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Projekte der AG Klinische Bildgebung

Effekte eines integrierten Therapieprogramms mit und ohne Sport auf die Gehirnstruktur und -funktion bei Patienten mit depressiven Störungen

T. Frodl, T. Baghai, T. Wetter, M. Sommer, R.Rupprecht

In einem Neuroimaging-Subprojekt zu einer Therapiestudie werden 40 Patienten mit Depression, die an dem Sportprogramm teilnehmen, und 40 Patienten mit Depression, die als Kontrollgruppe an einem Fernsehprogramm teilnehmen mit bildgebenden Verfahren vor Start des Programms und nach Ende des Programms untersucht, um die Auswirkungen des Sportprogramms auf die bei der Depression bekannten mikrostrukturellen und funktionellen Gehirnveränderungen zu erforschen. Neben der Sporttherapie finden eine psychiatrische Standardtherapie nach Ermessen der behandelnden Ärzte sowie molekularbiologische und neuroendokrinologische Untersuchungen statt.


Bildgebung bei Intelligenzminderung

T. Brückner, D. Mirlach, R. Rupprecht, T. Wetter, T. Frodl

In der Diagnostik psychiatrischer Erkrankungen bei Patienten mit Intelligenzminderung ergeben sich zahlreiche Hürden wie fehlende Introspektionsfähigkeit, mangelnde Sprachfertigkeiten und veränderte Symptomatik bei gleicher Grunderkrankung.

Um diesen diagnostischen Unschärfen entgegen zu wirken, können objektive Biomarker den diagnostischen Prozess unterstützen. Die aktuellen Befunde sind dazu noch nicht ausreichend trennscharf und vor allem meist nicht an Patienten mit Intelligenzminderung erhoben.

Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis treten in der Normalbevölkerung mit einer Lebenszeitprävalenz von ca. 0,8% auf. Im Unterschied dazu leiden Patienten mit zugrundeliegender Intelligenzminderung deutlich häufiger an einer schizophrenen Erkrankung. Die Zahlen zeigen ein 3- bis 4-mal so häufiges Auftreten (Penrose 1938: 3,8%, Turner 1989: 3-3,5% und Clarke 2001: 2-6%).

In dem Projekt werden drei Stichproben untersucht und miteinander verglichen. Zunächst wird von einer gesunden Kontrollgruppe ohne Schizophrenie oder Intelligenzminderung ausgegangen. Verglichen werden damit zwei Gruppen aus Patienten mit Intelligenzminderung, in der einen Gruppe ist die psychiatrische Behandlungsdiagnose eine Schizophrenie, in der anderen Vergleichsgruppe sind intelligenzgeminderte Patienten ohne Schizophrenie, die lediglich unter Anpassungsstörungen oder Verhaltensauffälligkeiten im Rahmen von Veränderungen im sozialen Umfeld (Heim, Gruppe, Werkstatt) leiden.


  1. Fakultät für Medizin
  2. Lehrstühle und Abteilungen

Klinische Bildgebung

Prof. Dr. med.
Thomas Frodl

 

Medizin
Kontakt

Telefon 0941 941-2017
Telefax 0941 941-92017
thomas.frodl@medbo.de