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Antje Baeumner is interviewed by national media as expert to talk about Covid-19 rapid tests.

https://www.br.de/mediathek/video/rundschau-1600-24022021-zulassungen-erste-schnelltests-zur-eigenanwendung-av:5ff4492489c422001ad81e36


SciFiMed – Entzündungen besser verstehen und behandeln


Universität Regensburg beteiligt an EU-gefördertem Projekt zur Erforschung des Immunsystems und der Entwicklung von Biosensoren


Es ist ein visionäres Projekt, und das zeigt sich nicht nur im Namen: Das internationale Forschungsprojekt SciFiMed will in den kommenden vier Jahren einen Biosensor entwickeln, der dabei hilft, Entzündungsreaktionen im Körper besser zu charakterisieren. Damit sollen die Diagnose und Therapie bei sehr unterschiedlichen Erkrankungen verbessert werden. Die Europäische Kommission fördert das Projekt mit Beteiligten aus vier europäischen Ländern mit insgesamt mehr als 3,5 Millionen Euro für vier Jahre von 2021 bis 2024. Davon gehen etwa 660.000 Euro an die Universität Regensburg an Frau Prof. Dr. Antje J. Baeumner, Leiterin des Lehrstuhls für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik. Die Koordination von SciFiMed („Screening of inFlammation to enable personalized Medicine“) liegt an der Universität Marburg bei Prof. Dr. Diana Pauly, die bis September 2020 am Universitätsklinikum Regensburg tätig war. Bei SciFiMed arbeiten Expertinnen und Experten aus der Chemie, Genetik, Immunologie, Nephrologie und Augenheilkunde mit Firmen zusammen, um den Biosensor zur Charakterisierung von Entzündungsreaktionen zu entwickeln.


Profitieren könnten davon zum Beispiel Menschen mit Makula-Degeneration, einer Augenerkrankung, an der europaweit etwa 15 Millionen ältere Menschen leiden. Fast die Hälfte von ihnen verliert im Lauf der Erkrankung große Teile des Sichtfelds. Heilbar ist die Krankheit bisher nur teilweise, ebenso wenig wie bestimmte chronische Nierenentzündungen und spezielle Formen bakterieller Infektionen. All diesen Krankheiten gemeinsam ist eine fehlerhafte Regulierung des sogenannten Komplementsystems, einem Bestandteil des angeborenen Immunsystems. „Im Moment wissen wir noch wenig darüber, welche Rolle das Komplementsystem im Entstehungsprozess all dieser Pathologien spielt – zu wenig, um diese Erkrankungen effektiv verhindern, diagnostizieren oder behandeln zu können“, erklärt Pauly.


Nach gegenwärtigem Stand der Forschung spielen der Komplementfaktor H und damit verwandte Proteine eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von systemischen und organspezifischen Krankheiten. Die Funktionsweise des Faktors H ist gut erforscht, die der mit ihm verwandten Proteine jedoch größtenteils unbekannt – ebenso wie ihr Einfluss auf die verschiedenen krankheitsspezifischen, pathogenen Mechanismen. SciFiMed wird den Einfluss, den die mit dem Komplementfaktor H verwandten Proteine auf die Entstehung von Krankheiten haben untersuchen. „Biosensoren auf der Basis von Nanovesikeln werden hier eine zentrale Rolle spielen, um die funktionelle Aktivität der Proteine bestimmen zu können“, beschreibt Baeumner. Die Ergebnisse sollen anschließend in die Entstehung eines Multiplex-Detektionssystems einfließen, mit dessen Hilfe Patientenproben gleichzeitig auf die funktionelle Aktivität und Menge aller sieben Mitglieder der untersuchten Proteinfamilie untersucht werden können. Diese neu entwickelte Diagnosetechnik soll Ärztinnen und Ärzte künftig vor Ort, in ihrer Praxis oder im Krankenhaus zur Verfügung stehen.


Beteiligte Institutionen

Neben der Universität Regensburg sind die Universitäten in Marburg, Madrid und Budapest sowie Biotechnologieunternehmen und Gesundheitseinrichtungen in Deutschland und den Niederlanden an dem Forschungsprojekt beteiligt. Das internationale und interdisziplinäre Team arbeitet nicht nur daran, die immunologische Forschung voranzubringen, sondern verfolgt darüber hinaus das Ziel, neue Behandlungsmöglichkeiten und neuartige Ansätze für die Arzneimittelentwicklung zu ermöglichen.


Prof. Dr. Antje J. Baeumner Foto: UR, Antonia Pröls

Weitere Informationen

www.scifimed.eu

Universität Regensburg

Prof. Dr. Antje J. Baeumner

Institut für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik

E-Mail: antje.baeumner@ur.de


Philipps-Universität Marburg

Prof. Dr. Diana Pauly

Augenklinik / Experimentelle Ophthalmologie

Fachbereich Medizin

E-Mail: diana.pauly@uni-marburg.de


Franziska Beck, Ph.D. student in the research group of Prof. Antje Baeumner,

received a poster award ‘Sensor 100 trophy’ at the Sensors in Medicine 2020 conference (October 20-23, 2020). The title of her poster was ‘Silver Nanoparticles Provide New Options for Sensitive Point-of-Care Sensors’


Schneller und kostengünstiger zum Nachweis der COVID-19-Immunität

Forschungsprojekt zur Entwicklung von Schnelltests wird mit einer halben Million Euro gefördert

Mit 563.000 Euro fördert die Bayerische Forschungsstiftung ein Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Antje Baeumner, das neuartige Schnelltests für den Nachweis der Immunität gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 entwickelt. In dem interdisziplinären Team arbeitet das Institut für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik an der Universität Regensburg mit dem Universitätsklinikum Regensburg sowie den Firmen Microcoat Biotechnologie GmbH und Mikrogen GmbH zusammen. Ziel der Entwicklungsarbeit ist es, Arztpraxen und zentralen Laboren Testmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, die den Immunstatus der Bevölkerung gegen das Coronavirus schnell, kostengünstig und effektiv nachweisen können.

Aktuell arbeiten Labore mit sogenannten Neutralisationstest, um den Immunstatus von Patienten gegen das Coronavirus zu bestimmen. Dabei wird im Blutserum von Probanden nach den das Virus neutralisierenden Antikörpern (nAk) gesucht. Dieses Vorgehen ist aufwendig und nur bedingt skalierbar, sodass die Testkapazitäten beschränkt sind und eine breitflächige Anwendung unrealistisch ist. Das Projektteam um Professorin Baeumner wird nun neuartige nAk-Titer bestimmende Schnelltests für SARS-CoV-2 auf der Basis der Nanotechnologie entwickeln. Diese Technik reduziert die Komplexität der Neutralisationstests so weit, dass die neuen Tests in Arztpraxen sogar vor Ort und in den Testlaboren im Hochdurchsatz eingesetzt werden könnten.

Die interdisziplinäre Kooperation zwischen Universität und Universitätsklinikum mit den Firmen Microcoat Biotechnologie GmbH und Mikrogen GmbH macht es möglich, sowohl die grundlegenden wissenschaftlichen Prinzipien zu erarbeiten als auch die Testsysteme im Hinblick auf Praktikabilität und den Einsatz in der Diagnostik zu optimieren. Während der Corona-Pandemie können die neu entwickelten Tests dabei helfen, den Immunstatus einer Person in Bezug auf SARS-CoV-2 zügig zu ermitteln. Jenseits der aktuellen Krise lassen sich die Testprinzipien auch für den Nachweis anderer viraler Krankheiten anwenden.

Das Forschungsprojekt zu den neuartigen Immunitätstests wird über den temporären Förderschwerpunkt zur COVID-19-Forschung kofinanziert, den die Bayerische Forschungsstiftung bereits im April 2020 eingerichtet hat. Der Förderschwerpunkt stieß auf große Resonanz, im Begutachtungsverfahren konnten sich nur die am besten bewerteten und vielversprechendsten Projekte durchsetzen. Für die im Herbst bewilligten zwölf Projekte werden Zuschüsse in Höhe von insgesamt rund 3,3 Millionen Euro bereitgestellt.

Prof. Dr. Antje Baeumner (links im Bild) mit ihren Mitarbeiterinnen im Labor
Foto: Universität Regensburg, Antonia Pröls

Prof. Dr. Antje Baeumner (rechts im Bild) bespricht mit ihrer Mitarbeiterin die jüngsten Ergebnisse ihres Forschungsprojekts
Foto: Universität Regensburg, Antonia Pröls

Ansprechpartnerin für die Medien:

Prof. Dr. Antje Baeumner
Universität Regensburg
Institut für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik
Telefon (Vorzimmer) 0941 943-4066
E-Mail antje.baeumner@ur.de


Cornell University - Regensburg University Symposien

"Interactions of Nanomaterials with Complex Biological Systems"

August 6st and September 30th, 2020


Baeumner, A.J., Cui, H. Moreno Bondi, M.C., Szunerits, S.
‘Female Role Models in Analytical Chemistry’ Editorial, (2020) Analytical and Bioanalytical Chemistry,

https://link.springer.com/article/10.1007/s00216-020-02763-w


Cationic liposomes are shown that can be used as universal label in bioassays. Through encapsulation of large number of fluorescent of chemiluminescent markers, their signal enhancement capability was demonstrated as secondary label in high-throughput bioassays and as generic label for bacteria cells.

(From: Hofmann, C., Kaiser, B., Maerkl, S. et al. Cationic liposomes for generic signal amplification strategies in bioassays. Anal Bioanal Chem 412, 3383–3393 (2020). https://doi.org/10.1007/s00216-020-02612-w).


Frontcover

This cover image (from our Spotlight) depicts a possible roadmap for the future of Analytical Chemistry. Designated as "Analytics 4.0" it will be tightly linked to developments in and future of IT technologies, artificial intelligence and machine learning, connectivity, portability and be part of the evolution of the Internet of Things (IoT).

(From: Michael Mayer, Antje J. Baeumner 'ABC Spotlight on Analytics 4.0'. Anal Bioanal Chem (2018) 410:5095–5097)
http://link.springer.com/journal/216/410/21/page/1.


  1. HOMEPAGE UR
  2. Institute of Analytical Chemistry

Prof. Dr. Antje Baeumner

 

Institute of Analytical Chemistry,
Chemo- and Biosensors

Baeumner
 
Secretary CH 12.1.81

Sabine Rudloff

Phone 0941/943-4066

Telefax 0941/943-4064

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