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Arabella Cortese

ehemalige Mitarbeiterin am Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne" (September 2017 bis November 2020).


Lebenslauf

Arabella Cortese studierte Archäologie an der Universität Pisa. Das Thema der Bachelorarbeit lautete „Pisa come luogo d’incontro e di rielaborazione di culture diverse nelle testimonianze artistiche del Museo dell’Opera del Duomo di Pisa (secoli X-XIV)”. Das zentrale Thema der Arbeit war die Analyse des reichen Kunstschatzes, welcher im Museo dell'Opera del Duomo in Pisa aufbewahrt wird. Die Untersuchung der Werke verdeutlicht die Interkulturalität Pisas sowohl durch die im Ausland produzierten Werke, die durch die Handelsbeziehungen oder militärischen Operationen nach Pisa kamen, als auch durch jene Werke, die in Pisa von Wanderarbeitern geschaffen wurden.

In der gleichen Universität absolvierte Arabella den Magister Artium in Mittelalterlicher Archäologie mit einer Arbeit über die Baugeschichte der mittelalterlichen Kirche von St. Andrea in Foriporta in Pisa (Titel der Masterarbeit: “S. Andrea in Foriporta. Dal rilievo alle fasi costruttive: indagine preliminare per un futuro restauro”; Betreuer: Prof. Dr. Marco Milanese, Prof. Dr. Gabriella Garzella, Prof. Ing. Gabriella Caroti). Neben der Rekonstruktion der Hauptphasen der baulichen Entwicklung und der Geschichte des Gebäudes, war es ein wichtiges Ziel der Arbeit zu zeigen, dass das Kirchengebäude mit angeschlossenem hospitium einen wichtigen Anziehungspunkt in der Siedlungsentwicklung des Stadtviertels Foriporta bildete.
Nach dem Studium arbeitete Arabella an der Universität Malta (Institut für Klassizismus und Archäologie) mit einem Stipendium finanziert durch das Außenministerium.

Ihr an der Universität München begonnenes Dissertationsprojekt zu spätantiken Kirchenbauten in Kilikien führt Arabella seit September 2017 als wiss. Mitarbeiterin am Graduiertenkolleg „Metropolität in der Vormoderne“ fort. Der Titel des Projekts lautet: „Cilicia as Sacral Landscape in Late Antiquity: A Journey on the Trail of Apostles, Martyrs and Local Saints“, Betreuung durch: Prof. Dr. Franz Alto Bauer (Universität München), Prof. Dr. Dirk Steuernagel (Universität Regensburg), Prof. Harald Buchinger (Universität Regensburg).


Forschung

Forschungsinteressen

  • Die Stadt in der Spätantike (mit Schwerpunkt Kleinasien)
  • Frühchristlicher Heiligen- und Märtyrerkult
  • Pilgerwege und Wallfahrtsorte in der Spätantike
  • Stadtraum, Erinnerungsorte und Sakrallandschaft in der Spätantike

Forschungsprojekt

Cilicia as Sacral Landscape in Late Antiquity: A Journey on the Trail of Apostles, Martyrs and Local Saints

Ziel des Projektes ist es, besonders aussagekräftige Beispiele von kilikischen Kirchenbauten der Spätantike, in denen Heilige verehrt wurden, zu analysieren. Es geht darum zu verstehen, wie die Christianisierung der Stadt die Gestaltung seiner gewohnten Lebensumwelt langsam veränderte, welche Rolle diese bedeutende Anziehungspunkte für Pilger und Besucher in Bezug auf die Siedlungen spielte und welche Auswirkung sie auf die Stadtentwicklung hatten.

Dabei wird die Architektur und die Aufteilung ihrer Räume, sowie Quellen über die Frequentierung dieser Bauten (Lage, Große, Ausstattung, Nutzung, Begehbarkeit, Anbindung an die Stadt/ Straße, Sichtbarkeit) und die Wahrnehmung der Verehrungsorte jedes Befundes eingehend untersucht.

Das Ergebnis wird eine Studie sein, in der nicht nur das funktionale Verständnis der kilikischen Kirchen betrachtet wird, sondern auch die Rolle, die die spätantiken Kirchengebäude in der Stadtentwicklung und bei der kilikischen Metropolen spielten. Durch eine kombinierte Analyse von archäologischen Befunden und Textquellen wird zudem versucht, die Erfahrungen und die Gedankenwelt der damaligen Kirchenbesucher zu erschließen.


Vorträge

  • 18.-19. Mai 2018: Workshop Ludwig-Maximilians-Universität München - “Identity and Cultural Exchange in Ancient Cilicia: New Results and Future Perspectives”.
    Titel meines Vortrags: “Local Martyrs and Religious Architecture in Korykos
  • 18 April 2018: Interdisziplinäre Doktorandenworkshop (DAI, Rom).
    Titel meines Vortrags: “Cilicia as Sacral Landscape: Saints’ Cults and Metropolitanism in Late Antiquity”.

Publikationen

Beiträge und Aufsätze

[mit G. Tucker] Metropolität und Geschichtlichkeit, in: Blick in die Wissenschaft 40 (2019), 8-12.

Kilikien als Sakrallandschaft Heiligenverehrung und Metropolität in der Spätantike, in: NEWSLETTER des Münchner Zentrums für Antike Welten und der Graduate School Distant Worlds, Januar 2019, 6.

Herausgeber:innenschaft Sammelband

Identity and cultural exchange in ancient Cilicia. New results and future perspectives (Mitteilungen zur Spätantiken Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte 7), Wiesbaden 2020.



Dr. Elisa Di Natale

ehemalige Mitarbeiterin am Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne" (Mai 2017 bis Oktober 2020).


Lebenslauf

Elisa Di Natale ist Doktor in Kunstgeschichte (Forschungsdoktorat in Kunstgeschichte/Dottorato di Ricerca in Storia dell’Arte, Doktorvater Prof. Dr. Valentino Pace). Vorher hat sie das Spezialisierungsdiplom in historischen Kunstgütern (Scuola di Specializzazione in Beni Storici Artistici, Tutor Prof. Dr. Paolo Piva), Magister Artium in Kunstgeschichte und -Kritik, Bachelor in Kulturgüterwissenschaften (Laurea Magistrale in Storia e Critica dell’Arte, Laurea in Scienze dei Beni Culturali, Tutor Prof. Dr. Paolo Piva) absolviert.

Seit Mai 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Graduiertenkollegs „Metropolität in der Vormoderne“ (unter der Betreuung von Prof. Dr. Harald Buchinger, Prof. Dr. Albert Dietl). Ihr Hauptfach ist mittelalterliche Kunstgeschichte.


Forschung

Forschungsinteressen

  • Mittelalterliche Kunstgeschichte: Architektur, Skulptur, Epigraphik, Ikonographie und Ikonologie
  • Liturgie im Mittelalter

Forschungsprojekt (vorl. Titel)

Liturgische Kircheneinrichtung im Mittelalter: Pulpita, Altäre, Taufbecken, Weihwasserbecken. Tuscia, XI.-XIII. Jhdt.


Vorträge

Tagungs- und Konferenzbeiträge, gleichwertige Tätigkeiten (Seminare, Workshops etc.)*

  • 24.06.19: Zwischen Eintracht und Konkurrenz: Heilige und Reliquien im Mittelalter. Eine Fallstudie. Beitrag im Rahmen der Ag. „Metropolitane Inszenierungen von Geschichte“, Universität Regensburg
  • 05.06.19: Taufbecken und Weihwasserbecken im Vergleich. Vortrag im Forschungskolloquium des Graduiertenkollegs, Universität Regensburg
  • 04.05.19: Liturgische Kircheneinrichtung im Mittelalter: Pulpita, Altäre, Taufbecken, Weihwasserbecken (XI.-XIII. Jhdt). Vortrag im Rahmen des Oberseminars, Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft, Universität Regensburg
  • 28.03.19: Huius aquae tactus fugat omnes demonis actus. Acquasantiere dei secoli XI-XIII. Vortrag im Rahmen des Workshop „From Words to Space – Textual Sources for Reconstructing and Understanding Medieval Sacred Spaces“ (27-28 März 2019) Bibliotheca Hertziana - Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, Rom.
  • 24.01.19: In der Art eines „Bestiariums“: Symbolische Tiere und Einrichtung liturgischer Räume (XII.-XIII. Jhdt.). Vortrag im Rahmen des Symposiums „Zwischen Rom und Mailand: Liturgische Kircheneinrichtung im Mittelalter. Historische Kontexte und interdisziplinäre Perspektiven“, (24.-25. Januar 2019) Universität Regensburg
  • 24.06.18: Das Gotteshaus im Mittelalter „lesen“. Beitrag im Rahmen der Ag. „Der metropolitane Raum als Raum der Sinne“, Universität Regensburg
  • 17.01.18: Von Rom nach Mailand. Vortrag im Forschungskolloquium des Graduiertenkollegs, Universität Regensburg
  • 22.11.17: Liturgische Kircheneinrichtung zwischen Ritus, Ikonografie, Gestalt und Kontext (XI.-XIII. Jhdt.). Beitrag im Rahmen des Oberseminars, Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft, Universität Regensburg

*seit Mai 2017


Publikationen

Beiträge in Zeitschriften und Sammelwerken

  • ELISA DI NATALE, L'immagine della cosiddetta "Etimasia" dal V al IX secolo, der Teil mit dem Titel: L'iconografia del trono in relazione al contesto: problemi interpretativi und dessen Unterparagaraphe (S. 691-733), ELISA DI NATALE und STEFANO RESCONI, in: «Studi Medievali», III serie, LIV/2 (2013), S. 691-750.
  • ELISA DI NATALE, La chiesa di Santa Maria dell'Argine a Vicobellignano: una nuova proposta (secoli XII-XIII), in: La Parrocchia e le chiese parrocchiali di Vicobellignano: storia, architettura, patrimonio. Hg. L. GODI, F. VECCHINI, N.F. ZUCCOLI, Bozzolo (MN): Arti Grafiche Chiribella s.a.s., 2013, S. 75-95.
  • ELISA DI NATALE, L'apparato scultoreo della Cattedrale di Massa Marittima (XII secolo): una lettura in chiave contestuale, in: Un Medioevo in lungo e in largo: da Bisanzio all’Occidente (VIXVI secolo). Studi per Valentino Pace. Hg. V. CAMELLITI, A. TRIVELLONE, Pisa: Pacini Editore, 2014, S. 149-158.
  • ELISA DI NATALE, Al centro del pulpito: l'uomo artigliato dall'aquila e attaccato dal serpente, in: «Iconographica», XIV (2015), S. 44-51.
  • ELISA DI NATALE, Il pulpito di Barga nel contesto: immagine, rito, architetura, in: E la Parola si fece bellezza, Atti del Convegno internazionale sugli amboni istoriati toscani (Barga, Pisa, Pistoia, Siena, Firenze 19-20-21, 27-28 maggio 2016). Hg. G. SERAFINI, T. VERDON, Firenze: Mandragora, 2017, S. 125-136.
  • ELISA DI NATALE, Le due pievi medievali di Piadena: proposte interpretative [im Druck, Beitrag in Sammelwerk].
  • ELISA DI NATALE, Su alcuni capitelli dell’esonartece di Santa Maria Assunta a Fornovo di Taro (XIII secolo): appunti per una lettura iconografica [in Vorbereitung].
  • ELISA DI NATALE, In der Art eines „Bestiariums“: Symbolische Tiere und Einrichtung liturgischer Räume (XII.-XIII. Jhdt.), in: Zwischen Rom und Mailand: Liturgische Kircheneinrichtung im Mittelalter. Historische Kontexte und interdisziplinäre Perspektiven [in Vorbereitung].

Monographien

Elisa Di Natale bereitet eine Monographie über die liturgische Kircheneinrichtung in Norditalien (XI.-XIII. Jhdt.) vor.

Herausgabe von Sammelbänden

E. DI NATALE, H. BUCHINGER, A. DIETL (Hg.), Zwischen Rom und Mailand: Liturgische Kircheneinrichtung im Mittelalter. Historische Kontexte und interdisziplinäre Perspektiven. [in Vorbereitung].

Rezensionen

  • ELISA DI NATALE, Rezension von PIP PATRICK, The ‘Obese Medieval Monk’. A multidisciplinary study of a stereotype, Oxford: British Archaeological Press, 2014, S. IX-192 (BAR British Series, 590), in: «Studi Medievali», III serie, LVII/I (2016), S. 357-360.
  • ELISA DI NATALE, „Notizia“ von MAURIZIO CAPERNA, La Basilica di Santa Prassede. Il significato della vicenda architettonica, nuova edizione rivista e aggiornata, Roma: Edizioni Quasar, 2014, S. 190 (Percorsi. Città e Architetture nel tempo), in: «Studi Medievali», III serie, LVII/I (2016), S. 381-384.
  • ELISA DI NATALE, Rezension von RAFFAELLA CALAMINI, Il Duomo di Massa Marittima. Presentazione di VALERIO PERNA. Prefazione di GUIDO TIGLER, Ariccia: Aracne editrice, 2014, S. 516, in: «Studi Medievali», III serie, LVII/II (2016), S. 820-822.
  • ELISA DI NATALE, „Notizia“ von Image et images du Moyen Âge. Mélanges en l’honneur de Jacques Charles Lemaire. Textes réunis par ALAIN GOLDSCHLÄGER, Orléans: Éditions Paradigme, 2014, S. 186 (Medievalia. Collection dirigée par Denis Hüe, 84), in: «Studi Medievali», III serie, LVIII/I (2017), S. 444-449.
  • ELISA DI NATALE, „Notizia“ von JOHN LINDSAY OPIE, Nel mondo delle icone. Dall’India a Bisanzio, a cura di ALESSANDRO GIOVANARDI. Prefazione di BRUNO TOSCANO, Milano: Jaca Book, 2014, S. 186 (Arte), in: «Studi Medievali», III serie, LVIII/I (2017), S. 461-462.
  • ELISA DI NATALE, Rezension von MARIA LUISA MENEGHETTI, Storie al muro. Temi e personaggi della letteratura profana nell’arte medievale, Torino: Giulio Einaudi editore, 2015, S. XXIII-462, in: «Studi Medievali», III serie, LVIII/II (2017), S. 869-873.
  • ELISA DI NATALE, Rezension von COSTANZA FABBRI, Gli eterni affetti. Il sentimento dipinto tra Bisanzio e Ravenna, Ravenna: Longo editore, 2016, S. 144 (Arte e cataloghi), in: «Studi Medievali», III serie, LX/I (2019), S. 352-355.
  • ELISA DI NATALE, Rezension oder „Notizia“ von ENRICA COZZI, Affreschi medievali in Istria, (Studi e ricerche d'arte veneta in Istria e Dalmazia. Nuova serie), Crocetta del Montello: Antiga edizioni, 2016, S. 280 [in Vorbereitung, Rezension oder „Notizia“ in Fachzeitschrift].

Mitwirkungen

Interdisziplinäres Symposium „Zwischen Rom und Mailand: Liturgische Kircheneinrichtung im Mittelalter. Historische Kontexte und interdisziplinäre Perspektiven“.

Organisation: Dr. Elisa Di Natale, Prof. Dr. Harald Buchinger, Prof. Dr. Albert Dietl.

Gefördert durch die Regensburger Universitätsstiftung Hans Vielberth
Tagungsband in Vorbereitung (Hg. E. Di Natale, H. Buchinger, A. Dietl)

Das Programm und weitere Informationen können dem Plakat und dem Flyer (vordere Seite und hintere Seite) entnommen werden.


Planung und Organisation der Exkursion nach Rom und Kampanien

gemeinsam mit Dr. Marcus Löx, Prof. Dr. Albert Dietl, Prof. Dr. Valentino Pace im Wintersemester 2017.



Giulia Fioratto

ehemalige Mitarbeiterin am Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne" (September 2017 bis Dezember 2020).


Lebenslauf

Giulia Fioratto studierte Archäologie an der Universität Padua (2007-2011). Der Titel der Bachelor-Arbeit war “Il territorio di Altino in età romana: il settore occidentale” (Betreuerin: Pr. Dr. M.S. Busana). Schwerpunkt der Arbeit war die Verteilung der archäologischen Funde im Territorium von Altino, indem ein allgemeiner Überblick über die Bevölkerung des westlichen Sektors der Agro des Municipium gegeben und mit der bekanntesten östlichen Agro verglichen wurde.

An der gleichen Universität absolvierte Giulia den Magister Artium in Klassischer Archäologie (im Jahr 2014) mit der Arbeit: "Densità abitativa e tasso di urbanizzazione delle colonie latine e romane dell’Italia centro-settentrionale (III- metà II sec. a.C.)” (Betreuer: Pr. Dr. A.R. Ghiotto). Das zentrale Thema der Arbeit war die historisch-demographische Untersuchung der römischen Bevölkerung der Kolonien, die zwischen dem 3. und der Mitte des 2. Jahrhunderts nach Christus in Norditalien gegründet wurden. Der Hauptzweck der Arbeit bestand darin, eine innovative Methode im Bereich der antiken Demographie zu verwenden, um zu versuchen, die Anzahl der Einwohner einiger Städte zu quantifizieren, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse zweier wichtiger Aspekte liegt: der städtischen Dichte und vor allem der Urbanisierungsrate.

Anschließend spezialisierte sich Giulia auf klassische Archäologie (im Jahr 2017) an der Universität Padua. Der Titel der Arbeit war: "La collezione archeologica di Guido Cibin presso il comune di Schio (Vi). Studio preliminare e proposte di valorizzazione”. In Zusammenarbeit mit dem Soprintendenza Archeologia, Belle Arti e Paesaggio per l’area metropolitana di Venezia e le province di Βelluno, Padova e Treviso zielte dieses Projekt auf die historisch-geographische Kontextualisierung der Artefakte aus der Privatsammlung der Familie Cibin im Hinblick auf ihre öffentliche Exposition.
Giulia hat an zahlreichen archäologischen Ausgrabungen und Surveys teilgenommen, sowohl in Italien: Villa Romana di Cà Tron (Treviso), Domus di Tito Macro in Aquileia (Udine), Villa San Silvestro (Perugia), Santuario di Diana in Nemi (Rom), Emporic Hafen von Tarquinia-Gravisca (Rom), bei der archäologische Stätte von Nora (Cagliari); als auch im Ausland: Al Qurainiyah, Failaka (Kuwait).

Seit Mai 2015 ist Giulia eine Verantwortliche für die Ausgrabungen am römischen Theater von Aquileia (Direktor: Prof. Dr. A.R. Ghiotto, Universität Padua).
Seit September 2017 ist Giulia Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Graduiertenkolleg “Metropolität in der Vormoderne". Der Titel des Projekts lautet: “Nascita e sviluppo di una metropoli romana dell’Italia settentrionale: Aquielia”; Betreuung durch: Prof. Dr. Dirk Steuernagel (Universität Regensburg) und Prof. Dr. Andrea Raffaele Ghiotto (Universität Padua).


Forschung

Forschungsinteressen

  • Römische Urbanistik und Architektur
  • Antike Demographie
  • Römische und spätantike Wirtschaft und Gesellschaft
  • Die Verwendung des GIS (Geographic Information System) in der Archäologie

Forschungsprojekt

Nascita e sviluppo di una metropoli romana dell’Italia settentrionale: Aquileia.

In diesem Projekt soll untersucht werden, wie die lateinische Kolonie Aquileia, die 181 v. Chr. gegründet wurde, in kurzer Zeit zu einer der wichtigsten Städte im Nordosten Italiens und auch im römischen Reich wurde. Laut Ausonio scheint Aquileia am Ende des IV. Jahrhunderts “Moenibus et portu celeberrima”(Ausonio 11,9, 4) zu sein und eine entscheidende Rolle unter den wichtigsten Städten des Mittelmeers zu spielen.
Das Hauptziel dieses Projekts ist die Beantwortung einiger wichtiger historischer Fragen, bzw. wann und wie Aquileia aus einer lateinischen Kolonie der Cisalpina zu einer Metropole des römischen Reiches wurde und welche Dynamik zur Entstehung und Entwicklung eines wirtschaftlichen, kulturellen, architektonische und religiösen Zentrums wichtig war.

Dass Aquileia ein wichtiger Handelshafen ist, wird sowohl aus Quellen als auch aus archäologischen Funden erkannt, und das Wachstum der Stadt selbst hängt immer mit dieser Rolle zusammen, nicht zuletzt die Untersuchung eines anderen Aspekts, der ebenso wichtig sein könnte, nämlich sein Verhältnis mit dem Territorium. Daher ist eine sorgfältige und parallele Betrachtung der Organisation des Landes hilfreich, um zu verstehen, wie die landwirtschaftliche Fläche von der Kolonie genutzt wurde, und um zu verstehen, was produziert wurde und unter welchen Bedingungen es genutzt wurde, sei es für die Selbstversorgung oder sogar für den Export. Bestimmte Aspekte, die behandelt werden, sind: eine Analyse der Besetzung des Territoriums, Landverteilungssystem, ländliche Siedlung (Villen und Farmen), Produktionsanlagen, Clustersiedlung (vicii und pagi), außerstädtisches Heiligtum, die Beziehung zwischen Incolae und Kolonisten und die Produktionen des Gebietes.

Die zeitlichen Grenzen dieses Projekts reichen von der Gründung der Kolonie (181 v.Chr.) bis zu Attilas Plünderung (452 n.Chr.)


Vorträge

  • 14. Februar 2020: Beyond the City Walls: Continuity and Changes in Aquileia’s Territory Between Roman Age and Late Antiquity, International Workshop "Urban space between the roman age and late antiquity”, Regensburg, 13-14 Februar 2020 (organisiert von A. Cortese, G. Fioratto und R. Raja)
  • 12. Juni 2019: Aquileia: the excavation of the roman theater", an der Universität Regensburg
  • 12. April 2019: "Lo scavo del teatro romano di Aquileia”, in Aquileia (Ud),
    (zusammen mit A. Ghiotto, S. Berto, G. Furlan, A. Riccato, V. Zanus Fortes, J. Zugno)
  • 25. März 2019: “Il teatro romano di Aquileia: strutture murarie e sistema di fondazioni”, an der Universität Padua, (zusammen mit A. Ghiotto, G. Furlan, S. Dilaria)
  • 18. April 2018: Interdisziplinäre Doktorandenworkshop (DAI, Rom),
    “Nascita e sviluppo di una metropoli romana dell’Italia Settentrionale. La città, i commerci e il suo territorio”.
  • 26. Januar 2018: Eröffnungstag von die Scuola di Specializzazione in Beni Archeologici 2017-2018 (Universität Padua),
    “Una raccolta come ragione di vita. La collezione archeologica Cibin-Gori ora al Comune di Schio (Vicenza)”.
  • 2. Februar 2017: “Scavare ad Aquileia: ciclo di seminari sulle ricerche in corso presso il fondo ex Comelli – Moro (Area del teatro romano)” (Universität Padua),
    “Metodologie dello scavo e della ricerca archeologica. Caratteristiche e particolarità del progetto d’indagine” (zusammen mit G. Furlan)

Publikationen

Aufsätze und Beiträge

  • Ghiotto A.R., Berto S., Fioratto G., Zanus Fortes V. 2020, Lo scavo del teatro romano di Aquileia: ricerche in corso, in Quaderni Friulani di Archeologia, XXX, pp. 27-46.

  • Traviglia A., Nardin M., Braidotti E., Bernardoni A., Ardis C., Floreani S., Fioratto G., Briggi M. 2020, Reconstructing roman suburban settlement dynamics from ploughsoil assemblages: material culture from Aquileia in Ancient History, vol. 46, pp. 33-86.

  • G. Fioratto, M. Och, Die Bedeutung der Fora, in: Blick in die Wissenschaft. Forschungsmagazin der Universität Regensburg 40 (2019), S. 16-21.
  • Bonetto J.,Fioratto G., Furlan G., Ghiotto A.R., Previato C., Salvadori M., Scalco L. 2019, Gli scavi archeologici dell’Università di Padova ad Aquileia, in Quaderni Friulani di Archeologia, Anno XXIX, pp. 117-125.
  • Ghiotto A.R., Berto S., Deiana R., Fioratto G., Furlan G., 2018, Il teatro romano di Aquileia: l’individuazione dell'edificio e lo scavo della cavea, in Fold&r (FastiOnLine) 2018, pp.1-20.
  • Fioratto G., Ghiotto A.R. 2017, Manufatti metallici della collezione archeologica Guido Cibin, in Migliavacca M., Metalli, mostri, miniere. Il progetto Agno-Leogra e l’archeologia dei metalli nel distretto Recoaro-Schio, Catalogo della mostra (Schio, Palazzo Fogazzaro, 7-29 ottobre 2017), Cornedo (VI), pp. 49-50.
  • Ghiotto A., Fioratto G., Stella Mosiman F., Zara A. 2017, L’edificio a est del foro (Saggio PO). Campagne di scavo 2014-2015, in Quaderni Norensi VI, (Milano), pp. 135-142.
  • Ghiotto A., Fioratto G. 2016, L’edificio a est del foro (Saggio PO), in Nora Antiqua (Atti del Convegno di Studi, Cagliari, 3-4 ottobre 2014), a cura di S. Angiolillo, M. Giuman, R. Carboni, E. Cruccas, (Cagliari), pp. 217-221.
  • Ghiotto A., Fioratto G., 2015, Sul tasso di urbanizzazione della colonia latina di Aquileia, in Aquileia Nostra, LXXXVI, (Aquileia) pp. 81-97.
  • Ghiotto A., Deiana R., Fioratto G., Furlan G., Riccato A. 2015, Aquileia (UD). Fondi ex Comelli-Moro. Relazione delle ricerche 2015, in Notiziario della Soprintendenza del Friuli Venezia Giulia, c.s.


Dr. Kathrin Kraller

ehemalige Mitarbeiterin am Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne" (April 2017 bis April 2018).

Von 2019 bis 2021 war Kathrin Kraller an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in dem deutsch-kubanischen Editionsprojekt "Proyecto Humboldt Digital (ProHD)" als Projektkoordinatorin tätig. Seit November 2021 ist sie Referentin in der Abteilung für internationale Beziehungen an der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften.


Lebenslauf

Studium der Französischen Philologie, der Italienischen Philologie sowie der Klassischen Archäologie an der Universität Regensburg und der Università degli studi di Pavia, Bachelor of Arts 2011. Anschließend Studium der Romanischen Philologie an der Universität Regensburg, Master of Arts 2014. Von 2012 bis 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Dictionnaire de l’occitan médiéval an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München. Von April 2017 bis April 2018 war sie Mitarbeiterin im Graduiertenkolleg. Am 29. Januar 2019 verteidigte sie ihre im Juli 2018 eingereichte Dissertation mit dem Titel: „Sprachgeschichte als Kommunikationsgeschichte: volkssprachliche Notarurkunden des Mittelalters in ihren Kontexten. Mit einer Analyse der okzitanischen Urkundensprache und der Graphie.“ (summa cum laude).

Von 2019 bis 2021 war Kathrin Kraller an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in dem deutsch-kubanischen Editionsprojekt "Proyecto Humboldt Digital (ProHD)" als Projektkoordinatorin tätig. Seit November 2021 ist sie Referentin in der Abteilung für internationale Beziehungen an der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften.


Forschung

Sprachgeschichte als Kommunikationsgeschichte: volkssprachliche Notarurkunden des Mittelalters in ihren Kontexten. Mit einer Analyse der okzitanischen Urkundensprache und der Graphie.

Im Jahr 1175 tritt in der im Quercy gelegenen Abteistadt Moissac ein Notar namens Arnaudus in Erscheinung. Seine Existenz ist durch einige von ihm unterfertigte Urkunden bis in die 1190er Jahre hinein kontinuierlich belegt. Auffällig ist, dass Arnaudus mit der Aufnahme seiner Tätigkeit als communis notarius de Moisiaco eine volkssprachliche Urkundenschriftlichkeit begründet, die – so die Ergebnisse der Archivrecherchen – von allen seinen Nachfolgern bis ins späte 13. Jahrhundert weitergeführt wird. Die Verwendung des Lateins wird im Bereich der Notarurkunden hingegen fast komplett aufgegeben und erlebt erst im 14. Jahrhundert wieder eine Renaissance.

Die Arbeit setzt sich – einerseits – zum Ziel, die außersprachlichen Kontexte der notariellen Urkunden des 12. und 13. Jahrhunderts zu rekonstruieren. Zunächst wird der Frage nachgegangen, unter welchen institutionellen, kulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen der Übergang vom Latein zur okzitanischen Volkssprache im Bereich der notariellen Urkunden stattfindet und unter welchen Bedingungen sich die Volkssprache in den Urkunden etabliert; eine diachron ausgerichtete Analyse der formalen Gestaltung der Urkunden des Korpus gibt dabei Auskunft über die Veränderungen der außersprachlichen Bedingungen des Urkundengebrauchs. Die Arbeit präsentiert daran anschließend – andererseits – eine ebenso diachron ausgerichtete Analyse der Sprache der Urkunden des Korpus. Abgerundet wird die Studie durch eine ausführliche Analyse der Graphie.
Die Arbeit versteht Sprachgeschichte als Kommunikationsgeschichte und sieht die sprachliche (wie auch die formale) Gestaltung der Texte und ihre diachrone Entwicklung in engster Verbindung mit den sprachexternen Kontexten. Der wesentliche Mehrwert dieser Perspektive gegenüber der traditionellen Sprachgeschichtsschreibung ist folglich darin zu sehen, dass auf diese Weise sprachliche Phänomene und sprachinterne Entwicklungen kommunikativ plausibilisiert und kulturhistorisch verortet werden können.


Publikationen

Monographien

Aufsätze und Handbucheinträge

  • Kraller, Kathrin (2016): "Die volkssprachlichen Urkunden der communes notarii aus Moissac. Eine synchron-kontrastive und diachrone Analyse", in: Selig, Maria/Ehrich, Susanne (Hgg.): Mittelalterliche Stadtsprachen (Forum Mittelalter-Studien 11), Regensburg: Schnell & Steiner: 169-184.
  • Kraller, Kathrin (2018): "An der Schwelle zur Volkssprache. Eine kommunikationsgeschichtliche Untersuchung überwiegend lateinischer Notarurkunden", in: Schäfer-Prieß, Barbara/Schöntag, Roger (Hgg.): Seitenblicke auf die Französische Sprachgeschichte. Akten der Tagung Französische Sprachgeschichte vom 13.-16. Oktober 2016 an der Ludwig-Maximilians-Universität München. (Tübinger Beiträge zur Linguistik), Tübingen: Narr Francke Attempto: S. 211-228.
  • Kraller, Kathrin (2019): „Stadt-(Gesellschaft) und Sprachgeschichte. Volkssprachlich schreibende Notariate in einigen mittelalterlichen Städten des Quercy“ in: Benito Moreno, Carlota de/Bernardasci, Camilla/Endress, Laura/Iaconis, Valeria/Jud, Andrea/Masseno, André/Schneider, Gina Maria: (Metro-)Polis. La ville dans la Romania/La città nella Romània/La ciudad en el mundo románico (PhiN-Beiheft 17/2019), 5-15. Online verfügbar: http://web.fu-berlin.de/phin/beiheft17/b17t_Kraller.pdf
  • Heinemann, Sabine/Kraller, Kathrin/Lebsanft, Franz (im Erscheinen): "Schriftkulturen", in: Becker, Lidia/Eggert, Elmar/Gramatzki, Susanne/Mayer, Christoph O. (Hgg.): Handbuch zu Mittelalter und Renaissance in der Romania, Frankfurt am Main u.a.: Lang.

Kleinere Beiträge

  • Barracchia, Violetta/Klingebeil-Schieke, Josephine/Kraller, Kathrin/Perla, Luisa/Pregnolato, Simone (2020): "Glossario“, in: Wilhlem, Raymund (Hg.): La Lauda su Giovanni Battista del codice Ambrosiano N 95 sup: testo, lingua e tradizioni (Romanische Texte des Mittelalter – Editionen der Klagenfurter Sommerschule «Philologie romane et éditions des textes» 3), Heidelberg: Winter: 165-178.
  • Kraller, Kathrin (2020): „Sciendum est que…Notarielle Schriftlichkeit des Mittelalters in einem neuen Licht: die okzitanischen Urkunden der communes notarii de Moisiaco“, in: Mittelalter. Interdisziplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte 3 (2020), S. 67–71. Online verfügbar: https://mittelalter.hypotheses.org/25663.

Mitarbeit

  • Selig, Maria (Hg.) (2016): Dictionnaire de l'occitan médiéval (DOM) (Online-Ausgabe) unter Mitarbeit von Kathrin Kraller, Renate Peter und Monika Tausend: http://www.dom-en-ligne.de
  • Päßler, Ulrich/Schnee, Florian (Hgg.) (2020): Alexander von Humboldt an Adolphe de Polier. 4 Briefe. Unter Mitarbeit von Ingo Schwarz und Kathrin Kraller, in: Ette Ottmar (Hg.): edition humboldt digital. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 6 vom 13.10.2020. Online verfügbar: https://edition-humboldt.de/briefe/index.xql?person=H0002056
     


Dr. Antje Kuhle

ehemalige Mitarbeiterin am Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne" (November 2020 bis März 2021).

Seit April 2021 ist Antje Kuhle Referentin im Referat Programmakkreditierung der Zentralen Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover (ZEvA).


Lebenslauf

  • seit April 2021: Referentin im Referat Programmakkreditierung der Zentralen Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover (ZEvA)
  • 2020 – 2021: Postdoc im DFG Graduiertenkolleg „Metropolität in der Vormoderne“
  • 2019 – 2020: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Alte Geschichte der Universität Regensburg (Prof. Dr. Angela Ganter)
  • 2014 – 2019: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Althistorischen Seminar der Universität Göttingen (Prof. Dr. Tanja S. Scheer)
  • März 2018: Forschungsaufenthalt am Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik an der Universität Heidelberg
  • Oktober 2016 – April 2017/August 2017: Forschungsaufenthalt am Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Papyrologie und Epigraphik der Universität Wien
  • 2013 – 2015: Wissenschaftliche Koordinatorin im DFG Graduiertenkolleg „Expertenkulturen des 12. bis 18. Jahrhunderts“
  • 19.11.2013: Gewinnerin des Wissenschaftspreises des Landes Niedersachsen im Team mit Robert Wieland
  • 2011 – 2013: Masterstudium „Antike Kulturen – Geschichte des Altertums“ und „Geschichte“ an der Universität Göttingen
  • 2007 – 2010: Bachelorstudium „Europäische Geschichte“ und „Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ an der Universität Magdeburg

Mitgliedschaften, Gremienarbeit

  • seit 2020: Mitglied des Zentrums für Klassikstudien
  • seit 2020: Ordentliches Mitglied der Mommsen-Gesellschaft
  • 2015 – 2020: Jungmitgliedschaft in der Mommsen-Gesellschaft
  • 2015 – 2019: Leitendes Mitglied in der Auswahlkommission des Masterstudiengangs „Antike Kulturen – Alte Geschichte“
  • 2015 – 2018: Promovierendenvertreterin der nicht-programmgebundenen Promovierenden im Vorstand der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften Göttingen (GSGG)
  • 2015 – 2018: Mitglied im Netzwerk „Gute Betreuung“
  • seit 2015: Mitglied des Centrum Orbis Orientalis et Occidentalis (CORO)
  • 2012 – 2015: Vertreterin der Promovierenden und Studierenden im Vorstand des Althistorischen Seminars der Universität Göttingen
  • seit April 2012: Mitbegründerin und eine der Sprecherinnen des Althistorischen Netzwerks Göttingen (ANG)

Forschung

Forschungsschwerpunkte

  • Antike Stadt
  • Ideengeschichte
  • Griechische und Lateinische Epigraphik
  • Religionsgeschichte
  • Antike im Comic

Habilitationsprojekt

Die Stadt als Herrschaftsinstrument. Tribus und Regiones in der römischen Kaiserzeit

Einsicht in die Projektskizze [.pdf]

Tagungen

Vorträge

  • April – Juni – Juli 2020: Von der Eschatia zu den Privathäusern: Hermes und die Bürger (Forschungskolloquium zur Alten Geschichte, Regensburg; Colloquium, HU Berlin; Forschungskolloquium, Stuttgart) ‒ wegen Corona leider verschoben
  • August 2017 (Poster): Die Hermesverehrung in den griechischen Poleis (XV. Internationaler Kongress für Griechische und Lateinische Epigraphik. Sprachen – Schriftkulturen – Identitäten der Antike, Wien)
  • April 2017: Der Kult des Hermes Agoraios – Ein Werkstattbericht (1. Norddeutscher Doktorandenworkshop der Altertumswissenschaften, Hamburg)
  • Januar 2017: Vote for Hermes – Grabstelen als Werbetafeln (Rostocker Altertumswissenschaftliches Kolloquium, Rostock)
  • Oktober 2016: Hermes im Totenkult – Ein Gott der Lebenden? (Walter de Gruyter-Seminar „Innovation in Mythos und Kult“, Wittenberg)
  • Februar 2016: Darstellungsformen des Gottes Hermes und ihre kultische Bedeutung (Althistorisches Kolloquium, Magdeburg)
  • Mai 2015: Verlust der Geschichte? Geschichte und Geschichtsschreibung im Werk des Göttinger Althistorikers Alfred Heuss (Workshop „Zurück in die Vergangenheit. Geschichtsschreibung der Antike – Antike Geschichtsschreibung“, Innsbruck)
  • Januar 2014: Hermes statt SMS. Kommunikation zwischen Himmel und Erde (2. Göttinger Nachwuchsforum „Grenzen – Teilen, Überschreiten, Errichten“, Göttingen)

Organisation

  • 05. – 06. März 2021: Imagines VII – Playful Classics (gemeinsam Dr. Martin Lindner)
  • 28. Januar 2017: 5. Göttinger Nachwuchsforum „Heureka – Zahlen in der Antike“ (gemeinsam mit Anna C. Neff und Robert Wieland)
  • 29. – 30. Januar 2016: 4. Göttinger Nachwuchsforum „Orte des Wissens in der Antike“ (gemeinsam mit Anna C. Neff und Robert Wieland)
  • 11. – 12. Februar 2015: Symposium „Der Künstler als Experte in der Frühen Neuzeit“ (gemeinsam mit Prof. Dr. Michael Thimann)
  • 30. – 31. Januar 2015: 3. Göttinger Nachwuchsforum „Per Aspera ad Astra – Soziale Hierarchie und ihre Praxis in der Antike“ (gemeinsam mit Anna C. Neff und Robert Wieland)
  • SoSe 2014: Ringvorlesung „Wissensmärkte der Vormoderne“ (gemeinsam mit Prof. Dr. Frank Rexroth)
  • 11.-13. Februar 2014: Symposion „Experten des Hofes – Hofkultur als Expertenkultur“ (gemeinsam mit Prof. Dr. Marian Füssel)
  • 01. Februar 2014: 2. Göttinger Nachwuchsforum „Grenzen – Teilen, Überschreiten, Errichten“ (gemeinsam mit Anna C. Neff und Robert Wieland)
  • 02. Februar 2013: 1. Göttinger Nachwuchsforum „Netzwerke in der Antike“ (gemeinsam mit Anna C. Neff)

Publikationen

Monographien

  • Hermes und die Bürger. Der Hermeskult in den griechischen Poleis, (Hermes. Einzelschriften 119), Stuttgart 2020.
  • Alte Geschichte. Quellen – Methoden – Studium (gemeinsam mit Dr. Martin Lindner), (utb 5426), Göttingen 2020.

Aufsätze

  • CSI Mylasa - Mordanschlag gegen Maussollos (IMyl. 1-3), in: Rhode, Maria/Wawra, Ernst (Hg.): Quellenanalyse. Ein epochenübergreifendes Handbuch für das Geschichtsstudium, (utb 5112), Leiden/u.a. 2020, 57-63.
  • Der Hermenfrevel – Eine Zerstörung der Ordnung in Athen? (Thuk. VI, 27-29, 53, 60), in: Rhode, Maria/Wawra, Ernst (Hg.): Quellenanalyse. Ein epochenübergreifendes Handbuch für das Geschichtsstudium, (utb 5112), Leiden/u.a. 2020, 50-56.
  • Vote for Hermes – Grabstelen als Werbetafeln, in: in: F. Carlà-Uhink / M. García Morcillo / C. Walde (eds.), Advertising Antiquity = thersites 6 (2017), 43-95.
  • Iolaos und Batman - Greise Helden?, in: Historische Sozialkunde 2 (2016), 13-19.

Sammelbände

Rezensionen

  • Rez. zu John F. Miller, Jenny Strauss Clay (Hg.): Tracking Hermes, Pursuing Mercury, Oxford 2019, in: Gnomon (im Druck).
  • Rez. zu Herbert Mader: Die Münzen der Stadt Lüneburg 1293-1777, (= Bremer Beiträge zur Münz- und Geldgeschichte, Bd. 7), Bremen 2012, Bd. 1-2, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 86 (2014), 376-378.

Lehre

Wintersemester 2021 (Regensburg)

  • Reading Class zur vormodernen Metropolität
  • Übung: Lateinische Inschriften in Pompeji

Sommersemester 2020 (Regensburg)

  • Propädeutikum: Einführung in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten
  • Proseminar: Erziehung in der Antike

Wintersemester 2019/20 (Regensburg)

  • Proseminar: Xenophon und die Demokratie
  • Übung: Religion und Kultur im antiken Griechenland

Sommersemester 2019 (Göttingen)

  • Proseminar: Sparta
  • Lesekreis (Mitveranstalterin): Römische Weinkultur

Wintersemester 2018/19 (Göttingen)

  • Proseminar: Xenophon
  • Colloquium (Mitveranstalterin): Göttinger althistorische Vorträge
  • Lesekreis (Mitveranstalterin): Übersetzen antiker Texte für AlthistorikerInnen

Sommersemester 2018 (Göttingen)

  • Colloquium (Mitveranstalterin): Göttinger althistorische Vorträge
  • Lesekreis (Mitveranstalterin): Übersetzen lateinischer Texte für AlthistorikerInnen
  • Exkursion (Mitveranstalterin): Am Fuß des Vesuv – Römisches Leben am Golf von Neapel (18. September – 02. Oktober 2018)

Wintersemester 2017/2018 (Göttingen)

  • Proseminar: Geschichte des Hellenismus: Spagat zwischen Tradition und Innovation?
  • Colloquium (Mitveranstalterin): Göttinger althistorische Vorträge
  • Lesekreis (Mitveranstalterin): Historia Augusta

Sommersemester 2017 (Göttingen)

  • Proseminar: Handel und Reisen - Geschichte der Mobilität in der römischen Antike
  • Colloquium (Mitveranstalterin): Göttinger althistorische Vorträge
  • Lesekreis (Mitveranstalterin): Antike Lyrik

Wintersemester 2016/17 (Wien)

  • Exkursion (Mitveranstalterin): Austria Romana – Der Limes in Österreich (12. März 2017)

Wintersemester 2016/17 (Göttingen)

  • Colloquium (Mitveranstalterin): Göttinger althistorische Vorträge

Sommersemester 2016 (Göttingen)

  • Proseminar: Ideale Herrscher? Augustus und Traian
  • Colloquium (Mitveranstalterin): Tod und Jenseitsvorstellungen in der Antike
  • Lesekreis (Mitveranstalterin): Reden in der Antike

Wintersemester 2015/16 (Göttingen)

  • Proseminar: Handel und Reisen
  • Lesekreis (Mitveranstalterin): Antikes Drama
  • Exkursion (Mitveranstalterin): Kalkriese/Germanicus (23. Oktober 2015)
  • Exkursion (Mitveranstalterin): Kleinasien – Philosophen, Tyrannen, Weltwunder (01.-15. März 2016)

Sommersemester 2015 (Wien)

  • Kurs (Mitveranstalterin): Comics und Alte Geschichte

Sommersemester 2015 (Göttingen)

  • Proseminar: Religion und Kultur im antiken Griechenland
  • Lesekreis (Mitveranstalterin): Spätantike


Stefan-Bernhard Langer

ehemaliger Mitarbeiter am Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne" (August 2018 bis Januar 2019).

Heute Mitarbeiter im archäologischen Museum "Limeseum" im Römerpark Ruffenhofen im Landkreis Ansbach. 


Lebenslauf

Bildungsweg

2008-2012

Bachelorstudium an der Universität Regensburg

1.Hauptfach: Klassische Archäologie

2.Hauptfach: Vor- und Frühgeschichte

Abschluss: Bachelor of Arts

Bachelorarbeit-Titel: "Darstellung Anakreontischer Tänzer auf attischen Vasen der archaischen und klassischen Zeit"

2012 – 2015  

Masterstudium an der Universität Regensburg: Klassische Archäologie

Abschluss: Master of Arts

Masterarbeit-Titel: "Die Wasserversorgung der Stadt Ephesos in der römischen Kaiserzeit (1.-2. Jh.n.Chr.)"

seit 2015

Doktorand an der Universität Regensburg: Klassische Archäologie

Angestrebter Abschluss: Promotion

Dissertation-Titel: Die Baugeschichte, Chronologie und Funktion der sogenannten Oberen Agora der Stadt Ephesos vom Hellenismus bis zur mittleren Kaiserzeit

Arbeitsstätten

  • 20. Mai - 08. Oktober 2010; 18. Oktober - 11. November 2011; 10. April - 30. September 2012: Grabungshelfer Archaios GmbH
  • 01. Oktober 2012 - 31. März 2014: SHK am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege Zweigstelle Regensburg
  • 01. Oktober 2013 – 31. Dezember 2014: WHK am Institut für Klassische Archäologie an der Universität Regensburg
  • 15. Februar 2015 - 15. Februar 2018: Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Projekt Ephesos, Obere Agora) am  Institut für Klassische Archäologie an der Universität Regensburg
  • seit 01.08.2018: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Graduiertenkolleg Metropolität in der Vormoderne an der Universität Regensburg

Forschung

Forschungsinteressen

Geographischer Schwerpunkt: Kleinasien
Chronologischer Schwerpunkt: Hellenismus bis römische Kaiserzeit

  • Architektur
  • Urbanistik
  • Wasserversorgung

Forschungsprojekt

Die Baugeschichte, Chronologie und Funktion der sogenannten Oberen Agora der Stadt Ephesos vom Hellenismus bis zur mittleren Kaiserzeit

Das Dissertationsprojekt behandelt ein Platzareal in Ephesos, das in der Forschung unter den Namen Obere Agora bzw. Staatsmarkt Bekanntheit erlangte. Der Staatsmarkt befindet sich, als eine von zwei Agorai, innerhalb der ephesischen Neustadt, die unter dem  Diadochen Lysimachos gegründet wurde.
Obwohl das Platzareal in den Jahren 1955-1972 weitestgehend freigelegt wurde, blieb die dokumentarische Aufarbeitung jener Großgrabung jedoch weitestgehend auf der Strecke, was vor allem die südliche, östliche und westliche Platzbebauung betrifft.  Die jüngsten Untersuchungen im  Rahmen eines von der DFG geförderten und vom ÖAI unterstützten Forschungsprojektes der Uni Regensburg und OTH Regensburg/TU Berlin versuchten in den Jahren 2014-2016 sowie 2018 dieses Defizit zu kompensieren.

In dieser Arbeit soll vorrangig der Prozesscharakter der baulichen Aktivitäten in und um den Platz beleuchtet werden und zwar vom Zeitraum der Gründungszeit unter Lsyimachos bis zur mittleren Kaiserzeit. Dabei stehen die Forschungsfragenfragen im Vordergrund: Wie hat sich der Platz von der Gründungszeit bis zur mittleren Kaiserzeit verändert? Ging es um die Realisierung architektonischer Gesamtkonzepte oder lassen die Veränderungen am Platz sukzessive Entwicklungsstränge erkennen? Welche Faktoren waren ausschlaggebend? Diesen Fragen sollen Einzelanalysen der Bauwerke in und um des Platzareals vorausgehen, um letztendlich epochale Gesamtbilder des Platzes zu entwerfen.

Neben der baugeschichtlichen Entwicklung interessiert auch die Frage nach den damit einhergehenden funktionalen Veränderungen. Fungierte das Platzareal schon seit der Gründungszeit als Agora bzw. politische Agora? Inwiefern war der Kaiserkult seit Beginn der römischen Kaiserzeit am Platz präsent?

Zu guter Letzt soll geklärt werden, wie sich der Platz räumlich, architektonisch und funktional in das ephesische Stadtgebiet eingliedern lässt und wie sich die einzelnen Entwicklungsschritte mit der Stadtgeschichte in Einklang bringen lassen.


 


Vorträge

  • 25. Mai 2016: „Neue Forschungen zum sog. Staatsmarkt in Ephesos“ - Vortrag zusammen mit Prof. Dr. Dirk Steuernagel im Rahmen des Examenkolloquiums an der Uni Regensburg
  • 07. Dezember 2016: „Planung und Prozess – Neue Forschungen zum sog. Staatsmarkt in Ephesos“ - Vortrag zusammen mit Prof. Dr. Dirk Steuernagel an der Universität Freiburg
  • 28. April 2017: „Die Obere Agora von Ephesos - Neue Ergebnisse zur Süd- und Ostbebauung“ - Vortrag im Rahmen einer Tagung an der Universität Graz (Tagungsthema: Zwischen Bruch und Kontinuität. Architektur in Kleinasien am Übergang vom Hellenismus zur römischen Kaiserzeit)
  • 14. Juni 2017: „Die Obere Agora von Ephesos - Neue Ergebnisse zur Süd- und Ostbebauung“ - Vortrag im Rahmen des Examenkolloquiums an der Uni Regensburg
  • 04. Juli 2018: „Neue Forschungen zum sog. Staatsmarkt in Ephesos“ - Vortrag zusammen mit Prof. Dr. Dirk Steuernagel an der Universität Tübingen


Dr. Markus Löx

ehemaliger Mitarbeiter (Postdoc) am Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne" (April 2017 bis September 2020).

Fortan Konservator an der Glyptothek in München.


Lebenslauf

Markus Löx studierte ab dem Wintersemester 2000 die Fächer Klassische Archäologie, Frühchristliche Kunstgeschichte und Alte Geschichte an den Universitäten Bochum und München, wo er mit einer Arbeit zu den spätantiken Porträts aus der Villa von Chiragan im Jahre 2006 sein Magisterstudium abschloss. In seiner Dissertation untersuchte er Formen bischöflicher Vergegenwärtigung anhand eines Vergleichs zwischen Damasus von Rom und Ambrosius von Mailand. Die Arbeit wurde im Jahr 2011 mit dem Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts ausgezeichnet.

Nach Ende seiner Stipendiatenreise hatte Markus Löx eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Byzantinische Archäologie und Kunstgeschichte der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg inne (10/2012–12/2013). Von 01/2014 bis 03/2017 betreute er als Postdoctoral Fellow die focus area „Organisation of coexistence“ an der Graduate School for Ancient Studies: Distant Worlds, Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 04/2017 forscht er am Graduiertenkolleg „Metropolität in der Vormoderne“ zu tetrarchischen Residenzstädten, besonders zu Mailand vom späten 3. bis zum 7. Jahrhundert n. Chr.

Seit März 2015 ist Markus Löx stellvertretender Vorsitzender des Vereins Spätantike Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte e.V.


Forschung

Forschungsinteressen

  • Die Stadt in der Spätantike (unter besonderer Berücksichtigung der Stadtgeschichte Roms)
  • Bilderwelt der Spätantike bzw. des frühen Christentums
  • Frühchristlicher Heiligen- und Märtyrerkult
  • spätantike Numismatik (Münze als Medium)

Forschungsprojekt

Mailand (3.‒7. Jh.). Eine spätantike Metropole und ihr Nachleben

Während der Tetrarchie (293–324 n. Chr.) bzw. unter Konstantin I. (306–337 n. Chr.) wählten die römischen Kaiser eine Reihe von Städte als Residenzen bzw. bauten diese zu solchen aus.  Wie u. a. Sirmium, Nikomedien, Antiochia und Trier nahm Mailand ebenfalls diese Funktion ein und etablierte sich im 4. Jh. n. Chr. neben Trier als führende Metropole des Westens. Diese Rolle sollte es bis zur Residenzverlegung nach Ravenna im Jahre 408 n. Chr. behalten. Der Ausbau Mailands zur Residenz unter den Tetrarchen und seine Christianisierung sind vermeintlich gut untersucht, doch fehlt eine systematische Zusammenstellung der (neueren) Grabungsergebnisse und deren Bewertung im Vergleich zu den übrigen Residenzstädten. Die Stadtgeschichte in der Zeit nach Abwandern des Hofes bis zur Etablierung der langobardischen Herrschaft in Italien ist nur selten Gegenstand von Spezialuntersuchungen gewesen. So sind wichtige Fragen bislang kaum gestellt geschweige denn beantwortet: Welche neuen Protagonisten besetzten vakante Machtpositionen nach der Aufgabe der Residenz (Bischöfe, kaiserliche Beamte etc.) und wie positionierten sie sich zur überkommenen Repräsentationskultur und -architektur? Wirkte sich der ehemalige Status als kaiserliche Residenz positiv auf die weitere Entwicklung der Metropole aus und konnte die Verdichtung städtischer Strukturen befördern? Welchen Stellenwert im kulturellen Gedächtnis der Metropole nimmt die ehemalige Funktion als Kaiserresidenz ein? Wie wird das antike Erbe, beispielsweise die baulichen Überreste der einstigen Palastanlagen im neuzeitlichen Stadtbild in Szene gesetzt?

In monographischer Form sollen diese Fragen beantwortet werden und eine Synthese zur Stadtgeschichte Mailands zwischen Spätantike und Frühmittelalter entstehen. Der Stand neuester Forschungen, der sonst nur von einem Fachpublikum rezipiert wird, soll so auch über die Fachgrenzen hinaus zugänglich gemacht werden.


Vorträge

Vorträge in Berufungsverfahren

  • 10.11.2016: Leiden und Sterben im Bild. Erzählweisen frühchristlicher             Martyriumsdarstellungen - Berufungsverfahren zur Neubesetzung der Professur für Byzantinische Archäologie (W1 mit tenure track W3) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Abendvorträge

  • 20.01.2020: Spätantike Kaiserresidenzen als vormoderne Metropolen: Mailand und Trier im Vergleich - Altertumswissenschaftliches Kolloquium der Katholischen Universität Eichstätt‒Ingolstadt.
  • 13.12.2018: Sviluppo delle sedi imperiali in età tardoantica e memoria metropolitana: i casi di Milano, Treviri e Arles - Università di Pisa, Dipartimento Civiltà e Forme del Sapere.
  • 12.05.2016: Physische Absenz vs. medial-materielle Präsenz: Zum Verhältnis der Kaiser zur Stadt Rom in valentinianischer und theodosianischer Zeit - Institut für Klassische Archäologie und Antikenmuseum, Universität Leipzig.
  • 11.01.2016: Physische Absenz vs. medial-materielle Präsenz: Zum Verhältnis der Kaiser zur Stadt Rom von Valentinian I. bis zum Ende des Westreichs - Institut für Klassische Archäologie, Freie Universität Berlin.
  • 08.01.2016: Physische Absenz vs. medial-materielle Präsenz: Zum Verhältnis der Kaiser zur Stadt Rom in valentinianischer und theodosianischer Zeit - Eberhard-Karls-Universität Tübingen, „Forum Spätantike“.

Tagungs- und Konferenzbeiträge

  • 13.‒14.02.2020: With or Without Emperor. Continuity and Change in Milan’s Urban Landscape - International Workshop “Urban Space Between the Roman Age and Late Antiquity. Continuity, Discontinuity and Changes”, Graduiertenkolleg Metropolität in der Vormoderne / UrbNet Aarhus, Universität Regensburg.

  • 14.‒16.11.2019: Zwischen (Ver-)bergen und Verehren ‒ Das Silberkästchen von S. Nazaro (Mailand) - Jahrestagung des Forum Mittelalter „Sprechende Objekte - Talking Objects“, Regensburg.

  • 05.07.2018: Palatia in Transition - 17th International Congress of Christian Archaeology, Utrecht / Nijmegen.
  • 04.07.2018: Remembering the Past in Former Roman sedes imperii - 25th International Medieval Congress, Leeds.
  • 19.12.2018: Metropolitane Phänomene in spätantiken Residenzstädten - Forschungskolloquium des Graduiertenkollegs Metropolität in der Vormoderne, Universität Regensburg.

  • 10.11.2017: The Vicennalia Monument in the Roman Forum - AFRITS Ancient Feasts and Rituals Iconographic and Textual Studies. International Conference, Inst. für Ägyptologie und Koptologie, Ludwig-Maximilians-Universität München.
  • 08.11.2017: Metropolis memorabiles. Entwicklung, Erinnerung und Inszenierung der Metropolität spätantiker Kaisersitze - Forschungskolloquium des Graduiertenkollegs Metropolität in der Vormoderne, Universität Regensburg.
  • 29.‒31.05.2017: The Death of St. Peter in the Context of Late Antique and Early Medieval Depictions of Martyrdom - Academy Colloquium “Peter, Popes and Politics. Expressions of power in the late antique and early mediaeval world“, Koninklijke Nederlendse Akademie van Wetenschappen, Amsterdam.
  • 23.06.2016: Erzählweisen frühchristlicher Bilder – Genese und Entwicklung der Martyriumsdarstellung im Wechselspiel von Bild und Text: Das Martyrium des Laurentius - Researchforum der Graduate School Distant Worlds, Ludwig-Maximilians-Universität München.
  • 26.–28.05.2016: Das Sucessa-Medaillon: Antik oder Fälschung? - 23. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Christliche Archäologie 2016 in Göttingen.
  • 20.03.–22.03.2015: The Emperor's Material Presence in Late-Antique Rome - Imperial Presence in Late Antique Rome (third-sixth centuries AD), Goethe-Universität Frankfurt a. M.
  • 20.11.–21.11.2014: Ambrogio e le chiese di Milano - Milano allo specchio: da Costantino al Barbarossa. L'autopercezione di una capitale, Université de Lausanne.
  • 11.06.–14.06.2014: Who „Owns“ Public Space in Late Roman Spain - Property and Power in Late Antiquity, International Late Antiquity Network, International Conference 2014, ISAW New York.
  • 06.06.2014: Platzanlagen auf der Iberischen Halbinsel – Eine Projektskizze - Researchforum der Graduate School Distant Worlds, Ludwig-Maximilians-Universität München.
  • 29.05.–31.05.2014: Platzanlagen auf der Iberischen Halbinsel – Eine Projektskizze - 22. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Christliche Archäologie 2014 in Mainz.

Publikationen

Monographien

  • monumenta sanctorum. Rom und Mailand als Zentren des frühen Christentums: Märtyrerkult und Kirchenbau unter den Bischöfen Damasus und Ambrosius, Spätantike – Frühes Christentum – Byzanz, Reihe B: Studien und Perspektiven 39 (Wiesbaden 2013). [Verlags-Auftritt]

Rez.:

ThR 110,2, 2014, 129–130 (Ch. Hornung).

Bryn Mawr Classical Review 2015.05.37 (M. Johnson)

sehepunkte 15 (2015), Nr. 9 (D. E. Trout)

BJb 215, 2015, 581–585 (M. Ghetta).

JEChrSt 26,1, 2018, 140-141 (G. D. Dunn), Project MUSE, doi:10.1353/earl.2018.0005

Herausgeberschaft

Markus Löx fungiert ab Band 7 als Herausgeber der Mitteilungen zur Spätantiken Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte (gemeinsam mit Franz Alto Bauer, Johannes G. Deckers und Alexis Oepen).


Aufsätze

  • Die Kirche San Lorenzo in Mailand: Eine Stiftung des Stilicho? RM 114, 2008, 407–438. (peer-reviewed)
  • Ambrosius und Damasus Strategien zur Nutzung der spätantiken Stadt als christlicher Interaktionsraum, in: C. Rödel-Braune – C. Waschke (Hrsg.), Orte des Geschehens. Interaktionsräume als konstitutive Elemente der antiken Stadt (Berlin – Münster 2012) 215–243.
  • Interazione tra immagine e legenda nella monetazione costantiniana: un caso di studio ermeneutico, in: O.Brandt – G. Castiglia (Hrsg.), Costantino e i Costantinidi. L'innovazione Costantiniana, le sue radici e i suoi sviluppi, Acta XVI Congressus Internationalis Archaeologiae Christianae Romae 22.–28.09.2013, II (Vatikanstadt 2016) 1419–1432.
  • Lʼ„architectus sapiens“ Ambrogio e le chiese di Milano, in: I. Foletti u. a. (Hrsg.) Milano allo specchio: da Costantino al Barbarossa. Lʼautopercezione di una capitale (Roma 2016) 55–80.
  • Theodosius I. und seine Zeit, in: A. Pangerl (Hrsg.), Portraits – 500 Jahre Römische Münzbildnisse, Ausstellungskatalog München, (München 2017) 419–434.
  • The Urban Centre of Valencia in Late Roman and Visigothic Times, JLA 10,2, 2017,  131-165
  • Zwischen physischer Absenz und medial-materieller Präsenz. Die Kaiser der valentinianisch-theodosianischen Zeit und ihr Verhältnis zur Stadt Rom, in: S. Corcoran (Hrsg.), Imperial Presence in Rome in Late Antiquity (third–sixth centuries AD), AntTard 25, 2017, 149-171. (peer-reviewed)
  • The Death of Peter: Anchoring an Image in the Context of Late Antique Representations of Martyrdom, in: R. Dijkstra (Hrsg.), The Early Reception and Appropriation of the Apostle Peter (60-800 CE), The Anchors of the Fisherman Euhormos: Greco-Roman Studies in Anchoring Innovation 1, 135-171 | https://doi.org/10.1163/9789004425682_009


Kurzbeiträge

  • Damasus and Ambrose. Modes of Communication and Interaction in late-antique Rome and Milan, AIACNews 2009, 5, 1-2, 14 f.
  • Zusammenspiel von Bild und Legende in der konstantinischen Münzprägung, NNB 62, 2013, 361–364.
  • Ein Idealbild in Light-Version – der Thermenherrscher, in: A. Schmölder-Veit (Hrsg.), Anders. Ideal und Gegenbild, Ausstellungskatalog München (München 2015) 22 f.
  • Rom im Frühmittelalter. Mit einem Pilger durch die Stadt, AW 3/2017, 22–28.
  • Jung und Alt im Zeichen der Macht, in: A. Alexandridis ‒ S. Krmnicek (Hrsg.), Antike Rollenbilder: Wertvorstellungen in Münzbildern, Ausstellungskatalog Tübingen (Tübingen 2018) 39‒47.
  • M. Löx, Interview: Rom als Modell, in: Blick in die Wissenschaft. Forschungsmagazin der Universität Regensburg 40 (2019), S. 22-25.
  • M. Löx, A.-C. Schäfer, Mailand, in: Blick in die Wissenschaft. Forschungsmagazin der Universität Regensburg 40 (2019), S. 26-31.
  • Das New Yorker Modell des Konstantinsbogens, in: Lebendiger Gips. 150 Jahre Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München (München 2019) 108 f.
  • Dauerleihgaben aus dem Metropolitan Museum of Art New York, gemeinsam mit Andrea Schmölder-Veit, in: Lebendiger Gips. 150 Jahre Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München (München 2019) 100 f.


Rezensionen

  • G. Brands, Antiochia in der Spätantike. Prolegomena zu einer archäologischen Stadtgeschichte, Hans-Lietzmann-Vorlesungen, Heft 14.  (Berlin / Boston 2016), in: Bryn Mawr Classical Review 2017.09.10
  • R. R. R. Smith – B. Ward-Perkins (Hrsg.), The Last Statues of Antiquity (Oxford 2016), in: BJb 216, 2016, S. 432-436.
  • S.-P. Bergjan – B. Näf, Märtyrerverehrung im frühen Christentum: Zeugnisse und kulturelle Wirkungsweisen. Wege zur Geschichtswissenschaft (Stuttgart 2014), in: Bryn Mawr Classical Review 2015.03.29
  • U. Gehn, Ehrenstatuen in der Spätantike. Chlamydati und Togati (Wiesbaden 2012), in: sehepunkte 13 (2013), Nr. 3 [15.03.2013]

Frei verfügbare Dokumente von Markus Löx

abrufbar auf academia.edu

In Vorbereitung

  • The Emperor out of the Sewer, in: H. Belting – F. Stroth (Hrsg.), 100 Objects of Byzantium (eingereicht, 1700 Wörter).
  • Milan ‒ From Imperial City to Christian Metropolis, in: T. Sessa u. a. (Hrsg.), Brill’s Encyclopedia of Early Christianity (Leiden). (eingereicht, 6200 Wörter)
  • Remembering the Past in Former Roman sedes imperii, in: S. de Blaauw ‒ L. Rutgers (Hrsg.), Acta XVII Congressus Internationalis Archaeologiae Christianae 2018, (4500 Wörter, peer-reviewed).
  • Zwischen (Ver-)bergen und Verehren ‒ Das Silberkästchen von S. Nazaro (Mailand), in: B. Edelmann-Singer u. a. (Hrsg.), Sprechende Objekte in der Metropole der Vormoderne. Internationale Jahrestagung 2019 des Forum Mittelalter der Universität Regensburg (Regenburg 2020) (eingereicht, 9000 Wörter).
  • Saints and their Cult. The Development of a Christian Cultic landscape, in: C. Goodson ‒ J. Hillner (Hrsg.), A Companion to Early Medieval Rome (c. 400–c.1050) (Leiden). (6000 Wörter)

Lehre

Universität Regensburg

SoSe 2018

  • PS „Palatia. Kaiserresidenzen in römischer und spätantiker Zeit“ (gemeinsam mit Birgit Bergmann).
  • Exkursion nach Rom und Kampanien (gemeinsam mit Elisa di Natale, Albert Dietl, Valentino Pace), inkl. Doktorandenworkshop am Deutschen Archäologischen Institut, Abt. Rom.
  • Doktorandenseminar.

WiSe 2017/2018

  • Doktorandenseminar, gemeinsame Lektüre zu Erinnerungskultur

SoSe 2017

  • Doktorandenseminar, gemeinsame Lektüre zu Metropolitan Studies und zum sog. Spatial turn

Ludwig-Maximilians-Universität München

WiSe 2018/2019

  • Kolloquium zur spätantiken Archäologie und byzantinischen    Kunstgeschichte.

SoSe 2018

  • Kolloquium zur spätantiken Archäologie und byzantinischen    Kunstgeschichte.

WiSe 2017/2018

  • Kolloquium zur spätantiken Archäologie und byzantinischen    Kunstgeschichte.

SoSe 2017

  • Kolloquium zur spätantiken Archäologie und byzantinischen    Kunstgeschichte.

WiSe 2016/2017

  • Kolloquium zur spätantiken Archäologie und byzantinischen    Kunstgeschichte.

SoSe 2016

  • Seminar mit Exkursion nach Kilikien (gemeinsam mit F. A. Bauer).
  • Kolloquium zur spätantiken Archäologie und byzantinischen    Kunstgeschichte.

WiSe 2015/2016

  • Kolloquium zur spätantiken Archäologie und byzantinischen    Kunstgeschichte.

SoSe 2011

  • PS „Das Bild des Kaisers in der Spätantike“.

WiSe 2007/2008

  • Ü zur Exkursion „Mailand in der Spätantike“ (gemeinsam mit F. A. Bauer).
  • Tutorium zu spätantiker und byzantinischer Kunst in den Münchener Museen mit Exkursion nach Nürnberg (Germanisches Nationalmuseum).

WiSe 2004/2005

  • Tutorium zum Einführungskurs in die Klassische Archäologie.

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg


SoSe 2018

  • Workshop „Metropolität: Möglichkeiten und Grenzen einer modernen Kategorie für die altertumswissenschaftliche Forschung“

WiSe 2014/15

  • Ü „Einführung in die spätantike und frühchristliche Ikonographie“.

SoSe 2013

  • PS mit Exkursion „Rom von der Spätantike bis ins frühe Mittelalter“
    WiSe 2012/2013
  • PS „Zypern in spätantiker und byzantinischer Zeit“.
  • Ü Bestimmungsübung.

Graduiertenschule für Altertumswissenschaften „Distant Worlds“

WiSe 2016/2017

  • Methodologieseminar „Materielle Sachkultur“ (gemeinsam mit M. Flossmann-Schütze).
  • Doktorandenseminar, gemeinsame Lektüre zu Synkretismus, Social Coexistence Theory und zur ethnischen Interpretation archäologischen Fundmaterials.

SoSe 2016

  • Doktorandenseminar, gemeinsame Lektüre zu Göttervorstellungen, Randgruppen und zum Freiheitsbegriff in antiken Welten.
  • Exkursion nach Paris (gemeinsam mit M. Flossmann-Schütze, St. Ritter und F. A. Bauer), inkl. Doktorandenworkshop in Kooperation mit dem Laboratoire d'Exellence „Réligion et Societé dans le Méditerranée“ (gemeinsam mit B. Caseau).

WiSe 2015/2016

  • Workshop und öffentliche Podiumsdiskussion „Roman Slavery 2nd-6th century“ bzw. „Sklaverei in der Antike“ (gemeinsam mit E. Flaig, E. Herrmann-Otto, K. Harper, N. Lenski).
  • Doktorandenseminar, gemeinsame Lektüre zur sozialen Netzwerktheorie, zentralörtliche Theorie und zur neuen Institutionen Ökonomie.
  • Exkursion nach Iran (gemeinsam mit M. Roaf und M. Flossmann-Schütze).
  • Kurzexkursion nach Amsterdam, Besuch der Ausstellung „Rome. Emperor Constantine's Dream“ (gemeinsam mit S. de Blaauw).

SoSe 2015

  • Kurzexkursion nach Berlin, u. a. Besuch der Ausstellung „Ein Gott – Abrahams Erben am Nil: Juden, Christen und Muslime in Ägypten von der Antike bis zum Mittelalter“ (Bode Museum) (gemeinsam mit M. Flossmann-Schütze und F. A. Bauer).

WiSe 2014/2015

  • Workshop „Museumskulturen“ (gemeinsam mit R. Gebhard,     Archäologische Staatssammlung München und S. Schmid, HU Berlin) im Rahmen der Tagung der Graduiertenprogramme München, Berlin und Basel „inter disciplinas – Interdisziplinarität als Chance und Problem in der altertumswissenschaflichen Forschung“.

SoSe 2014

  • Doktorandenseminar „Wissenschaftliches Schreiben“.
  • Tagesexkursion nach Regensburg, u. a. Besuch der bayerischen     Landesausstellung „Ludwig der Bayer. Wir sind Kaiser“.

WiSe 2013/2014

  • Doktorandenseminar.
  • Tagesexkursion nach Karlsruhe zur Ausstellung „Imperium der Götter. Isis – Mithras – Christus. Kulte und Religionen im Römischen Reich“ (Badisches Landesmuseum).


Charlotte Neubert

ehemalige Mitarbeiterin am Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne" (April 2017 bis September 2019). Anschließend Promotionsabschlussstipendium des Zentrums für Chancengleichheit der Universität Regensburg (WS 2020/21).

Nunmehr Wissenschaftliche Mitarbeit bei Prof. Dr. Maria Selig (Universität Regensburg).


Lebenslauf

Charlotte Neubert studied History, German Literature, German as a foreign language and Latin at the University of Regensburg (2008/09-2014/15). She completed her studies with a Bachelor of Arts degree and the state examination (“Staatsexamen Gymnasium”.

She went to Durham on the Erasmus+ programme in order to to study and do an internship during autumn term 2014. From September 2015 to March 2017, she was working as a research assistant for Professor Jörg Oberste (Medieval History and Auxiliary Science of History). Since April 2017 Charlotte has been a member of the teaching staff at the University of Regensburg and a member of the DFG-Graduate Programme Metropolism in Pre-modern Times (Metropolität in der Vormoderne). For the academic year 2017/18 she went to England for an extended research trip. Charlotte attended seminars at Durham University, visited several medieval conferences (e.g. IMC Leeds 2018, Harlaxton Medieval Symposium) and taught as a language assistant at the University of Newcastle (e.g. workshop Images of the City Newcastle – An interactive guided tour through the medieval and early modern version of the city). She is currently a doctoral candidate at the University of Regensburg under the supervision of Prof. Dr. Jörg Oberste. In the summer term 2019 she was spending two months in London with her academic mentor Prof. Dr. Caroline Barron (Royal Holloway, University of London).  She attended the weekly Medieval and Tudor London Seminar at the Institute of Historical Research, School of Advanced Study, University of London. The research trip was funded by the Mentoring International Programme of the German Research Foundation.

Since April 2021 she is now working in a project on vernacular script production in 14th and 15th century Paris for Prof. Dr. Maria Selig.

Grants, scholarships and memberships:

  • Erasmus + Programme (09/2014 - 11/2014)
  • DAAD / German Academic Exchange Service Language Assistant (09/2016 - 04/2017)
  • External Funding DFG, Mentoring International Programme (05/2019 - 07/2019)
  • "My parish network", Warwick University, UK (Warwick Network for Parish Research)

Forschung

Research Interests

  • Urban history
  • 15/16th century England
  • Late medieval and Tudor London
  • Historiographic Narration
  • Concepts of Identity and Meaning

Research project

Construction of an urban identity in late medieval and early Tudor London

Urban chronicles are very well preserved for many towns and cities in northern Italy, Switzerland and Germany. London and England didn’t produce an official narration about their own history as a civic community. Nevertheless, this doesn’t mean that there aren’t other forms of historical writing to create and establish a corporate sense of identity: Chronicle texts often appear in private writing, included in anthologies or miscellaneous collections. I am especially interested in the origin of myths, the way they are told, altered and visualised and how the current political situation is influencing the demand of those. I would like to look at the London merchants as a special group of citizens and how they produced and perceived their urban history through texts as well as through other medial strategies to construct a civic and urban identity. My main focus lies on the narrative sources; texts that deal with London, its history and presentation as a topic.


Vorträge

  • "Die Konstruktion metropolitaner Identität am Beispiel Nürnbergs - Constructing a metropolitan identity -Nuremberg as a case study", London, Summer School "Metropolis" at the IMLR School of Advanced Study, University of London, July 2017.
  • “London in the later middle Ages. Written sources”, Research Seminar of the DFG-Graduiertenkolleg “Metropolität in der Vormoderne”, University of Regensburg, January 2018.
  • "Learning from catastrophes. Fires and their regulations in London before the Great Fire 1666" at the conference “Earthquakes, fire, floods and other catastrophes. Their influence of development and image of a city in late medieval and pre-modern times”, Institute for Cultural Heritage Preservation, Basel, Switzerland, February 2018.
  • “Constructing an urban identity. Historiographical texts by late medieval London merchants”, Seminar of the German Archaeological Institute, German Archaeological Institute, Rome, April 2018
  • “Constructing a metropolitan identity”, Poster Presentation of PhD project at Harlaxton Medieval Symposium, Harlaxton, UK, July 2018
  • „Kaufleute im spätmittelalterlichen London. Konstruktion einer städtischen Identität (insb. der ital. Kaufleute)“, at the workshop during the conference „Italien als Vorbild? Ökonomische und kulturelle Verflechtungen europäischer Metropolen am Vorabend der 'ersten Globalisierung' (1300-1600)", University of Regensburg, November 2018.
  • „Die Rezeption der Descriptio des FitzStephen durch spätmitteralterliche Kaufleute Londons. Zur Konstruktion städtischer Identität“, Interdisziplinärer Methodenworkshop "Informationsverarbeitung in der Stadt des 12.-16. Jahrhunderts", DHI Deutsches Historisches Institut, Rome, November 2018.
  • „Konstruktion metropolitaner Identität. London im späten Mittelalter“, Freitagskolloquium des IStG, Institut für Vergleichende Stadtgeschichte, Münster, January 2019.
  • „Die Konstruktion städtischer Identität an Beispielen privater Schriftlichkeit Londoner Kaufleute (15. – 16. Jahrhundert)“, Research Seminar of the DFG-Graduiertenkolleg “Metropolität in der Vormoderne”, University of Regensburg, January 2019.
  • „Introduction to the field of Emotional History”, together with fellow PhD student Gregory Tucker, Research Seminar of the DFG-Graduiertenkolleg “Metropolität in der Vormoderne”, University of Regensburg, May 2019.
  • „Letzter Stand des Dissertationsprojekts“, Forschungskolloquium des DFG-Graduiertenkolleg “Metropolität in der Vormoderne”, Universität Regensburg, Februar 2020.

Publikationen

  • Die Konstruktion städtischer Identität an Beispielen privater Schriftlichkeit Londoner Kaufleute (14. – 16. Jahrhundert), in: Informationsverarbeitung in der Stadt des 12.-16. Jahrhundert. Beiträge des interdisziplinären (Post-)Doc-Workshop des Trierer Zentrums für Mediävistik im November 2018, hrsg. von Eric Burkart und Vincenz Schwab (Mittelalter. Interdisziplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte, Beihefte 2), S. xxx–xxx, https://mittelalter.hypotheses.org/XXXXX. (forthcoming May 2019).
  • C. Neubert, London auf dem Weg zur Metropole, in: Blick in die Wissenschaft. Forschungsmagazin der Universität Regensburg 40 (2019), S. 32-35.
  • Happes, Julian / Neubert, Charlotte / Zimmermann, Julian: Bilder erzählen Geschichte. Eine Annäherung an eine aktiv-produzierende Bilddidaktik im digitalen Medium, in: Ulrich Hägele (Hrsg.): SnAppShots: Smartphones als Kamera. Münster. (erscheint 07/2021).

Lehre

Sommersemester 2020

  • Übung der Fachdidaktik Geschichte: Stadtgeschichte 2.0 Didaktik und Medien außerschulischen historischen Lernens in der digitalisierten Welt - City History 2.0 Didactics and media of extracurricular historical learning in the digitalised world (gemeinsam mit Julian Zimmermann, Veranstaltungsnummer: 33230)

Sommersemester 2019

  • Übung: Städte erzählen Geschichte - Stadtgeschichtsschreibung spätmittelalterlicher Städte Europas - London im Fokus (Veranstaltungsnummer: 33188)

Sommersemester 2017

  • Proseminar: Die Merowinger (Veranstaltungsnummer: 33168)


Sebastian Pößniker

ehemaliger Mitarbeiter am Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne" (August 2017 bis November 2020).


Lebenslauf

Sebastian Pößniker studierte Geschichte, deutsche Philologie, klassische Philologie und Politikwissenschaft auf Lehramt Gymnasium und Bachelor of Arts. BA-Abschluss 2016 (Thema: Do et des? Analyse der finanziellen Kontakte zwischen Ludwig dem Bayern und seinen direkten Geldgebern der reichsstädtischen Finanz- und Wirtschaftselite Regensburgs und Nürnbergs), MA- Abschluss 2017 (Thema: Erbsen zählen oder fett genug? Einkommen und Konsummuster der Regensburger Unterschicht von 1595-1720).

Von 2011 bis 2014 als SHK am Lehrstuhl für Bayerische Geschichte (Prof. Bernhard Löffler), am Haus der Bayerischen Geschichte und im Stadtarchiv Regensburg, ab 2015 am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte (Prof. Mark Spoerer), ist er seit Mitte August 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Graduiertenkolleg Metropolität in der Vormoderne an der Universität Regensburg tätig und beschäftigt sich mit in Rechnungsbüchern überlieferten Löhnen und Preisen in Regensburg und Nürnberg, um Fragen des (materiellen) Lebensstandards einer Stadt und ihres Umlandes, der Sozialstruktur und der Konjunktur vom Spätmittelalter bis zur Industrialisierung auch im Vergleich mit anderen europäischen Städten nachzugehen.


Forschung

Forschungsinteressen

  • Sozialgeschichte der Arbeit
  • Lebensmittelmärkte und Versorgungskrisen i. Z. m. Umweltgeschichte
  • Konsumgeschichte und Protoindustrialisierung
  • Armut und Fürsorgewesen
  • Archiv und Geschichte im Digitalen Zeitalter

Forschungsprojekt

Materieller Lebensstandard und Marktkonjunktur im süddeutschen Raum 1350-1800. Löhne und Preise anhand institutioneller Rechnungsbuchüberlieferung in Regensburg im interstädtischen Vergleich.

Seit gut 20 Jahren findet der komplexe Zusammenhang zwischen Ressourcen, Bevölkerungsentwicklung und der wirtschaftlichen Prosperität von Städten und Regionen während der Protoindustrialisierung verstärktes Interesse in der Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Eine Frage im Zentrum der Debatte um die Entwicklung des materiellen Lebensstandards unterer Bevölkerungsschichten vor der industriellen Revolution ist, ob es eine Verbesserung des Lebensstandards zwischen dem beginnenden Spätmittelalter und der Schwelle zur Moderne gab oder nicht. Mit dem sozio-ökonomischen Ungleichheit zusammenhängend ist die Frage nach Sicherheit bzw. Sicherung von Faktoren des Lebensstandards, insbesondere des Arbeits- und Lebensmittelmarktes für die working poor. Diese im Tagelohn arbeitenden Männer, Frauen und Kinder repräsentieren neben anderen das unterbezahlte ökonomische Rückgrat handwerklich-gewerblicher urbaner Produktions- und Distributionsbedingungen in Spätmittelalter und früher Neuzeit.

Bei ihren Löhnen werden in in der Literatur häufig nur vorfindend bare Normlöhne beschrieben, welche lediglich den Horizont des zeitgenössisch Möglichen zeigen. Der Alltag städtischer Lohnarbeit findet sich dagegen in Rechnungen, die es ermöglichen, Vulnerabilitäten der „kleinen Leute“ im Verhältnis zu Teuerungseffekten auf dem alltäglichen Marktgeschehen, auf das die meist vorratslose Haushalte unmittelbar angewiesen waren, zu erkennen. Die Dissertation beschäftigt sich primär mit der Überlieferung des Regensburger St. Katharinenspitals und des reichsstädtischen Almosenamts mit ergänzenden Quellen der Stadtkanzlei und der Chronistik, um mit dem Blick durch die für die Sozioökonomie einer (spät-)mittelalterlichen Metropole konstitutiven Institutionen der materielle Lebensstandard für verschiedene Berufsgruppen der Unter- und Mittelschicht in Regensburg und Umland seit dem 14. Jahrhundert nachzuvollziehen.

Von speziellem Interesse ist es sozio-ökonomische Wandlungsprozesse in den Lebensverhältnissen der „kleinen Leute“ im Wandel und Kontinuität der Bedingungen in der reichsstädtischen Region erkennbar zu machen und zu fragen, ob sie situativ festgemacht und in ihren Folgen abgeschätzt werden können und wie sie sich langfristig auf diese sozio-ökonomisch unterprivilegierte Großgruppe auswirkten. Auch lässt bei der ambivalenten Entwicklung einer Stadt sowie ihres Umlandes das Risiko des (Ver-)Hungers weitere Fragen hinsichtlich des Verhaltens der entscheidenden Elite etwa angesichts des strukturellen Grundproblems Pauperismus und der Bewältigung zu. Schließlich geht es wie in anderen mitteleuropäischen Städten neben den sozio-politischen Faktoren konkret darum, wie sich Einflüsse der Umwelt, insbesondere jährliche Witterungsbedingungen und mittel- bzw. langfristiger Klimawandel auf die sozio-ökonomischen Bedingungen von Lebensstandard, insbesondere durch Vulnerabilitäten von Teuerungskrisen, auswirkten.


Publikationen

  • Staatsarchiv Kattowitz, in: Roman Smolorz (Bearb.): Der Archivkurs des Sommersemesters 2013. Deutsche Sozialgeschichte und ihre Quellen in Ostmitteleuropa, Regensburg 2013, S. 16-20; mit Quirin Würfel.
  • Europäische Zusammenarbeit im Archivwesen, in: Roman Smolorz (Bearb.): Der Archivkurs des Sommersemesters 2013. Deutsche Sozialgeschichte und ihre Quellen in Ostmitteleuropa, Regensburg 2013, S. 53-54; mit Quirin Würfel.
  • Das Staatsarchiv Elbing als Forschungseinrichtung für Historiker, Museologen und Kulturwissenschaftler, in: Raffael Parzefall – Roman Smolorz (Bearb.): Der Archivkurs des Sommersemesters 2014. Deutsche Wirtschafts- und Sozialordnung im Baltikum. Die Quellen zur hanseatischen Geschichte im heutigen Polen (12.-17. Jh.), Regensburg 2014, S. 30-34; mit Tobias Gräf.
  • Danzig und die Hanse, ein historischer Blick auf eine alte Beziehung, in: Raffael Parzefall – Roman Smolorz (Bearb.): Der Archivkurs des Sommersemesters 2014. Deutsche Wirtschafts- und Sozialordnung im Baltikum. Die Quellen zur hanseatischen Geschichte im heutigen Polen (12.-17. Jh.), Regensburg 2014, S. 45-49; mit Tobias Gräf.
  • Zentralarchiv Alte Akten, in: Kathrin Pindl – Manuela Daschner – Raffael Parzefall(Hg.): Der Archivkurs des Sommersemesters 2015. Materielle Überlieferung und (Alltags-)Erinnerung 1795, 1945, 2015, Regensburg 2015, S. 13-18; mit Elisabeth Dechant.
  • Tuchhallen und Marktplatz. Zur wirtschaftshistorischen Entwicklung Krakaus seit dem Mittelalter, in: Kathrin Pindl – Raffael Parzefall (Hg.): Der Archivkurs des Sommersemesters 2016. Archive und Geschichtswissenschaft. „Digital Humanities“ in Polen und Deutschland, Regensburg 2016, S. 10-16.
  • Das numismatische Kabinett des Krakauer Nationalmuseums, in: Kathrin Pindl – Raffael Parzefall (Hg.): Der Archivkurs des Sommersemesters 2016. Archive und Geschichtswissenschaft. „Digital Humanities“ in Polen und Deutschland, Regensburg 2016, S. 30-31.
  • Das Projekt „MEDEA“ (Modeling semantically Enrichted Digital Edition of Accounts), in: Kathrin Pindl – Raffael Parzefall (Hg.): Der Archivkurs des Sommersemesters 2016. Archive und Geschichtswissenschaft. „Digital Humanities“ in Polen und Deutschland, Regensburg 2016, S. 36.
  • Staatsarchiv Kattowitz – Einführung und Bestandüberblick im Rahmen eines Treffens polnischer und deutscher Studierender, in: Roman Smolorz – Mark Spoerer (Hg.): Der Archivkurs im Sommersemester 2017 Austausch und Begegnungen in Polen zwischen Archivarinnen und Archivaren, Historikerinnen und Historikern, Regensburg 2017, S. 18-22
  • S. Pößniker, Spotlight: Auf Heller und Pfennig, in: Blick in die Wissenschaft. Forschungsmagazin der Universität Regensburg 40 (2019), S. 13-14.
  • Pößniker, S., Vom Spital zum materiellen Lebensstandard – Eine Forschungsskizze  zu Löhnen und Preisen für Regensburg im 17. Jahrhundert, in: Dirmeier, A./Spoerer, M.: Spital und Wirtschaft in der Vormoderne. Sozial-karitative Institutionen und ihre Rechnungslegung als Quelle für die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Regensburg 2020, S. 251-283.


Dr. Sabine Reichert

ehemalige Koordinatorin des Graduiertenkollegs 2337 "Metropolität in der Vormoderne" (April 2017 bis November 2018).

Fortan Koordinatorin des Graduiertenkollegs 2304 „Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen. Austausch, Abgrenzung und Rezeption“ an der Universität Mainz.


Lebenslauf

Geboren 1979 in Osnabrück. Studium der Mittleren Geschichte, Historischen Hilfswissenschaften und Volkskunde in Münster. Magistra Artium 2006 mit einer Arbeit über hochmittelalterliche Heiligenverehrung. Von 2007 bis 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Geschichte und Vergleichende Landesgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. 2012 Promotion zum Thema „Die Kathedrale der Bürger. Zum Verhältnis von mittelalterlicher Stadt und Bischofskirche in Trier und Osnabrück“. Von 2013 Koordinatorin des Themenverbunds „Urbane Zentren und europäische Kultur in der Vormoderne“ bis April 2017. Von April 2017 bis November 2018 Koordinatorin des Graduiertenkollegs „Metropolität in der Vormoderne“ und seit 2018 Koordinatorin des Graduiertenkollegs 2304 „Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen. Austausch, Abgrenzung und Rezeption“.

Publikationen

Monographie

  • Die Kathedrale der Bürger. Zum Verhältnis von mittelalterlicher Stadt und Bischofskirche in Trier und Osnabrück (Westfalen in der Vormoderne 22), Münster 2014.

Sammelbände

  • Jörg Oberste, Sabine Reichert (Hgg.),  Stadtgeschichte(n). Erinnerungskulturen der vormodernen Stadt (Forum Mittelalter Studien), Regensburg 2017.
  • Harald Buchinger, David Hiley, Sabine Reichert (Hgg.), Prozessionen und ihre Gesänge in der mittelalterlichen Stadt. Gestalt – Hermeneutik – Repräsentation“ (Forum Mittelalter Studien 13), Regensburg 2017.
  • Thomas Frank, Michael Matheus, Sabine Reichert (Hgg.), Wege zum Heil. Pilger und Heilige Orte an Mosel und Rhein (Geschichtliche Landeskunde 67), Stuttgart 2009.

Aufsätze

  • Für immer und ewig? Eine spätmittelalterliche Stiftung im konfessionellen Zeitalter, in: Susanne Taus, Ulrich Winzer (Hgg.): Miteinander leben? Reformation und Konfession im Fürstbistum Osnabrück 1500–1700 (Kulturregion Osnabrück 31), Münster 2017, S. 329–342.
  • Die spätmittelalterliche Reginen-Prozession in Osnabrück. Religiöse Festkultur als Erinnerungsträger, in: Sigrid Hirbodian, Volker Drecoll, Ruth Conrad (Hgg.): Säkulare Prozessionen. Zur religiösen Grundierung von Umzügen, Einzügen und Aufmärschen (Colloquia historica et theologica), Tübingen (im Druck).
  • Bürger zwischen Bischof und Rat. Personelle Verflechtungen im spätmittelalterlichen Osnabrück, in: Andreas Bihrer, Gerd Fouquet (Hgg.): Bischofsstadt ohne Bischof? Präsenz, Interaktion und Hoforganisation in bischöflichen Städten des Mittelalters (1300–1600) (Residenzenforschung), Ostfildern (im Druck).
  • „Heiliges Trier“. Die Sakralisierung des städtischen Raumes im Mittelalter, in: Thomas Lau, Karsten Igel (Hgg.), Stadt im Raum. Imaginationen, Interaktionen, Möblierungen, Köln u.a. 2016, S. 77–86.
  • Die Stadt als Bühne. Einzüge, Umzüge und Prozessionen in der mittelalterlichen Stadt, in: Blick in die Wissenschaft. Forschungsmagazin der Universität Regensburg 32 (2015), S. 38–41.
  • Familiengeschichte(n). Die Familien von Dumstorp und von Horne im spätmittelalterlichen Osnabrück, in: Osnabrücker Mitteilungen 119 (2014), S. 9–24.
  • Die konfessionelle Besetzung des städtischen Raumes. Medien und Akteure in der Osnabrücker Chronik des Rudolf von Bellinckhausen, in: Jörg Oberste (Hg.), Pluralität – Konkurrenz – Konflikt. Religiöse Spannungen im städtischen Raum der Vormoderne  (Forum Mittelalter Studien 8), Regensburg 2013, S. 253–267.
  • Hagiographie im Dienst territorialer Stabilisierung. Heinrich von Müllenark und die Kölner Kirche nach dem Mord an Erzbischof Engelbert von Berg 1225, in: Märkisches Jahrbuch für Geschichte 2011, S. 7–27.
  • Prozessionen als Merkmal konfessioneller Zugehörigkeit. Die Osnabrücker Gegenreformation im Spiegel der Chronik des Rudolf von Bellinckhausen, in: Osnabrücker Mitteilungen 2009, S. 31–48.
  • „Kahme eine neüe Trangsahl über das Stifft Oßnabrück, wovon dießes Closter seinen Theil mit empfungen hat“. Das Kloster Gertrudenberg vor Osnabrück zwischen Reformation und Westfälischem Frieden, in: Werner Freitag, Christian Helbich (Hgg.), Bekenntnis, soziale Ordnung und rituelle Praxis. Neue Forschungen zu Reformation und Konfessionalisierung in Westfalen (Westfalen in der Vormoderne 4), Münster 2009, S. 47–71.
  • Miracula Sancti Ludgeri. Eine Neubewertung der hochmittelalterlichen Ludgerusverehrung im Bistum Münster, in: Thomas Frank, Michael Matheus, Sabine Reichert (Hgg.), Wege zum Heil. Pilger und Heilige Orte an Mosel und Rhein (Geschichtliche Landeskunde 67), Stuttgart 2009, S. 181–197.
  • Art. „Bischofsstadt / Kathedralstadt“, Portal Städtegeschichte.de


Anton-Claudio Schäfer

ehemaliger Mitarbeiter am Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne" (April 2017 bis September 2020).


Lebenslauf

Anton-Claudio Schäfer studierte seit dem Wintersemester 2009/10 an der Universität Regensburg zuerst Lehramt Gymnasium (Geschichte und Englisch) und wechselte mit dem Wintersemester 2010/11 zu einem Bachelorstudium mit Hauptfach Geschichte mit den Schwerpunkten Antike und Mittelalter und Kunstgeschichte sowie Politikwissenschaft als Nebenfächer. Er war ab dem Sommersemester 2010 Mitglied der Fachschaft Geschichte u.a. mit Vorsitz im Jahr 2015. Die Abschlussarbeit hatte die Integration der Kelten in das Imperium Romanum mit  Schwerpunkt auf der Religion als Indikator des kulturellen Wandels zum Thema. Seit dem Sommersemester 2013 bis zum Wintersemester 2016/17 studierte er den Masterstudiengang Geschichte an der Universität Regensburg mit  dem Schwerpunkt in alter Geschichte. Den Abschluss erlangte er durch eine Arbeit zum Bild der Kelten im Spiegel römischer Autoren, wobei sich der betrachtete zeitliche Rahmen der Rezeption von der späten Republik bis zum Anfang des zweiten Jahrhunderts n. Chr. erstreckte. Seit September 2017 promoviert Anton-Claudio Schäfer bis voraussichtlich September 2020 im Rahmen des Graduiertenkollegs 2337 „Metropolität in der Vormoderne“ als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Regensburg zum antiken Mailand und dessen Entwicklung vom insubrischen Hauptort hin zu einer römischen Provinzstadt.

Forschung

Forschungsinteressen

  • Geschichte mit dem Fokus auf der Alten Geschichte
  • Mailand in historischer Perspektive
  • Interaktion zwischen Kelten und Römern
  • Integrationsprozesse von Kelten in das römische Reich

Forschungsprojekt

Mediolanum: Von der metropolis Insubrae zum municipium civium Romanorum

Eine Provinzstadt im Prozess der Transformation: Sonderstellung oder historisches Beispiel?

Ziel der Arbeit soll sein, die Anpassungsprozesse des römischen Mediolanum von einer keltischen Stammeshauptstadt im dritten Jahrhundert v. Chr. hin zu einer Provinzstadt bis in das zweite Jahrhundert n. Chr. herauszuarbeiten. Dabei gilt es, Merkmale und sukzessive Veränderungen der Metropolität der norditalienischen Stadt zu untersuchen und wie die Bevölkerung daran beteiligt war und damit umging. Dies soll sowohl durch die Betrachtung der lokalen Elite, als auch durch Dokumentationen der einfacheren Bevölkerung, eingeschränkt durch die Quellen vor allen der breiten Mittelschicht, ermöglicht werden. Hierbei sei die Unterstützung der Oberschicht für den Konsul Marcus Emilius Lepidus zu erwähnen, der versuchte die Nachfolger der sullanischen Strömung zu stürzen. Die Mailänder erhofften sich im Zuge dessen den Provinzvorsitz von der Stadt Mutina (dem heutigen Modena) für sich zu sichern, allerdings scheiterte die Rebellion und wurde mit härtesten Repressionen unterdrückt. Der Umgang mit dem Verlust der Funktion als politisches Zentrum mit der zeitgleichen Maximierung der Wohnfläche, Erhöhung der Siedlungsdichte und der Errichtung von Monumentalbauten soll, gerade im Vergleich mit Städten wie Mutina, erforscht werden.

Da Mediolanum sowohl als keltischer Zentralort, als auch als römische Provinzstadt für den überregionalen Handel und ein sehr ertragreiches Umland bekannt war, gilt es etwaige römische Umstrukturierungen nach der Eroberung der Region zu betrachten und deren Auswirkungen auf die Entwicklung der Stadt zu beleuchten. Die Regionen der Cisalpina südlich des Po wurden nach der Eroberung Ende des dritten Jahrhunderts v. Chr. teils radikal umstrukturiert, sowohl was Siedlungsgebiete als auch was Handelsrouten betrifft. Im Gegensatz dazu blieb die Transpadana weitestgehend davon verschont. Die Region wurde schließlich essentiell für die Versorgung Italiens. Die Insubrer sollen etwa so fette Schweine gezüchtet haben, dass diese kaum stehen konnten und die Landwirtschaft war so ergiebig, dass die Transpadana eine strategisch sehr wichtige, jedoch gleichzeitig geographisch exponierte Provinz wurde.

Bei der Bearbeitung steht außerdem die Frage im Hintergrund, wie weit die keltischen Wurzeln für die Stadt und Bevölkerung von Bedeutung waren und ob der Umgang mit ihnen ein eher singuläres Phänomen Mediolanums war. Die 230 in den Inschriften des ersten und zweiten Jahrhunderts n. Chr. genannten Familien bzw. gentes waren meist indigener Abstammung oder mit nichtrömischen Frauen verheiratet. Die hier vertretene Mittelschicht bestand vor allem aus lokalen Magistraten, Handwerkern und Händler und war gespickt mit ambitionierten liberti im sozialen Aufschwung. Ein paar Jahrhunderte später lässt sich der keltische Hintergrund immer noch erkennen. Zuletzt sollen die Ergebnisse der Arbeit einen Ausblick auf die Rolle der Geschichte und Entwicklung der Stadt hinsichtlich der späteren Ernennung zur Kaiserresidenz Ende des dritten Jahrhunderts n. Chr. bieten. Waren diese Veränderungen innerhalb der vier Jahrhunderte um die Zeitenwende außergewöhnlich oder eher als historisches Beispiel zu verstehen? Wieweit lassen sich metropolitane Strukturen erkennen, von denen die Kaiserresidenz später profitieren konnte? War somit diese Stadt, die schon seit der Gründung ein Schmelztiegel war, im Zuge ihrer Entwicklung ein idealer Ort für die spätere Residenz oder war die Ernennung nur dem aktuellen militärischen Zustand im dritten Jahrhundert n. Chr. geschuldet?

Die Promotion soll dabei die vorhandene Forschung zu Oberitalien mit den punktuellen archäologischen Untersuchungen vor allem zu Mailand verbinden und mit Hilfe der oben genannten Fragen die Veränderungen der Stadt und ihrer Bewohner nachvollziehbar machen. Die Forschung hierzu ist lückenhaft und auf verschiedene Disziplinen verteilt, worauf sich diese Arbeit dennoch stützen kann. Hierbei sind die aktuell erschienene Monographie von RONCAGLIA über das römische Norditalien, die Sammlung archäologisch nachvollziehbarer Bauten Mailands bei SACCHI und das Werk von GRASSI zu den Transformationsprozessen von den Insubrern in der römischen Transpadana besonders hervorzuheben. Das Konzept der Metropolität eignet sich hierbei besonders gut, um diese Prozesse zu kategorisieren und Mediolanum lange vor der Residenzwerdung eine Sonderstellung, oder eben nur eine beispielhafte Entwicklung einer in das Imperium Romanum eingegliederten Stadt zu attestieren.


Vorträge

Mediolanum - die vergessene Hauptstadt: 18.04.2018 in Rom im Rahmen eines Doktorandenworkshops am Deutschen Archäologischen Institut Rom

Dr. Gregory Tucker

ehemaliger Mitarbeiter am Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne" (Juni 2017 bis August 2020).


Lebenslauf

Gregory Tucker erhielt seinen Bachelor-Abschluss in Theologie (First Class) am Keble College, Universität Oxford (2008–2011) mit einer These über die Rhetorik monastische Reformen im frühmittelalterlichen griechischen Osten und England. Danach erhielt er einen Master of Studies in Patristik (Oxford, 2011–2012) mit einer These über die Rezeption des Vaterunsers in frühgriechischer Theologie, sowie einen Master of Arts in orthodoxer Theologie (St Vladimir’s Orthodox Theological Seminary, New York, 2012–2014) mit einer These über kenōsis (Selbstleerung) und Wissen in den Homilien von Origenes über Jeremias. Erforderliche Kurse und Comprehensive Examinations (2014–2017) in Theologie belegte er erfolgreich an der Fordham University, New York, bevor er im Mai 2017 auf die Universität Regensburg wechselte, um seine Dissertation unter Prof. Dr. Harald Buchinger zu vollenden.


Gregory Tucker read for the degree of Bachelor of Arts in theology (First Class) at Keble College, University of Oxford (2008–2011), writing a thesis comparing the rhetoric of monastic reform in the early Medieval Greek East and England. He subsequently obtained the degrees of Master of Studies in Patristics (Oxford, 2011–2012), with a thesis on the reception of the “Our Father” in early Greek theology, and Master of Arts in Orthodox theology (St Vladimir’s Orthodox Theological Seminary, New York, 2012–2014), with a thesis on kenōsis and knowledge in Origen’s homilies on Jeremiah. He completed PhD coursework and comprehensive examinations (2014–2017) in theology at Fordham University, New York, before moving to the University of Regensburg in May 2017 to complete his doctoral dissertation under the direction of Prof. Dr Harald Buchinger.


Forschung

Forschungsinteressen

  • Geschichte und Theologie der ostchristlichen Liturgie
  • liturgische Texte in Zusammenhang mit Musik, Kunst, Architektur und Ritual
  • theologische und liturgische Hermeneutik
  • Verhältnis zwischen dogmatischer Theologie und Liturgie
  • zeitgenössische Themen in orthodoxer Theologie und Liturgie

Forschungsprojekt

“Since we Believe in Him, Let us Sing to Him”: the Hymnography of the Middle Byzantine Cathedral Liturgy & Its Liturgical Theology

[„Da wir an ihn glauben, lasst uns zu ihm singen”: die Hymnographie der mittelbyzantinischen Kathedralliturgie und ihre liturgische Theologie]

Das Projekt ist in zwei Teile aufgegliedert: der erste Teil wird eine vergleichende Edition und eine Taxonomie des Korpus außerbiblischer Hymnographie der mittelbyzantinischen Kathedralliturgie; der zweite Teil wird eine theologische Analyse eines Auszuges festtäglicher Hymnen aus jenem Korpus anbieten. Das Projekt sieht sich mithin als Werk einer liturgisch-geschichtlichen Theologie, mit angemessener Betonung auf beide Elemente: Forschungsgegenstand sind schriftliche Belege der Liturgie der Großen Kirche im  mittelbyzantinischen Konstantinopel (c. 843–1204); passende historische Methodologien werden angewandt, um das Korpus festzustellen und zu analysieren; der Inhalt der Liturgie wird nachgefragt und analysiert in der expliziten Absicht, theologische Bedeutung herauszuschöpfen. Die Dissertation will darauf zielen, die klaffende Gruft zu überbrücken, die manchmal zwischen Liturgiewissenschaft und konstruktiver liturgischer Theologie besteht.


Research Interests

  • history and theology of Eastern Christian Liturgy
  • liturgical texts in relation to music, art, architecture, and ritual
  • theological and liturgical hermeneutics
  • relationship between dogmatic theology and liturgy
  • contemporary issues in Orthodox theology and liturgy

Project

“Since we Believe in Him, Let us Sing to Him”: the Hymnography of the Middle Byzantine Cathedral Liturgy & Its Liturgical Theology

This project falls into two parts: the first will establish a comparative edition and taxonomy of the corpus of extra-biblical hymnography of the Middle Byzantine cathedral liturgy; and the second will offer a theological analysis of a selection of festal hymns from that corpus. The project endeavours to be a work of “liturgical historical theology,” with proper emphasis placed on each of those elements: the object of study is the material evidence for the liturgy of the Great Church of Constantinople in the Middle Byzantine period (c. 843–1204); appropriate historical methodologies will be employed to establish and categorize the corpus; and the content of the liturgy will be interrogated and analysed with the explicit intention of drawing out theological meaning. The dissertation seeks to bridge the gap that sometimes divides historical liturgical studies and constructive liturgical theology.


Vorträge

  • “Lex Orandi: Opportunities and Challenges for Orthodoxy and Interreligious Dialogue from a Liturgical Perspective,” First International Conference of the International Orthodox Theological Association, Iași, Romania, January 2019. By invitation.
  • Workshop on philosophical issues in the discipline of history, Arbeitsgruppe “Inszenierung von Geschichtlichkeit im metropolitanen Kontext,” DFG-Graduiertenkolleg “Metropolität in der Vormoderne,” Universität Regensburg, December 2018.
  • “Hymns of the Great Church: Towards Critical Texts & Analytic Methodology for Ancient Troparia,” Seminar: The Hymnogrpahy of Constantinople & Its Context (400–900AD), Faculty of Theology, University of Oslo, December 2018.
  • “Remembering the Mother City: Urban Identity & the Cathedral Liturgy of Middle Byzantine Constantinople,” Research Seminar of the DFG-Graduiertenkolleg “Metropolität in der Vormoderne,” Universität Regensburg, November 2018.
  • Workshop on Orthodox ecclesiology, Working Retreat of the “Orthodoxy” Group of the European Forum for LGBT Christian Groups, Helsinki, Finland, July 2018. 
  • “Auralization of Byzantine Ecclesiastical Architecture: Soundscapes & Multisensory Experience,” DFG-Graduiertenkolleg “Metropolität in der Vormoderne,” Universität Regensburg, June 2018.
  • “Towards the Prehistory of the Conciliar Feasts,” at the conference “Towards the Prehistory of the Byzantine Liturgical Year: Festal Homilies and Festal Liturgies in Late Antique Constantinople,” Universität Regensburg, July 2018.
  • “Olivier Clément & Vernacular Liturgy, Again and Again,” Eighth International Conference of Orthodox Theology, University of Thessaloniki, Greece, May 2018.
  • Survey & Guided Tour of Santa Maria in Cosmedin, Rome, April 2018.
  • “Liturgy in Constantinople & the Theological ‘World’ of Middle Byzantine Humns,” Research Seminar of the DFG-Graduiertenkolleg “Metropolität in der Vormoderne,” Universität Regensburg, December 2017.
  • “The Great Canon of Saint Andrew of Crete: Lenten Hymnography in the Orthodox Church,” Seminar on Lenten Liturgies, Universität Regensburg, November 2017.
  • “‘Since We Believe in Him, Let us Sing to Him’: The Hymnography of the Middle Byzantine Cathedral Liturgy and Its Liturgical Theology,” Senior Seminar of the Chair for Liturgy Theology, Universität Regensburg, November 2017.

Publikationen

Beiträge

  • A. Cortese, G. Tucker, Metropolität und Geschichtlichkeit, in: Blick in die Wissenschaft. Forschungsmagazin der Universität Regensburg 40 (2019), S. 8-12.
  • “Towards the Prehistory of the Conciliar Feasts,” in conference volume of “Towards the Prehistory of the Byzantine Liturgical Year: Festal Homilies and Festal Liturgies in Late Antique Constantinople,” Universität Regensburg, July 2018 (forthcoming).
  • “‘O Day of Resurrection!’ The Paschal Mystery in Hymns,” Studia Patristica XCII, Vol. 18 Liturgica and Tractatus Symboli; Orientalia; Critica et Philologica; Historica, ed. Markus Vinzent (Peeters, 2017): 41–47.
  • “The Council of Constantinople III (681): the Moral Dynamism of Christ and the Significance of Freedom,” in Seven Icons of Christ: the Christology of the Ecumenical Councils, ed. Sergey Trostyanskiy (Gorgias Press, 2016): 297–342.
  • “Converting the Use of Death: the Ascetic Theology of St Maximus the Confessor in Ad Thalassium 61,” in Orthodox Monasticism Past and Present, ed. John A. McGuckin, Sophia Studies in Orthodox Theology 8 (Theotokos Press, 2014): 332-45.

Übersetzungen/Translations

  • Olivier Clément, “Tous, préparons ensemble le Concile” Contacts 76.4 (1971), for The Wheel (forthcoming 2019).

Book Reviews

  • Daniel Galadza, Liturgy and Byzantinization in Jerusalem, Oxford Early Christian Studies (Oxford: Oxford University Press, 2018), in Journal of Orthodox Christian Studies 1.2 (Fall 2018).

Public Theology



Dr. Maria Weber

ehemalige Mitarbeiterin am Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne" (April 2017 bis August 2019).

Seit September 2019 nunmehr tätig am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit an der LMU München.


Lebenslauf

Maria Weber studierte ab dem Wintersemester 2011 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt Lehramt für Realschule mit den Fächern Geschichte und Germanistik, gleichzeitig absolvierte sie ein Bachelorstudium Geschichte, das mit mit einer Bacheolorarbeit am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte zur Reisefinanzierung König Sigismunds nach Frankreich und England abgeschlossen wurde.

Im Herbst 2016 beendete sie mit dem 1. Staatsexamen das Lehramtsstudium. Aufbauend auf die beiden Abschlussarbeiten – an das Bachelorstudium schloss sich ein interdisziplinärer Masterstudiengang an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt an, der mit einer Arbeit zur Schuldenpraxis im spätmittelalterlichen Augsburg beschlossen wurde – beschäftigt sie sich in ihrem Promotionsprojekt mit der Frage nach dem Umgang, den Praktiken und der Wahrnehmung von Geld und Schulden in spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Metropolen.


Forschung

Forschungsinteressen

  • Geld und Schulden in der Vormoderne
  • Gerichtspraxis und Justiznutzung (14.-16. Jahrhundert)
  • Archiv- und Verwaltungsgeschichte
  • Materielle Kultur in der Vormoderne

Forschungsprojekt

Um ain Suma geltz - Schuldenpraxis in vormodernen Metropolen

“Credit (apprestum/prestitis) was ubiquitous in later medieval society” (Goddard, Richard, Credit and Trade, S. 1 (2016)). Mit dieser Feststellung leitet Richard Goddard seine kürzlich erschienene Studie zu „Credit and Trade in later Medieval England“ ein.
Die Ubiquität von Krediten und die Alltäglichkeit von (Geld-)Leihe, Pfand- und Borgkauf, Verpfändung und Versetzung von Geld und seiner materiellen Äquivalente tritt uns in der städtischen Schriftlichkeit, wie sie durch Ratsprotokolle, Gerichtsbücher und Missive auf einer obrigkeitlich-normativen Ebene repräsentiert werden, als auch in privaten Schuldbüchern, Schuldbriefen, Korrespondenzen oder chronikalischen Aufzeichnungen, vielfach entgegen.

Diese Überlieferung aus der spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Reichsstadt Augsburg als Ausgangspunkt und „primäre[n] Stellvertreter der Praxis“ (Haasis/Rieske, Historische Praxeologie. Zur Einführung, S. 1 (2015)) zu nehmen und nach dem Umgang, den Praktiken und der Wahrnehmung von Geld und Schulden zu fragen, bildet den Kern des Promotionsprojektes. Aus praxeologisch-mikrohistorischer Perspektivierung, die die Quellengrundlage vorgibt, sollen die Praktiken des Schuldenmachens herausgearbeitet und in Fallbeispielen in ihren jeweiligen Kontexten dicht beschrieben werden. Dabei bilden die obrigkeitliche Normsetzung, institutionelle Regelungsmechanismen und die alltäglichen Praktiken des Schuldenmachens innerhalb d


Vorträge

  • 21. September 2019: „Wenn's ums Geld geht ...“. Konkurrenz und Entscheidungsvielfalt im Umgang mit Schulden vor Gericht in der Reichsstadt Augsburg um 1500.
    Vortrag am Frühneuzeit Historikertag "Konkurrenzen" an der Universität Rostock im Rahmen der Sektion "Konkurrieren und Entscheiden in frühneuzeitlichen Gesellschaften", geleitet von Dr. Philip Hoffmann-Rehnitz und PD Dr. André Krischer (beide Münster).
  • 27. Juni 2019: Also hon ich min Rechnung uff dz kürtzest begriffen - Bewältigungs- und Resilienz-Strategien zwischen
    Routine und Kontingenz? Empirische Befunde aus amtlichen und privaten Rechnungsbüchern der Reichsstadt Augsburg um 1500

    im Rahmen des 1. Resilience Training Seminar an der Universität Leipzig (26.06.2019-27.06.2019), organisiert von Prof. Dr. Markus Denzel und PD Dr. Mechtild Isenmann.
  • 24. April 2019: Hett vil lieber Gelt gehept - Schuldenpraxis in der Reichsstadt Augsburg um 1500.
    Vortrag im Forschungskolloquium des Lehrstuhls für Geschichte der Frühen Neuzeit an der WWU Münster, organisiert von Prof. Dr. Ulrike Ludwig und PD Dr. André Krischer.
    (als Gastwissenschaftlerin am SFB 1150 "Kulturen des Entscheidens" an der WWU Münster vom 15.04.2019 bis 26.04.2019)
  • 10. Oktober 2018: Zwischen "verzaubertem Geld" und "versetzten Röcken"- Schulden als Kuriosa in der Vormoderne?
    Universität Basel, Forschungskolloquium Geschichte der Vormoderne. Aktuelle Forschungsbeiträge (veranstaltet von Susanna Burghartz, Lucas Burkart, Claudia Opitz-Belakhal, Jan Rüdiger, Benjamin Hitz).
  • 27. September 2018: Debts and Credit Networks as stimulating Factors for the Development of Financial Centres?
    Vortrag in Cambridge, The Development of Financial Centres in Europe (1300-1700), Jacopo Sartori.
  • 19. Juli 2018: Zwischen Verfahrensautonomie und sozialer Nähe: Das Verfahren um Schulden vor dem Stadtgericht Augsburg um 1500.
    Vortrag in Frankfurt, Frankfurter Sommerkurs zur Verwaltungsgeschichte: Korruption und Patronage in der Frühen Neuzeit (16.7-19.7. 2018), Prof. Dr. Birgit Emich.
  • 28.-29. Juni 2018: Workshop "Schulden - Das Geld der Vormoderne?" mit Beiträgen von Dr. Benjamin Hitz, Eric Häusler, Daniel Kaune, Sebastian Pößniker und Maria Weber.
  • 10. November 2017: Um ain Suma geltz - Geld und Schulden in spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Städten.
    Zweiter interdisziplinärer (Post)-Doc-Workshop des Trier Zentrums für Mediävistik in der Stadtbibliothek Trier "Die Stadt des Mittelalters an der Schwelle zur Frühen Neuzeit" (8.11 - 10.11.2017).
  • 20. Oktober 2017: Von truhen und roecken, von pretter und schrang – Das Haus vor Gericht.
    Vortrag in Beuggen am Rhein, "Haus-Wesen - Häuser und ihre Materialität von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart (19.10 - 21.10. 2017), veranstaltet vom Arbeitskreis „Haus im Kontext – Kommunikation und Lebenswelt.

Publikationen

  • Geld und Schulden als nervus rerum in der Stadt des Spätmittelalters, in: Die Stadt des Mittelalters an der Schwelle zur Frühen Neuzeit. Beiträge des interdisziplinären (Post-)Doc-Workshop des Trierer Zentrums für Mediävistik im November 2017, hrsg. von Inge Hülpes und Falko Klaes (Mittelalter. Interdisziplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte, Beihefte 1), S. 89–111, https://mittelalter.hypotheses.org/12998.
  • Denzler, Alexander / Weber, Maria, Ein Nemen und aus geben von wegen an Steg und Weg - Materialität, Instandhaltungsmaßnahmen und Kosten Nürnberger Straßen und Brücken am Beispiel des Straßenmanuals von 1547, in: Denzler, Alexander (Hg.), Wahrnehmung und Nutzung von Straßen (1300-1900) (Jahrbuch für Regionalgeschichte 36), Stuttgart 2018.
  • Weber, Maria, Spotlight: Metropolität und Mammon, in: Blick in die Wissenschaft. Forschungsmagazin der Universität Regensburg 40 (2019), S. 14-15.


Nicht publiziert:

  • Um ain Suma geltz - Schuldenpraxis in der Reichsstadt Augsburg im 15. Jahrundert (Masterarbeit an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt bei Prof. Dr. Thomas Wetzstein)

(Die Arbeit wurde 2017 mit dem "Maximiliana Kocher-Preis zur Förderung von Wissenschaft und Forschung im Bereich der Geschichtswissenschaften, insbesondere der bayerischen Landesgeschichte", an der KU Eichstätt, ausgezeichnet).

  • Im gebrast gewalt und macht (...) gelt und barschafft - König Sigismund und die Reise in das Westliche Europa 1415-1417: Reisefinanzierung (Bachelor- und zugleich Zulassungsarbeit an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt bei Prof. Dr. Thomas Wetzstein).


  1. STARTSEITE UR

Metropolität in der Vormoderne

DFG-GRK 2337

Sprecher

Prof. Dr. Jörg Oberste

St-grk 2337
Wissenschaftl. Koordination

Kathrin Pindl M.A.

Kontakt

Kathrin.Pindl@ur.de

Homepage

www.metropolitaet.ur.de