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Jg. 7-9 (2021-23)

Zeitschrift für Kultur und Kollektivwissenschaft (ZKKW)


 
Jahrgang 9 (2023)


ZKKW Jg. 9/Heft 2

Kollektivität und Konivivalität

Herausgeber: Frank Adloff/Philipp Degens (Universität Hamburg)

Erscheinungsdatum: Dezember 2023

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Schwerpunkt 9/2

Heft 9/2 greift jüngere Debatten um die politische Philosophie des Konvivialismus bzw. um das Konzept der Konvivialität auf und macht sie für die Analyse neu entstehender, nachhaltiger Kollektivformen fruchtbar. Konviviale Kollektivität lässt sich einerseits als utopischer Idealtyp verstehen, andererseits findet sie sich in spezifischen gesellschaftlichen Räumen als "reale Utopie" (E.O. Wright) bereits präfiguriert. Die Beiträger*innen beleuchten Anstöße zu einer sozialökologischen Transformation aus Zivilgesellschaft und von sozialen Bewegungen – und werben für mehr Konvivialität im Zusammenleben.


Beiträge 9/2


ZKKW Jg. 9/Heft 1

Die Wirkmächtigkeit des Nationalen

Herausgeber: Jan-Christoph Marschelke (Universität Regensburg)

Erscheinungsdatum: September 2023

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Schwerpunkt Heft 9/1

Heft 9/1 widmet sich der Frage, warum die „imagined community“ namens Nation (noch immer) eine derartige Wirkmacht zu entfalten vermag. Waren manche Beobachter*innen Ende der 1980er Jahre geneigt, ein post-nationales Zeitalter auszurufen, scheinen heute Nationalismen nicht minder einflussreich zu sein als zu längst vergangenen Hochzeiten. Neue Erklärungsansätze lassen sich möglicherweise mithilfe eines in der Forschung noch nicht ausgereizten Blickwinkels erarbeiten: Welche affektiven und ästhetischen Impulse gehen vom Nationalen aus bzw. wie wird es affektiv aufgeladen und ästhetisiert?


Beiträge Heft 9/1


 
Jahrgang 8 (2022)


ZKKW Jg. 8/Heft 2

Raum, Identifikation, Kollektiv

Herausgeber: Volker Depkat (Universität Regensburg)

Erscheinungsdatum: März 2023

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Schwerpunkt 8/2

Heft 8/2 fragt nach den Wechselbeziehungen zwischen Räumlichkeit, Identifikation und Kollektivität. Kollektive – gleich ob Verein, Stadt, Nation oder Diasporagemeinschaft – imaginieren und identifizieren sich immer auch durch räumliche Verortung, sei es durch Ortsgestaltung, Narration, Visualisierung oder die Performanz von Kollektivität im Raum. Sie konstruieren Räume und werden ihrerseits durch Räumlichkeit strukturiert. Wie diese Wechselwirkungen praktisch hergestellt werden, thematisieren die Beiträger*innen aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven.


Beiträge 8/2


ZKKW Jg. 8/Heft 1

Solidarität, Loyalität und andere affektive Kräfte und ihr Verhältnis zu rationalen Kollektivierungsgründen

Herausgeber: Jan-Christoph Marschelke (Universität Regensburg), Danaë Simmermacher (Universität Halle/S.)

Erscheinungsdatum: Juni 2022

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Schwerpunkt Heft 8/1

Heft 8/1 widmet sich aus sozialwissenschaftlichen und philosophischen Perspektiven den Grundlagen von Solidarität und Loyalität. Politisch werden beide Termini nahezu inflationär häufig rhetorisch verwendet, um politisch zu mobilisieren oder zu legitimieren. Als Phänomene und Begrifflichkeiten stehen sie für das komplexe Wechselspiel aus affektiver Bindung an Kollektive, denen sich Menschen zugehörig fühlen, und vernunftmäßigen Erwägungen, welche Mitgliedschaften Schutz und Unterstützung versprechen.


Beiträge Heft 8/1

  • Editorial
    (Jan-Christoph Marschelke, Regensburg/Danaë Simmermacher, Halle/Saale)
    S. 5-12



 
Jahrgang 7 (2021)


ZKKW Jg. 7/Heft 2

Wissenschaftssprachen und Kollektivität – Fragen an die Sprachlichkeit von Wissenschaft in Zeiten der Globalisierung

Herausgeber: Siegfried Gehrmann (Uni Zagreb)

Erscheinungsdatum: Februar 2022

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Eine Kooperation der Forschungsstelle mit dem Internationalen Zentrum für Europäische Kultur- und Bildungsforschung und für Deutschlandstudien der Fakultät für Kroatische Studien der Universität Zagreb


Schwerpunkt 7/2

Heft 7/2 widmet sich der Frage, welche Folgen es für wissenschaftliche Austausch- und Erkenntnisprozesse hat, wenn die Mehrsprachigkeit von Wissenschaft zugunsten von Englisch als einzige globale Wissenschaftssprache aufgegeben wird. Schwerpunkte des Hefts sind das Verhältnis von Bildungsökonomie und Wissenschaftssprache, Internationalisierungsstrategien der Universitäten, die »Lingua franca«-Frage, das Verhältnis von Wissenschaft, Sprache und Öffentlichkeit, sprachliche Transferprobleme sowie sprachpolitische Handlungsräume von Forschenden. Im Hintergrund des Hefts steht die Frage, welche Kollektive und kollektiven Akteure die Sprachlichkeit von Wissenschaft beeinflussen und inwiefern sie die Entwicklungen in die Richtung einer anglophonen oder mehrsprachigen Wissenschaft lenken können.

Beiträge 7/2


ZKKW Jg. 7/Heft 1

Recht und Kollektivität

Herausgeber: Lisa Hahn (HU Berlin), Markus Hasl (Uni Tübingen)

Erscheinungsdatum: August 2021

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Schwerpunkt Heft 7/1

Heft 7/1 versammelt rechts- und sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Kollektivität und Recht. Ein Fokus liegt dabei auf den vielfältigen Formen kollektiver Rechtsmobilisierung, etwa zur Durchsetzung von Diskriminierungsverboten und Teilhabeforderungen. Recht ist aber nicht nur Mittel und Gegenstand kollektiver Rechtskämpfe, es verarbeitet und (re)produziert auch Kollektivität. Solche Konstruktionsprozesse mit Beispielen aus dem Völker-, Straf-, Sport- und Gesellschaftsrecht bilden den zweiten thematischen Fokus des Heftes.

Beiträge Heft 7/1

  • Kollektivität und Recht. Interdisziplinäre Begegnungen
    (Lisa Hahn, Berlin/Markus Hasl, Tübingen)
    S. 7-43

  • Rechtskämpfe. Eine gesellschaftstheoretische Perspektive auf strategische Prozessführung und Rechtsmobilisierung
    (Sonja Buckel, Kassel/Maximilian Pichl, Frankfurt/M./Carolina Vestena, Duisburg/Kassel)
    S. 45-81
  • Wo kein Kläger(-kollektiv), da kein Richter? Abkürzungen und Umwege kollektiver Rechtsmobilisierungen in der kolumbianischen Amazonas- und Atratoregion
    (Markus Ciesielski, Gießen/Carlos Andrés García Carvajal, Bogotá/Juliette Vargas Trujillo, Göttingen)
    S. 83-116
  • Kollektive Rechtsmobilisierung von alternativen Streitbeilegungsmechanismen
    (Axel Pohn-Weidinger, Straßburg/Julia Dahlvik, Wien)
    S. 117-152
  • Postkategoriales Teilhaberecht und (trans-)kategoriale Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung. Kollektivierungsprozesse durch die Mobilisierung von Recht
    (Martina Klausner, Frankfurt/M.)
    S. 153-185
  • Kontrollquittungen und -statistiken. Ein Instrument zur Durchsetzung des Diskriminierungsverbots bei Polizeikontrollen
    (Alexander Bosch/Jan Fährmann/Hartmut Aden, Berlin)
    S. 187-218
  • Annäherung an gemeinwohldienliche Strukturen im Gesellschaftsrecht
    (Friederike Mainz, Heidelberg)
    S. 219-240
  • Die Verantwortlichkeit von Fußballclubs für Zuschauerausschreitungen als Beispiel der rechtlichen Verantwortlichkeit eines Kollektivs für das Fehlverhalten Einzelner. Eine Untersuchung auf Grundlage der Dogmatik privatrechtlicher Zurechnungsregelungen
    (Niklas Luft, Zürich/Berlin)
    S. 241-273
  • Der höchstpersönliche Schuldbegriff und die Verbandsstrafe – eine Bestandsaufnahme
    (Alexander Mayr, Berlin)
    S. 275-308
  • Soft law, CSR und Unternehmensstrafrecht Regelungsperspektiven für transnationale Unternehmen
    (Nihad Amara/Richard Soyer, Wien)
    S. 309-346


  1. FAKULTÄT FÜR SPRACH-/LITERATUR-/KULTURWISSENSCHAFT

Forschungsstelle Kultur- und Kollektivwissenschaft

Altes Finanzamt (ALFI)
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