"CyberCampus" gewinnt die Student Challenge der WI 2026
Drei Studenten der Universität Regensburg haben im Rahmen einer Seminararbeit bei Prof. Dr. Maria Leitner (Lehrstuhl für KI in der IT-Sicherheit) mit "CyberCampus" eine moderne Web-Applikation zur Planung und Durchführung von Cybersicherheitsplanspielen erstellt. Bei der Student Challenge der WI 2026 an der Johannes Kepler Universität Linz wurde das Projekt mit dem ersten Platz ausgezeichnet
Die Bedrohungslage im Cyberraum bleibt angespannt. Ransomware, Angriffe über Lieferketten und zunehmend KI-gestützte Phishing-Kampagnen treffen Unternehmen, Behörden und kritische Infrastrukturen gleichermaßen. Technische Schutzmaßnahmen allein reichen dabei nicht aus. Entscheidend ist, ob Abläufe, Zuständigkeiten und Kommunikationswege im Ernstfall tatsächlich tragen. Genau hier setzen Cyberübungen an. Erst wenn Organisationen ihre Reaktionsprozesse unter realistischem Druck erprobt haben, lassen sich Lücken erkennen und schließen. In der Praxis scheitert die regelmäßige Durchführung solcher Übungen jedoch häufig am hohen organisatorischen Aufwand.
Planspiele digital vorbereiten, durchführen und auswerten
"CyberCampus" adressiert diese Lücke mit einer durchgängig digitalen Unterstützung des gesamten Übungszyklus. Übungsleitungen können Szenarien modular aufbauen, Rollen und Teams zuweisen und den Ablauf über eine Zeitleiste steuern. Während der Durchführung werden Ereignisse gezielt eingespielt, Entscheidungen der Teilnehmenden protokolliert und für die anschließende Auswertung aufbereitet. Das Nachbesprechen der Übung stützt sich damit auf nachvollziehbare Daten statt auf Erinnerungen der Beteiligten.
Von Regensburg nach Linz
Mit diesem Projekt bewarben sich die drei Studenten bei der Student Challenge der WI 2026, der internationalen Tagung der Wirtschaftsinformatik, die in diesem Jahr an der Johannes Kepler Universität in Linz ausgerichtet wurde. Die Arbeit wurde angenommen, Simon Zintl und Fabio Birner reisten zur Präsentation nach Linz.
Vor Ort konnte das Team die Fachjury sowohl inhaltlich als auch in der Präsentation überzeugen. Gewürdigt wurden die hohe gesellschaftliche und praktische Relevanz des Themas sowie die Qualität der technischen Umsetzung. Am Ende stand der erste Platz in der Jurywertung der Student Challenge