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Lernen für Europa

Europäische Lehrerbildung gemeinsam weiterdenken

Herausforderungen und Perspektiven einer europäischen Dimension der akademischen Lehre in Südosteuropa

©PxHere/738738

Der Workshop „Lernen für Europa“ fand am 14. März 2026 an der Universität Regensburg statt. Lehrende aus Deutschland, Kroatien, Griechenland, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien und Serbien kamen zusammen, um über die Zukunft einer europäischen Ausrichtung der Lehrerbildung zu diskutieren.

Angesichts von EU-Erweiterung und Globalisierung stehen die europäischen Bildungssysteme vor neuen Herausforderungen. Neben Wissen über Europa und seine Nachbarländer geht es zunehmend darum, gemeinsame europäische Werte zu vermitteln und junge Menschen auf eine aktive und kritische Mitgestaltung Europas vorzubereiten. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Lehrerausbildung als Grundlage des Bildungssystems.

Langfristige internationale Zusammenarbeit

Der Workshop ist Teil eines längerfristigen internationalen Prozesses, der 2024 mit einem von BAYHOST unterstützten Workshop in Regensburg begann und 2025 mit weiteren Konferenzen und Workshops fortgesetzt wurde.

Die Diskussionen bauen auf dem Projekt „Hoffnung Europa?“ des Zentrums für Deutschland- und Europastudien (CGES) der Universität Zagreb und der Universität Regensburg sowie der Hanns-Seidel-Stiftung auf. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Bedeutung Studierende aus Deutschland und Südosteuropa dem europäischen Integrationsprozess beimessen und welche Chancen und Herausforderungen sie damit verbinden.

Zur internationalen Arbeitsgruppe gehörten Lehrende aus sieben südosteuropäischen Ländern sowie die Projektleiter Prof. Dr. Siegfried Gehrmann (Universität Zagreb), Prof. Dr. Rainer Liedtke (Universität Regensburg) und Dr. Manuel Mork vom Historischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Zentrale Themen und Ausblick

Ziel des Workshops war es, Grundlagen für eine gesamteuropäische Bildung in der Lehrerausbildung zu entwickeln und einen internationalen Forschungsantrag zum Thema „Lernen für Europa“ mit Schwerpunkt Südosteuropa auszuarbeiten.

Die Teilnehmenden analysierten Ergebnisse früherer Veranstaltungen und identifizierten zentrale Themenfelder europäischer Bildung. Dazu gehören unter anderem Mehrsprachigkeit, Menschenrechte, Migration, europäische Integrationsprozesse sowie Umwelt und Nachhaltigkeit.

Als Ergebnis des Workshops entstand der Entwurf für ein internationales dreijähriges Folgeprojekt. Geplant sind unter anderem Analysen bestehender Lehramtscurricula, die Entwicklung aktualisierter Lehrmaterialien sowie deren praktische Erprobung in der universitären Ausbildung.

Der Workshop „Lernen für Europa“ stellt damit einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung europäischer Bildungskooperationen und den internationalen Bildungsdialog dar.

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