Go to content

DFG Research Fellowship recepients

Prof. Dr. Stefano Parenti

DFG-Eigene stelle 2021-2024

Stefano Parenti

E-Mail: parenti.stef@gmail.com


Die DFG hat Prof. Dr. Stefano Parenti zum zweiten Mal in Folge eine Eigene Stelle bewilligt. Prof. Parenti, der kürzlich eine monumentale Monographie über "L'anafora di Crisostomo: Testi e contesti" (Münster 2020) vorgelegt hat und seit 2018 am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft an einer "Regional History of the Byzantine Rite" arbeitet, die einen innovativen Beitrag einerseits zur vormodernen Metropolitätsforschung, andererseits zu den Area Studies leistet, gehört zu den weltweit führenden Spezialisten der orientalischen Liturgiewissenschaft. Sein neues Projekt über "A History of the Byzantine Divine Liturgy: The Synaxis of the Word" ergänzt diesen Forschungskontext in idealer Weise und fügt sich insbesondere zu den laufenden Projekten der vier Humboldt-Fellows Dr. Ramez Mikhail, "The Ritual Celebration fo Scripture from Late Antique to Medieval Egypt", Prof. Dr. Gabriel Radle, "The Ritual of an Empire: Life-Cycle Liturgies at Constantinople", Dr. Evan Freeman, "Appropriating the Past: Art, Ritual, and Identity in Later Byzantium" und Dr. Alexandra Nikiforova, "The Triodion between Jerusalem and Constantinople".


Ass.-Prof. DDr. Predrag Bukovec

DFG-Eigene stelle 2021-2024

Predrag Bukovec

Raum: SGLG 3.16

Tel.: +49 941 943-6216

E-Mail: predrag.bukovec@ur.de


Die DFG hat Dr. Predrag Bukvoec, PhD, derzeit Ass.-Prof. an der KU Linz, für drei Jahre eine Eigene Stelle für seine Forschung "Zu den Ursprüngen der Taufsalbung" bewilligt. Dr. Bukovec war nach seinen Promotionen zum Dr. theol. und PhD an der Universität Wien Fellow am Centre for Advanced Studies "Beyond Canon_" und habilitiert sich an der Universität Regensburg. Neben Prof. Dr. Stefano Parenti aus Rom (seit 2018) und Dr. Arthur Westwell aus Cambridge (seit 2020) ist er der dritte Forscher, der eine Eigene Stelle der DFG am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft ansiedelt; sein Projekt steht zudem in engem Zusammenhang mit dem Centre for Advanced Studies "Beyond Canon_".


Dr. Arthur Westwell

DFG-Eigene stelle 2020-2024

Arthur Westwell

Raum: PT 4.2.45

Tel.: +49 941 943-7465

E-Mail: arthur.westwell@ur.de


Arthur Westwell is undertaking a research project for three years funded by the DFG entitled "Die Sakramentare aus Saint-Amand als Fallstudie in den Prozessen des liturgischen Wandels im 9. Jahrhundert." He investigates the production of a unique series of deluxe mass books at the monastery of Saint-Amand in north-eastern France, and uses them as examples of the creative and ambitious achievements of compilation in the later Carolingian period. These neglected manuscript witnesses demonstrate how ,monastic scribes innovated in organising knowledge, preserving their liturgical inheritence against the turmoils of the Viking invasions. He has previously work on Carolingian liturgical ordines, and his book Roman Liturgy and Frankish Creativity: The Early Medieval Manuscripts of the Ordines Romani will be published by Cambridge University Press in 2023.


Dr. Gregory Tucker

DFG-Eigene stelle 2022-2025

Gregory Tucker

Raum: SG 314A

Tel.: +49 941 943-XXXX

E-Mail: Gregory.Tucker@ur.de


Gregory Tucker is currently working on a project under the title "Hymning the Transfiguration of Christ in the Greek East: Heortology, Thematic Development, and Theological Contributions,” funded for three years by the DFG. Despite the clear historical and contemporary significance of the transfiguration of Christ, its liturgical commemoration in the Eastern Christian world remains little studied and there has been, to date, no systematic investigation of the important and rich corpus of festal hymns. This project fills the identified lacuna in research through a ground-breaking study of the Greek hymns of the feast, including a re-evaluation of the sources for the history of the emergence and development of the feast in the Christian (Byzantine) East, which will provide broader context for the study; the cataloguing, editing, and translation of the corpus of Greek festal hymns; and a theological commentary, exploring the principal themes developed in the hymns in comparison with contemporary sources, including homilies, biblical commentaries, and dogmatic and ascetical treatises. Dr Tucker previously completed his doctoral studies at the University of Regensburg and his dissertation is published as The Hymnography of the Middle Byzantine Ecclesiastic Rite & Its Festal Theology: Introduction–Edition & Translation–Commentary (Aschendorff, 2022).


Dr. Thomas Tops

DFG-EIGENE STELLE 2022-2025

THOMAS TOPS

RAUM: PT 4.1.77

TEL.: +49 941 943-1746

FAX: +49 941 943-1986

E-Mail: Thomas.Tops@ur.de


Eine sozial-historische Studie des Wahrheit-Sprechens in den Petrus- und Thomasakten

Die frühen Apokryphen Apostelakten des zweiten und dritten Jahrhunderts n. Chr. beschreiben die Reisen der Apostel in fremde Länder. Dorthin wurden sie geschickt um die Wahrheit der Lehren Jesu zu verkündigen. Obwohl ihnen sowohl die jeweilige Staatsbürgerschaft als auch Reichtum und eine angesehene Familie fehlten, werden sie als erfolgreiche Wahrheitssprecher dargestellt. Das Projekt widmet sich einer ersten systematischen Untersuchung von Wahrheit-Sprechen in den Petrus- und Thomasakten. Erstens wird eine Typologie literarischer Darstellungen von Wahrheit-Sprechen des Petrus und Thomas entwickelt. Diese Typologie wird die verschiedenen Arten des Wahrheit-Sprechens, durch die die frühen Christinnen und Christen ihre Identitäten formten, auffächern. Des Weiteren werden diese Tätigkeiten in ihrem philosophischen und rhetorischen Kontext verortet. Zweitens wird erarbeitet, inwiefern die Petrus- und Thomasakten die beiden Apostel als Wahrheitssprecher autorisieren. Ferner wird untersucht, welche sogenannten konstruktiven Diskurse verwendet werden, um Petrus und Thomas als autoritative Wahrheitssprecher darzustellen. In diesem Zusammenhang werden auch sogenannte korrosive Diskurse, durch welche den Gegnern der Apostel die Autorität entzogen wird, erforscht. Im Fokus stehen dabei besonders jene Kriterien, die in diesen konstruktiven und korrosiven Diskursen angewandt werden, um Wahrheit-Sprechen als authentisch oder nicht authentisch zu kategorisieren. Auf Basis dieser Erkenntnisse wird folgendes vertieft: (1) die Beziehung zwischen Wahrheit-Sprechen und Autorität im Frühen Christentum, (2) die diversen Formen der Autorisierung von Wahrheit-Sprechen im Frühen Christentum und (3) die historische Dimension von Wahrheit. Wahrheit realisiert sich in konkreten Praktiken des Wahrheit-Sprechens. Die Authentizität dieser Praktiken wiederum wird an historisch bedingten Kriterien gemessen. Da der Fokus des Projekts auf der performativen Dimension von Wahrheit-Sprechen liegt, wird zusätzlich herausgearbeitet, inwiefern das Wahrheit-Sprechen der Apostel die sozialen Kategorien und Relationen, sowie die Gesellschaft im Allgemeinen prägt. Das Projekt trägt in erster Linien zum Diskurs über das Frühe Christentum bei, indem (i) die politische Dimension der Petrus- und Thomasakten und (ii) die Identitätsformung der frühen Christinnen und Christen beleuchtet werden. Da auch das Wissen über die Geschichte des Wahrheit-Sprechens und darin Fragen der Autorität vertieft werden, leistet das Projekt ebenfalls einen Betrag zu den Diskursen der Kulturwissenschaften. Abschließend kann noch gesagt werden, dass das Projekt äußerst zeitgemäß ist. In einer postfaktischen Welt, in welcher Wahrheit-Sprechen und Fakten stetig infrage gestellt werden, zeigt das Projekt, dass diese Herausforderungen nicht nur ein Phänomen heutiger Zeit darstellen, sondern schon die frühe Christenheit beschäftigt haben.



  1. HOMEPAGE UR

CENTRE FOR ADVANCED STUDIES

BEYOND CANON

Heterotopias of Religious Authority in Ancient Christianity

Logo Quadratisch

CONTACT:

projekt.canon@ur.de

+49 941 943-6218

+49 941 943-6219