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Alumni/ae

Dr. Kathrin Kraller

ehemalige Mitarbeiterin am Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne" (April 2017 bis April 2018).

Seit Juni 2019 Projektkoordinatorin im deutsch-kubanischen Editionsprojekt "Proyecto Humboldt Digital (ProHD)" an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.


Lebenslauf

Studium der Französischen Philologie, der Italienischen Philologie sowie der Klassischen Archäologie an der Universität Regensburg und der Università degli studi di Pavia, Bachelor of Arts 2011. Anschließend Studium der Romanischen Philologie an der Universität Regensburg, Master of Arts 2014. Von 2012 bis 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Dictionnaire de l’occitan médiéval an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München. Von April 2017 bis April 2018 war sie Mitarbeiterin im Graduiertenkolleg. Am 29. Januar 2019 verteidigte sie ihre im Juli 2018 eingereichte Dissertation mit dem Titel: „Sprachgeschichte als Kommunikationsgeschichte: volkssprachliche Notarurkunden des Mittelalters in ihren Kontexten. Mit einer Analyse der okzitanischen Urkundensprache und der Graphie.“ (summa cum laude).

Seit Juni 2019 ist Kathrin Kraller an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in dem deutsch-kubanischen Editionsprojekt "Proyecto Humboldt Digital (ProHD)" als Projektkoordinatorin tätig.


Forschung

Sprachgeschichte als Kommunikationsgeschichte: volkssprachliche Notarurkunden des Mittelalters in ihren Kontexten. Mit einer Analyse der okzitanischen Urkundensprache und der Graphie.

Im Jahr 1175 tritt in der im Quercy gelegenen Abteistadt Moissac ein Notar namens Arnaudus in Erscheinung. Seine Existenz ist durch einige von ihm unterfertigte Urkunden bis in die 1190er Jahre hinein kontinuierlich belegt. Auffällig ist, dass Arnaudus mit der Aufnahme seiner Tätigkeit als communis notarius de Moisiaco eine volkssprachliche Urkundenschriftlichkeit begründet, die – so die Ergebnisse der Archivrecherchen – von allen seinen Nachfolgern bis ins späte 13. Jahrhundert weitergeführt wird. Die Verwendung des Lateins wird im Bereich der Notarurkunden hingegen fast komplett aufgegeben und erlebt erst im 14. Jahrhundert wieder eine Renaissance.

Die Arbeit setzt sich – einerseits – zum Ziel, die außersprachlichen Kontexte der notariellen Urkunden des 12. und 13. Jahrhunderts zu rekonstruieren. Zunächst wird der Frage nachgegangen, unter welchen institutionellen, kulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen der Übergang vom Latein zur okzitanischen Volkssprache im Bereich der notariellen Urkunden stattfindet und unter welchen Bedingungen sich die Volkssprache in den Urkunden etabliert; eine diachron ausgerichtete Analyse der formalen Gestaltung der Urkunden des Korpus gibt dabei Auskunft über die Veränderungen der außersprachlichen Bedingungen des Urkundengebrauchs. Die Arbeit präsentiert daran anschließend – andererseits – eine ebenso diachron ausgerichtete Analyse der Sprache der Urkunden des Korpus. Abgerundet wird die Studie durch eine ausführliche Analyse der Graphie.
Die Arbeit versteht Sprachgeschichte als Kommunikationsgeschichte und sieht die sprachliche (wie auch die formale) Gestaltung der Texte und ihre diachrone Entwicklung in engster Verbindung mit den sprachexternen Kontexten. Der wesentliche Mehrwert dieser Perspektive gegenüber der traditionellen Sprachgeschichtsschreibung ist folglich darin zu sehen, dass auf diese Weise sprachliche Phänomene und sprachinterne Entwicklungen kommunikativ plausibilisiert und kulturhistorisch verortet werden können.


Publikationen

Monographien

Aufsätze und Handbucheinträge

  • Kraller, Kathrin (2016): "Die volkssprachlichen Urkunden der communes notarii aus Moissac. Eine synchron-kontrastive und diachrone Analyse", in: Selig, Maria/Ehrich, Susanne (Hgg.): Mittelalterliche Stadtsprachen (Forum Mittelalter-Studien 11), Regensburg: Schnell & Steiner: 169-184.
  • Heinemann, Sabine/Kraller, Kathrin/Lebsanft, Franz (im Erscheinen): "Schriftkulturen", in: Becker, Lidia/Eggert, Elmar/Gramatzki, Susanne/Mayer, Christoph O. (Hgg.): Handbuch zu Mittelalter und Renaissance in der Romania, Frankfurt am Main u.a.: Lang.
  • Kraller, Kathrin (2018): "An der Schwelle zur Volkssprache. Eine kommunikationsgeschichtliche Untersuchung überwiegend lateinischer Notarurkunden", in: Schäfer-Prieß, Barbara/Schöntag, Roger (Hgg.): Seitenblicke auf die Französische Sprachgeschichte. Akten der Tagung Französische Sprachgeschichte vom 13.-16. Oktober 2016 an der Ludwig-Maximilians-Universität München. (Tübinger Beiträge zur Linguistik), Tübingen: Narr Francke Attempto: S. 211-228.

Sonstiges

  • Mitarbeit bei: Selig, Maria (Hg.) (2016): Dictionnaire de l'occitan médiéval (DOM) (Online-Ausgabe) unter Mitarbeit von Kathrin Kraller, Renate Peter und Monika Tausend: http://www.dom-en-ligne.de

  • Barracchia, Violetta/Klingebeil-Schieke, Josephine/Kraller, Kathrin/Perla, Luisa/Pregnolato, Simone (in Vorbereitung): "Glossario" zu einer altlombardischen Vita Johannes' des Täufers.



Dr. Markus Löx

ehemaliger Mitarbeiter (Postdoc) am Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne" (April 2017 bis September 2020).

Fortan Konservator an der Glyptothek in München.


Lebenslauf

Markus Löx studierte ab dem Wintersemester 2000 die Fächer Klassische Archäologie, Frühchristliche Kunstgeschichte und Alte Geschichte an den Universitäten Bochum und München, wo er mit einer Arbeit zu den spätantiken Porträts aus der Villa von Chiragan im Jahre 2006 sein Magisterstudium abschloss. In seiner Dissertation untersuchte er Formen bischöflicher Vergegenwärtigung anhand eines Vergleichs zwischen Damasus von Rom und Ambrosius von Mailand. Die Arbeit wurde im Jahr 2011 mit dem Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts ausgezeichnet.

Nach Ende seiner Stipendiatenreise hatte Markus Löx eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Byzantinische Archäologie und Kunstgeschichte der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg inne (10/2012–12/2013). Von 01/2014 bis 03/2017 betreute er als Postdoctoral Fellow die focus area „Organisation of coexistence“ an der Graduate School for Ancient Studies: Distant Worlds, Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 04/2017 forscht er am Graduiertenkolleg „Metropolität in der Vormoderne“ zu tetrarchischen Residenzstädten, besonders zu Mailand vom späten 3. bis zum 7. Jahrhundert n. Chr.

Seit März 2015 ist Markus Löx stellvertretender Vorsitzender des Vereins Spätantike Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte e.V.


Forschung

Forschungsinteressen

  • Die Stadt in der Spätantike (unter besonderer Berücksichtigung der Stadtgeschichte Roms)
  • Bilderwelt der Spätantike bzw. des frühen Christentums
  • Frühchristlicher Heiligen- und Märtyrerkult
  • spätantike Numismatik (Münze als Medium)

Forschungsprojekt

Mailand (3.‒7. Jh.). Eine spätantike Metropole und ihr Nachleben

Während der Tetrarchie (293–324 n. Chr.) bzw. unter Konstantin I. (306–337 n. Chr.) wählten die römischen Kaiser eine Reihe von Städte als Residenzen bzw. bauten diese zu solchen aus.  Wie u. a. Sirmium, Nikomedien, Antiochia und Trier nahm Mailand ebenfalls diese Funktion ein und etablierte sich im 4. Jh. n. Chr. neben Trier als führende Metropole des Westens. Diese Rolle sollte es bis zur Residenzverlegung nach Ravenna im Jahre 408 n. Chr. behalten. Der Ausbau Mailands zur Residenz unter den Tetrarchen und seine Christianisierung sind vermeintlich gut untersucht, doch fehlt eine systematische Zusammenstellung der (neueren) Grabungsergebnisse und deren Bewertung im Vergleich zu den übrigen Residenzstädten. Die Stadtgeschichte in der Zeit nach Abwandern des Hofes bis zur Etablierung der langobardischen Herrschaft in Italien ist nur selten Gegenstand von Spezialuntersuchungen gewesen. So sind wichtige Fragen bislang kaum gestellt geschweige denn beantwortet: Welche neuen Protagonisten besetzten vakante Machtpositionen nach der Aufgabe der Residenz (Bischöfe, kaiserliche Beamte etc.) und wie positionierten sie sich zur überkommenen Repräsentationskultur und -architektur? Wirkte sich der ehemalige Status als kaiserliche Residenz positiv auf die weitere Entwicklung der Metropole aus und konnte die Verdichtung städtischer Strukturen befördern? Welchen Stellenwert im kulturellen Gedächtnis der Metropole nimmt die ehemalige Funktion als Kaiserresidenz ein? Wie wird das antike Erbe, beispielsweise die baulichen Überreste der einstigen Palastanlagen im neuzeitlichen Stadtbild in Szene gesetzt?

In monographischer Form sollen diese Fragen beantwortet werden und eine Synthese zur Stadtgeschichte Mailands zwischen Spätantike und Frühmittelalter entstehen. Der Stand neuester Forschungen, der sonst nur von einem Fachpublikum rezipiert wird, soll so auch über die Fachgrenzen hinaus zugänglich gemacht werden.


Vorträge

Vorträge in Berufungsverfahren

  • 10.11.2016: Leiden und Sterben im Bild. Erzählweisen frühchristlicher             Martyriumsdarstellungen - Berufungsverfahren zur Neubesetzung der Professur für Byzantinische Archäologie (W1 mit tenure track W3) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Abendvorträge

  • 20.01.2020: Spätantike Kaiserresidenzen als vormoderne Metropolen: Mailand und Trier im Vergleich - Altertumswissenschaftliches Kolloquium der Katholischen Universität Eichstätt‒Ingolstadt.
  • 13.12.2018: Sviluppo delle sedi imperiali in età tardoantica e memoria metropolitana: i casi di Milano, Treviri e Arles - Università di Pisa, Dipartimento Civiltà e Forme del Sapere.
  • 12.05.2016: Physische Absenz vs. medial-materielle Präsenz: Zum Verhältnis der Kaiser zur Stadt Rom in valentinianischer und theodosianischer Zeit - Institut für Klassische Archäologie und Antikenmuseum, Universität Leipzig.
  • 11.01.2016: Physische Absenz vs. medial-materielle Präsenz: Zum Verhältnis der Kaiser zur Stadt Rom von Valentinian I. bis zum Ende des Westreichs - Institut für Klassische Archäologie, Freie Universität Berlin.
  • 08.01.2016: Physische Absenz vs. medial-materielle Präsenz: Zum Verhältnis der Kaiser zur Stadt Rom in valentinianischer und theodosianischer Zeit - Eberhard-Karls-Universität Tübingen, „Forum Spätantike“.

Tagungs- und Konferenzbeiträge

  • 13.‒14.02.2020: With or Without Emperor. Continuity and Change in Milan’s Urban Landscape - International Workshop “Urban Space Between the Roman Age and Late Antiquity. Continuity, Discontinuity and Changes”, Graduiertenkolleg Metropolität in der Vormoderne / UrbNet Aarhus, Universität Regensburg.

  • 14.‒16.11.2019: Zwischen (Ver-)bergen und Verehren ‒ Das Silberkästchen von S. Nazaro (Mailand) - Jahrestagung des Forum Mittelalter „Sprechende Objekte - Talking Objects“, Regensburg.

  • 05.07.2018: Palatia in Transition - 17th International Congress of Christian Archaeology, Utrecht / Nijmegen.
  • 04.07.2018: Remembering the Past in Former Roman sedes imperii - 25th International Medieval Congress, Leeds.
  • 19.12.2018: Metropolitane Phänomene in spätantiken Residenzstädten - Forschungskolloquium des Graduiertenkollegs Metropolität in der Vormoderne, Universität Regensburg.

  • 10.11.2017: The Vicennalia Monument in the Roman Forum - AFRITS Ancient Feasts and Rituals Iconographic and Textual Studies. International Conference, Inst. für Ägyptologie und Koptologie, Ludwig-Maximilians-Universität München.
  • 08.11.2017: Metropolis memorabiles. Entwicklung, Erinnerung und Inszenierung der Metropolität spätantiker Kaisersitze - Forschungskolloquium des Graduiertenkollegs Metropolität in der Vormoderne, Universität Regensburg.
  • 29.‒31.05.2017: The Death of St. Peter in the Context of Late Antique and Early Medieval Depictions of Martyrdom - Academy Colloquium “Peter, Popes and Politics. Expressions of power in the late antique and early mediaeval world“, Koninklijke Nederlendse Akademie van Wetenschappen, Amsterdam.
  • 23.06.2016: Erzählweisen frühchristlicher Bilder – Genese und Entwicklung der Martyriumsdarstellung im Wechselspiel von Bild und Text: Das Martyrium des Laurentius - Researchforum der Graduate School Distant Worlds, Ludwig-Maximilians-Universität München.
  • 26.–28.05.2016: Das Sucessa-Medaillon: Antik oder Fälschung? - 23. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Christliche Archäologie 2016 in Göttingen.
  • 20.03.–22.03.2015: The Emperor's Material Presence in Late-Antique Rome - Imperial Presence in Late Antique Rome (third-sixth centuries AD), Goethe-Universität Frankfurt a. M.
  • 20.11.–21.11.2014: Ambrogio e le chiese di Milano - Milano allo specchio: da Costantino al Barbarossa. L'autopercezione di una capitale, Université de Lausanne.
  • 11.06.–14.06.2014: Who „Owns“ Public Space in Late Roman Spain - Property and Power in Late Antiquity, International Late Antiquity Network, International Conference 2014, ISAW New York.
  • 06.06.2014: Platzanlagen auf der Iberischen Halbinsel – Eine Projektskizze - Researchforum der Graduate School Distant Worlds, Ludwig-Maximilians-Universität München.
  • 29.05.–31.05.2014: Platzanlagen auf der Iberischen Halbinsel – Eine Projektskizze - 22. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Christliche Archäologie 2014 in Mainz.

Publikationen

Monographien

  • monumenta sanctorum. Rom und Mailand als Zentren des frühen Christentums: Märtyrerkult und Kirchenbau unter den Bischöfen Damasus und Ambrosius, Spätantike – Frühes Christentum – Byzanz, Reihe B: Studien und Perspektiven 39 (Wiesbaden 2013). [Verlags-Auftritt]

Rez.:

ThR 110,2, 2014, 129–130 (Ch. Hornung).

Bryn Mawr Classical Review 2015.05.37 (M. Johnson)

sehepunkte 15 (2015), Nr. 9 (D. E. Trout)

BJb 215, 2015, 581–585 (M. Ghetta).

JEChrSt 26,1, 2018, 140-141 (G. D. Dunn), Project MUSE, doi:10.1353/earl.2018.0005

Herausgeberschaft

Markus Löx fungiert ab Band 7 als Herausgeber der Mitteilungen zur Spätantiken Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte (gemeinsam mit Franz Alto Bauer, Johannes G. Deckers und Alexis Oepen).


Aufsätze

  • Die Kirche San Lorenzo in Mailand: Eine Stiftung des Stilicho? RM 114, 2008, 407–438. (peer-reviewed)
  • Ambrosius und Damasus Strategien zur Nutzung der spätantiken Stadt als christlicher Interaktionsraum, in: C. Rödel-Braune – C. Waschke (Hrsg.), Orte des Geschehens. Interaktionsräume als konstitutive Elemente der antiken Stadt (Berlin – Münster 2012) 215–243.
  • Interazione tra immagine e legenda nella monetazione costantiniana: un caso di studio ermeneutico, in: O.Brandt – G. Castiglia (Hrsg.), Costantino e i Costantinidi. L'innovazione Costantiniana, le sue radici e i suoi sviluppi, Acta XVI Congressus Internationalis Archaeologiae Christianae Romae 22.–28.09.2013, II (Vatikanstadt 2016) 1419–1432.
  • Lʼ„architectus sapiens“ Ambrogio e le chiese di Milano, in: I. Foletti u. a. (Hrsg.) Milano allo specchio: da Costantino al Barbarossa. Lʼautopercezione di una capitale (Roma 2016) 55–80.
  • Theodosius I. und seine Zeit, in: A. Pangerl (Hrsg.), Portraits – 500 Jahre Römische Münzbildnisse, Ausstellungskatalog München, (München 2017) 419–434.
  • The Urban Centre of Valencia in Late Roman and Visigothic Times, JLA 10,2, 2017,  131-165
  • Zwischen physischer Absenz und medial-materieller Präsenz. Die Kaiser der valentinianisch-theodosianischen Zeit und ihr Verhältnis zur Stadt Rom, in: S. Corcoran (Hrsg.), Imperial Presence in Rome in Late Antiquity (third–sixth centuries AD), AntTard 25, 2017, 149-171. (peer-reviewed)
  • The Death of Peter: Anchoring an Image in the Context of Late Antique Representations of Martyrdom, in: R. Dijkstra (Hrsg.), The Early Reception and Appropriation of the Apostle Peter (60-800 CE), The Anchors of the Fisherman Euhormos: Greco-Roman Studies in Anchoring Innovation 1, 135-171 | https://doi.org/10.1163/9789004425682_009


Kurzbeiträge

  • Damasus and Ambrose. Modes of Communication and Interaction in late-antique Rome and Milan, AIACNews 2009, 5, 1-2, 14 f.
  • Zusammenspiel von Bild und Legende in der konstantinischen Münzprägung, NNB 62, 2013, 361–364.
  • Ein Idealbild in Light-Version – der Thermenherrscher, in: A. Schmölder-Veit (Hrsg.), Anders. Ideal und Gegenbild, Ausstellungskatalog München (München 2015) 22 f.
  • Rom im Frühmittelalter. Mit einem Pilger durch die Stadt, AW 3/2017, 22–28.
  • Jung und Alt im Zeichen der Macht, in: A. Alexandridis ‒ S. Krmnicek (Hrsg.), Antike Rollenbilder: Wertvorstellungen in Münzbildern, Ausstellungskatalog Tübingen (Tübingen 2018) 39‒47.
  • M. Löx, Interview: Rom als Modell, in: Blick in die Wissenschaft. Forschungsmagazin der Universität Regensburg 40 (2019), S. 22-25.
  • M. Löx, A.-C. Schäfer, Mailand, in: Blick in die Wissenschaft. Forschungsmagazin der Universität Regensburg 40 (2019), S. 26-31.
  • Das New Yorker Modell des Konstantinsbogens, in: Lebendiger Gips. 150 Jahre Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München (München 2019) 108 f.
  • Dauerleihgaben aus dem Metropolitan Museum of Art New York, gemeinsam mit Andrea Schmölder-Veit, in: Lebendiger Gips. 150 Jahre Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München (München 2019) 100 f.


Rezensionen

  • G. Brands, Antiochia in der Spätantike. Prolegomena zu einer archäologischen Stadtgeschichte, Hans-Lietzmann-Vorlesungen, Heft 14.  (Berlin / Boston 2016), in: Bryn Mawr Classical Review 2017.09.10
  • R. R. R. Smith – B. Ward-Perkins (Hrsg.), The Last Statues of Antiquity (Oxford 2016), in: BJb 216, 2016, S. 432-436.
  • S.-P. Bergjan – B. Näf, Märtyrerverehrung im frühen Christentum: Zeugnisse und kulturelle Wirkungsweisen. Wege zur Geschichtswissenschaft (Stuttgart 2014), in: Bryn Mawr Classical Review 2015.03.29
  • U. Gehn, Ehrenstatuen in der Spätantike. Chlamydati und Togati (Wiesbaden 2012), in: sehepunkte 13 (2013), Nr. 3 [15.03.2013]

Frei verfügbare Dokumente von Markus Löx

abrufbar auf academia.edu

In Vorbereitung

  • The Emperor out of the Sewer, in: H. Belting – F. Stroth (Hrsg.), 100 Objects of Byzantium (eingereicht, 1700 Wörter).
  • Milan ‒ From Imperial City to Christian Metropolis, in: T. Sessa u. a. (Hrsg.), Brill’s Encyclopedia of Early Christianity (Leiden). (eingereicht, 6200 Wörter)
  • Remembering the Past in Former Roman sedes imperii, in: S. de Blaauw ‒ L. Rutgers (Hrsg.), Acta XVII Congressus Internationalis Archaeologiae Christianae 2018, (4500 Wörter, peer-reviewed).
  • Zwischen (Ver-)bergen und Verehren ‒ Das Silberkästchen von S. Nazaro (Mailand), in: B. Edelmann-Singer u. a. (Hrsg.), Sprechende Objekte in der Metropole der Vormoderne. Internationale Jahrestagung 2019 des Forum Mittelalter der Universität Regensburg (Regenburg 2020) (eingereicht, 9000 Wörter).
  • Saints and their Cult. The Development of a Christian Cultic landscape, in: C. Goodson ‒ J. Hillner (Hrsg.), A Companion to Early Medieval Rome (c. 400–c.1050) (Leiden). (6000 Wörter)

Lehre

Universität Regensburg

SoSe 2018

  • PS „Palatia. Kaiserresidenzen in römischer und spätantiker Zeit“ (gemeinsam mit Birgit Bergmann).
  • Exkursion nach Rom und Kampanien (gemeinsam mit Elisa di Natale, Albert Dietl, Valentino Pace), inkl. Doktorandenworkshop am Deutschen Archäologischen Institut, Abt. Rom.
  • Doktorandenseminar.

WiSe 2017/2018

  • Doktorandenseminar, gemeinsame Lektüre zu Erinnerungskultur

SoSe 2017

  • Doktorandenseminar, gemeinsame Lektüre zu Metropolitan Studies und zum sog. Spatial turn

Ludwig-Maximilians-Universität München

WiSe 2018/2019

  • Kolloquium zur spätantiken Archäologie und byzantinischen    Kunstgeschichte.

SoSe 2018

  • Kolloquium zur spätantiken Archäologie und byzantinischen    Kunstgeschichte.

WiSe 2017/2018

  • Kolloquium zur spätantiken Archäologie und byzantinischen    Kunstgeschichte.

SoSe 2017

  • Kolloquium zur spätantiken Archäologie und byzantinischen    Kunstgeschichte.

WiSe 2016/2017

  • Kolloquium zur spätantiken Archäologie und byzantinischen    Kunstgeschichte.

SoSe 2016

  • Seminar mit Exkursion nach Kilikien (gemeinsam mit F. A. Bauer).
  • Kolloquium zur spätantiken Archäologie und byzantinischen    Kunstgeschichte.

WiSe 2015/2016

  • Kolloquium zur spätantiken Archäologie und byzantinischen    Kunstgeschichte.

SoSe 2011

  • PS „Das Bild des Kaisers in der Spätantike“.

WiSe 2007/2008

  • Ü zur Exkursion „Mailand in der Spätantike“ (gemeinsam mit F. A. Bauer).
  • Tutorium zu spätantiker und byzantinischer Kunst in den Münchener Museen mit Exkursion nach Nürnberg (Germanisches Nationalmuseum).

WiSe 2004/2005

  • Tutorium zum Einführungskurs in die Klassische Archäologie.

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg


SoSe 2018

  • Workshop „Metropolität: Möglichkeiten und Grenzen einer modernen Kategorie für die altertumswissenschaftliche Forschung“

WiSe 2014/15

  • Ü „Einführung in die spätantike und frühchristliche Ikonographie“.

SoSe 2013

  • PS mit Exkursion „Rom von der Spätantike bis ins frühe Mittelalter“
    WiSe 2012/2013
  • PS „Zypern in spätantiker und byzantinischer Zeit“.
  • Ü Bestimmungsübung.

Graduiertenschule für Altertumswissenschaften „Distant Worlds“

WiSe 2016/2017

  • Methodologieseminar „Materielle Sachkultur“ (gemeinsam mit M. Flossmann-Schütze).
  • Doktorandenseminar, gemeinsame Lektüre zu Synkretismus, Social Coexistence Theory und zur ethnischen Interpretation archäologischen Fundmaterials.

SoSe 2016

  • Doktorandenseminar, gemeinsame Lektüre zu Göttervorstellungen, Randgruppen und zum Freiheitsbegriff in antiken Welten.
  • Exkursion nach Paris (gemeinsam mit M. Flossmann-Schütze, St. Ritter und F. A. Bauer), inkl. Doktorandenworkshop in Kooperation mit dem Laboratoire d'Exellence „Réligion et Societé dans le Méditerranée“ (gemeinsam mit B. Caseau).

WiSe 2015/2016

  • Workshop und öffentliche Podiumsdiskussion „Roman Slavery 2nd-6th century“ bzw. „Sklaverei in der Antike“ (gemeinsam mit E. Flaig, E. Herrmann-Otto, K. Harper, N. Lenski).
  • Doktorandenseminar, gemeinsame Lektüre zur sozialen Netzwerktheorie, zentralörtliche Theorie und zur neuen Institutionen Ökonomie.
  • Exkursion nach Iran (gemeinsam mit M. Roaf und M. Flossmann-Schütze).
  • Kurzexkursion nach Amsterdam, Besuch der Ausstellung „Rome. Emperor Constantine's Dream“ (gemeinsam mit S. de Blaauw).

SoSe 2015

  • Kurzexkursion nach Berlin, u. a. Besuch der Ausstellung „Ein Gott – Abrahams Erben am Nil: Juden, Christen und Muslime in Ägypten von der Antike bis zum Mittelalter“ (Bode Museum) (gemeinsam mit M. Flossmann-Schütze und F. A. Bauer).

WiSe 2014/2015

  • Workshop „Museumskulturen“ (gemeinsam mit R. Gebhard,     Archäologische Staatssammlung München und S. Schmid, HU Berlin) im Rahmen der Tagung der Graduiertenprogramme München, Berlin und Basel „inter disciplinas – Interdisziplinarität als Chance und Problem in der altertumswissenschaflichen Forschung“.

SoSe 2014

  • Doktorandenseminar „Wissenschaftliches Schreiben“.
  • Tagesexkursion nach Regensburg, u. a. Besuch der bayerischen     Landesausstellung „Ludwig der Bayer. Wir sind Kaiser“.

WiSe 2013/2014

  • Doktorandenseminar.
  • Tagesexkursion nach Karlsruhe zur Ausstellung „Imperium der Götter. Isis – Mithras – Christus. Kulte und Religionen im Römischen Reich“ (Badisches Landesmuseum).


Dr. Sabine Reichert

ehemalige Koordinatorin des Graduiertenkollegs 2337 "Metropolität in der Vormoderne" (April 2017 bis November 2018).

Fortan Koordinatorin des Graduiertenkollegs 2304 „Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen. Austausch, Abgrenzung und Rezeption“ an der Universität Mainz.


Lebenslauf

Geboren 1979 in Osnabrück. Studium der Mittleren Geschichte, Historischen Hilfswissenschaften und Volkskunde in Münster. Magistra Artium 2006 mit einer Arbeit über hochmittelalterliche Heiligenverehrung. Von 2007 bis 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Geschichte und Vergleichende Landesgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. 2012 Promotion zum Thema „Die Kathedrale der Bürger. Zum Verhältnis von mittelalterlicher Stadt und Bischofskirche in Trier und Osnabrück“. Von 2013 Koordinatorin des Themenverbunds „Urbane Zentren und europäische Kultur in der Vormoderne“ bis April 2017. Von April 2017 bis November 2018 Koordinatorin des Graduiertenkollegs „Metropolität in der Vormoderne“ und seit 2018 Koordinatorin des Graduiertenkollegs 2304 „Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen. Austausch, Abgrenzung und Rezeption“.

Publikationen

Monographie

  • Die Kathedrale der Bürger. Zum Verhältnis von mittelalterlicher Stadt und Bischofskirche in Trier und Osnabrück (Westfalen in der Vormoderne 22), Münster 2014.

Sammelbände

  • Jörg Oberste, Sabine Reichert (Hgg.),  Stadtgeschichte(n). Erinnerungskulturen der vormodernen Stadt (Forum Mittelalter Studien), Regensburg 2017.
  • Harald Buchinger, David Hiley, Sabine Reichert (Hgg.), Prozessionen und ihre Gesänge in der mittelalterlichen Stadt. Gestalt – Hermeneutik – Repräsentation“ (Forum Mittelalter Studien 13), Regensburg 2017.
  • Thomas Frank, Michael Matheus, Sabine Reichert (Hgg.), Wege zum Heil. Pilger und Heilige Orte an Mosel und Rhein (Geschichtliche Landeskunde 67), Stuttgart 2009.

Aufsätze

  • Für immer und ewig? Eine spätmittelalterliche Stiftung im konfessionellen Zeitalter, in: Susanne Taus, Ulrich Winzer (Hgg.): Miteinander leben? Reformation und Konfession im Fürstbistum Osnabrück 1500–1700 (Kulturregion Osnabrück 31), Münster 2017, S. 329–342.
  • Die spätmittelalterliche Reginen-Prozession in Osnabrück. Religiöse Festkultur als Erinnerungsträger, in: Sigrid Hirbodian, Volker Drecoll, Ruth Conrad (Hgg.): Säkulare Prozessionen. Zur religiösen Grundierung von Umzügen, Einzügen und Aufmärschen (Colloquia historica et theologica), Tübingen (im Druck).
  • Bürger zwischen Bischof und Rat. Personelle Verflechtungen im spätmittelalterlichen Osnabrück, in: Andreas Bihrer, Gerd Fouquet (Hgg.): Bischofsstadt ohne Bischof? Präsenz, Interaktion und Hoforganisation in bischöflichen Städten des Mittelalters (1300–1600) (Residenzenforschung), Ostfildern (im Druck).
  • „Heiliges Trier“. Die Sakralisierung des städtischen Raumes im Mittelalter, in: Thomas Lau, Karsten Igel (Hgg.), Stadt im Raum. Imaginationen, Interaktionen, Möblierungen, Köln u.a. 2016, S. 77–86.
  • Die Stadt als Bühne. Einzüge, Umzüge und Prozessionen in der mittelalterlichen Stadt, in: Blick in die Wissenschaft. Forschungsmagazin der Universität Regensburg 32 (2015), S. 38–41.
  • Familiengeschichte(n). Die Familien von Dumstorp und von Horne im spätmittelalterlichen Osnabrück, in: Osnabrücker Mitteilungen 119 (2014), S. 9–24.
  • Die konfessionelle Besetzung des städtischen Raumes. Medien und Akteure in der Osnabrücker Chronik des Rudolf von Bellinckhausen, in: Jörg Oberste (Hg.), Pluralität – Konkurrenz – Konflikt. Religiöse Spannungen im städtischen Raum der Vormoderne  (Forum Mittelalter Studien 8), Regensburg 2013, S. 253–267.
  • Hagiographie im Dienst territorialer Stabilisierung. Heinrich von Müllenark und die Kölner Kirche nach dem Mord an Erzbischof Engelbert von Berg 1225, in: Märkisches Jahrbuch für Geschichte 2011, S. 7–27.
  • Prozessionen als Merkmal konfessioneller Zugehörigkeit. Die Osnabrücker Gegenreformation im Spiegel der Chronik des Rudolf von Bellinckhausen, in: Osnabrücker Mitteilungen 2009, S. 31–48.
  • „Kahme eine neüe Trangsahl über das Stifft Oßnabrück, wovon dießes Closter seinen Theil mit empfungen hat“. Das Kloster Gertrudenberg vor Osnabrück zwischen Reformation und Westfälischem Frieden, in: Werner Freitag, Christian Helbich (Hgg.), Bekenntnis, soziale Ordnung und rituelle Praxis. Neue Forschungen zu Reformation und Konfessionalisierung in Westfalen (Westfalen in der Vormoderne 4), Münster 2009, S. 47–71.
  • Miracula Sancti Ludgeri. Eine Neubewertung der hochmittelalterlichen Ludgerusverehrung im Bistum Münster, in: Thomas Frank, Michael Matheus, Sabine Reichert (Hgg.), Wege zum Heil. Pilger und Heilige Orte an Mosel und Rhein (Geschichtliche Landeskunde 67), Stuttgart 2009, S. 181–197.
  • Art. „Bischofsstadt / Kathedralstadt“, Portal Städtegeschichte.de


Anton-Claudio Schäfer

ehemaliger Mitarbeiter am Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne" (April 2017 bis September 2020).


Lebenslauf

Anton-Claudio Schäfer studierte seit dem Wintersemester 2009/10 an der Universität Regensburg zuerst Lehramt Gymnasium (Geschichte und Englisch) und wechselte mit dem Wintersemester 2010/11 zu einem Bachelorstudium mit Hauptfach Geschichte mit den Schwerpunkten Antike und Mittelalter und Kunstgeschichte sowie Politikwissenschaft als Nebenfächer. Er war ab dem Sommersemester 2010 Mitglied der Fachschaft Geschichte u.a. mit Vorsitz im Jahr 2015. Die Abschlussarbeit hatte die Integration der Kelten in das Imperium Romanum mit  Schwerpunkt auf der Religion als Indikator des kulturellen Wandels zum Thema. Seit dem Sommersemester 2013 bis zum Wintersemester 2016/17 studierte er den Masterstudiengang Geschichte an der Universität Regensburg mit  dem Schwerpunkt in alter Geschichte. Den Abschluss erlangte er durch eine Arbeit zum Bild der Kelten im Spiegel römischer Autoren, wobei sich der betrachtete zeitliche Rahmen der Rezeption von der späten Republik bis zum Anfang des zweiten Jahrhunderts n. Chr. erstreckte. Seit September 2017 promoviert Anton-Claudio Schäfer bis voraussichtlich September 2020 im Rahmen des Graduiertenkollegs 2337 „Metropolität in der Vormoderne“ als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Regensburg zum antiken Mailand und dessen Entwicklung vom insubrischen Hauptort hin zu einer römischen Provinzstadt.

Forschung

Forschungsinteressen

  • Geschichte mit dem Fokus auf der Alten Geschichte
  • Mailand in historischer Perspektive
  • Interaktion zwischen Kelten und Römern
  • Integrationsprozesse von Kelten in das römische Reich

Forschungsprojekt

Mediolanum: Von der metropolis Insubrae zum municipium civium Romanorum

Eine Provinzstadt im Prozess der Transformation: Sonderstellung oder historisches Beispiel?

Ziel der Arbeit soll sein, die Anpassungsprozesse des römischen Mediolanum von einer keltischen Stammeshauptstadt im dritten Jahrhundert v. Chr. hin zu einer Provinzstadt bis in das zweite Jahrhundert n. Chr. herauszuarbeiten. Dabei gilt es, Merkmale und sukzessive Veränderungen der Metropolität der norditalienischen Stadt zu untersuchen und wie die Bevölkerung daran beteiligt war und damit umging. Dies soll sowohl durch die Betrachtung der lokalen Elite, als auch durch Dokumentationen der einfacheren Bevölkerung, eingeschränkt durch die Quellen vor allen der breiten Mittelschicht, ermöglicht werden. Hierbei sei die Unterstützung der Oberschicht für den Konsul Marcus Emilius Lepidus zu erwähnen, der versuchte die Nachfolger der sullanischen Strömung zu stürzen. Die Mailänder erhofften sich im Zuge dessen den Provinzvorsitz von der Stadt Mutina (dem heutigen Modena) für sich zu sichern, allerdings scheiterte die Rebellion und wurde mit härtesten Repressionen unterdrückt. Der Umgang mit dem Verlust der Funktion als politisches Zentrum mit der zeitgleichen Maximierung der Wohnfläche, Erhöhung der Siedlungsdichte und der Errichtung von Monumentalbauten soll, gerade im Vergleich mit Städten wie Mutina, erforscht werden.

Da Mediolanum sowohl als keltischer Zentralort, als auch als römische Provinzstadt für den überregionalen Handel und ein sehr ertragreiches Umland bekannt war, gilt es etwaige römische Umstrukturierungen nach der Eroberung der Region zu betrachten und deren Auswirkungen auf die Entwicklung der Stadt zu beleuchten. Die Regionen der Cisalpina südlich des Po wurden nach der Eroberung Ende des dritten Jahrhunderts v. Chr. teils radikal umstrukturiert, sowohl was Siedlungsgebiete als auch was Handelsrouten betrifft. Im Gegensatz dazu blieb die Transpadana weitestgehend davon verschont. Die Region wurde schließlich essentiell für die Versorgung Italiens. Die Insubrer sollen etwa so fette Schweine gezüchtet haben, dass diese kaum stehen konnten und die Landwirtschaft war so ergiebig, dass die Transpadana eine strategisch sehr wichtige, jedoch gleichzeitig geographisch exponierte Provinz wurde.

Bei der Bearbeitung steht außerdem die Frage im Hintergrund, wie weit die keltischen Wurzeln für die Stadt und Bevölkerung von Bedeutung waren und ob der Umgang mit ihnen ein eher singuläres Phänomen Mediolanums war. Die 230 in den Inschriften des ersten und zweiten Jahrhunderts n. Chr. genannten Familien bzw. gentes waren meist indigener Abstammung oder mit nichtrömischen Frauen verheiratet. Die hier vertretene Mittelschicht bestand vor allem aus lokalen Magistraten, Handwerkern und Händler und war gespickt mit ambitionierten liberti im sozialen Aufschwung. Ein paar Jahrhunderte später lässt sich der keltische Hintergrund immer noch erkennen. Zuletzt sollen die Ergebnisse der Arbeit einen Ausblick auf die Rolle der Geschichte und Entwicklung der Stadt hinsichtlich der späteren Ernennung zur Kaiserresidenz Ende des dritten Jahrhunderts n. Chr. bieten. Waren diese Veränderungen innerhalb der vier Jahrhunderte um die Zeitenwende außergewöhnlich oder eher als historisches Beispiel zu verstehen? Wieweit lassen sich metropolitane Strukturen erkennen, von denen die Kaiserresidenz später profitieren konnte? War somit diese Stadt, die schon seit der Gründung ein Schmelztiegel war, im Zuge ihrer Entwicklung ein idealer Ort für die spätere Residenz oder war die Ernennung nur dem aktuellen militärischen Zustand im dritten Jahrhundert n. Chr. geschuldet?

Die Promotion soll dabei die vorhandene Forschung zu Oberitalien mit den punktuellen archäologischen Untersuchungen vor allem zu Mailand verbinden und mit Hilfe der oben genannten Fragen die Veränderungen der Stadt und ihrer Bewohner nachvollziehbar machen. Die Forschung hierzu ist lückenhaft und auf verschiedene Disziplinen verteilt, worauf sich diese Arbeit dennoch stützen kann. Hierbei sind die aktuell erschienene Monographie von RONCAGLIA über das römische Norditalien, die Sammlung archäologisch nachvollziehbarer Bauten Mailands bei SACCHI und das Werk von GRASSI zu den Transformationsprozessen von den Insubrern in der römischen Transpadana besonders hervorzuheben. Das Konzept der Metropolität eignet sich hierbei besonders gut, um diese Prozesse zu kategorisieren und Mediolanum lange vor der Residenzwerdung eine Sonderstellung, oder eben nur eine beispielhafte Entwicklung einer in das Imperium Romanum eingegliederten Stadt zu attestieren.


Vorträge

Mediolanum - die vergessene Hauptstadt: 18.04.2018 in Rom im Rahmen eines Doktorandenworkshops am Deutschen Archäologischen Institut Rom

Dr. Maria Weber

ehemalige Mitarbeiterin am Graduiertenkolleg 2337 "Metropolität in der Vormoderne" (April 2017 bis August 2019).

Seit September 2019 nunmehr tätig am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit an der LMU München.


Lebenslauf

Maria Weber studierte ab dem Wintersemester 2011 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt Lehramt für Realschule mit den Fächern Geschichte und Germanistik, gleichzeitig absolvierte sie ein Bachelorstudium Geschichte, das mit mit einer Bacheolorarbeit am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte zur Reisefinanzierung König Sigismunds nach Frankreich und England abgeschlossen wurde.

Im Herbst 2016 beendete sie mit dem 1. Staatsexamen das Lehramtsstudium. Aufbauend auf die beiden Abschlussarbeiten – an das Bachelorstudium schloss sich ein interdisziplinärer Masterstudiengang an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt an, der mit einer Arbeit zur Schuldenpraxis im spätmittelalterlichen Augsburg beschlossen wurde – beschäftigt sie sich in ihrem Promotionsprojekt mit der Frage nach dem Umgang, den Praktiken und der Wahrnehmung von Geld und Schulden in spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Metropolen.


Forschung

Forschungsinteressen

  • Geld und Schulden in der Vormoderne
  • Gerichtspraxis und Justiznutzung (14.-16. Jahrhundert)
  • Archiv- und Verwaltungsgeschichte
  • Materielle Kultur in der Vormoderne

Forschungsprojekt

Um ain Suma geltz - Schuldenpraxis in vormodernen Metropolen

“Credit (apprestum/prestitis) was ubiquitous in later medieval society” (Goddard, Richard, Credit and Trade, S. 1 (2016)). Mit dieser Feststellung leitet Richard Goddard seine kürzlich erschienene Studie zu „Credit and Trade in later Medieval England“ ein.
Die Ubiquität von Krediten und die Alltäglichkeit von (Geld-)Leihe, Pfand- und Borgkauf, Verpfändung und Versetzung von Geld und seiner materiellen Äquivalente tritt uns in der städtischen Schriftlichkeit, wie sie durch Ratsprotokolle, Gerichtsbücher und Missive auf einer obrigkeitlich-normativen Ebene repräsentiert werden, als auch in privaten Schuldbüchern, Schuldbriefen, Korrespondenzen oder chronikalischen Aufzeichnungen, vielfach entgegen.

Diese Überlieferung aus der spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Reichsstadt Augsburg als Ausgangspunkt und „primäre[n] Stellvertreter der Praxis“ (Haasis/Rieske, Historische Praxeologie. Zur Einführung, S. 1 (2015)) zu nehmen und nach dem Umgang, den Praktiken und der Wahrnehmung von Geld und Schulden zu fragen, bildet den Kern des Promotionsprojektes. Aus praxeologisch-mikrohistorischer Perspektivierung, die die Quellengrundlage vorgibt, sollen die Praktiken des Schuldenmachens herausgearbeitet und in Fallbeispielen in ihren jeweiligen Kontexten dicht beschrieben werden. Dabei bilden die obrigkeitliche Normsetzung, institutionelle Regelungsmechanismen und die alltäglichen Praktiken des Schuldenmachens innerhalb d


Vorträge

  • 21. September 2019: „Wenn's ums Geld geht ...“. Konkurrenz und Entscheidungsvielfalt im Umgang mit Schulden vor Gericht in der Reichsstadt Augsburg um 1500.
    Vortrag am Frühneuzeit Historikertag "Konkurrenzen" an der Universität Rostock im Rahmen der Sektion "Konkurrieren und Entscheiden in frühneuzeitlichen Gesellschaften", geleitet von Dr. Philip Hoffmann-Rehnitz und PD Dr. André Krischer (beide Münster).
  • 27. Juni 2019: Also hon ich min Rechnung uff dz kürtzest begriffen - Bewältigungs- und Resilienz-Strategien zwischen
    Routine und Kontingenz? Empirische Befunde aus amtlichen und privaten Rechnungsbüchern der Reichsstadt Augsburg um 1500

    im Rahmen des 1. Resilience Training Seminar an der Universität Leipzig (26.06.2019-27.06.2019), organisiert von Prof. Dr. Markus Denzel und PD Dr. Mechtild Isenmann.
  • 24. April 2019: Hett vil lieber Gelt gehept - Schuldenpraxis in der Reichsstadt Augsburg um 1500.
    Vortrag im Forschungskolloquium des Lehrstuhls für Geschichte der Frühen Neuzeit an der WWU Münster, organisiert von Prof. Dr. Ulrike Ludwig und PD Dr. André Krischer.
    (als Gastwissenschaftlerin am SFB 1150 "Kulturen des Entscheidens" an der WWU Münster vom 15.04.2019 bis 26.04.2019)
  • 10. Oktober 2018: Zwischen "verzaubertem Geld" und "versetzten Röcken"- Schulden als Kuriosa in der Vormoderne?
    Universität Basel, Forschungskolloquium Geschichte der Vormoderne. Aktuelle Forschungsbeiträge (veranstaltet von Susanna Burghartz, Lucas Burkart, Claudia Opitz-Belakhal, Jan Rüdiger, Benjamin Hitz).
  • 27. September 2018: Debts and Credit Networks as stimulating Factors for the Development of Financial Centres?
    Vortrag in Cambridge, The Development of Financial Centres in Europe (1300-1700), Jacopo Sartori.
  • 19. Juli 2018: Zwischen Verfahrensautonomie und sozialer Nähe: Das Verfahren um Schulden vor dem Stadtgericht Augsburg um 1500.
    Vortrag in Frankfurt, Frankfurter Sommerkurs zur Verwaltungsgeschichte: Korruption und Patronage in der Frühen Neuzeit (16.7-19.7. 2018), Prof. Dr. Birgit Emich.
  • 28.-29. Juni 2018: Workshop "Schulden - Das Geld der Vormoderne?" mit Beiträgen von Dr. Benjamin Hitz, Eric Häusler, Daniel Kaune, Sebastian Pößniker und Maria Weber.
  • 10. November 2017: Um ain Suma geltz - Geld und Schulden in spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Städten.
    Zweiter interdisziplinärer (Post)-Doc-Workshop des Trier Zentrums für Mediävistik in der Stadtbibliothek Trier "Die Stadt des Mittelalters an der Schwelle zur Frühen Neuzeit" (8.11 - 10.11.2017).
  • 20. Oktober 2017: Von truhen und roecken, von pretter und schrang – Das Haus vor Gericht.
    Vortrag in Beuggen am Rhein, "Haus-Wesen - Häuser und ihre Materialität von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart (19.10 - 21.10. 2017), veranstaltet vom Arbeitskreis „Haus im Kontext – Kommunikation und Lebenswelt.

Publikationen

  • Geld und Schulden als nervus rerum in der Stadt des Spätmittelalters, in: Die Stadt des Mittelalters an der Schwelle zur Frühen Neuzeit. Beiträge des interdisziplinären (Post-)Doc-Workshop des Trierer Zentrums für Mediävistik im November 2017, hrsg. von Inge Hülpes und Falko Klaes (Mittelalter. Interdisziplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte, Beihefte 1), S. 89–111, https://mittelalter.hypotheses.org/12998.
  • Denzler, Alexander / Weber, Maria, Ein Nemen und aus geben von wegen an Steg und Weg - Materialität, Instandhaltungsmaßnahmen und Kosten Nürnberger Straßen und Brücken am Beispiel des Straßenmanuals von 1547, in: Denzler, Alexander (Hg.), Wahrnehmung und Nutzung von Straßen (1300-1900) (Jahrbuch für Regionalgeschichte 36), Stuttgart 2018.
  • Weber, Maria, Spotlight: Metropolität und Mammon, in: Blick in die Wissenschaft. Forschungsmagazin der Universität Regensburg 40 (2019), S. 14-15.


Nicht publiziert:

  • Um ain Suma geltz - Schuldenpraxis in der Reichsstadt Augsburg im 15. Jahrundert (Masterarbeit an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt bei Prof. Dr. Thomas Wetzstein)

(Die Arbeit wurde 2017 mit dem "Maximiliana Kocher-Preis zur Förderung von Wissenschaft und Forschung im Bereich der Geschichtswissenschaften, insbesondere der bayerischen Landesgeschichte", an der KU Eichstätt, ausgezeichnet).

  • Im gebrast gewalt und macht (...) gelt und barschafft - König Sigismund und die Reise in das Westliche Europa 1415-1417: Reisefinanzierung (Bachelor- und zugleich Zulassungsarbeit an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt bei Prof. Dr. Thomas Wetzstein).


  1. STARTSEITE UR

Metropolität in der Vormoderne

DFG-GRK 2337

Sprecher

Prof. Dr. Jörg Oberste

St-grk 2337
Wissenschaftl. Koordination

Kathrin Pindl M.A.

Kontakt

Kathrin.Pindl@ur.de

Homepage

www.metropolitaet.ur.de