Zu Hauptinhalt springen
Startseite UR

ZOOM. Perspektiven der Moderne

Begründet und herausgegeben von Christoph Wagner


2018-05-25zoom


Gebrüder Mann

Flyer mit weiteren Informationen


2019 Itten-alte Meister
Ines Rödl

Johannes Itten und die Alten Meister. Genese und historischer Kontext einer neuen Bildanalytik

(ZOOM. Perspektiven der Moderne; Bd. 8)
Berlin: Gebrüder Mann Verlag, 2019

In den von ihm begründeten Vorkurs am Bauhaus brachte Johannes Itten (1888–1967) die Methode der Analyse Alter Meister ein, besonders der Werke nordalpiner Meister der Spätgotik und der Frührenaissance. Neben Gestaltungsprinzipien ging es dabei auch um eine Einfühlungsästhetik, die partiell einer mystischen Wesensschau des Kunstwerks gleichkam. Vorgelegt wird eine präzise Untersuchung der Entstehungsgeschichte sowie der reformpädagogischen Bezugspunkte der Analysen Alter Meister, welche Itten seit seinen Stuttgarter Jahren erarbeitet hatte. Er selbst stellte diese Analysen in den Mittelpunkt seiner kunsttheoretischen Ausführungen, die vor dem Hintergrund der wachsenden Akademiekritik dieser Zeit eine strategische Neupositionierung innerhalb der künstlerischen Ausbildung realisierten.


2019-zoom-designpatente Der Moderne
Robin Rehm und Christoph Wagner (Hrsg.)

Designpatente der Moderne 1840-1970

(ZOOM. Perspektiven der Moderne; Bd. 5)
Berlin: Gebrüder Mann Verlag, 2019

Der Band erschließt erstmals fünfzig Patentschriften des Designs der Moderne aus dem Zeitraum 1840 bis 1970: Patente zu Materialien, Möbeln, Leuchten, Geschirr, Textilien, Tapeten oder Medientechnologien eröffnen einen neuen Blick auf die Vielfalt der Geschichte des Designpatents.

Patentschriften des Designs sind eine bislang wenig beachtete Gattung der Kunst-, Design- und Wissenschaftsgeschichte: Erstmals erschließt der vorliegende Band über fünfzig ausgewählte Patentschriften zu neuen Materialien, Möbeln, Leuchten, Geschirr, Textilien, Tapeten oder Medientechnologien aus dem Zeitraum von 1840 bis 1970 exemplarisch die komplexe Geschichte des Designpatents. Das Patent wird zum Instrument, um Ökonomie und Distribution der zunehmenden technischen Neuerungen zu regulieren. Werden anfangs Patente nur von Ingenieuren und Geschäftsleuten beantragt so greifen ab den 1920er Jahren Designer und Architekten mit eigenen Patenten in den vielschichtigen Zusammenhang von Gegenstand und Technik ein.

Rezension von Bernhard E. Bürdek
"Eine Fundgrube fürwahr und ein Beispiel dafür, was Forschung im und über Design leisten kann." - Zur vollständigen Rezension

Mit Beiträgen von Astrid Arnold, Nacho Baños, Justus Binroth, Donatella Cacciola, Dominic Delarue, Jochen Eisenbrand, Sebastian Hackenschmidt, Leonie Häsler, Christiane Heibach, Mathias Horstmann, Christian Kassung, Kathrin Kinseher, Albert Kümmel-Schnur, Günter Lattermann, Regina Lösel, Otakar Máčel, Fredericke Lausch, Beate Manske, Alexandre Métraux, Werner Möller, Stanislaus von Moos, Franziska Müller-Reissmann, Sebastian Neurauter, Solveig Ottmann, Louis Pahlow, Robin Rehm, Arthur Rüegg, Rolf Sachsse, Walter Scheiffele, Michael Siebenbrodt, Manfred Speidel, Christian Spies, Daniela Stöppel, Wolfgang Thöner, Sabine Thümmler, Christoph Wagner, Friedericke Waentig, Sarine Waltenspül, Christoph Wowarra und Sabine Zentek.


Zoom Bd4
Simone Müller, Itô Tôru und Robin Rehm (Hrsg.)

Wort-Bild-Assimilationen

(ZOOM. Perspektiven der Moderne; Bd. 4)
Berlin: Gebrüder Mann Verlag, 2016

Der Band thematisiert Austauschbeziehungen zwischen Japan und Europa in Literatur und Philosophie, Kunst und Architektur unter dem besonderen Gesichtspunkt der »Assimilation«.

Ausgehend von den vielfältigen Perspektiven, die das Verständnis von Assimilation im Hinblick auf Aneignungsstrategien des jeweils Fremden im Osten und Westen eröffnet, wird in zwölf Fallstudien nach den Spielarten der kulturübergreifenden Rezeption eines literarischen Sujets, einer künstlerischen Form oder eines philosophischen Denkmodells gefragt.

Mit Beiträgen von Daniela Eckerle, Jeanne Fichtner-Egloff, Hirayoshi Yukihiro, Itô Tôru, Simone Müller, Ogino Takeshi, Barbara von Orelli-Messerli, Robin Rehm, Manfred Speidel, Tsuboi Hideto und Irène Vogel Chevroulet.


978-3-7861-2719-2
Monika Melters und Christoph Wagner (Hrsg.)

Die Quadratur des Raumes

(ZOOM. Perspektiven der Moderne; Bd. 3)
Berlin: Gebrüder Mann Verlag, 2016

Kein Gebäude entsteht ohne Skizze und Bauplan, und Stiche oder Fotografien prägen unsere Wahrnehmung von Bauwerken. Seit Erfindung des Bild- und Buchdruckes sind deren mediale Präsenz und Vermittlungscharakter untrennbar mit der Architektur verbunden.

Medien sind jedoch keine neutralen Übermittler oder Verstärker von Inhalten, sondern konstruieren den Sinn der Inhalte mit. Mitunter erzeugen sie erst die Kommunikation und damit die Botschaft. Diesen Bezug am Beispiel der Architekturzeichnung und ihrer Hierarchisierung in eine objektiv-wissenschaftliche Plan- und eine nur populär-
perspektivische Bilddarstellung zu präzisieren, ist Ziel dieses Buches. Denn auch unsere Wahrnehmung von Architektur über Medien unterliegt einer historischen Prägung. Hierzu gehört etwa die Vorstellung, der Entwurfsvorgang sei ein wissenschaftlich objektivierbarer Prozess, der sich unmittelbar in der Maßstäblichkeit geometrischer Grund- und Aufrisse niederschlage. Diese Einschätzung hat sich parallel zu einem an Objektivität orientierten Wissenschaftsverständnis herausgebildet. Beiträge aus den Blickwinkeln der Architektur-, Medien- und Bildgeschichte rücken die Bildmedien der Architektur – von Alberti bis El Lissitzky – in den Kontext einer historischen Medienforschung.

Mit Beiträgen von Sebastian Fitzner, Klaus Güthlein, Hans W. Hubert, Julian Jachmann, Astrid Lang, Monika Melters, Andreas Nierhaus, Klaus Jan Philipp, Robin Rehm, Christiane Salge, Hans Schüller, Daniela Stöppel, Christoph Wagner und Tobias Zervosen.


2014 Nationale Bautradition
ALEXANDER KARRASCH

Die ›Nationale Bautradition‹ denken

(ZOOM. Perspektiven der Moderne; Bd. 2)
Berlin: Gebrüder Mann Verlag, 2014

Die historische Analyse von zeitgenössischen Texten und Quellen gibt präzisen Einblick in den Diskurs, der Entstehung, Ausprägung, Gestaltung und Wandel der sozialistischen Baukunst in der DDR auf Basis des Sozialistischen Realismus prägte. Dieser Diskurs wird unter dem Begriff »Nationale Bautradition« gefasst.

Wie konnte in der jungen DDR ideologisch bestimmt eine neue Architektursprache auf Grundlage ausgerechnet des überkommenen Formenbestandes des Klassizismus entwickelt werden, dem ‚alten‘ Erbe der kapitalistischen Epoche? Für die gesellschaftspolitischen Eliten der SBZ/DDR in den 1950er Jahren bildete Architektur ein integrales Mittel im Aufbau einer neuen, sozialistischen Gesellschaft. Die Baukunst sollte ihrem »Inhalt nach sozialistisch« und ihrer »Form nach national« sein, wofür das »historische Erbe« und die »deutsche Architektur« als Bezugspunkt gewählt wurden. Der Ansatz ist umso überraschender, als viele Bauschaffende wie Hermann Henselmann oder Hanns Hopp in der modernen Architektur verankert waren. Während die Architektur des Westens und der Moderne als bloßer Formalismus diffamiert wurden, kritisierte der Westen wiederum diese Bezugnahme auf den Historismus des 19. Jahrhunderts in der DDR. Alexander Karrasch arbeitet die ideologischen, philopsophischen und gesellschaftspolitischen Hintergründe der Bemühungen um einen eigenen architektonischen Stil bis zum Tod Stalins (1953) heraus.


2014 Itten-schule
EVA STREIT

Die Itten-Schule Berlin

(ZOOM. Perspektiven der Moderne; Bd. 1)
Berlin: Gebrüder Mann Verlag, 2015

Die erste Monografie zur Itten-Schule entwirft auf der Basis neu erschlossener Quellen das Bild einer der bedeutendsten Kunstschulen des frühen 20. Jahrhunderts, die sich nicht nur als wesentliche Etappe in Johannes Ittens kunstpädagogischem Werdegang erweist, sondern auch als innovativer Betrag zur Kunstschulreform.

Eva Streit rekonstruiert detailliert den innovativen Unterricht von Johannes Itten, zeichnet aber auch Persönlichkeiten und Wirken der weiteren Lehrer an der Berliner Schule 1926–34 nach. Eine Analyse der Erfolgsfaktoren wie Ausstellungstätigkeit und Öffentlichkeitsarbeit belegt die enorme Präsenz der Institution in der Berliner Bildungslandschaft der 1920er Jahre, die durch die Einbindung in ein Netzwerk von Bildungseinrichtungen deutschlandweit Bekanntheit erfuhr. Neben einer Vielzahl an vorgestellten Schülerarbeiten findet besonders der Nachlass von Hannah Müller Beachtung. Von der Ausbildung am Bauhaus emanzipierte sich die Itten-Schule ganz bewusst. Ein Schülerverzeichnis und die Dokumentation der Quellen vervollständigen dieses Porträt einer reformpädagogischen Kunstschule, die bewusst andere gestalterische und pädagogische Konzepte anwendete als das Bauhaus.


  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften

ZOOM. Perspektiven der Moderne

Universität Regensburg
Institut für Kunstgeschichte
Universitätsstraße 31
93053 Regensburg

Column Zoom2