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Ringvorlesung Global South | Ciraj Rassool (Cape Town) - Public history as counter-museology: Journeys through Museum Transformation in Africa and Europe

22.04.2021, 18:15-19:45

Ciraj Rassool | Department of History, University of Western Cape, South Africa
Public history as counter-museology: Journeys through Museum Transformation in Africa and Europe

Dieser Vortrag wird in der englischen Sprache gehalten

Public History als Gegen-Museologie. Eine Reise durch die Transformationsperiode Afrikanischer und Europäische Museen

Die Anfänge der Public History in Südafrika liegen in der Rekonfiguration des Faches in der späten Apartheit und der frühen demokratischen Periode, als Geschichte in und durch Museen eine Sonderrolle im Überdenken von Menschen- und Bürgerrechten einnahmen. Diese Rekonfigurationen, das Hinterfragen und Experimentieren, bildeten die Basis für die Reform des Faches, nicht nur in Bezug auf eine neue kritische museale Praxis, sondern auch in Form einer Entwicklung, die man als „Gegen-Museologie“ bezeichnen kann. Die Public History in Südafrika entstand aus kritischen Wiedergutmachungsforderungen der Sozialgeschichte und der Popular History als eine Fortsetzung der akademischen Expertise, gepaart mit Kompensationsmotivationen. Von dieser Kritik an den Wissenshierarchien ausgehend wurde sich für eine engagierte historische Praxis innerhalb der unterschiedlichen Seiten und Genres der Geschichtsproduktion und für eine Neuverortung der fachlichen Expertise von der akademischen in eine öffentlichere Sphäre, eingesetzt. Public History als kritische historische Praxis war mehr als bloße kritische Heritage Forschung, mehr als eine Dekolonialisierung, die sich auf das Umändern von Begriffen und dem Hinzufügen von Kontextualisierungen und Hinweisschildern beschränkte. Inmitten der komplexen Herausforderung eine Gesellschaft aus den Wüstungen sich überlappender Kolonialgeschichten und der Apartheit schmieden zu müssen, begründeten die Interventionen dieser Museen den Versuch den überlieferten Rassismus aus ihren Institutionen zu entfernen. Dies waren Versuche der Reorganisation von musealem Wissen und einer Entkolonialisierung in der Tiefe durch eine Neuverortung der Museen als Ort des persönlichen und gesellschaftlichen Wideraufbau in Form von gemeinschaftlichen Projektarbeiten und der Formulierung von Sozialkritik. Diese neue Museologie einer kritischen Bürgerschaft könnte möglicherweise bereits als den Beginn einer neuen Gegen-Museologie darstellen.

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