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Ann Rettig, M.A.

Doktorandin


Telefon: +49 941 943-3661


Promotionsprojekt

"Bohr, Dirac, Einstein, Heisenberg, Pauli und das Streben nach einer einheitlichen (Quanten-)Feldtheorie"

In der Studie „Halbgenie und Viertelfaust? Heisenbergs und Paulis Quantenfeldtheorie von 1958. Entstehung – Inhalt – Ablehnung“ (Unveröffentlichte Magisterarbeit von Sommer 2014) habe ich u.a. die Gründe untersucht, die hinter der Ablehnung des Ansatzes von Heisenberg und Pauli durch die Physiker-Gemeinschaft standen.

Es zeigte sich, dass es a) für diese Ablehnung keinen physik-inhärenten Grund gab und es b) verschiedene andere Aspekte waren, die bei der Ablehnung zusammenwirkten.

Von diesen verschiedenen Aspekten untersuche ich in meiner Dissertation zwei Aspekte genauer: Den Wandel der Physik im 20. Jahrhundert und die Ablehnung der Person Werner Heisenberg.

Zum Wandel – Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass es in der Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem Bruch in der theoretischen Physik kam: Die maßgeblichen Physiker, die die moderne Physik begründet hatten, betrieben Physik anders als diejenigen der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit anderen Ansprüchen und Bewertungen, mit einem anderen Karriereverständnis, anderen Zielsetzungen, anderen Kommunikationsinhalten – und anderen Umgangsformen.

In meiner Promotion untersuche ich die spezielle Art und Weise, wie die theoretischen Physiker Heisenberg, Pauli, Einstein, Bohr und ihr Umfeld Physik vor dem Zweiten Weltkrieg praktizierten. Dabei konzentriere ich mich besonders auf das zwischenmenschliche Miteinander in der Zeit zwischen 1920 bis 1933. Dieses wurde von den bisherigen Forschungen oft übergangen. Es hat aber, meinen bisherigen Untersuchungen folgend, eine große Relevanz.

Maßgeblich stützen sich meine Studien auf die Korrespondenz von Pauli, Heisenberg, Bohr und Einstein. Desweiteren nutze ich auch Resultate bisheriger physikhistorischer Forschungen. Außerdem beziehe ich Ergebnisse und Überlegungen zu der Emotionsforschung mit ein, durch die sich neue Einsichten ergeben und ein noch breiteres Verständnis gelingen könnte.

Ebenfalls mittels Überlegungen zur Emotionsforschung untersuche ich den zweiten Aspekt, die Ablehnung der Person Werner Heisenberg.

  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften
  2. Institut für Philosophie

Professur für Wissenschaftsgeschichte

 

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