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Projekte der AG E-Health

Der Einsatz von Crowdsensing in der psychologischen und medizinischen Forschung


Hintergrund

Mit Crowdsensing bezeichnet man allgemein den Einsatz von mobilen Endgeräten (z.B. Smartphones, Tablets, Wearables) zur Gewinnung von Daten in einer großen Gruppe von Teilnehmern, die meist unter realen Lebensbedingungen erhoben wurden. Somit stellen die Crowdsensing Methoden eine wichtige Informationsquelle in der klinischen Forschung dar.
Ecological Momenary Assessment (EMA) ist eine Crowdsensing Methode, die sich durch wiederholte Messungen des Denkens, Fühlens oder Verhaltens der Probanden auszeichnet. Das EMA kann unter anderem dazu genutzt werden die zeitlichen Schwankungen eines Symptoms zu erfassen und kausale Zusammenhänge mit möglichen Einflussfaktoren zu untersuchen.
An ausgewählten Beispielen wird der Einsatz von Crowdsensing Methoden in der psychologischen und medizinischen Forschung untersucht, um das Potential der Crowdsensing Methoden zu explorieren und ebenso ihre Grenzen aufzeigen.


Teilprojekte

  • Untersuchungen zur Variabilität der Tinnituswahrnehmung im Alltag mit Hilfe der TrackYourTinnitus App: www.trackyourtinnitus.org
  • Erfassung der täglichen Schwankungen des Hörvermögens und der damit verbundenen subjektiven Belastung mit der TrackYourHearing App: www.trackyourhearing.org
  • Zusammenhang zwischen dem Smartphone-Gebrauch und den Big Five Persönlichkeitseigenschaften: Die Android App TrackYourDailyRoutine www.tydr.curcuma-project.net
  • Einflussfaktoren auf das Stresserleben im Alltag unter Verwendung der TrackYourStress App

Auditorische Stimulationen zur Behandlung des subjektiven Tinnitus


Hintergrund

Auditorische Stimulationen können bei der Mehrheit der Tinnituspatienten eingesetzt werden, um den Tinnitus zu unterdrücken. Diese Unterdrückung hält meist nur für Sekunden oder Minuten an. Anschließend kehrt der Tinnitus zu seiner Ausgangslautstärke zurück. Das Ziel unserer Forschungsprojekte besteht darin, die neurobiologischen Mechanismen dieses Unterdrückungsmechanismus aufzuklären und basierend auf diesen Erkenntnissen eine Behandlungsform zu entwickeln, die den Tinnitus dauerhaft unterdrückt.
Mit der zunehmenden Leistungsfähigkeit von Smartphones ist es möglich, viele elektronische Prozeduren auf dem Smartphone ablaufen zu lassen. Somit wird es möglich, individualisierte auditorische Stimulationen für den häufigen und situations-angepassten Gebrauch in der Tinnitusbehandlung zu entwickeln und für die medizinische Forschung zu nutzen.


Teilprojekte

  • Untersuchungen zur kurzfristigen und langanhaltenden Unterdrückung des Tinnitus mithilfe von amplitudenmodulierten auditorischen Stimulationen
  • Entwicklung von Methoden zur reliablen und schnelle Messung der individuellen Tinnitusfrequenz
  • Der Einsatz von Serious Games für die Behandlung von Tinnitus: Entwicklung von elektronischen Spielen die nur über auditorische Leistungen gewonnen werden können

Moderne Ansätze zur Patienten-Edukation bei chronischen Erkrankungen


Hintergrund

Gerade Patienten mit chronischen Erkrankungen profitieren davon, wenn sie genau über ihre Erkrankung informiert werden. Darüber hinaus lernen sie ihre Symptome zu beobachten und in geeigneter Weise auf Veränderungen richtig zu reagieren. Patienten-Edukation bezeichnet Maßnahmen die dem Patienten helfen, Wissen über die Erkrankung, Untersuchungsmethoden und Behandlungsformen anzueignen. Dieses Wissen soll dann genutzt werden um die eigene Krankheitssituation zu verbessern. Die Patienten können so ihren Genesungsprozess aktiv mitgestalten und haben höhere Chancen für eine erfolgreiche Behandlung.
In der Arbeitsgruppe e-Health wollen wir den Einsatz von elektronischen Ansätzen für die Patienten-Edukation bei chronischen Erkrankungen untersuchen. Am Beispiel des chronischen Tinnitus werden Anwendungen entwickelt, welche in automatisierter und individualisierter Weise den Patienten unterstützen sollen die Ursachen der Erkrankung zu verstehen und einen besseren Umgang mit dem Tinnitus zu erlernen.


Teilprojekte

  • Entwicklung und Evaluation eines Systems zur automatisierten, elektronischen Patientenedukation für akute und chronische Tinnituspatienten
  • TinnitusTipps Smartphone App: Individualisierte Anleitung zur Selbsthilfe bei chronischem Tinnitus
  • Entwicklung von Methoden zur spezifischen Erfassung von Lernerfolgen der Patient-Edukation am Beispiel des Tinnitus
  1. Fakultät für Medizin
  2. Lehrstühle und Abteilungen

AG E-Health

PD Dr.
Winfried Schlee
Winfried Schlee
Kontakt

Bezirksklinikum Regensburg
Universitätsstr. 84
93053 Regensburg
Telefon 0941-2096
Email winfried.schlee@ukr.de