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Forum Mittelalter - Studien

Band 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16


Forum Mittelalter - Studien, Bd. 16 (Regensburg, 2019)

Italien als Vorbild?

Herausgeber: Jörg Oberste, Susanne Ehrich

Ökonomische und kulturelle Verflechtungen europäischer Metropolen am Vorabend der ‚ersten Globalisierung‘ (1300–1600)

Kolumbus und der amerikanische Kontinent 1492, Vasco da Gama und der Seeweg nach Indien 1498, Magellans Weltumseglung 1521 – all diese Gründungsdaten einer europäisch dominierten Weltwirtschaft basieren wesentlich auf ökonomischen, geographischen und nautischen Erfahrungen, die seit dem hohen Mittelalter in italienischen Metropolen und Handelsunternehmen gesammelt wurden. Aber auch als einflussreiches Kulturmodell prägte Italien das spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Europa. Der vorliegende Band widmet sich der Frage nach der konkreten Ausprägung dieser italienischen Vorbildfunktion am Vorabend der ‚ersten Globalisierung‘.

Inhaltsverzeichnis

Jörg Oberste/Susanne Ehrich: Einführung

  • Harriet Rudolph: Mythos oder Modell für die Entwicklung der europäischen Diplomatie? Venedig als diplomatische Metropole
  • Nicolai Kölmel: Von der mediterranen Weltstadt zum globalen Marktplatz. Horizontverschiebungen in den gesellschaftlichen Vorstellungen Venedigs (1480 – 1560)
  • Rembert Eufe: In latino et greco sermone: Verwaltung und Sprachen im venezianischen Kreta (1204 –1669)
  • Christoph Dartmann: Genua: mediterrane Metropole und norditalienische Regionalmacht im Spätmittelalter
  • Albert Göschl: Die ideale Metropole in der Literatur der Frühen Neuzeit – Filaretes ‚Libro architettonico‘ und Donis ‚I mondi‘
  • Martin Raspe: Rom als Vorbild: Die Niederlassung des Klosters Farfa in den Thermen des Alexander Severus. Zur Vorgeschichte der römischen Universität im Rione SantʼEustachio, der Piazza Navona und des abendländischen Klosterhofs
  • Francesco Guidi-Bruscoli: The Florentines and European ʻCapitalsʼ at the Dawn of the ʻFirst Globalisationʼ
  • Ulf Christian Ewert: Pfadabhängigkeit und ,Lock-in‘ – Fernhandelspraxis im Hanseraum jenseits italienischer Vertragsstandards
  • Bart Lambert: Steep Fall or Gradual Decline? International Trade in Sixteenth-Century Bruges
  • Dennis O. Flynn Fifteenth-Century European Silver and Chinese End-Markets


Forum Mittelalter - Studien, Bd. 15 (Regensburg, 2018)

Geschichte vom Ende her denken

Herausgeber: Susanne Ehrich, Andrea Worm

Endzeitentwürfe und ihre Historisierung im Mittelalter

In der Geschichte des Christentums gab es immer wieder Versuche, nach Zeichen des nahenden Weltendes zu forschen. Besonders in Umbruch- und Krisenperioden sind entsprechende Tendenzen zur Historisierung endzeitlicher Aussagen erkennbar. Vor allem in der historischen Auslegung der Johannesoffenbarung seit dem 12. Jahrhundert liegen die intellektuellen und geistesgeschichtlichen Wurzeln für die im Spätmittelalter drängende Gegenwartsrelevanz der Endzeit. Fragen nach dem Kommen des Antichrist oder des genauen Zeitpunkts für das Weltende wurden vielfach in Apokalypse-Kommentaren – etwa bei Joachim von Fiore oder Alexander Minorita –, aber ebenso in historiographischen Texten oder Predigten behandelt. Auch in den visuellen Medien wurden die Johannesoffenbarung und ihre Aktualität vielfach thematisiert und entfalten im Bild eigenständige Wirkmacht.

Inhaltsverzeichnis

I.Geschichtlichkeit der Endzeit und Ende der Geschichte

  • Damian Dombrowski: Die erste Seite des Evangeliars aus Saint-Médard in Soissons. Zeit- und Reichsbewusstsein in der karolingischen Kunst
  • Hans-Christian Lehner: Endzeitentwürfe mittelalterlicher Geschichtsschreiber
  • Armin F. Bergmeier: Unterbrochene Endzeit: Der Apokalypsezyklus in der Krypta von Anagni
  • Marco Rainini: Das Jahr des Endes. Ausprägung, Quellen und Rezeption der Endzeitberechnung Joachims von Fiore
  • Julia Eva Wannenmacher: Das Geheimnis des roten Drachen: Weltliche Macht und apokalyptische Verfolger in der Exegese Joachims von Fiore

II. Gegenwart der Endzeit: Aktualisierungen der Johannesoffenbarung seit dem 13. Jahrhundert

  • Felicitas Schmieder: Die Johannesoffenbarung als Schlüssel zur Zeitgeschichte - Alexander Minoritas "Expositio in Apocalypsim" als Chronik
  • Sabine Schmolinsky: Wer wird das Himmlische Jerusalem erbauen? Interpretationen in der Apokalypsenexegese des Alexander Minorita
  • Andrea Worm: Per omnia saecula saeculorum. Alexander Minoritas Apokalypse-Kommentar und ein Retabel aus der Werkstatt Meister Bertrams in London
  • Susanne Ehrich: Zwischen Historisierung und Überzeitlichkeit - spätmittelalterliche Endzeitentwürfe im Deutschen Orden Gia Toussaint Endzeit auf Karlstein? Karl IV. und sein Heilsplan

III. Eschatologische Geschichtsdeutung und politische Prophetie: Endzeitentwürfe im Dienste des Papsttums und der Reichsidee

  • Wendan Li: Papst, Heiliger, Vorläufer des Antichrist. Die eschatologische Vorstellungswelt der römischen Kurie unter Gregor IX.
  • David Franz Hobelleitner: Papst Silvester I. und die Endzeit. Darstellungen der Silvesterlegende im Umkreis der römischen Kurie im 13. Jahrhundert
  • Ulrike Wuttke: Das Motiv des Endkaisers bei Lodewijk van Velthem und Jan van Boendale: Aktualisierungsstrategien in mittelniederländischen Texten aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts
  • Robert E. Lerner: Jews, Muslims, and Christians in Late-Medieval Spain React to John of Rupescissa's Vademecum in tribulatione
  • Philipp Stenzig: Navis Petri non quassatur - Politische Prophetie gegen das Konzil von Konstanz

IV. Inszenierungen von Endzeit und Jüngstem Gericht bis zur Schwelle der Frühen Neuzeit

  • Cristiana Pasqualetti: Depicting the 'In-Between': The Lost Last Judgment of Amatrice
  • Edith Kapeller: Vom ‚Belial‘ bis zum Jüngsten Gericht. Eine spätmittelalterliche Sammelhandschrift und ihr Kontext (Klosterneuburg, Stiftsbibliothek, CCl 1253)
  • Daniela Wagner: Zeit und Zeitlichkeit in bildlichen Darstellungen der Fünfzehn Zeichen vor dem Jüngsten Gericht
  • David Ganz: Gefäße der Endzeit. Inzenierungen der apokalyptischen Bücher in der mittelalterlichen Buchkunst
  • Eleonora Cagol: In omnibus operibus tuis memorare novissima tua (Sir 7,40) – Eine Endzeitvision aus der niederländischen Grafik des 16. Jahrhunderts


Forum Mittelalter - Studien, Bd. 14 (Regensburg, 2017)

Stadtgeschichte(n)

Herausgeber: Jörg Oberste, Sabine Reichert

Erinnerungskulturen der vormodernen Stadt

Historizität hat in der Vormoderne entscheidende Auswirkungen auf Herrschaftsansprüche, den Status sozialer Gruppen oder die Gestaltung des städtischen Raums. Die mediale Vermittlung städtischer Erinnerungskulturen erfolgte dabei in vielgestaltiger Weise und bietet ein breites Feld für die interdisziplinäre Stadtgeschichtsforschung.

Inhaltsverzeichnis

  • Jörg Oberste / Sabine Reichert: Stadtgeschichte(n). Erinnerungskulturen der vormodernen Stadt
  • Klaus Graf: Stadt-Phantasien: Erzählmale und Sprichwörter
  • Albrecht Greule: Konstruktionen und Rekonstruktion von Geschichte durch Namen. Das Beispiel Regensburg
  • Mathias Franc Kluge: Zukunftsbewusstsein und Archivierung in der vormodernen Stadt
  • Raingard Esser: Multimediale Erinnerung: Texte, Bilder und Objekte in der niederländischen Stadthistoriographie des 17. Jahrhunderts
  • Michele Campopiano: Erinnerung und Vergessen von Stiftungsmythen in Italien: Von der Antike zum Mittelalter
  • Wolfgang Hasberg: Ein neues Buch. Zur Symbolischen Kommunikation und politischen Legitimation
  • Marc von der Höh: Familienerinnerungen. Überlegungen zu Aspekten familienbezogener Gedächtnispraktiken in der spätmittelalterlichen Stadt
  • Gesine Mierke: Die Stadt im Kopf. Rom als Erinnerungsort in Ablassverzeichnissen und `Pilgerfahrten im Geiste´
  • Benjamin Müsegades: König Dagobert, Bernhard von Clairvaux und ein gescheiterter Aufstand - Erinnerungskulturen im mittelalterlichen Speyer
  • Verena Gebhard: Ein antiker Marstempel im mittelalterlichen Florenz? Erinnerungskultur in der Stadtchronik des Giovanni Villani
  • Albert Dietl: Signa victoriae. Siegelmale und Trophäenkulte in mittelalterlichen Kommunen Italiens
  • Ruth Wolff: Bild, Dimensionen und memoria: Zum Herkules-Siegel von Florenz
  • Andrew Hopkins: Architecture and Memory in Venice
  • Olivier Richard: Ecksteine der Erinnerung? Bauten in der spätmittelalterlichen städtischen Geschichtsschreibung am Oberrhein


Forum Mittelalter - Studien, Bd. 13 (Regensburg, 2017)

Prozessionen und ihre Gesänge in der mittelalterlichen Stadt

Herausgeber: Harald Buchinger, David Hiley, Sabine Reichert

Religiöse Umgänge als liturgische Ausdrucksformen bestimmen die christliche Liturgie seit der Spätantike; in urbanen Kontexten wird das Phänomen der sogenannten Stationsliturgie geradezu zum Charakteristikum städtischen Gottesdienstes. Wesentliche Bedeutungsträger in der komplexen Symbolik des liturgischen Kommunikationsgeschehens sind dabei die Prozessionsgesänge.

Inhaltsverzeichnis

  • Joseph Dyer: City Streets as Sacred Space: The Topography of Processions in Medieval Rome
  • Terence Bailey: Processions and their Chants in Medieval Milan
  • Andrew Irving: Processions at the Cross-Roads: Processions in Twelfth-Century Benevento and in the Chronicle of Falco Beneventanus
  • Andreas Odenthal: Was ist Sakraltopographie? Eine Problemanzeige aus liturgiewissenschaftlicher Sicht nach dem „spatial turn“
  • Antonio Lovato: The Procession in Ramis Palmarum at the cathedral of Padua and in the Venetian area
  • Jürgen Bärsch: Liturgische Sachkultur und ihre rituelle Präsenz in mittelalterlichen Prozessionen. Überlegungen zu Funktion und Bedeutung materieller Ausstattung gottesdienstlicher Züge
  • Albert Dietl: Per totum murorum ambitum. Papst Leos IV. Bau und Einweihungsprozession der civitas Leoniana
  • Antje Diener-Staeckling: Repräsentativ und untrennbar verbunden - Prozession und Musik als feststehender Bestandteil der mittelalterlichen Ratswahl
  • Sabine Reichert: Im Schatten der Kathedrale? Spätmittelalterliche Fronleichnamsprozessionen in Trier und Osnabrück
  • Anna Vildera: Roles of power in Paduan processional itineraries
  • Yossi Maurey: Mapping Liturgical Space in medieval Tours: Processions as instruments of Power
  • Reinhard Messner: Zur theologischen Interpretation von Prozessionsantiphonen am Beispiel einiger Antiphonen für den Karfreitag und den Ostermorgen
  • Andreas Pfisterer: Überlegungen zu den Gattungen der Prozessionsgesänge
  • David Hiley: Old and new in the processional chants in Soissons circa 1200
  • Harald Buchinger: Funktion und Frömmigkeit des sonntäglichen Lustrationsumgangs. Eine Vorstudie zur Prähistorie des Prozessionales


Forum Mittelalter - Studien, Bd. 12 (Regensburg, 2017) | Monographie

Die Geburt der Metropole

Verfasser: Jörg Oberste

Städtische Räume und soziale Praktiken im mittelalterlichen Paris

Paris wuchs zwischen 1150 und 1350 von einer mittleren Bischofsstadt zur größten europäischen Metropole heran. Die Zahl der Einwohner stieg in diesen 200 Jahren von knapp 20.000 auf über 250.000. Die Ursachen und Folgen dieser demographischen Explosion werden in dem vorliegenden Buch erstmals umfassend untersucht.
Das Management des städtischen Raums erweist sich als Schlüssel zum Verständnis eines der dynamischsten Urbanisierungsprozesse im vormodernen Europa. Nicht König oder Grafen, sondern bedeutende Klöster und Stifte haben den Großteil des innerstädtischen Territoriums und des direkten Umlandes unter ihrer Herrschaft. Paris wächst dezentral aus den Stadtteilen geistlicher Grundherren zusammen, während der königliche Stadtherr durch Bauprojekte, Maßnahmen der Wirtschaftsförderung und polizeiliche Erlasse intensiv in die Urbanisierung seiner Hauptstadt eingreift.
Wer entscheidet über den Neubau von Straßen, Plätzen und Häusern? Woher stammt die Vielzahl der neuen Einwohner? Mit welchen Folgen für die städtische Gesellschaft, Wirtschaft und Friedenswahrung ist diese massenhafte Immigration verbunden? Welches Selbstverständnis bildet das heterogene Konstrukt der rasant wachsenden Großstadt heraus und welche Wahrnehmung von außen kann das spätmittelalterliche Paris erzeugen? Wann beginnt der bis heute spürbare Mythos der „Zauberstadt an der Seine“ (H. Heine)?

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen

  1. Wem gehört Paris?
  2. Räume, Urbanisierung, Metropolenbildung – Überlegungen zur Methodik
  3. Reiche Quellen

2. Pariser Räume

  1. Vergangene Räume – Paris vor den Merowingern
  2. Basisräume – mittelalterliche Sakraltopographie und Grundherrschaften Eine sakrale Landschaft formt sich Klöster und Kapitel beherrschen den Pariser Stadtraum
  3. Dynamische Räume – Schauplätze der Metropolenbildung Wie bemisst sich Wachstum? Märkte und Messen Machträume Wissensräume
  4. Extra muros – suburbane Räume als Kernräume der Metropolenbildung
  5. Zwischenfazit – Räume und Akteure der Urbanisierung

3. Die Leute von Saint-Martin – Urbanisierung und soziale Praxis in einem Pariser Stadtteil

  1. Saint-Martin-des-Champs – eine Gründung auf den Feldern
  2. Machtfaktor Kloster – die ‚Stadtteilherrschaft‘ von Saint-Martin-des-Champs in Paris Ein Privileg von 1128: Worauf gründete sich die Macht des Martinsklosters? Mönche als Bürokraten: Wie organisierte das Priorat seinen städtischen Grundbesitz? Herrschaft im Konflikt: Die Gerichtsbarkeit von Saint-Martin und ihre Grenzen
  3. Die Eroberung des städtischen Raums – Praktiken und Spielregeln der Urbanisierung Die Sprache der Urbanisierung Spielregeln des Bauens Kloster in der Stadt Urbanisierung aus der Nähe: der Burgus von Saint-Martin im Aufbau Die Straßen der Metropole: Räumliche Praktiken beidseits der Rue Saint-Martin
  4. Die Leute von Saint-Martin – das soziale Profil des Martinsburgus Lokale Eliten: Patrizier, Lombarden, Goldschmiede Frömmigkeit und Caritas Soziale Diversität und Migration Der Galgen von Noisy: Kriminalität und Strafen Außeralltägliche Kommunikation: Spiele und Staatsakte

4. Paris imaginaire, oder: Wie entsteht eine Metropole?



Forum Mittelalter - Studien, Bd. 11 (Regensburg, 2016)

Mittelalterliche Stadtsprachen

Herausgeber: Maria Selig, Susanne Ehrich

Städte sind privilegierte Orte des Kultur- und Sprachkontakts. Sie sind dynamische soziale Räume, in denen sich neue sprachliche Praktiken entwickeln und verbreiten können. Die zentralen Prozesse der mittelalterlichen Sprachgeschichte sind deshalb eng mit der mittelalterlichen Urbanisierung und der städtischen Mehrsprachigkeit verbunden.

Inhaltsverzeichnis

Maria Selig / Susanne Ehrich: Einführung

I. Mehrsprachigkeit in der Stadt

  • Arend Mihm: Mehrsprachigkeit im mittelalterlichen Köln
  • Margriet Hoogvliet: Mez puy que je le enten, je suy conten: Bilingual Cities of Readers in the Southern Low Countries and Northern France (c. 1400-c. 1550)
  • Lorenzo Tomasin: Urban multilingualism. The languages of non-Venetians in Venice during the Middle Ages
  • Katalin Szende: Alter alterius lingua loquatur? Konflikte zum Sprachgebrauch in den mittelalterlichen Städten Ungarns
  • Hermann Scheuringer: Historische Demographie und historische Mehrsprachigkeit im östlichen Europa unter Beteiligung der und des Deutschen: Miteinander – Nebeneinander – Gegeneinander?

II. Städtische Schriftlichkeit

  • Claudine Moulin: Sprache(n) in der Stadt – Städtisches Schreiben: Facetten eines pragmatischen und metasprachlichen Zugangs von urbaner Schriftlichkeit
  • Rainer Hünecke: Zur Entfaltung der deutschsprachigen Schriftlichkeit in der Stadt des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit – Möglichkeiten und Grenzen der Erforschung
  • Christina Waldvogel: Schreiben in der Stadt. Formen spätmittelalterlicher Kommunikation in Bautzener Stadtbüchern
  • Christian Saßenscheidt: Die Banū Wa‘īd – eine Notarfamilie im Toledo des 12. und 13. Jahrhunderts
  • Kathrin Kraller: Die volkssprachlichen Urkunden der communes notarii aus Moissac. Eine synchron-kontrastive und diachrone Analyse
  • Thomas Brunner: Zwischen pikardischem Französisch und Latein: zum Sprachgebrauch in der diplomatischen Schriftlichkeit der Stadt Douai im 13. Jahrhundert
  • Paul Videsott: Gab es eine Variation innerhalb der Pariser Kanzleisprachen? Beobachtungen anhand eines Korpus von volkssprachlichen Urkunden der Prévôté und der Chancellerie royale aus dem 13. Jahrhundert
  • Klaus Grübl: Stadtsprachenforschung und romanistische Skriptaforschung


Forum Mittelalter - Studien, Bd. 10 (Regensburg, 2015)

Die bewegte Stadt

Herausgeber: Jörg Oberste, Susanne Ehrich

Migration, soziale Mobilität und Innovation in vormodernen Großstädten

Die großen städtischen Zentren der Antike, des Mittelalters und der Frühen Neuzeit zeichneten sich durch hohe Mobilität und Innovationspotentiale aus. Migration, soziale Mobilität und Innovation sind die zentralen Faktoren bei der Konstituierung der multikulturellen metropolitanen Gesellschaft der Vormoderne.

Inhaltsverzeichnis

Jörg Oberste / Susanne Ehrich: Einführung

  • Johannes Fouquet: Zum Schmuck der Stadt gebaut – Private Munifizenz und soziale Mobilität im frühkaiserzeitlichen Korinth und Sparta
  • Elena Köstner: Sozialer Aufstieg im spätrepublikanischen Rom am Beispiel der homines novi
  • Peter Herz: Zuwanderung und soziale Mobilität in Ostia
  • Neville Morley: Migration, Mobility and the Decline of Urbanism in the Late Roman West Sandro Carocci Studying Social Mobility in Italian Communes (13th -14th Centuries)
  • Christoph Dartmann: Die Etablierung transmaritimer Staatlichkeit als Reaktion auf Migration und Mobilität im spätmittelalterlichen Mediterraneum: das Beispiel der Kolonialstädte Genuas
  • Jörg Oberste: Geld und Gewissen. Soziale Mobilität von Kaufleuten und normativer Wandel in den Predigten Bertholds von Regensburg
  • Kerstin Schlögl-Flierl: Die Bußbewegung der Bianchi im Italien des Spätmittelalters: Unterwegs im Auftrag der Geißelung – aus dem Blickwinkel der Mobilität und möglichen Innovation
  • Richard Němec: Tradition, Innovationen oder Rückständigkeit? Medialitätsstrategien der reichsstädtischen und eidgenössischen Eliten an der Schwelle zur Frühen Neuzeit
  • Katharina Jeckel: Integrationsmechanismen eines Expertentums. Soziale Mobilität im Nördlinger Gesandtschaftswesen des 15. Jahrhunderts
  • Jaron Sternheim: zu desser lande wolvart unde des Dutschen varende coppmans willen – Formen der Territorial- und Handelspolitik Rigas, Revals und Dorpats im späten 15. Jahrhundert
  • Dennis Hormuth: Der schwedische Protonotar Georg Plönnies – Möglichkeiten und Grenzen des sozialen und politischen Aufstiegs eines frühneuzeitlichen Migranten
  • Philipp Strobl: Märkte, Migration und die „Demokratisierung des Geschmacks“ – Amsterdam und London als Zentren der frühneuzeitlichen Weltwirtschaft


Forum Mittelalter - Studien, Bd. 9 (Regensburg, 2014)

Utopie, Fiktion, Planung

Herausgeber: Albert Dietl, Wolfgang Schöller, Dirk Steuernagel

Stadtentwürfe zwischen Antike und Früher Neuzeit

Die Idee der idealen Stadt beschäftigt die Menschheit seit den frühesten Stadtkulturen, in Form utopischer Visionen und konkreter Entwürfe. Während regelhafte Muster antiker Provenienz in den Planstädten der Frühen Neuzeit wiederkehren, scheinen die Städte des Mittelalters unkontrolliertes Wachstum zu spiegeln. Doch auch in dieser Epoche wurde der reale Stadtraum durch sekundäre Konzepte überformt.

Inhaltsverzeichnis

Albert Dietl / Wolfgang Schöller / Dirk Steuernagel: Vorwort

  • Reinhold Bichler: Despotische Herrschaft im Spiegel phantastischer Stadtanlagen. Ein Aspekt politischen Denkens in der griechischen Antike
  • Dieter Mertens: Erwartung und Wirklichkeit – Stadtplanung in den griechischen Kolonien
  • Dominik Maschek: Zwischen erdachtem, erzähltem und gebautem Raum. Eine mehrschichtige Lektüre der griechischen Stadt im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr.
  • Babett Edelmann-Singer: Neros Vision von Rom – die urbanistische Utopie als politische Dystopie
  • Frank G. Hirschmann: Leitlinien der Stadtgestaltung im 10. bis 12. Jahrhundert
  • Armand Baeriswyl: Zähringerkreuz und Urparzelle – Stadtentstehung und -planung am Beispiel von „Zähringerstädten“ im Licht archäologischer Quellen
  • Francesca Bocchi: The Topography of the Medieval Italian City between Symbologies and Practice
  • Tobias Nicklas: Die Himmelsstadt als Neue Schöpfung: Das Neue Jerusalem der Offenbarung des Johannes
  • Reinhard Meßner: Das mittelalterliche Kirchweihritual als Bau und Besiedlung der Himmelsstadt
  • Bianca Kühnel: Fiktion und Treue zum Original. Europäische Jerusalementwürfe
  • Hubertus Günther: Utopische Elemente in Filaretes Idealstadt Plusiapolis


Forum Mittelalter - Studien, Bd. 8 (Regensburg, 2013)

Pluralität - Konkurrenz - Konflikt

Herausgeber: Jörg Oberste, Susanne Ehrich

Religiöse Spannungen im städtischen Raum der Vormoderne

Städte sind Orte verdichteter kommunikativer Beziehungen und eines komplexen räumlichen Arrangements. Sie erlauben ihrer Einwohnerschaft dabei nicht nur ein höheres Maß an gelebter Pluralität und Freiheit, sondern generieren durch das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Gruppen und Interessen auch soziale Konkurrenzen und Konflikte.

Inhaltsverzeichnis

  • Johannes Hahn: Die Herausforderung der antiken Stadt in der Spätantike - Christentum, urbane Sakraltopographie und religiöse Gewalt
  • Andreas Merkt: Die Stadt der Toten. Nekropolitik als Mittel religiöser Auseinandersetzung in urbanen und suburbanen Räumen der Spätantik
  • Sita Steckel: Professoren in Weltuntergangsstimmung. Religiöse Debatte und städtische Öffentlichkeit im Pariser Bettelordensstreit, 1252-1257
  • Ralf Lützelschwab: Verletzte Eitelkeiten? Westminster Abbey und St. Stephen´s, Westminster - Mönche und Kanoniker im Konflikt
  • Sebastian Zanke: Konflikt und Konkurrenz im Spannungsfeld von Hof, Kirche und Stadt. Günstlinge im päpstlichen Avignon
  • Jörg Oberste: Religiöse Pluralität im Spannungsfeld von Politik, Geschäft und Repression. Okzitanische Patrizierfamilien zwischen katholischer Kirche und Katharismus
  • Georg Modestin: Religiöse und soziale Kohabitation in Straßburg am Vorabend des Waldenserprozesses von 1400
  • Anna Sapir Abulafia: Integrating the Study of Christian-Jewish Relations into Medieval Urban History
  • Christian Scholl: Judenfeindschaft in den deutschen Städten des Mittelalters: Die Bedeutung des Faktors Religion
  • Ursula Ragacs: Christen gegen Juden - Juden gegen Christen: Versuch einer Verschiebung des Blickwinkels
  • Josef Bamberger: Begegnung in Regensburg: die polemische Erzählung in der jüdischen Kultur des Mittelalters
  • Stefan Schick: Amica Sari´a - Averroes und die dreifache Stellung der Philosophie zur Religion
  • Albrecht P. Luttenberger: Religiöse Radikalität und politische Ordnung. Das Reich Zion in Münster 1534/35
  • Sabine Reichert: Die konfessionelle Besetzung des städtischen Raumes. Die Rekatholisierung der Stadt Osnabrück aus Sicht der Chronik des Rudolf von Bellinckhausen
  • Bernhard Hackl: Die Anfänge des modernen religiösen Pluralismus zwischen Privilegierung und Duldung: Städtische "Toleranzgesetzgebung" im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation
  • Daniel Bellingradt: Die Konkurrenz vor Ort. Zur Resonanz einer (verbotenen) protestantischen Gottesdienstes im katholischen Köln 1708


Forum Mittelalter - Studien, Bd. 7 (Regensburg, 2012)

Metropolität in der Vormoderne

Herausgeber: Jörg Oberste

Konstruktionen urbaner Zentralität im Wandel

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten, in Europa sind es sogar fast zwei Drittel aller Menschen. Es sind zumeist die sogenannten Megastädte, die derzeit die größten Zuwächse verzeichnen können.

Inhaltsverzeichnis

Jörg Oberste: Einführung

  • Harald A. Mieg: Metropolen: Begriff und Wand
  • Reinhard Senff: Milet. Eine Metropole des archaischen Ionien
  • Peter Herz: Rom in der Spätantike. Der Niedergang einer ehemaligen Hauptstadt
  • Jörg Oberste: Paris im Mittelalter. Metropolenbildung zwischen Zentralität und Diversität
  • Doris Behrens-Abouseif: Die Urbanisierung der Moscheen als Ausdruck der Metropolität Kairos
  • Hans-Jürgen Becker: Ansätze zur Bildung urbaner Zentren im Alten Reich. Zur Territorialpolitik der Reichsstädte Frankfurt am Main und Nürnberg
  • Giorgio Chittolini: Stadtgeographien und politische und wirtschaftliche Expansionsräume in Ober- und Mittelitalien (14.-16. Jh.)
  • Albert Dietl: Zentralisierung und Heiligenkult. Der Agneskult des Hauses Visconti in Mailand
  • Carolin Wirtz: Wirtschaftlicher und kultureller Austausch zweier urbaner Zentren des 14.-16. Jahrhunderts: Kölner Goldschmiede und Goldschmiedewerke in Venedig
  • Harm von Seggern: Spätmittelalterliche Großstädte als Dienstleistungsgesellschaften? Zur Anwesenheit fremder Kaufleute (Gäste)


Forum Mittelalter - Studien, Bd. 6 (Regensburg, 2010)

Städtische Kulte im Mittelalter

Herausgeber: Jörg Oberste, Susanne Ehrich

Das Kultgeschehen repräsentiert einen zentralen Aspekt des religiösen Lebens in der mittelalterlichen Stadt. Prozessionen, Wallfahrten und ritualisierte Zeremonien prägen und regeln das Miteinander sozialer Gruppen und zielen gleichzeitig auf die Heiligung städtischer Ordnung.

Inhaltsverzeichnis

Susanne Ehrich: Einführung

Jörg Oberste: Gibt es eine urbane Religiosität des Mittelalters?

I. Topographie und Repräsentation

  • Frank G. Hirschmann: Die Bischofsstadt als Versammlungsort der Heiligen: Patrozinien, Reliquien, Heiligengräber (10.-12. Jahrhundert)
  • Jörg Bölling: Distinktion durch Romrezeption? Inner- und gesamtstädtische Heiligenverehrung im hochmittelalterlichen Minden (Westfalen)
  • Lucia Raspe: Jüdische Heiligenverehrung in mittelalterlichen deutschen Städten Vittoria Camelliti Patroni ‘celesti’ e patroni ‘terreni’: dedica e dedizione della città nel rituale e nell’immagine

II. Stadtpatrone

  • Christoph Dartmann: Stadt und Stadtpatron im mittelalterlichen Italien: mythisches Staatsdenken in integrierender Funktion?
  • Olivier Richard: Eine Stadt mit mehreren Patronen? Regensburg im Spätmittelalter
  • Martin Clauss: Defensor civitatis? Überlegungen zum Stadtpatronat in der städtischen Memoria
  • Martin Bauch: Der Kaiser und die Stadtpatrone: Karl IV. und die Schutzheiligen der Städte im Reich
  • Pavla Langer: Ein Stadtpatron im Geflecht der Interessen – Der heilige Bernhardin von Siena in L’Aquila
  • Roman Hankeln: Exulta civitas Ratisbona!... – Reflexe politisch-sozialer Identität in den Offiziumsgesängen zur Ehre der Regensburger Stadtpatrone und ihr mittelalterlicher europäischer Kontext
  • John Bergsagel: Benedictus dominus Iesus Christus, qui Sanctum Kanutum Syalandie prefecit patronum! St. Knud Lavard (†1131) as patron on Zealand and in the Baltic Sea area

III. Kultpraxis städtischer Gruppen und Institutionen

  • Marco Rainini: Plus quam vivus fecerim, mortuus faciam contra eos. Leben, Tod und Kult des Petrus von Verona in Mailand
  • Philine Helas: Bilder und Rituale der Caritas in Rom im 14. und 15. Jahrhundert: Orte, Institutionen, Akteure
  • Yvonne Northemann: Repräsentation und Identitätsbildung wirtschaftlicher, politischer und geistlicher Eliten im spätmittelalterlichen Nürnberg
  • Paul Trio: The Emergence of New Devotions in Late Medieval Urban Flanders (13th-15th Centuries). Struggle and Cooperation between Church/Clergy and Bourgeoisie/Urban Government
  • Megumi Hasegawa: Das städtische Ritual und die Symbolpolitik des Stadtherrschers im japanischen Mittelalter – das Beispiel des Gion-Festes in Kyoto


Forum Mittelalter - Studien, Bd. 5 (Regensburg, 2009)

Städtische Räume im Mittelalter

Herausgeber: Susanne Ehrich, Jörg Oberste

Jüngere kulturwissenschaftliche Ansätze haben die Reflexion über den Stadtraum neu angestoßen. Räume sind nicht nur Schauplätze des historischen Handelns, sondern sind selbst als soziale und symbolisch überformte Konstrukte Gegenstand historischer Prozesse. Der vorliegende Sammelband ist interdisziplinär und europäisch vergleichend angelegt.

Inhaltsverzeichnis

Jörg Oberste/Susanne Ehrich: Einführung: Stadt, Stadtraum, Städtelandschaft – Räume als Analysekategorien der mediävistischen Städteforschung

I. Kommunikationsräume, Erinnerungsräume, virtuelle Räume in der Stadt

  • Maria Selig: Anwesenheitskommunikation und Anwesenheitsgesellschaft. Einige Anmerkungen zu einem geschichtswissenschaftlichen Konzept aus sprachwissenschaftlicher Perspektive
  • Gunnar Mikosch: Zeichen, Bilder, Codes - Prolegomena zu einer Semiotik jüdischer Räume in der mittelalterlichen Stadt
  • Anja Rathmann-Lutz: Historiographische Topographie und chorographische mindscapes. Raumkonstruktionen in den "Londen Chronicles"
  • Bettina Gröber: Die Regensburger "stat legennd": Zur literarischen Konstruktion urbaner Erinnerungsräume
  • Albrecht Classen: Die Entdeckung des städtischen Raumes als Lebensbereich und Identifikationsmedium in spätmittelalterlichen Bildern und Texten: Der "Luttrell Psalter", Ambrogio Lorenzettis Fresken, Hartmann Schedels "Liber chronicarum" und Hans Sachs´ Enkomium auf Nürnberg

II. Städtelandschaften und städtischer Raum in Frankreich und am Oberrhein

  • Rudolf Flotzinger: Paris um 1210: Schauplatz eines Paradigmawechsels in der abendländischen Musik
  • Jörg Oberste: Klöster und urbane Entwicklung. Eine Skizze zur Topographie von Toulouse (400–1200)
  • Gabriel Zeilinger: Urbane Entwicklung abseits der Kathedralstadt. Die Stadtwerdung Colmars und die Urbanisierung des Oberelsass vom 12. bis zum 14. Jahrhundert
  • Bruno Boerner: Spätmittelalterliche Skulptur in oberrheinischen Metropolen. Städtische und regionale Identitäten

III. Soziale, rechtliche und ökonomische Räume in europäischen Städten

  • Karsten Igel Vielerlei Räume – eine Stadt. Konstituierte und reale Räume im spätmittelalterlichen Osnabrück
  • Katalin Gönczi: Städte des Magdeburger Rechts in Osteuropa
  • Marc von der Höh: Locus quasi publicus et in usu publico constitutus – Der Pisaner Domplatz als öffentlicher Ort zwischen Hoch- und Spätmittelalter
  • Terry R. Slater: Social, cultural and political space in English medieval market places
  • James Davis The Cross and the Pillory: Symbolic Structures of Commercial Space in Medieval English Towns


Forum Mittelalter - Studien, Bd. 4 (Regensburg, 2008)

Repräsentationen der mittelalterlichen Stadt

Herausgeber: Jörg Oberste

Städtische Zentren sind seit dem 12. Jahrhundert in Europa Orte eines sozialen, politischen, ökonomischen und kulturellen Wandels. Die Heterogenität der innerstädtischen Rechtskreise, die Vielzahl und Variabilität sozialer Gruppen und die Dichte der städtischen Kommunikationsbeziehungen sind Merkmale des urbanen Lebens und der urbanen Verfassung.

Inhaltsverzeichnis

  • Jörg Oberste: Einführung: Städtische Repräsentation und die Fiktion der Kommune
  • Theresia Heimerl: Zwischen Babylon und Jerusalem. Die Stadt als locus theologicus im Mittelalter
  • Franziska Wenzel: hof, burc und stat. Identitätskonstruktionen und literarische Stadtentwürfe als Repräsentationen des Anderen
  • Hans-Jürgen Becker: Defensor et patronus. Stadtheilige als Repräsentanten einer mittelalterlichen Stadt
  • Jörg Oberste: Kommunebildung, politische Repräsentation und religiöse Praxis in Toulouse (1119-1209)
  • Bruno Klein: Das Straßburger Münster als Ort kommunaler Repräsentation
  • Christoph Dartmann: Die Repräsentation der Stadtgemeinde in der Bürgerversammlung der italienischen Kommune
  • Dieter Blume: Zur Entstehung und Entwicklung einer politischen Bildersprache in den italienischen Kommunen
  • Ruth Wolff: Descriptio civitatis: Siegel-Bilder und Siegel-Beschreibungen italienischer Städte des Mittelalters
  • Albert Dietl: Der öffentliche Raum als Bühne inschriftlicher Selbstinszenierung von Künstlern in italienischen Kommunen des Mittelalters
  • Henrike Haug: Preteritum, Presens, Futurum. Über die Aufgaben von historischer Erinnerung in der Gegenwart der Kommune
  • Siena Karsten Igel: Wohin in der Stadt? Sozialräumliche Strukturen und innerstädtische Mobilität im spätmittelalterlichen Greifswald
  • Artur Dirmeier: Mit Brief und Siegel: Beglaubigungsmittel an Donau und Rhein
  • Olivier Richard: Von der Distinktion zur Integration. Die Repräsentation des Regensburger Patriziats im Spätmittelalter
  • Walburga Knorr: Postmortale Präsenz und Repräsentation im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Regensburg

Eine Rezension dieses Sammelbandes kann unter H-Soz-u-Kult abgerufen werden.



Forum Mittelalter - Studien, Bd. 3 (Regensburg, 2007)

Kommunikation in mittelalterlichen Städten

Herausgeber: Jörg Oberste

Mittelalterliche Städte sind als wirtschafltiche und politische Zentren eingehend erforscht worden. Die Komplexität der Sozialstruktur, die neuen Formen bürgerlicher Selbstverwaltung, die arbeitsteiligen Abläufe im Wirtschaftsleben, die hohe Dichte an herrschaftlichen und kirchlichen Institutionen - all dies schafft in mittelalterlichen Städten neue Voraussetzungen für die Kommunikation ihrer Bewohner.

Inhaltsverzeichnis

  • Jörg Oberste: Einführung: Verdichtete Kommunikation und städtische Kultur
  • Henning Steinführer: Stadtverwaltung und Schriftlichkeit. Zur Entwicklung des administrativen Schriftwesens sächsischer Städte im späten Mittelalter
  • Flora Hirt: Zur Realisierung sozialtopographischer Studien für die Stadt Basel im 13. Jahrhundert. Ein Werkstattbericht
  • Christina Antenhofer: Die Gonzaga und Mantua. Kommunikation als Mittel der fürstlichen Herrschaft in der Stadt
  • Artur Dirmeier: Information, Kommunikation und Dokumentation im transurbanen Raum
  • Diethard Schmid: Das Umland als Gegenstand der Kommunikation im mittelalterlichen Regensburg
  • Jörg Oberste: Die Reform der städtischen Seelsorge als Kommunikationsproblem (1150-1250)
  • Maria Pia Alberzoni: Mendikantenpredigt und Stadt in Oberitalien in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts: Die Entstehung eines Modells
  • Jörg Meier / Arne Ziegler: Städtische Kommunikation aus Sicht der historischen Linguistik
  • Bruno Klein: Sakralbau als Kommunikationsform in italienischen Kommunen
  • Sabine von Heusinger: „Cruzgang“ und „umblauf“ – Symbolische Kommunikation im Stadtraum am Beispiel von Prozessionen
  • Paul Mai: Heiltumsschau und Reliquienkult im spätmittelalterlichen Regensburg
  • Roman Hankeln: Intertextualität als liturgische Legitimationsstrategie? Zu den kommunikativen Aspekten mittelalterlicher liturgischer Einstimmigkeit am Beispiel der Olavshistoria (Nidaros, 1161-1188)
  • Andreas Pfisterer: Der Prototyp der Sakralstadt: Römische Heiligenoffizien


Forum Mittelalter - Studien, Bd. 2

Regensburg im Spätmittelalter

Herausgeber: Peter Schmid

Bestandsaufnahme und Impulse

Regensburg stellt aufgrund seiner reichen Vergangenheit ein einzigartiges Modell für Mittelalterstudien dar. In einem Symposium nahmen verschiedene Wissenschaftsdisziplinen eine Bestandsaufnahme des gegenwärtigen Forschungsstandes vor und entwickelten Impulse für weitere Forschungen zur Stadtgeschichte Regensburgs im Spätmittelalter.

Regensburg, 2006

Inhaltsverzeichnis

I. Geschichtswissenschaften

Profangeschichte

  • Peter Schmid: Regensburg im Spätmittelalter. Fragen - Probleme - Perspektiven der Stadtgeschichtsforschung
  • Jörg Oberste: Macht und Memoria. Religiöses Leben und soziale Netzwerke des Regensburger Patriziates im späteren Mittelalter
  • Joachim Wild: Die spätmittelalterlichen Urkundenbestände der Reichsstadt Regensburg im Bayerischen Hauptstaatsarchiv
  • Heinrich Wanderwitz: Das Archiv der Stadt Regensburg - Bestandsaufnahme und Impulse

Kirchengeschichte

  • Paul Mai: Die Regensburger Kirche im Spätmittelalter
  • Johann Gruber: Spätmittelalterliche Rechnungen, Register und Urbare im Bischöflichen Zentralarchiv Regensburg
  • Stephan Acht: Die urkundliche Überlieferung im Bischöflichen Zentralarchiv in Regensburg während des Spätmittelalters
  • Karl Josef Benz: Liturgie im spätmittelalterlichen Bistum Regensburg - Handschriftliche Überlieferungen in der Bischöflichen Zentralbibliothek
  • Artur Dirmeier: "Ein wahrer Schatz an Dokumenten". Spitalüberlieferung in Regensburg

II. Literatur- und Sprachwissenschaft sowie Philosophie

  • Edith Feistner: Das spätmittelalterliche Regensburg als Litteraturstadt: Werke, Sammlungen, Fragmente
  • Benedikt Konrad Vollmann: Lateinische Literatur im spätmittelalterlichen Regensburg
  • Susanne Näßl: Deutsche Sprache in Regensburg im 15. Jahrhundert
  • Rolf Schönberger: Weisheit - Wissen - Information. Regensburger Infothek der Scholastik

III. Rechts- und Wirtschaftswissenschaft

  • Hans-Jürgen Becker: Stadtverfassung, Gerichte und Normsetzung im spätmittelalterlichen Regensburg
  • Martin Löhnig: Regensburger Rechtsquellen des Spätmittelalters - zum Stand ihrer Erschließung
  • Margarete Wagner-Braun: Handelsmetropole Regensburg: Ursachen des Aufstiegs und des Niedergangs
  • Klaus Fischer: Das Runtingerbuch als Quelle zum Wirtschaftsleben Regensburgs im Spätmittelalter

IV. Musikwissenschaft

  • David Hiley: Der Gregorianische Choral im mittelalterlichen Regensburg: Forschungsbilanz und Perspektiven
  • Andreas Pfisterer: Die Überlieferung des Ite missa est in Regensburger Handschriften


Forum Mittelalter - Studien, Bd. 1

Das mittelalterliche Regensburg im Zentrum Europas

Herausgeber: Edith Feistner

Im mittelalterlichen Regensburg kreuzten sich die europäischen Handelsströme. Hier verbanden sich Ost, West, Nord und Süd, hier wurden kulturelle Entwicklungen des europäischen Mittelalters ungewöhnlich früh wahrgenommen und innovativ weiter entwickelt. Zugleich gingen von der Donaustadt kulturelle Impulse nach ganz Europa aus. Die europäische Vernetzung der Kultur mittelalterlicher Städte wird am Beispiel Regensburgs damit in besonderer Weise deutlich.

Inhaltsverzeichnis

  • Peter Landau: Regensburg und die Entstehung der Lex Baiuvariorum
  • Artur Dirmeier: Die Steinerne Brücke in Regensburg
  • Heinrich Wanderwitz: Regensburg, ein früh- und hochmittelalterliches Handelszentrum
  • Andreas Angerstorfer: Die Ausstrahlung der Talmudschule und des Bet Din von Regensburg von Frankreich bis nach Kiew (1170 bis 1220)
  • Marc Carel Schurr: Der Regensburger Dombau und die europäische Gotik um 1300
  • Friedrich Fuchs: Mittelalterliche Steinmetzzeichen am Regensburger Dom: Ansätze für vergleichende Bauforschung (Regensburg-Prag)
  • Peter Morsbach: Die Regensburger Werkmeisterfamilie Roriczer
  • Frank Shaw: Karl der Große und die schottischen Heiligen: Die fiktive Gründungslegende des Regensburger Schottenklosters
  • Hermann Reidel: Iroschottische Kunst und Kultur in Regensburg: Europäische Beziehungen und Einflüsse im Mittelalter
  • Isnard W. Frank, OP: Frömmigkeits- und Bildungstransfer: Das europäische Profil der Bettelorden im 13. Jahrhundert
  • Rolf Schönberger: Albertus Magnus und Thomas von Aquin: Zu einem Lehrer-Schüler-Verhältnis
  • Edith Feistner: Regionalisierung und Individualisierung in europäischen Dimensionen: Der Blick Lamprechts von Regensburg auf den Heiligen Franziskus von Assisi
  • Reinhard Saller: Predigtwandel und städtische Ökonomie: Zum ökonomischen Rationalismus in Predigttexten Bertholds von Regensburg
  • Sonja Emmerling: Daz ich niuwe mînen sanc: Zur Rezeption französischer Minnelyrik im Regensburger-Rietenburger-Corpus
  • Sylvie Stanovská: Zur alttschechischen Liebeslyrik des 14. und 15. Jahrhunderts im Verhältnis zum deutschen Minnesang und zur späteren deutschen Liebeslieddichtung
  • Václav Bok: Zum Kult der Regensburger Heiligen Emmeram und Erhard in den böhmischen Ländern Paul Mai Regensburg und der Osten
  • Rudolf Šrámek: Die Westorientierung des tschechischen Exonyme


  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften
  2. Institut für Geschichte

Forum Mittelalter

Interdisziplinärer mediävistischer Forschungsverbund

Sprecher

Prof. Dr. Jörg Oberste


Wissenschaftl. Koordination

Dr. Susanne Ehrich

Kontakt

Susanne.Ehrich@ur.de

Homepage

www.forum-mittelalter.ur.de