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Presse

Genau meine Rede: Sprechen will gelernt sein


19. August 2019

Er ist einzigartig im deutschsprachigen Raum: Der berufsbegleitende Masterstudiengang „Speech Communication and Rhetoric“ (MSCR). Die Studierenden kommen dafür u. a. von Hamburg, Berlin oder Zürich nach Regensburg. Nun hat bereits der zwölfte Jahrgang das Studium abgeschlossen. Die Studierenden haben sich eineinhalb Jahre intensiv mit einem Thema auseinandergesetzt: Mit dem Sprechen.

Sprechen ist für die meisten Menschen eine selbstverständliche Fähigkeit, die sie seit frühen Kindheitstagen beherrschen. Doch Sprechen ist nicht gleich Sprechen. In der Familie oder unter Freunden herrscht meist eine vertraute Atmosphäre und man redet, wie einem der Schnabel gewachsen ist. „Aber denken Sie zum Beispiel an eine Rede. Auf einmal befinden Sie sich in exponierter Lage. In dieser ungewohnten Situation sollen Sie jetzt dafür sorgen, dass Ihr Thema auch beim Publikum ankommt“, erläutert Dr. Brigitte Teuchert. Sie ist die Programmverantwortliche für den MSCR. „Eine ganz andere Sprechsituation ist ein Meeting. Kommen alle zu Wort, die etwas sagen wollen? Kann man eine angespannte Gesprächssituation entschärfen? Und wie lässt es sich sicherstellen, dass alle aus der Besprechung mit demselben Ergebnis rausgehen und nicht vielleicht etwas anderes verstanden haben?“ Präsentation, Verhandlungsführung, Kritik- und Konfliktgespräche, interkulturelle Rhetorik oder Fragen der Führung sind nur einige Themenschwerpunkte, die im Masterstudiengang „Speech Communication and Rhetoric“ behandelt werden. Die Studierenden erweitern ihre stimmlichen und rhetorischen Kompetenzen und haben umfangreiche Möglichkeiten, sich persönlich weiterzuentwickeln. "Schon während meines künstlerischen Studiums war mir klar, dass ich mir ein zweites Standbein in der Erwachsenenbildung aufbauen will. Mein praktisches Know-How als „Bühnenprofi“ wollte ich jedoch vorher theoretisch fundieren. Der Masterstudiengang hat hierbei meine Erwartungen bei weitem übertroffen: sowohl theoretisch, praktisch als auch didaktisch fühle ich mich auf meinen weiteren beruflichen Weg perfekt vorbereitet", betont Diplom-Schauspielerin Theresa Martini aus Wien, die nun mit dem 12. Jahrgang den Master abgeschlossen hat.

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Der 12. Jahrgang des Masterstudiengangs „Speech Communication and Rhetoric“
© Patrick Rist

Die Studierenden des MSCR rüsten sich aber nicht nur für Situationen, in denen sie selbst sprechen. Sie erhalten zusätzlich das Know-How, um das erlernte Wissen und erarbeitete Handwerkszeug weiterzugeben. „Das Studium mit Anwendungsorientierung gibt den notwendigen Rückhalt, um erfolgreich Seminare und Trainings zu leiten. So können die Absolventen auch als Trainer und Dozenten mündliche Kommunikation lehren“, erklärt Dr. Brigitte Teuchert. Das ist ganz im Sinne von Absolvent Oliver Pohl, Pressesprecher der Polizei in Kiel: „Mein Traum war es, das berufliche Sprechen auf drei Säulen stellen zu können: als Pressesprecher, als Dozent vor Studierenden und als Trainer für Konfliktkommunikation und Sprechverteidigung. Der Master hat mir dafür sowohl die nötige Theorie vermittelt, als auch viele Anregungen für die Praxis gegeben. Und noch während des Studiums erhielt ich erste Aufträge von Unternehmen und Behörden in Deutschland. Es hat sich sehr gelohnt für mich!“

Für Viele aus dem Jahrgang 12 ist das Masterstudium noch nicht ganz vorbei. Sie schreiben noch an ihrer Masterarbeit. Doch Oliver Pohl ist sich schon jetzt sicher, dass sich die Fahrten nach Regensburg, die er in den letzten eineinhalb Jahren etwa einmal im Monat für die Präsenzphasen unternommen hat, definitiv ausgezahlt haben.


Der nächste Jahrgang (Nummer 14) startet im Januar 2020. Bewerbungen können unter brigitte.teuchert@zsk.uni-regensburg.de eingereicht werden.

Weitere Informationen finden Sie unter Weiterbildungsmaster Rhetorik und Sprechwissenschaft

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