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Sprach- und Kulturwissenschaft

Lehrstuhl für slavische Philologie

Prof. Dr. Björn Hansen

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Prof. Dr. Marek Nekula

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Aktuelles

Informationen zum Promotionsprogramm

Informationen zum Studium der slavischen Sprachwissenschaft


Publikationen

Aktuelle Buchpublikationen

   Sandra Birzer:
   Русское деепричастие. Процессы 
   грамматикализации и лексикализации.
   München – Berlin.
Sbirzer Diss
   Hansen, Björn / Grković-Major, Jasmina (eds.)    
   (2010): Diachronic Slavonic Syntax: Gradual
   Changes in Focus. (Wiener Slawistischer
   Almanach - Sonderband 74). München -
   Berlin - Wien: Verlag Otto Sagner.
Hansen Grkovic Klein
   Hansen, Björn & de Haan, Ferdinand (eds.)
   (2009): Modals in the Languages of Europe. A
   Reference Work. Berlin/New York: de Gruyter.
Modals
   Sudhoff, S., Lenertová, D., Meyer, R. et al. (eds.)
   (2006): Methods in Empirical Prosody Research.
   Berlin/New York: De Gruyter. (= Language,
   Context and Cognition 3)
 Empprosody
   Hansen, Björn & Karlík, Petr (eds.)(2005):
   Modality in Slavonic Languages. New Perspectives.
   München: Sagner. (= Slavolinguistica 6)
 Modalitybuch
   Bartnicka, B., Hansen, B., Klemm, W., Lehmann,
   V. & H. Satkiewicz (eds.)(2004): Grammatik des 
   Polnischen. München: Sagner. (= Slavolinguistica 5)
 Grammatik
   Meyer, R. (2004): Syntax der Ergänzungsfrage.
   Empirische Untersuchungen am Russischen, Polnischen
   und Tschechischen. München: Sagner. (= Slavistische
   Beiträge 436)
 Meyerbuch
   Birzer, S. (2004): Transliteracija russkich grafem v
   latinicu v ėlektronnoj perepiske na russkom jazyke.
   Izdatel'stvo S-Peterburgskogo universiteta.
 Birzerbuch

 

Projekte

Gastvorträge

Gastvorträge 2010

PhDr. Helena Karlíková CSc., Institut für Tschechisch, Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik "Verba affectuum: semantische Analogiebildungen etymologisch betrachtet" (17.06.2010)

Prof. Ingrid Maier, Uppsala universitet "Die Vesti-Kuranty" (28.06.2010)

 

Gastvorträge 2009

Prof. Dr. Jasmina Grković-Major, Universität Novi Sad „The language situation in Medieval serbia“ (30.04.2009)

Gastvorträge 2008

Prof. Dr. Gerhard Ernst, Universität Regensburg "Sprachkultur im östlichen Europa: Rumänisch" (22.01.2008)

Dr. Thomas Menzel, Greifswald "Der Instrumental der Zeit: Über das Schicksal eines „semantischen Kasus“ in den slavischen Sprachen" (11.01.2008)

Frau Prof. Dr. Elena Uryson, Vinogradov-Institut für Russische Sprache der Russischen Akademie der Wissenschaften "Semantika veličiny"  (11.12.2008)

 

Gastvorträge 2007

Aleksander Buczyński , Polish Academy of Sciences, Institute of the Foundations of Computer Science "Collocaction measures and their implementation in a large reference corpus"   (09.05.2007)

Frau Prof. Dr. Elena Uryson, Vinogradov-Institut für Russische Sprache der Russischen Akademie der Wissenschaften "Russkoje slovo VZGLIAD: popytka sistemnogo opisanija v ramkah Moskovskoj semanticheskoj schkoly" (03.07.2007)

Prof. Dr. Petr Karlík, Masaryk-Universität Brünn „Wo beginnt und wo endet das Verb“  (22.11.2007) 

Dr. Mojmír Dočekal, Institut für Bohemistik, Masaryk-Universität Brno) "Free choice items in Czech"  (13.12.2007)

Mag. Markéta Ziková Evita Wiecki, Institut für Bohemistik, Masaryk-Universität Brno"Why do vowels sometimes disappear? Case markers in Czech and their phonological structure" (13.12.2007) Evita Wiecki (MLU), Südosteuropa-Gesellschaft "Die Kultivierung des Jiddischen" (18.12.2007) (08.06.2006)

 

Gastvorträge 2006

Prof. Dr. Livia Adamcová, PhD., Leiterin des Lehrstuhls für Germanistik, Pädagogische Fakultät Comenius Universität Bratislava „Anmerkungen zur kontrastiven Phonetik Slowakisch-Deutsch“ (01.06.2006)

Frau Šarka Zikanová,  Karlsuniversität Prag "Der Aufbau eines Korpus zur Analyse der Wortstellung im Frühneutschechischen"  (08.06.2006)

 

Gastvorträge 2005

Dr. Adam Przepiórkowski, Polnische Akademie der Wissenschaften Warschau, Institut für Grundlagen der Informatik "Initial experiments in the automatic extraction of valence frames in Polish"  (22.06.2005)

Prof. Dr. Viktor S. Chrakovskij, Institut Lingvisticeskich Issledovanij Russische Akademie der Wissenschaften, Sankt Petersburg "Akcional’naja klassifikacija glagolov i vzaimodejstvie grammaticeskich kategorij"  (13.12.2005)

Mihail Mihailov, University of Tampere "Parallel Corpora of Literary Texts: are they of any use?" ( 24.11.2005) 


Gastvorträge 2004

Frau Docentka PHDr. Liva Adamcová, Bratislava „Deutsch als Fremdsprache und kontrastive Phonetik für Slowakischsprachige“ (28.01.2004)

Mihail Mihailov, University of Tampere, Lehrstuhl für Germanistik der PdF UK Bratislavá "Deutsch als Fremdsprache und kontrastive Phonetik für Slowakischsprachige" (28.01.2004)

Frau Prof. Dr. Monika Wingender, Justus-Liebig-Universität Gießen„Die neue Sprachsituation in den slavischen Ländern nach dem Zerfall des Ostblocks“ (04.02.2004)

Herr Prof. Dr. František Čermák, Karlsuniversität Prag  “Corpus Linguistic Problems (Demonstrated on the Synchronic Part of the Czech National Corpus)”

Herr Prof. Dr. Karel Kučera, Karlsuniversität Prag "The Diachronic Part of the Czech National Corpus"  (09.06.2004)

PhD David Willis / Ingo Mittendorf, M.A., University of Cambridge "A historical corpus of Welsh"  (15.07.2004)

Frau Prof. Dr. Monika Wingender, Justus-Liebig-Universität Gießen"Sprachpolitik in Kroatien"  (08.11.2004)

Frau Prof.PHDr. Eva Hajičová, DrSc., Karls-Universität Prag "Corpus Annotation on Deep Syntactic Level and Beyond"  (08.12.2004)

Herr Prof. Dr. Eugen Vereščagin, Universität Moskau "Tri ponjatija iz oblasti nacional´nokul´turnoj sematiki"  (13.12.2004)


Gastvorträge 2003

Frau Prof. Dr. M. Wingender, Universität Gießen  „Neueste Tendenzen in der Sprechpolitik in Russland, Polen und Kroatien“ (13.11. 2003)

Konferenzen

03.12.2010 - 04.12.2010 Grammatical Change and the Expression of Subjects (GCES)
18.06.2010 - 19.06.2010 Öffentlicher Workshop Ost-West-Bilder im Dialog (D.A. Rovinskij: die Vermittlung der Bilder zwischen Russland und Europa)
31.11.2009 - 01.12.2009 Yiddish Language Structures
05.12.2008 - 06.12.2008 Diachronic Syntax in Slavonic Languages 
21.09.2006 - 24.09.2006 Perspectives on Slavistics 2006
19.11.2004 - 21.11.2004 Modality in Slavonic Languages - new Perspectives

Sprachproben

Infos über einzelne slavische Sprachen und Sprachproben zum Anhören



Flagge Belarus Belorussisch

Belorussisch ist die Staatssprache des seit 1991 unabhängigen Weißrusslands. Durch eine Volksabstimmung 1995 wurde jedoch auch Russisch als zweite Staatssprache zugelassen. Hinsichtlich der Sprecherzahl ist Belorussisch die kleinste ostslavische Sprache: In Weißrussland gibt es ca. 8 Mio Weißrussen, im Ausland kommen ca. 2 Mio weitere Belorussischsprecher dazu. In älteren deutschen Publikationen (vor '45) kann man oft auch die Bezeichnung Weißruthenisch oder Weißrussisch lesen.

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Flagge Bosnien Herzogowina Bosnisch

Das Bosnische wird in der Republik Bosnien-Herzegowina offiziell als dritte Amtssprache neben Serbisch und Kroatisch propagiert. Es ist die Sprache von ca. 1,8 Millionen muslimischen Bosniern.

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Flagge Bulgarien Bulgarisch

Die Bezeichnung Bulgarisch kommt von von der Bezeichnung eines Turkstamms; dem alttürkischen Wort für Mischling. Das Bulgarische ist die Amtssprache der Republik Bulgarien und die Muttersprache von ca. 9 Millionen Bulgaren. Zusammen mit dem Makedonischen gehört Bulgarisch zur östlichen Gruppe der südslavischen Sprachen. Durch den Einfluß anderer Balkansprachen kam es zum Verlust der Kasusflexion der Nomina und des Infinitivs, zur Einführung des Narrativs und des nachgestellten Artikels.

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Flaga Kaszuby Kaschubisch

Das Kaschubische ist eine westslavische Kleinsprache im Norden Polens, Westlich von Gdansk. Es wird von ca. 50 000 Sprechern verwendet. Es existiert eine ganze Reihe literarischer Werke auf Kaschubisch.



Flagge Kroatien Kroatisch

Bis zum Zerfall Jugoslawiens sahen die Serben, Kroaten, Montenegriner und Muslime ihre Sprache als gemeinsame, polyzentrische Standardsprache an. Diese wurde Serbokroatisch bzw. Kroatoserbisch genannt. Seit der Erlangung der Unabhängigkeit spaltet sich diese Sprache immer weiter auf. Seit 1990 ist Kroatisch die offizielle Amtssprache in Kroatien. Seit 1995 ist Kroatisch auch als eine der drei Amtssprachen Bosnien-Herzegowinas anerkannt. Es gibt ca. 5,5 Millionen Sprecher.

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Flagge Mazedonien Mazedonisch

Die Bezeichnung kommt vom griech. "Makedonia", die seit dem 19. Jhd. auch in Westeuropa benutzt wird. Das Makedonische ist die Staatssprache der aus dem sogenannten Zweiten Jugoslawien friedlich ausgegliederten und seit 1991 unabhängigen Republik Makedonien. Es gibt ca 1,3 Millionen Sprecher im Land selbst und einige hunderttausend Emigranten, die das Makedonische als Muttersprache sprechen. Die moderne makedonische Standardsprache wurde erst Ende des 2. Weltkrieges normiert und zur Amtssprache in Mazedonien erhoben.

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Flagge Polen Polnisch

Die Bezeichnung Polnisch kommt von *polje, was "Feld" bedeutet. Polnisch ist die drittgrößte slavische Sprache (nach Russisch und Ukrainisch) und wird von ca. 39 Millionen Menschen in der Republik Polen gesprochen, sowie von ca. 10 bis 12 Millionen Polen im Ausland.
Das Polnische gehört mit dem Tschechischen, Slovakischen, Kaschubischen und Sorbischen zu den westslavischen Sprachen.

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Flagge Ruthenen Rus(s)inisch

Russinisch, das teilweise auch Ruthenisch genannt wird, ist eine Sprache mit zwei großen Zentren. Das sogenannte Karpato-Russinisch wird nach einigen Schätzungen von ca. 850000 Sprechern im Südwesten der Ukraine, im Südosten Polens, im Osten der Slowakei und im Norden Ungarns gesprochen. Es ist in drei größere Standardgruppen (slovakisch, transkarpatisch und polnisch) unterteilt, die sich jeweils eines eigenen Alphabetes und eigener Normen bedienen. Das sogenannte Jugoslavo-Russinisch wird von ca. 23000 Sprechern auf dem Gebiet Kroatiens und Serbiens (vor allem Vojvodina) gesprochen. Diese Russinischsprecher wurden im Zuge einer Umsiedelung von Bevölkerungsteilen aus der heutigen Ost-Slowakei in die von Türken befreiten Gebiete dort angesiedelt. Die Jugoslavorussinische Schriftsprache hat sich erst im 20. Jahrhundert entwickelt, ist aber mittlerweile voll etabliert und erfährt zunehmende Verbreitung. Unser Beispieltext stammt aus dem Jugoslavo-Russinischen.

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Flagge Russland Russisch

Mit ca. 150 Millionen Sprechern ist Russisch die größte slavische Sprache und die meistgesprochene Muttersprache Europas. Außerdem ist Russisch eine der fünf Verkehrssprachen der UN. Russisch ist die Amtssprache der Russischen Föderation und wird als zwischennationales Kommunikationsmittel der Völker innerhalb der Russischen Föderation verwendet. Außerdem wird es in den GUS Staaten verwendet.

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Flagge Serbien Serbisch

Nach dem Zerfall Jugoslawiens wurde die serbische Variante der vormals gemeinsamen Sprache Serbokroatisch als "Serbisch" in der Verfassung der Bundesrepulik Jugoslawien (Serbien und Montenegro) festgeschrieben.
Serbien ist auch Amtssprache in der Serbischen Republik, der zweiten Entität der Union Bosnien-Herzegowina. Die Zahl der Sprecher liegt bei 12,5 Millionen.

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Flagge Sorben Sorbisch

Beim Sorbischen unterscheidet man zwischen Ober- und Niedersorbisch. Obersorbisch wird vor allem in Sachsen und Bautzen gesprochen, während Niedersorbisch in der Niederlausitz gesprochen wird. Man geht davon aus, dass es ca. 55000 Obersorbischsprecher und 12000 Niedersorbischsprecher gibt. Alle Sorbischsprecher sind bilingual sorbisch-deutsch. Vor allem für Obersorbisch wird intensive Sprachpflege betrieben, es gibt sogar eine Lehrerausbildung in Potsdam und Leipzig. Obersorbisch besitzt eine starke dialektale Differenzierung. Eine Besonderheit ist die Existenz einer evangelischen und katholischen Orthographievariante, die zwar offiziell 1945 vereinheitlicht wurden, aber in religiösen Texten bis heute bestehen.

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Flagge Slovakei Slovakisch

 
Die Bezeichnung Slovakisch kommt von *slovo (= "Wort") und bedeutet soviel wie "Menschen unserer Sprache".

Slovakisch sprechen etwa 5 Millionen Einwohner der Slovakischen Republik, die seit dem Zerfall der Tschechoslowakei 1993 einen unabhängigen Staat bildet. Darüberhinaus gibt es Slowakischsprecher in der Tschechischen Republik, in Ungarn und in Serbien.

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Flagge Slovenien Slovenisch

Die Bezeichnung Slovenisch kommt von *slovo (= "Wort") und bedeutet soviel wie "Menschen unserer Sprache"

Slovenisch wird von ca. 1,75 Millionen Slovenen in der seit 1991 unabhängigen Republik Slovenien gesprochen. Das Slovenische kann auf eine lange geschichtliche Traditon zurückblicken. so weisen die berühmten "Freisinger Denkmäler", eines der frühesten slavischen Sprachdenkmäler, die um das Jahr 1000 entstanden sind, bereits deutlich slovenische Züge auf. Auffällig ist die extrem starke dialektale Zerklüftung des Slovenischen, das zahlreiche untereinander nicht mehr verständliche Dialektformen besitzt.

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Flagge Tschech Tschechisch

Die Bezeichnung der Sprache leitet sich entweder von 'četa', "Truppe", oder von 'čeljad', "Diener" ab.
Das Tschechische wird von ca. 10,5 Millionen Einwohnern der Tschechischen Republik gesprochen, sowie von ca. 1 Million Auslandstschechen. Das Spezifische der heutigen Sprachsituation besteht in der ausgeprägten Opposition von gesprochener und geschriebener Sprache.

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Flagge Ukraine Ukrainisch

Ukraine kommt von *kraj, was soviel wie Grenze, Grenzland bedeutet
Ukrainisch ist die Staatssprache der seit 1991 unabhängigen Republik Ukraine und die zweitgrößte slavische Sprache (nach Russisch). Von den ca. 52 Millionen Einwohnern der Ukraine gehören 73% der ukrainischen Titularnation an. 22% sind Russen, die vor allem im Osten des Landes und auf der Krim wohnen. Früher wurde Ukrainisch auch als Kleinrussisch oder Ruthenisch bezeichnet. Vor allem Kleinrussisch ist jedoch mit zaristischen Repressalien gegen das Ukrainische verbunden. Ukrainisch gehört mit dem Russischen und Belorussischen zu den ostslavischen Sprachen.

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