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Aktuelle Projekte


Sprachbrücken Bayern-Tschechien

Qualitative Monitoring-Studie zum Tschechisch-Angebot an bayerischen Vor- und Grundschulen 

2025-2026

Das Bohemicum - Center for Czech Studies der Universität Regensburg führt im Jahr 2025/2026 eine qualitative Monitoring Studie in (öffentlichen oder privaten) Einrichtungen durch, die für Kinder im Vor- und Grundschulalter ein Tschechisch-Angebot anbieten. Dabei geht es im Wesentlichen um eine Untersuchung von Sprachgebrauch, Sprachideologien und Sprachmanagement in Bezug auf Tschechisch an Grundschulen und Vorschulen in der bayerischen Grenzregion zu Tschechien. Wir kooperieren hierbei mit dem Koordinie­rungs­zentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch Tandem. Gefördert wird die Studie vom Bayeri­schen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales 

Projektleitung: Prof. Dr. Marek Nekula

Projektdurchführung: Dipl.-Psych. Julia Bürger 

Ziele der Studie

Ein zentrales Ziel der Studie ist es, relevante Einstellungen zur und Umgang mit der tschechischen Sprache bei unterschiedlichen Akteursgruppen herauszuarbeiten. Ein weiteres zentrales Ziel ist es, unterschiedliche Arten der Umsetzungen des Tschechisch-Angebotes und die hierdurch erzielten Effekte durch qualitative Interviewdaten zu beleuchten. Auch geht es darum, Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung der Angebote und Hürden, auf die Interessierte bei der Umsetzung stoßen, aus wissenschaftlicher Sicht aufzuzeigen.

In Interviews werden hierfür gezielt Personen aus unterschiedlichen Akteursgruppen befragt, die mit dem Tschechisch-Angebot in Berührung kommen oder dieses durchführen, z.B. Einrichtungs­leitungen, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Sprachlehrerinnen und Sprach­lehrer, Trägerorganisationen, usw.

Dabei interessieren uns vor allem folgende Fragen:

  • Welche Bedeutung hat die tschechische Sprache für die Kinder, für die Einrichtung / Schule, für die Region?
  • Wie sieht das konkrete Tschechisch-Angebot in der Einrichtung / Schule und die Umsetzung aus?
  • Welche Herausforderungen sind damit verbunden?
  • Welche Effekte und Ziele werden damit erreicht?
  • Welche Weiterentwicklungen sind möglich oder werden gewünscht?

Mitmachen können …

  • Einrichtungen, die Tschechisch-Angebote bereits seit einigen Jahren regelmäßig durchführen (ob über externe Programme, z.B. von Tandem, oder eigenes Personal)
  • Einrichtungen, die gerade erst begonnen haben, (regelmäßige) Tschechisch-Angebote in ihrer Einrichtung umzusetzen
  • Sprachlehrerinnen und Sprachlehrer, die Tschechisch-Angebote in Kindergärten und Grundschulen durchführen
  • Trägerorganisationen
  • Eltern, deren Kinder an einem Tschechisch-Angebot teilnehmen

Außerdem würden wir auch gerne ein Interview führen, wenn …

  • Ihre Einrichtung gerne ein Tschechisch-Angebot umsetzen würden, aber auf Hindernisse stößt
  • Ihre Einrichtung früher ein Tschechisch-Angebot umgesetzt oder wahrgenommen hat, dies aber aus unterschiedlichen Gründen derzeit nicht mehr kann oder möchte

Die Datenerhebung läuft bis März 2026. Für die Interviews kommen wir gerne zu Ihnen in die Einrichtung. Die Dauer der Interviews kann je nach befragter Personengruppe und dem Umfang des Tschechisch-Angebotes variieren. Ein Gespräch mit der Einrichtungs-/Schulleitung, die regelmäßig und schon seit längerem ein Tschechisch-Angebot, wird 45-60 Minuten dauern. Ansonsten reichen 30-45 Minuten aus. 

Wenn Sie Interesse haben, an der Studie teilzunehmen oder sonstige Fragen zum Projekt, melden Sie sich gerne bei Julia Bürger: julia.buerger(at)ur.de.


Globalisierung und Entwicklung der Sprachpolitik bei Škoda Auto AG in den letzten 25 Jahren: Sprachmanagement in der täglichen Praxis

Škoda Auto Hochschule, Projekt der hochschulinternen Förderagentur, 2025

Projektsprecherin: Dagmar Sieglová (Škoda Auto Hochschule)

Projektpartner (alphabetisch): Marek Nekula (Universität Regensburg), Jiří Nekvapil (Karls-Universität Prag), Tamah Sherman (Tschechische Akademie der Wissenschaften), František Tůma (WU Wien)

Das Projekt verfolgt die Veränderungen in der Sprachpolitik des Unternehmens Škoda Auto, a.s. (weiter als Unternehmen) seit den 90er Jahren, als das Unternehmen Teil eines multinationalen Konzerns wurde, sowie die Formen der sprachlichen Realität und deren Management im Kontext der fortschreitenden Globalisierung in Verbindung mit ethnischer und sprachlicher Vielfalt in der täglichen Praxis auf verschiedenen Ebenen des Management- und Produktionsprozesses. Diese Prozesse werden durch teilnehmende Beobachtung, Einzel- und Gruppeninterviews unter Verwendung qualitativer Methoden, z. B. ethnomethodologischer Konversationsanalyse, Diskursanalyse usw., im konzeptionellen Rahmen der Sprachmanagementtheorie erfasst. Diese Theorie verbindet institutionelle Entscheidungen mit konkreten Interaktionen, was die Fokussierung des Projekts auf Synergien von organisierten (d. h. institutionellen) und einfachen (d. h. individuellen) Sprachmanagementprozessen fördert, die im Unternehmen stattfinden.

Angesichts der Bedeutung des Unternehmens für die regionale und nationale Wirtschaft, ähnlicher Prozesse in multinationalen Unternehmen, die seit Mitte der 90er Jahre in der Tschechischen Republik, insbesondere in der Automobilindustrie, entstehen und des ellaborierten Einsatzes der Sprachmanagementtheorie geht das Projekt über die aktuelle Forschung für das Unternehmen hinaus. Angesichts der gesammelten Daten und ihrer analytischen Auswertung stellt das Projekt nämlich zugleich eine solide Grundlage dar nicht nur für die anschließende angewandte Forschung über und für das untersuchte Unternehmen, sondern auch für multinationale Korporationen im Allgemeinen.

 


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