimmt, bevor es eingelagert oder verwendet wird. Die Ansprüche zur Keimung werden für alle Arten erfasst, so dass diese bei einer späteren Verwendung einen bestmöglichen Keimerfolg erzielen können. Saatgut und die Kulturen in den Botanischen Gärten stehen so in den nächsten Jahrzehnten dem Naturschutz und der Forschung zur Verfügung.

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Fotoreihe: Breitblättriges Knabenkraut blühend im Alpenvorland, in Petrischalen aus Samen angezogen und in den Botanischen Garten ausgepflanzt © B. Schwarz/J. Lang.


Durch eine koordinierte Bildungsarbeit werden die Artenschutzmaßnahmen für unterschiedliche Zielgruppen aufgearbeitet und kostenlose Führungen im Botanischen Garten und durch die Genbank angeboten (Anfragen s. unten). Die Bedeutung der biologischen Vielfalt und des botanischen Artenschutzes soll durch die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Projekt verständlich und sichtbar gemacht.


Vielen Dank!
Das Projekt lebt von der Zusammenarbeit mit engagierten und kompetenten Naturschützern! Danke!

...und den motivierten Hilfskräften:

Julian Ackermann, Lea Bauer, Stefanie Bieringer, Fabienne Brauckhoff (bis 2019), Vinzenz Gilgenreiner, Thomas Hübner (bis 2019), Udeerna Ippagunta, Anne-Sophie Jatsch, Natalie Karban, Martina Kiermaier, Helene Kleijn (bis 2019), Sabrina Maierhofer, Svenja Munck, Lena Schmidbauer (bis 2019), Hannah Schmitt, Benjamin Schwarz, Philipp Seebauer

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Biologische Vielfalt“ vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.

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Deutschlandweite Projektkoordination und Leitung im Raum Süd
Prof. Dr. Peter Poschlod und Prof. Dr. Christoph Reisch


Projektbearbeitung:
Daniela Listl und Judith Lang
Raum BIO E4_2.317
Tel 0941 943-3124
email: wips@ur.de


Projekthomepage: https://www.wildpflanzenschutz.uni-osnabrueck.de/


  1. Universität Regensburg
  2. Fakultät für Biologie und Vorklinische Medizin

Wildpflanzen - Schutz Deutschland

 

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