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Lehrveranstaltungen SS 2022

Vorlesungen



Sommersemester 2022

 


11430 Vorlesung   

Prof. Dr. Gabriele Zieroff
 

Sakramentliche Feiern II (ohne Eucharistie) (Gy, BA, Aufbaumodul Religionspädagogik und Praktische Theologie, M, TM 8)

Sacramental Liturgy II (Excluding Eucharist)

2 SWS
Fr. 8-10 Uhr
Raum: S 213

Die Vorlesung wendet sich an Studierende im Magisterstudiengang, im Studiengang B.A., aber auch im Gymnasiallehramtsbereich, die das Fach Liturgiewissenschaft nicht im Basismodul belegt hatten. Thematisch werden die Feiern der Aufnahme in die Kirche (Taufe und Firmung) sowie andere sakramentliche Feiern der Kirche in ihrer liturgiehistorischen Entwicklung und ihren sakramententheologischen Implikationen vorgestellt. Aktuelle liturgiepastorale Aspekte und virulente praktische Fragestellungen sollen ebenso gebührenden Raum erhalten.

Für den Fall, dass im Sommersemester 2022 keine Präsenzlehre möglich sein sollte, wird die Vorlesung im asynchronen digitalen Format angeboten.

Literatur

  • Christliche Bestattungskultur und säkulare Gesellschaft. Hg. v. Albert Gerhards und Benedikt Kranemann. Leipzig 22002 (EThS 30).
  • Eheschließung – mehr als ein rechtlich Ding? Hg. v. Klemens Richter. Freiburg u.a. 1989 (QD 120).
  • Jilek, August, Eintauchen – Handauflegen – Brotbrechen. Eine Einführung in die Feiern von Taufe, Firmung und Erstkommunion, Regensburg 1996 (Kleine liturgische Bibliothek 3).
  • Im Angesicht des Todes. Ein interdisziplinäres Kompendium. 2 Bde. Hg. v. Hansjakob Becker, Bernhard Einig und Peter-Otto Ulrich. St. Ottilien 1987 (PiLi 3 und 4).
  • Kleinheyer, Bruno, Sakramentliche Feiern I. Die Feiern der Eingliederung in die Kirche, Regensburg 1989 (GdK 7,1).
  • Meßner, Reinhard, Einführung in die Liturgiewissenschaft. Paderborn 22009 (UTB Wissenschaft 2173), 150-226.
  • Ritzer, Korbinian, Formen, Riten und religiöses Brauchtum der Eheschließung in den christlichen Kirchen des ersten Jahrtausends. Münster 1962 (LQF 38).
  • Sörries, Reiner, Ein letzter Gruß. Die neue Vielfalt der Bestattungs- und Trauerkultur. Kevelaer 2016.
  • Stuflesser, Martin / Winter, Stephan, Wiedergeboren aus Wasser und Geist. Die Feiern des Christwerdens, Regensburg 2004 (Grundkurs Liturgie 2).
  • Die Taufe. Riten und christliches Leben. Hg. v. Patrick Prétot, Martin Stuflesser und Karen Westerfield Tucker. Regensburg 2012 (Theologie der Liturgie 2).
  • Zieroff, Gabriele, Gepriesen bist du, unser Gott, der Bräutigam und Braut erfreut! Die gottesdienstliche Feier der Eheschließung in den nachkonziliaren universalkirchlichen Ritualien sowie den liturgischen Büchern für das deutsche Sprachgebiet. Frankfurt/Main 2002 (EHS.T 746).
     

11431 Vorlesung

Prof. Dr. Gabriele Zieroff
 

Media vita in morte sumus – Rituale und gottesdienstliches Feiern angesichts von Sterben, Tod und Bestattung D- (PeWi-M4a)

Media vita in morte sumus – Rituals and liturgy concerning dying, death and funerals
 

Die Vorlesung findet ausschließlich in digitaler und asynchroner Form statt.
 

Der Umgang des Menschen mit dem Faktum seiner Sterblichkeit ist von einer grundlegenden Diskrepanz geprägt. Einerseits steht der Tod in medialer Vermittlung nahezu allgegenwärtig im Raum als Meldung in den Nachrichten aus aller Welt, aber auch als Inhalt von Fernsehserien und Dokumentationsreihen. Auf der anderen Seite ist die moderne Gesellschaft weitgehend durch die Verdrängung und Tabuisierung des Todes gekennzeichnet. Das Sterben des Menschen findet längst nicht mehr zu Hause statt, sondern ihn Krankenhäusern, Seniorenheimen und Hospizen. So gesehen gibt es den Tod im Alltagsbewusstsein nur als den „Tod der anderen“. Gegen diese Mentalität stellt sich seit jeher der christliche Umgang mit Sterben und Tod. Tote bestatten gehört zu den Werken der Barmherzigkeit, die jedem Christen aufgetragen sind und ist so auch Realisierung des diakonischen Auftrags der Kirche in der Welt. Vor diesem Hintergrund befasst sich das Seminar mit der christlichen Sterbe- und Totenliturgie in Geschichte und Gegenwart und setzt sich mit aktuellen Fragen im Hinblick auf Trauerkultur und Vielfalt der Bestattungsformen auseinander.

Literatur:

  • Christliche Begräbnisliturgie und säkulare Gesellschaft. Hg. v. Albert Gerhards und Benedikt Kranemann. Leipzig 22002 (EThS 30).
  • Im Angesicht des Todes. Ein interdisziplinäres Kompendium. Hg. v. Hansjakob Becker, Bernhard Einig und Peter-Otto Ulrich. 2 Bde. St. Ottilien 1987 (PiLi 3 und 4).
  • Liturgie und Bestattungskultur. Hg. v. Ansgar Franz, Andreas Poschmann und Hans-Gerd Wirtz. Trier 2006.
  • Metamorphosen des Todes. Bestattungskulturen und Jenseitsvorstellungen im Wandel – Vom alten Ägypten bis zum Friedwald der Gegenwart. Regensburg 2016 (Regensburger Klassikstudien 2).
  • Der Umgang mit den Toten. Tod und Bestattung in der christlichen Gemeinde. Freiburg 1990 (QD 123).
  • Sörries, Reiner, Ein letzter Gruß. Die neue Vielfalt der Bestattungs- und Trauerkultur. Kevelaer 2016.

Oberseminar



Sommersemester 2022

 


11437 Oberseminar

Prof. Dr. Harald Buchinger / Dr. Piotr Kubasiak
 

Oberseminar und Independent Studies Programme

Current issues in liturgical research and related interdisciplinary questions

2 SWS

geblockt n. Ü. (Bekanntgabe per e-mail-Liste)

Anmeldung per e-mail an harald.buchinger@theologie.uni-regensburg.de

Das Oberseminar bietet interessierten Studierenden die Möglichkeit, eigene Arbeiten, historische Quellentexte und aktuelle Forschungsfragen zu diskutieren; dabei werden auch interdisziplinäre Brückenschläge vorgenommen und gelegentlich Gastwissenschaftler/innen eingeladen.

An independent studies programme is designed to help international students to develop their projects and to integrate them into the interdisciplinary research and teaching context of our faculty.

English on demand.


11438 Oberseminar

Prof. Dr. Harald Buchinger / Prof. Dr. Andreas Merkt / Prof. Dr. Tobias Nicklas
 

Forschungskolloquium „Jenseits des Kanons: Heterotopien religiöser Autorität im spätantiken Christentum“

Research Colloquium „Beyond the Canon: Heterotopias of Religious Authority in Late Antique Christianity“

2 SWS

Mi 10–12

Anmeldung per e-mail an harald.buchinger@theologie.uni-regensburg.de

Das Forschungskolloquium des Centre for Advanced Studies „Jenseits des Kanons/Beyond Canon“ versammelt Fellows und Gäste der DFG-Kolleg-Forschungsgruppe 2770 zum wöchentlichen Austausch über einschlägige Forschungsfragen. Ausgewählte Dissertantinnen und Dissertanten sowie ausnahmsweise auch einschlägig qualifizierte und interessierte Studierende können nach Rücksprache zur Teilnahme zugelassen werden.


11439 Oberseminar

Prof. Dr. Harald Buchinger / Prof. Dr. Jörg Oberste
 

Neue Forschungen zur vormodernen Metropolität

New research on pre-modern metropolitanism
 

2 SWS

Mittwoch 16–18 c. t.

Raum: VG 0.04

Das Doktorandenseminar richtet sich ausschließlich an Mitglieder des Graduiertenkollegs „Metropolität in der Vormoderne“ und dient der Diskussion der hier bearbeiteten Dissertationsthemen im Kontext der Städteforschung.

Interessierte können auf Antrag an harald.buchinger@theologie.uni-regensburg.de zugelassen werden.


Seminar



Sommersemester 2022

 


11450 Seminar

Prof. Dr. Harald Buchinger
 

Die Jakobusliturgie

The Liturgy of St James

2 SWS

geblockt n. Ü. (Bekanntgabe per e-mail-Liste)

TS 3

Anmeldung per e-mail bis 1. April bei harald.buchinger@theologie.uni-regensburg.de

English on demand.

The liturgy of St. James is one of the most prominent Eucharistic formularies of the Christian East. Its attribution to the “Brother of the Lord” is of eminent importance for the parabiblical identity construction of the church of Jerusalem and Palestine; the history of the principal formulary in the sphere of Jerusalem and Antioch unfolds in the interplay of prominent liturgical centres and their periphery. Geographically, interactions reach from influences of the Liturgy of St James upon the early medieval Latin West to its adoption in India; historically, the formulary integrated material from other traditions, not least the Byzantine rite, which ultimately was to supplant its use in its Palestinian homeland. Its manifold versions pose not only questions about its early development; they also allow to trace the history of its practice in various churches, even until modern revival. While the anaphora has met much scholarly attention, the minor prayers have not yet been studied exhaustively.

The research seminar will analyse the key witnesses of the liturgy of St James not only in Greek, but also in Georgian and Syriac; respective language skills – at least proficiency in Greek – are indispensable. An international symposium on the liturgy of St James on 6–11 June is integral part of this research seminar; preparatory sessions will be held in the earlier part of the semester. The seminar will take advantage of the presence of a number of highly-specialised international colleagues during the summer term.


11451 Seminar

Martin Berger, Mag. Theol., M.A.
 

Regiebücher der Liturgie: Die Regensburger Libri ordinarii.

Liturgical directories: The Regensburg Libri ordinarii.

2 SWS

Di 10–12

Raum: VG.2.45

Kommentar

Libri ordinarii sind Regel- oder auch Regiebücher der mittelalterlichen Liturgie. Die hoch individuellen Quellen sind zentral für das Verständnis des Gottesdienstes an Kathedralen, Stifts- oder Klosterkirchen, gelegentlich auch in Pfarreien. Die interdisziplinäre Libri ordinarii-Forschung ist ein wichtiges und weites Feld der heutigen Liturgiewissenschaft geworden. Die Regiebücher ermöglichen einen vertieften Einblick in die konkret gefeierte Liturgie und so auch in liturgiehistorische Transformationsprozesse, die zum Teil bis heute fortwirken. Gerade weil in den Libri ordinarii die jeweilige liturgische Tradition in detaillierter Weise verschriftlicht wurde, geben sie auch einen wertvollen Einblick in die gottesdienstlichen Aufführungspraxis von Musik oder die wechselseitigen Bezüge von Bau und Liturgie in der Sakraltopographie und dergleichen mehr. Durch das Projekt Cantus Network der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ist ein großer Teil der Regelbücher der altbayerischen Diözesen und auch einiger Klosterkirchen online als Transkription und als Faksimile zugängig.

Das Seminar will zur selbstständigen Auseinandersetzung mit mittelalterlichen liturgischen Quellen motivieren und in den in den größeren Horizont der interdisziplinären Libri ordinarii-Forschung einführen.

Die Sitzungen widmen sich den verschiedenen Phänomenen der Gattung Liber ordinarius und der darin kodifizierten Liturgie. Ausgehend von der wöchentlich vorbereitenden Lektüre eines thematischen Artikels oder Aufsatzes werden in den Sitzungen ausgewählte Abschnitte aus Regensburger Libri ordinarii – gerne auch nach Absprache aus anderen Kontexten – gelesen und kommentiert.

Da gerade die Regensburger Regelbücher besonders wichtige und interessante Hinweise auf die topographische Anlage im Mittelalter geben, ist, nach Rücksprache mit den Teilnehmern, eine Exkursion in den Regensburger Dom vorgesehen.

Voraussetzung

Lateinkenntnisse, die den Umgang mit unübersetzten – sprachlich allerdings nicht anspruchsvollen – Quellen ermöglichen

Literatur

Leistungsnachweis

Regelmäßige und vorbereitete Mitarbeit; Seminararbeit

Zuordnung zu Modulen

Modulkürzel

Modulposition

KAR-UF-WB

Katholische Religionslehre Unterrichtsfach Wahlbereich

KaTh-M-TS 3.7

Liturgiewissenschaft

KaTh-M-TS1.1d

Praktische Theologie

KaTh-M-TS1.2d

Praktische Theologie

KMS-MA-WB

Kulturgeschichtliche Mittelalterstudien Master of Arts Wahlbereich

KMS-MA-ZP

Kulturgeschichtliche Mittelalterstudien Master of Arts zusätzliche Pflichtpunkte

MAL-M36.1

Theologie des Mittelalters



  1. Fakultät für Katholische Theologie
  2. Praktische Theologie

Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft

Klein-osternacht2

Sekretariat

Gabriele Kaiser

Raum: PT 4.2.33
Telefon: +49 941 943-3234
Bürozeiten:
Di–Do 9-12 u.13-15 Uhr 
E-Mail