publikationen
Aktuelle Buchpublikationen
projekte
Laufende Projekte:
- DFG-Projekt "Subjekte", Projektbeschreibung
- Buchprojekt "Grammatical Replication and Borrowability in Language Contact"
- Corpus of Modern Yiddish (CMY), Projektbeschreibung
- Humboltstipendiat
- New Encyclopaedia of Czech Online (Enc-Czech online)
Abgeschlossene Projekte:
- Buchprojekt "Modals in the Languages of Europe. A Reference Work"
- Buchprojekt "Diachronic Slavonic Syntax. Gradual Changes in Focus"
- Symposium "Modalität in slavischen Sprachen"
Dissertationsprojekte:
Habilitationsprojekte:
gastvorträge
Gastvorträge 2012
Petr Karlík, Masaryk-Universität Brünn, "Figura etymologica" (29.11.2012)
Zrinka Jelaska, Universität Sagreb, "Mutter-, Heritage- und Zweitsprache in Mehrsprachigkeit" (27.11.2012)
Roman Sadziński, Uniwersytet Łódzski, "Rekurrenz- und Präsuppositionsbedingte Ellipsen im Polnischen sowie im Deutschen" (8.11.2012)
Dr. Dagmar Divjak, University of Sheffield, Workshop "Corpus Linguistics or How to Do Statistics with Language" (9.07.-11.07.2012)
Karel Kučera, Karls-Universität Prag "Diachronic Corpora und Our Knowledge of the History of Languages: On the Border Betwenn Optimism und Pessimism" (21.06.2012)
Nina Dobrushina, Higher School of Economics/General Linguistics "Subjunctive complement clauses in Russian" (20.06.2012)
Mikhail Daniel "Anwendung des Russischen Nationalkorpus in studentischen Arbeiten" (14.6.12)
Kasper Boye, Universität Kopenhagen "What ist grammaticalization? A functional theory." (19.4.2012)
Kasper Boye, Universität Kopenhagen "What does it mean to be a grammatical expression? A functional theorey" (18.4.2012)
Gastvorträge 2011
Roland Wagner, Universität Brno "Tschechischen-Linguistischen Nachmittags" mit dem Thema: "Reflexive Verben Deutsch-Tschechisch Vergleich" (28.11.2011)
Aleš Bičan M.A., Universität Brno "Struktur der Silbe und ihre konkrete Realisierung im Tschechischen" (28.11.2011)
Petr Karlík, Universität Brno "Schockierende Nominalisierungen? Oder Was ist ein Sprachfehler" (28.11.2011)
Bernhard Brehmer, Universität Hamburg "Alles gut verklammert? Wortstellungsvariation in Sätzen mit Modalauxilaren bei polnisch-deutschen Bilingualen" (6.6.2011)
Rudolf Šramek, Universität Brno "Familiennamen im Tschechischen – Bildung und Entwicklung" (20.6.2011)
Gastvorträge 2010
PhDr. Helena Karlíková CSc., Institut für Tschechisch, Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik "Verba affectuum: semantische Analogiebildungen etymologisch betrachtet" (17.06.2010)
Prof. Ingrid Maier, Uppsala universitet "Die Vesti-Kuranty" (28.06.2010)
Gastvorträge 2009
Prof. Dr. Jasmina Grković-Major, Universität Novi Sad "The language situation in Medieval serbia" (30.04.2009)
Gastvorträge 2008
Prof. Dr. Gerhard Ernst, Universität Regensburg "Sprachkultur im östlichen Europa: Rumänisch" (22.01.2008)
Dr. Thomas Menzel, Greifswald "Der Instrumental der Zeit: Über das Schicksal eines „semantischen Kasus" in den slavischen Sprachen" (11.01.2008)
Frau Prof. Dr. Elena Uryson, Vinogradov-Institut für Russische Sprache der Russischen Akademie der Wissenschaften "Semantika veličiny" (11.12.2008)
Gastvorträge 2007
Aleksander Buczyński , Polish Academy of Sciences, Institute of the Foundations of Computer Science "Collocaction measures and their implementation in a large reference corpus" (09.05.2007)
Frau Prof. Dr. Elena Uryson, Vinogradov-Institut für Russische Sprache der Russischen Akademie der Wissenschaften "Russkoje slovo VZGLIAD: popytka sistemnogo opisanija v ramkah Moskovskoj semanticheskoj schkoly" (03.07.2007)
Prof. Dr. Petr Karlík, Masaryk-Universität Brünn "Wo beginnt und wo endet das Verb" (22.11.2007)
Dr. Mojmír Dočekal, Institut für Bohemistik, Masaryk-Universität Brno "Free choice items in Czech" (13.12.2007)
Mag. Markéta Ziková, Institut für Bohemistik, Masaryk-Universität Brno"Why do vowels sometimes disappear? Case markers in Czech and their phonological structure" (13.12.2007)
Evita Wiecki (MLU), Südosteuropa-Gesellschaft "Die Kultivierung des Jiddischen" (18.12.2007) (08.06.2006)
Gastvorträge 2006
Prof. Dr. Livia Adamcová, PhD., Leiterin des Lehrstuhls für Germanistik, Pädagogische Fakultät Comenius Universität Bratislava "Anmerkungen zur kontrastiven Phonetik Slowakisch-Deutsch" (01.06.2006)
Frau Šarka Zikanová, Karlsuniversität Prag "Der Aufbau eines Korpus zur Analyse der Wortstellung im Frühneutschechischen" (08.06.2006)
Gastvorträge 2005
Dr. Adam Przepiórkowski, Polnische Akademie der Wissenschaften Warschau, Institut für Grundlagen der Informatik "Initial experiments in the automatic extraction of valence frames in Polish" (22.06.2005)
Prof. Dr. Viktor S. Chrakovskij, Institut Lingvisticeskich Issledovanij Russische Akademie der Wissenschaften, Sankt Petersburg "Akcional’naja klassifikacija glagolov i vzaimodejstvie grammaticeskich kategorij" (13.12.2005)
Mihail Mihailov, University of Tampere "Parallel Corpora of Literary Texts: are they of any use?" ( 24.11.2005)
Gastvorträge 2004
Frau Docentka PHDr. Liva Adamcová, Bratislava "Deutsch als Fremdsprache und kontrastive Phonetik für Slowakischsprachige" (28.01.2004)
Mihail Mihailov, University of Tampere, Lehrstuhl für Germanistik der PdF UK Bratislavá "Deutsch als Fremdsprache und kontrastive Phonetik für Slowakischsprachige" (28.01.2004)
Frau Prof. Dr. Monika Wingender, Justus-Liebig-Universität Gießen "Die neue Sprachsituation in den slavischen Ländern nach dem Zerfall des Ostblocks" (04.02.2004)
Herr Prof. Dr. František Čermák, Karlsuniversität Prag "Corpus Linguistic Problems (Demonstrated on the Synchronic Part of the Czech National Corpus)"
Herr Prof. Dr. Karel Kučera, Karlsuniversität Prag "The Diachronic Part of the Czech National Corpus" (09.06.2004)
PhD David Willis / Ingo Mittendorf, M.A., University of Cambridge "A historical corpus of Welsh" (15.07.2004)
Frau Prof. Dr. Monika Wingender, Justus-Liebig-Universität Gießen "Sprachpolitik in Kroatien" (08.11.2004)
Frau Prof. PHDr. Eva Hajičová, DrSc., Karls-Universität Prag "Corpus Annotation on Deep Syntactic Level and Beyond" (08.12.2004)
Herr Prof. Dr. Eugen Vereščagin, Universität Moskau "Tri ponjatija iz oblasti nacional´nokul´turnoj sematiki" (13.12.2004)
Gastvorträge 2003
Frau Prof. Dr. M. Wingender, Universität Gießen "Neueste Tendenzen in der Sprechpolitik in Russland, Polen und Kroatien" (13.11. 2003)
konferenzen
| 12.10.2013 - 14.10.2013 |
Diachronic Slavonic Syntax: Language Contact vs. Internal Factors
Novi Sad, Serbien dssl2ns@gmail.com |
| 03.12.2010 - 04.12.2010 | Grammatical Change and the Expression of Subjects (GCES) |
| 31.11.2009 - 01.12.2009 | Yiddish Language Structures |
| 05.12.2008 - 06.12.2008 | Diachronic Syntax in Slavonic Languages |
| 21.09.2006 - 24.09.2006 | Perspectives on Slavistics 2006 |
| 19.11.2004 - 21.11.2004 | Modality in Slavonic Languages - new Perspectives |
sprachproben
Infos über einzelne slavische Sprachen und Sprachproben zum Anhören
Belorussisch
Belorussisch ist die Staatssprache des seit 1991 unabhängigen Weißrusslands. Durch eine Volksabstimmung 1995 wurde jedoch auch Russisch als zweite Staatssprache zugelassen. Hinsichtlich der Sprecherzahl ist Belorussisch die kleinste ostslavische Sprache: In Weißrussland gibt es ca. 8 Mio Weißrussen, im Ausland kommen ca. 2 Mio weitere Belorussischsprecher dazu. In älteren deutschen Publikationen (vor 1945) kann man oft auch die Bezeichnung Weißruthenisch oder Weißrussisch lesen.
Bosnisch
Das Bosnische wird in der Republik Bosnien-Herzegowina offiziell als dritte Amtssprache neben Serbisch und Kroatisch propagiert. Es ist die Sprache von ca. 1,8 Millionen muslimischen Bosniern.
Bulgarisch
Die Bezeichnung Bulgarisch kommt von der Bezeichnung eines Turkstamms; dem alttürkischen Wort für Mischling. Das Bulgarische ist die Amtssprache der Republik Bulgarien und die Muttersprache von ca. 9 Millionen Bulgaren. Zusammen mit dem Makedonischen gehört Bulgarisch zur östlichen Gruppe der südslavischen Sprachen. Durch den Einfluß anderer Balkansprachen kam es zum Verlust der Kasusflexion der Nomina und des Infinitivs, zur Einführung des Narrativs und des nachgestellten Artikels.
Kaschubisch
Das Kaschubische ist eine westslavische Kleinsprache im Norden Polens, Westlich von Gdansk. Es wird von ca. 50 000 Sprechern verwendet. Es existiert eine ganze Reihe literarischer Werke auf Kaschubisch.
Kroatisch
Bis zum Zerfall Jugoslawiens sahen die Serben, Kroaten, Montenegriner und Muslime ihre Sprache als gemeinsame, polyzentrische Standardsprache an. Diese wurde Serbokroatisch bzw. Kroatoserbisch genannt. Seit der Erlangung der Unabhängigkeit spaltet sich diese Sprache immer weiter auf. Seit 1990 ist Kroatisch die offizielle Amtssprache in Kroatien. Seit 1995 ist Kroatisch auch als eine der drei Amtssprachen Bosnien-Herzegowinas anerkannt. Es gibt ca. 5,5 Millionen Sprecher.
Mazedonisch
Die Bezeichnung kommt vom griech. "Makedonia", die seit dem 19. Jhd. auch in Westeuropa benutzt wird. Das Makedonische ist die Staatssprache der aus dem sogenannten Zweiten Jugoslawien friedlich ausgegliederten und seit 1991 unabhängigen Republik Makedonien. Es gibt ca 1,3 Millionen Sprecher im Land selbst und einige hunderttausend Emigranten, die das Makedonische als Muttersprache sprechen. Die moderne makedonische Standardsprache wurde erst Ende des 2. Weltkrieges normiert und zur Amtssprache in Mazedonien erhoben.
Polnisch
Die Bezeichnung Polnisch kommt von *polje, was "Feld" bedeutet. Polnisch ist die drittgrößte slavische Sprache (nach Russisch und Ukrainisch) und wird von ca. 39 Millionen Menschen in der Republik Polen gesprochen, sowie von ca. 10 bis 12 Millionen Polen im Ausland.
Das Polnische gehört mit dem Tschechischen, Slovakischen, Kaschubischen und Sorbischen zu den westslavischen Sprachen.
Rus(s)inisch
Russinisch, das teilweise auch Ruthenisch genannt wird, ist eine Sprache mit zwei großen Zentren. Das sogenannte Karpato-Russinisch wird nach einigen Schätzungen von ca. 850 000 Sprechern im Südwesten der Ukraine, im Südosten Polens, im Osten der Slowakei und im Norden Ungarns gesprochen. Es ist in drei größere Standardgruppen (slovakisch, transkarpatisch und polnisch) unterteilt, die sich jeweils eines eigenen Alphabetes und eigener Normen bedienen. Das sogenannte Jugoslavo-Russinisch wird von ca. 23 000 Sprechern auf dem Gebiet Kroatiens und Serbiens (vor allem Vojvodina) gesprochen. Diese Russinischsprecher wurden im Zuge einer Umsiedelung von Bevölkerungsteilen aus der heutigen Ost-Slowakei in die von Türken befreiten Gebiete dort angesiedelt. Die Jugoslavorussinische Schriftsprache hat sich erst im 20. Jahrhundert entwickelt, ist aber mittlerweile voll etabliert und erfährt zunehmende Verbreitung. Unser Beispieltext stammt aus dem Jugoslavo-Russinischen.
Russisch
Mit ca. 150 Millionen Sprechern ist Russisch die größte slavische Sprache und die meistgesprochene Muttersprache Europas. Außerdem ist Russisch eine der fünf Verkehrssprachen der UN. Russisch ist die Amtssprache der Russischen Föderation und wird als zwischennationales Kommunikationsmittel der Völker innerhalb der Russischen Föderation verwendet. Außerdem wird es in den GUS Staaten verwendet.
Serbisch
Nach dem Zerfall Jugoslawiens wurde die serbische Variante der vormals gemeinsamen Sprache Serbokroatisch als "Serbisch" in der Verfassung der Bundesrepulik Jugoslawien (Serbien und Montenegro) festgeschrieben.
Serbien ist auch Amtssprache in der Serbischen Republik, der zweiten Entität der Union Bosnien-Herzegowina. Die Zahl der Sprecher liegt bei 12,5 Millionen.
Sorbisch
Beim Sorbischen unterscheidet man zwischen Ober- und Niedersorbisch. Obersorbisch wird vor allem in Sachsen und Bautzen gesprochen, während Niedersorbisch in der Niederlausitz gesprochen wird. Man geht davon aus, dass es ca. 55 000 Obersorbischsprecher und 12 000 Niedersorbischsprecher gibt. Alle Sorbischsprecher sind bilingual sorbisch-deutsch. Vor allem für Obersorbisch wird intensive Sprachpflege betrieben, es gibt sogar eine Lehrerausbildung in Potsdam und Leipzig. Obersorbisch besitzt eine starke dialektale Differenzierung. Eine Besonderheit ist die Existenz einer evangelischen und katholischen Orthographievariante, die zwar offiziell 1945 vereinheitlicht wurden, aber in religiösen Texten bis heute bestehen.
Slovakisch
Die Bezeichnung Slovakisch kommt von *slovo (= "Wort") und bedeutet soviel wie "Menschen unserer Sprache".
Slovakisch sprechen etwa 5 Millionen Einwohner der Slovakischen Republik, die seit dem Zerfall der Tschechoslowakei 1993 einen unabhängigen Staat bildet. Darüberhinaus gibt es Slowakischsprecher in der Tschechischen Republik, in Ungarn und in Serbien.
Slovenisch
Die Bezeichnung Slovenisch kommt von *slovo (= "Wort") und bedeutet soviel wie "Menschen unserer Sprache"
Slovenisch wird von ca. 1,75 Millionen Slovenen in der seit 1991 unabhängigen Republik Slovenien gesprochen. Das Slovenische kann auf eine lange geschichtliche Traditon zurückblicken. So weisen die berühmten "Freisinger Denkmäler", eines der frühesten slavischen Sprachdenkmäler, die um das Jahr 1000 entstanden sind, bereits deutlich slovenische Züge auf. Auffällig ist die extrem starke dialektale Zerklüftung des Slovenischen, das zahlreiche untereinander nicht mehr verständliche Dialektformen besitzt.
Tschechisch
Die Bezeichnung der Sprache leitet sich entweder von "četa", "Truppe", oder von "čeljad", "Diener" ab.
Das Tschechische wird von ca. 10,5 Millionen Einwohnern der Tschechischen Republik gesprochen, sowie von ca. 1 Million Auslandstschechen. Das Spezifische der heutigen Sprachsituation besteht in der ausgeprägten Opposition von gesprochener und geschriebener Sprache.
Ukrainisch
Ukraine kommt von *kraj, was soviel wie Grenze, Grenzland bedeutet.
Ukrainisch ist die Staatssprache der seit 1991 unabhängigen Republik Ukraine und die zweitgrößte slavische Sprache (nach Russisch). Von den ca. 52 Millionen Einwohnern der Ukraine gehören 73% der ukrainischen Titularnation an. 22% sind Russen, die vor allem im Osten des Landes und auf der Krim wohnen. Früher wurde Ukrainisch auch als Kleinrussisch oder Ruthenisch bezeichnet. Vor allem Kleinrussisch ist jedoch mit zaristischen Repressalien gegen das Ukrainische verbunden. Ukrainisch gehört mit dem Russischen und Belorussischen zu den ostslavischen Sprachen.








