Zu Hauptinhalt springen
Startseite UR

Vocatio/Leitlinien

Image Studierende As _48_


vocatio

Kirchliche Bevollmächtigung (Vocatio)

Als Voraussetzung für die Kirchliche Bevollmächtigung (Vocatio) gilt eine im Rahmen eines Praktikums eigenständig vorbereitete und gehaltene Unterrichtsstunde im Fach Evangelische Religion.

Zur Beantragung der vorläufigen kirchlichen Vocatio ist das Absolvieren des Vocatiomoduls (in Höhe von 5 LP) notwendig.

Studierende mit Unterrichtsfach Evangelische Religionslehre absolvieren dieses Modul im Rahmen des studienbegleitenden fachdidaktischen Praktikums (Modul EVR UF – M 11). Das Praktikumsamt fordert dazu alle Studierenden im Lehramt GS und MS auf, sich über GRIPS für ein Praktikum GS/MS vormerken zu lassen. Bitte melden Sie sich dort an, wenn Sie beabsichtigen, im jeweils nächsten Semester das Praktikum zu absolvieren. Hier finden Sie den Link:

elearning.uni-regensburg.de/course/index.php

Die Bevollmächtigung wird für das Referendariat nach der ersten Staatsprüfung benötigt. Sie sollte allerdings einige Zeit vor dem Staatsexamen beantragt werden.


An alle Studierenden mit Didaktikfach Evangelische Religionslehre
(GS und MS):

Wie Sie wissen, ist zur Beantragung der vorläufigen kirchlichen Bevollmächtigung zur Erteilung des Evangelischen Religionsunterrichts (Vocatio) eine erfolgreich gehaltene Stunde im Rahmen eines didaktischen Seminars oder eines Praktikums nötig.

Sie haben die Möglichkeit, sich im Praktikumsamt unter dem Stichwort „Praktikum Vocatio-Modul“ um einen Platz im fachdidaktischen studienbegleitenden Praktikum mit Begleitseminar (insg. 6 SWS) zu bewerben und die Stunde in diesem Rahmen zu planen, durchzuführen und zu dokumentieren. Ab dem 4. Fachsemester wird empfohlen, sich für das "Praktikum Vocatio" anzumelden, da die Teilnehmeranzahl begrenzt ist. Die Anrechnung der 5 LP erfolgt entweder unter "zusätzliche Pflichtpunkte" im Fach "Didaktiken einer Fächergruppe der Hauptschule/Mittelschule" oder im EWS Modul – Bereich Gesellschaftswissenschaften (EVR – EWS – M 20). Falls die LP im Bereich Gesellschaftswissenschaften verbucht werden, ist die Teilnahme vor dem EWS Examen daher empfehlenswert.

Bitte beachten Sie, dass das Praktikum Mittelschule jeweils nur im Wintersemester angeboten werden kann.

Für Studierende, die das EWS Modul – Bereich Gesellschaftswissenschaften (EVR – EWS – M 20) bereits ganz oder teilweise absolviert haben, gilt diese Regelung nicht. Für sie gibt es weiterhin die Verpflichtung, die Vocatio-Stunde individuell abzuleisten (einschließlich Bericht).

Sollten Sie diesbezüglich noch Fragen haben, melden Sie sich bitte rechtzeitig bei der Fachstudienberatung um Schwierigkeiten zu vermeiden.

Das Praktikumsamt fordert alle Studierenden im Lehramt GS und MS auf, sich über GRIPS für ein Praktikum GS/MS vormerken zu lassen. Bitte melden Sie sich dort an, wenn Sie beabsichtigen, im jeweils nächsten Semester das Praktikum zu absolvieren. Hier finden Sie den Link:

elearning.uni-regensburg.de/course/index.php



leitlinien

Der Auftrag des Religionsunterrichts in Bayern

1971 trafen sich Lehrer und Lehrerinnen aus allen Schulstufen und formulierten Leitlinien, die den Religionsunterricht und seine Aufgaben insgesamt umschreiben. Sie sind seitdem fester Bestandteil eines jeden bayerischen Lehrplans. 1986 wurden diese Leitlinien von der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern noch einmal bekräftigt, 2004 erneut überarbeitet und unter dem Titel - Leitlinien für den Evangelischen Religionsunterricht in Bayern neu von der Landessynode beschlossen:

Leitlinien für den Evangelischen Religionsunterricht in Bayern

1. Der Evangelische Religionsunterricht hat im Fächerkanon der Schule die Aufgabe, der Kommunikation der Schülerinnen und Schüler mit der christlichen Tradition in der gegenwärtigen Welt zu dienen. Mit dem Religionsunterricht nimmt die Kirche Bildungsverantwortung in der pluralen Gesellschaft am Ort der Schule wahr. Sie tut dies in konfessioneller Deutlichkeit und ökumenischer Offenheit. Der Religionsunterricht geschieht unter den Gegebenheiten und Bedingungen der Schule und wird von Kirche und Staat gemeinsam verantwortet. 

2. Aus dieser Aufgabe ergeben sich folgende Ziele:

  • Der Religionsunterricht informiert und orientiert über die christliche Tradition und ihre jüdischen Wurzeln, über die Kirche in Geschichte und Gegenwart, über Fragen der Ökumene und des interreligiösen Dialogs sowie über philosophische und außerchristliche Deutungen von Mensch und Welt. Er will den Schülerinnen und Schülern Wege zu einem lebensbezogenen Umgang mit der biblischen Überlieferung eröffnen
  • Der Religionsunterricht fördert die Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler; er will sie hinführen zu einem vor Gott verantwortlichen achtsamen Umgang mit Mensch und Welt. Er bietet den Schülerinnen und Schülern im Rahmen der schulischen Möglichkeiten Lebenshilfe und Begleitung an. Dazu gehört auch, im Leben der Schule Raum zu schaffen für Innehalten und Feiern, für Gebet und Gottesdienst. Der Religionsunterricht unterstützt von seinem christlichen Menschenbild her soziales und kommunikatives Lernen; er fördert Toleranz und Empathie.
  • Der Religionsunterricht bringt die biblische Botschaft nicht nur als historisch Gegebenes zur Sprache, sondern will zugleich offen sein für die persönliche Anrede Gottes an den Menschen. Er will Wege zum Glauben eröffnen und Schülerinnen und Schülern dabei helfen, ihren Ort in der Gemeinschaft der Christen zu bestimmen. Die Schülerinnen und Schüler sollen, auch im Umgang mit bedrückenden Lebenserfahrungen, zu einem Leben aus der Hoffnung des christlichen Glaubens ermutigt werden.

3. Der Religionsunterricht ist heute geprägt von einer Vielfalt an Konzeptionen und Methoden. Seiner Aufgabe entspricht ein mehrdimensionales Lernen und Lehren. In der spannungsvollen Einheit von Wirklichkeitserfahrung und Glaubensauslegung begegnen sich im Unterricht Lernende und Lehrende als Personen mit einer je eigenen Geschichte. Dass der Religionsunterricht im Vertrauen auf Gott geschehen kann, schließt die Bejahung der menschlichen Grenzen allen Lehrens und Lernens ebenso ein wie die Möglichkeit, immer wieder neu anzufangen.

Quelle: Leitlinien für den Evangelischen Religionsunterricht in Bayern, in: Amtsblatt für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, Nr. 5 vom 01.05.2004, 106f.



  1. STARTSEITE UR

Institut für Evangelische Theologie

 

 

Universitätsstraße 31
D-93053 Regensburg