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Aktuelles

Forschungskolloquium "Metropolität in der Vormoderne"


Alle Vorträge können auch einzeln besucht werden.

Zoom-Zugangsdaten und weitere Informationen: Kathrin.Pindl@ur.de | Wissenschaftliche Koordination


Veranstaltungshinweise

Informationen zu den Forschungskolloquia, Oberseminaren und ähnlichen Veranstaltungen aus dem GRK-Trägerkreis entnehmen Sie bitte den Homepages der Antragsteller:innen unter [Link].


Den VERANSTALTUNGSKALENDEr DES DFG-GRK 2337 MEtropolität in der Vormoderne sowie Ausgewählte Veranstaltungsempfehlungen finden Sie hier.


Ausgewählte Call for Papers und Einladungen finden Sie auch in unserer Rubrik Ausschreibungen.




Universität Regensburg | Aktuelles

Informationen zum Umgang mit der Corona-Pandemie an der Universität Regensburg

Ständig aktualisierte Informationen zum Umgang mit der Corona-Pandemie an der Universität Regensburg entnehmen Sie bitte der Informationsseite der Universität, die Sie hier abrufen können.


UR I Koordinationsstelle Chancengleichheit I DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne

Frauenspezifischen Personalentwicklungsangebote auch für GRK-Mitglieder

Für weibliche GRK-Mitglieder offen und von GRK-Gleichstellungsmitteln verstärkt sind zahlreiche frauenspezifischen Personalentwicklungsangebote der Koordinationsstelle Chancengleichheit an der UR. Aktuell angeboten werden folgende Ausschreibungen für finanzielle Förderungen, etwa Gruppen-Karrierecoaching, Online-Seminare zur Karriereentwicklung von Postdoktorandinnen, Online-Vorträge Vereinbarkeit Familie & Beruf, Online-Veranstaltungen Drittmittel-Akquise, Forschungsstipendien für Nachwuchswissenschaftlerinnen, Mobilitätsstipendien international für Forschungsaufenthalte im Ausland oder Sach-, Hilfskraft- und Reisekostenzuschüsse für Nachwuchswissenschaftlerinnen. Weitere Informationen finden Sie unter www.uni-regensburg.de/chancengleichheit/aktuelles.


GRK-Qualifizierungsprogramm I Kurse via Win

Zentrum zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses mit Angeboten für Prae- und Post-Docs

Das Zentrum zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses WIN an der UR bietet auch für GRK-Mitglieder ein neues und erweitertes Programm für Promovierende und Postdocs in der Anfangsphase an. Die Anmeldung für alle Angebote im Wintersemester 2022/23 startet am 17. Oktober 2022 über GRIPS.

  • Neu: Postdoc-Peer-Mentoring Programm
    für alle Promovierenden in der Abschlussphase ihrer Promotion und Postdoktorand:innen, auch Habilitand:innen in der Anfangsphase aus allen Fakultäten, die sich in Peer-Gruppen vernetzen und gemeinsam ihre berufliche Orientierungsphase nach der Promotion reflektieren wollen.
    Kick-Off-Event am 16.11.2022, 16-18 Uhr, und 23.11.2023 2022, 14.30-18.30 Uhr (Ort tba)
    Alle Informationen finden Sie auf der Homepage des WIN.
  • Workshops der Reihe Post Your Doc
    für Promovierende und Postdocs aller Fakultäten: Profitieren Sie vom fächerübergreifenden Austausch und erweitern Sie Ihre überfachlichen Qualifikationen!
    Alle Workshops und Termine finden Sie auf der Homepage des WIN.

Für Ihre Fragen steht das WIN gerne zur Verfügung. Sie erreichen die Zuständigen unter win.info@ur.de. Unter dieser Adresse können Sie sich auch für einen individuellen Beratungstermin anmelden.


DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne I Erreichbarkeit

Fragen und Anliegen? Neue GRK-Funktions-Email-Adresse

Bei Fragen, Anliegen und Anregungen aller Art sind die Verantwortlichen des DFG-Graduiertenkollegs 2337 Metropolität in der Vormoderne ab sofort für Sie unter der Funktions-Email-Adresse grk.2337@ur.de zu erreichen. Ihre Anfrage wird schnellstmöglich bearbeitet bzw. an die Zuständigen im Team des GRK 2337 weitergeleitet.


GRK-Qualifizierungsprogramm I Blockseminar

Schreiben & Publizieren für Graduierte. Gute wissenschaftliche Praxis, Schreib- und Redaktionskompetenzen

Ein neues Blockseminar im Qualifizierungsprogramm des DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne nähert sich, geleitet von Dr. Susanne Ehrich, dem Schreiben für die Wissenschaft in drei Schritten: In einem ersten Teil soll es um die eigenen Schreibkompetenzen beim Verfassen wissenschaftlicher Texte und um gutes Wissenschaftsdeutsch gehen. Welcher Schreibtyp bin ich, wie strukturiere ich den Schreibprozess eines umfassenderen wissenschaftlichen Textes und wie schreibe ich verständlich? Zweitens wird in die Praxis der Textredaktion und den Prozess der Veröffentlichung wissenschaftlicher Texte eingeführt. Im dritten Teil des Seminars steht die gute wissenschaftliche Praxis (GWP) im Zentrum.

Eine Vorbesprechung findet am 05.09.2022 von 10-12 Uhr hybrid und in Präsenz im Seminarraum PT 1.0.6 statt; der Blockkurs vom 10.-12.10.2022 im Seminarraum PT 2.0.9. Um Anmeldung wird bis zum 30.08. unter susanne.ehrich@ur.de gebeten.


Deutsche Forschungsgemeinschaft I Universität Regensburg

Fakultätsübergreifende Vernetzung von Promovierenden in DFG-Graduiertenkollegs an der UR

Für eine Austauschveranstaltung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am 13. September in Bonn vertritt der Regensburger Mathematik-Doktorand Paul Hüttl aus dem GRK 2339 IntComSin (Grenzflächen, komplexe Strukturen und singuläre Grenzwerte in der Kontinuumsmechanik - Analysis und Numerik) die Doktorand:innen aus Regensburg, also auch die Mitglieder des DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne. Inhaltlich geht es um Betreuung, Karrierebedingungen und -perspektiven inner- und außerhalb der Wissenschaft, Wissenschaftskommunikation und Internationalisierung. Näheres: Link

Sie promovieren an der Universität Regensburg in einem DFG-geförderten Graduiertenkolleg und haben ein Anliegen? Paul Hüttl bietet gerne an, ihm Hinweise für die DFG-Veranstaltung am 13. September mit auf den Weg zu geben. Sie können ihn unter paul.huettl@ur.de kontaktieren.


Klassische Archäologie I Drittmittelerfolg

Ausgrabungen in Bibione. DFG-Projektförderung für GRK-Mitglieder

Erfolg für GRK-Trägerkreismitglied Prof. Dr. Dirk Steuernagel und GRK-Postdoc Dr. Lorenzo Cigaina: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ein Projekt zur Erforschung einer römischen Villa in Bibione (an der nördlichen Adria in Italien). Zur Pressemeldung der Universität Regensburg: Link

Im Rahmen des Projekts, das unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Steuernagel steht, sollen die baulichen Strukturen und die Ausstattung der Villa untersucht werden, um Rückschlüsse auf die Funktionen dieses in der Antike unmittelbar an der Küste gelegenen Anwesens ziehen zu können. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den ökonomischen Aspekten, mithin der Frage, welche landwirtschaftlichen oder auch maritimen Ressourcen von den Besitzern der Villa über die Zeit ihres Bestehens hinweg genutzt wurden.


Arbeitsgemeinschaft katholischer Liturigewissenschaftlerinnen im deutschen Sprachraum

AKL-Tagungsstipendium für GRK-Doktorand Martin Berger

Mit einem Vortrag zur „Bußliturgie in Zeitalter der Reform – Der Ordo expulsionis und die Introductio poenitentium in den liturgischen Büchern Regensburgs“ erhält Martin Berger ein Tagungsstipendium der Arbeitsgemeinschaft katholischer Liturigewissenschaftlerinnen im deutschen Sprachraum (AKL). Mit dem Stipendium werden Nachwuchwissenschaftler:innen der Liturgiewissenschaft bezuschusst.

Die diesjährige Jahrestagung zum Thema „Liturgie / ecclesia semper reformanda?! Das Wechselverhältnis von Liturgie und Ekklesiologie in den aktuellen Reformdebatten der römisch-katholischen Kirche" findet vom 29.08. - 02.09.2022 in Würzburg statt.


GRK-Kolloquium und Oberseminar des Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft am 27.07.2022 I Sommersemester 2022

S. Oelke (GRK assoz.): Zum Verhältnis von literarischer und liturgischer Bibelrezeption im ältesten erhaltenen Lektionar (Jerusalem, 5. Jh.):

Das GRK-Kolloquium im Sommersemester 2022 beschloss das assoziierte GRK-Mitglied Simone Oelke, die den aktuellen Stand ihres Promotionsprojekts vorstellte zum exegesegeschichtliche[n] Deutungshintergrund liturgischer Psalmenverwendung am Beispiel des ältesten erhaltenen Lektionars (Jerusalem, 5. Jh.): Zum Verhältnis von literarischer und liturgischer Bibelrezeption (Betreuer: Prof. Dr. Harald Buchinger). Das GRK-Kolloqium war zugleich Oberseminar des Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft. Nach ihren Studien der Spätantiken und Byzantinischen Kunstgeschichte sowie der Fächer Griechisch, Latein und katholische Religionslehre für das Lehramt Gymnasium ist Simone Oelke heute als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft tätig und wird über die Studienstiftung des deutschen Volkes und das Marianne-Plehn-Programm (Elitenetzwerk Bayern) gefördert.

Ziel des Projektes von Simone Oelke ist es, die wechselseitige Beeinflussung der liturgischen Verwendung von Psalmen und deren Auslegung in der frühchristlichen Exegese zu erforschen und dadurch die generelle Funktion und Hermeneutik liturgischer Psalmenverwendung herauszuarbeiten. Hierbei stellt sich die Frage nach Faktoren, welche die Auswahl der Psalmen und ihre mit einer bestimmten Wirkung verknüpfte Einbindung in den jeweiligen liturgischen Kontext bestimmt haben. Um diesem Forschungsdesiderat zu begegnen, ist es vielversprechend, die älteren literarischen Traditionen patristischer Theologie in den Blick zu nehmen, welche den Psalter als prophetische Schrift in beständiger relecture auf die Heilsgeschichte hin aktualisieren. Mehr dazu hören wir am Mittwoch um 14 Uhr in Frau Oelkes Vortrag "Sie warfen das Los um mein Gewand" (Ps21[22],19) - Zur Psalmenverwendung in der Jerusalemer Karfreitagsliturgie (5. Jh.).

Bild: DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne - Exkursion nach Jerusalem im März 2022.


GRK-Kolloquium am 20.07.2022 I Sommersemester 2022

Raum, Bild und Wort im Neapel des Trecento: GRK-Doktorand M. Esposito im Kolloquium

Im Kolloquium hörte das Graduiertenkolleg 2337 Metropolität in der Vormoderne und seine Gäste in KW 29 GRK-Doktorand Marco Esposito mit einem Vortrag zu Raum, Bild und Wort im Neapel des Trecento: Sepulkralplastiken und Präminenzfamilien aus transmedialer Perspektive. Seit Dezember 2020 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Graduiertenkolleg 2773 „Metropolität in der Vormoderne“.

Sein Vortrag beschäftigte sich mit folgenden Inhalten: In einer auf mehrere Jahrzehnte ausgestreckten, zwischen der ersten und zweiten Hälfte des Trecento situierten Zeitspanne ließen präeminente Sujets bzw. Familien der Metropole Neapel aussagekräftige Sepulkralwerke entstehen. Basierend auf Reflexionen über den gesellschaftlichen Status der jeweiligen Stadtakteure (populares/milites/nobiles), über ihre weltliche und geistliche Kollokation im urbanen Raum (Profan- und Sakraltopographie), über die soziale Bedeutung ausgewählter Architekturformen und Bildmotive (politische Ikonologie), über die Implikationen von Ausführungs- und Präsentationsmodi von Grabinschriften (Sichtbarkeitsgrade; Hervorgehobenheit/Mäßigkeit verbaler Zeichen) und über die Kommunikationsabsichten bestimmter Epitaphien (individuelle und kollektive Vergegenwärtigungsinstanzen) soll sich zeigen, inwieweit exemplarische Grabplastiken eine prospektive Rolle in der lebendigen Dialektik der kampanischen Großstadt ausübten.

Bild: Miguel Hermoso Cuesta, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons.


GRK-Kolloquium am 13.07.2022 I Sommersemester 2022

Judith Utz/Salzburg im GRK: Die Bareser Exultet-Rollen. Ein neues Medium im Dienste der städtischen Gemeinschaft?

Im Kolloquium der KW 28 sprach Dr. Judith Utz/Salzburg im Vortrag: Die Bareser Exultet-Rollen. Ein neues Medium im Dienste der städtischen Gemeinschaft? Nach Stationen in Bamberg, Palermo, Heidelberg, Berlin sowie u.a. an der Bibliotheca Hertziana und am DHI in Rom wirkt die Kunsthistorikerin seit März 2022 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Paris-Lodron-Universität Salzburg im FWF-geförderten Forschungsprojekt "Gates to Paradise. Creating Metal Doors for 11th– 12th Century Churches", worüber sie bereits vor wenigen Wochen im GRK-Doktorand:innenworkshop am DHI Rom im Mai referierte.

Folgendes stand beim Gastvortrag von Judith Utz am 13.07. im Mittelpunkt: Aus Süditalien sind 28 sogenannte Exultet-Rollen erhalten, die dort zwischen dem 10. und dem 14. Jahrhundert entstanden. Auf ihnen ist der Gesang verzeichnet, der während des Entzündens der Osterkerze in der Osternacht von einem Diakon gesungen wurde. Nicht nur wurde in Süditalien die Rollenform gewählt, auch wurden zwischen dem Text Miniaturen eingefügt, die die jeweiligen Passagen illustrieren. Verliefen die Bilder in den ältesten Rollen noch in dieselbe Richtung wie der Text, so änderte sich um 1025 mit der ersten erhaltenen Bareser Rolle die Medialität der Objekte: Die Darstellungen erschienen nun kopfüber zu den Buchstaben. Während des Gesangs hätten nun die anwesenden Gläubigen im Kirchenraum die Bilder richtig herum sehen können, während das Pergament sich langsam vom Lesepult herunterrollte. Bisher stand immer wieder zur Debatte, ob die Licht- und Sehverhältnisse in den Kathedralen dies zugelassen hätten. Ausgehend von der Frage der Sichtbarkeit – und damit der Funktion – der Bilder auf den erhaltenen Exultet-Rollen möchte der Vortrag vor allem Aspekte der Konstitution metropolitaner Identität und gesellschaftlicher Ordnung beleuchten.


GRK-Kolloquium am 06.07.2022 I Sommersemester 2022

M. Zimmermann über Lost Cities. Vom Leben mit verlassenen Städten in antiken Kulturen

In Kalenderwoche fand das GRK-Kolloquium 27 im Rahmen des Schwerpunkts "Ökologischer Fußabdruck von Metropolen" zusammen mit der Ringvorlesung des Forum Mittelalter "Mensch und Umwelt. Perspektiven der Vormoderne" statt: Gemeinsam begrüßten beide Verbünde den Althistoriker Prof. Dr. Martin Zimmermann (LMU München), der zu Lost Cities. Vom Leben mit verlassenen Städten in antiken Kulturen sprach. Zunächst präsentierte Martin Zimmermann eine auf den ersten Blick paradox anmutende andere Seite des ungeheuren Verstädterungsprozesses, der in verschiedenen Konjunkturen und mit regionalen Unterschieden seit vielen tausend Jahren die Weltgeschichte prägt und aktuell besondere Dynamik entwickelt - nämlich die schrumpfenden und gänzlich verlassenen Städte, die sogenannten Lost Cities. Das Phänomen ist seit Entstehung der Stadtkultur im 4. Jahrtausend v. Chr. ein verbreitetes Kennzeichen urbaner Geschichte.

Im Anschluss an den von Trägerkreismitglied Prof. Dr. Angela Ganter moderierten Vortrag stellte sich Martin Zimmermann im Rahmen eines einen Masterclass-Workshops den Fragen der Teilnehmenden im Forschungskolloquium des GRK "Metropolität in der Vormoderne".


Folgeprojekt im Fach Liturgiewissenschaft I Hymnen zur Verklärung Christi im griechischen Osten: Heortologie, thematische Entwicklung und theologische Beiträge

DFG-Eigene Stelle für GRK-Alumnus Dr. Gregory Tucker

GRK-Alumnus Gregory Tucker verteidigte 2021 seine gräzistische Doktorarbeit, die mit der Bestnote summa cum laude bewertet wurde. 2022 bewilligte die DFG nun im Rahmen einer Eigenen Stelle sein Folgeprojekt mit dem Titel Hymnen zur Verklärung Christi im griechischen Osten: Heortologie, thematische Entwicklung und theologische Beiträge (englisch: Hymning the Transfiguration of Christ in the Greek East: Heortology, Thematic Development, and Theological Contributions). Sein Projekt baut auf den im GRK entwickelten Ansätzen zu lokalen liturgischen Traditionen als Markern der Metropolität auf und greift Themen auf, die bereits im Partnerverbund Beyond Canon_ erforscht werden.

Gregory Tucker, der nach Studien in Oxford und New York ab 2017 im DFG-GRK Metropolität in der Vormoderne promovierte und danach als Junior Fellow im CAS Beyond Canon_ wirkte, beschreibt sein Postdoc-Projekt so: The transfiguration of Christ - an episode in the life of Jesus narrated in the Synoptic Gospels, referenced in the Second Epistle of Peter, and expounded within influential early non-canonical literature - came to be commemorated annually in the liturgy by Christians throughout the Greek (Byzantine) East as one of the most important dominical feasts. [...] This project will fill [a] lacuna in scholarship by: comprehensively re-evaluating the sources for the history of the emergence and development of the feast in the Christian (Byzantine) East; cataloguing, editing, and translating the corpus of Greek festal hymns; providing a theological commentary exploring the principal themes developed in the hymns in comparison with contemporary sources, including homilies, biblical commentaries, and dogmatic and ascetical treatises.


Deutsche Forschungsgemeinschaft I DFG-Förderverlängerung CAS Beyond Canon_ an der UR

Erfolg für GRK-Kooperationsverbund: Beyond Canon_ verlängert

Im Rahmen der DFG-Hauptausschussitzung Ende Juni wurde der Fortsetzungsantrag der Regensburger Kollegforschergruppe Jenseits des Kanons: Heterotopien religiöser Autorität im spätantiken Christentum bewilligt. Für weitere vier Jahre erforscht das Centre for Advanced Studies, dessen Direktoren Prof. Dr. Andreas Merkt und Prof. Dr. Harald Buchinger auch Mitglieder des Trägerkreises im DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne sind, literarische Traditionen jenseits des biblischen Kanons. Personell und inhaltlich gibt es zahlreiche Synergien zwischen beiden Forschungsverbünden, die sich nun in einer zweiten Förderperiode weiterentwickeln können.

Zur Pressemitteilung der Deutschen Forschungsgemeinschaft: LINK


GRK-Kolloquium am 29.06.2022 I Sommersemester 2022

N.-S. Toaspern über erzwungene Regierungswechsel in Byzanz (1056-1081)

Im Kolloquium am 29.06. sprach als assoziiertes GRK-Mitglied Nora-Sophie Toaspern. Frau Toaspern ist nach Stationen u.a. in Leipzig, Dumbarton Oaks und Passau heute als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte bei Frau Prof. Dr. Jenny Rahel Oesterle-El Nabbout in Regensburg tätig.

Nora-Sophie Toaspern stellte ihr metropolitan relevantes Forschungsprojekt zu den Kaiserstürzen in Byzanz in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts (1056-1081) vor. In ihrer Arbeit verfolgt sie das Ziel, einen Teil zur Beantwortung der in der Forschung formulierten Frage beizutragen, warum sich im byzantinischen Reich im Betrachtungszeitraum im Gegensatz zu dem vorausgehenden und dem nachfolgenden Jahrhundert, aber auch im Gegensatz zum Westlichen Römischen Reich so viele erzwungene Regierungswechsel ereigneten.

Abbildung: F.R. von Hubner, Public domain, via Wikimedia Commons.


GRK-Kolloquium am 22.06.2022 I Sommersemester 2022

GRK-Doktorandin F. Schneider zur Byzanz-Rezeption im osmanischen Barock

Im GRK-Kolloquium der 25. Kalenderwoche präsentierte GRK-Doktorandin Franziska Schneider Aktuelles aus ihrem Promotionsprojekt mit dem Arbeitstitel The Byzantine Connection in Mehmet Tahir Ağa’s Work. In Schneiders Projektbeschreibung heißt es: Die Byzanzrezeption soll hier Ausgangspunkt sein, die vielfältigen baulichen und inhaltlichen Verknüpfungspunkte der römisch-byzantinischen Vergangenheit innerhalb des osmanischen Barocks in Istanbul zu untersuchen. Warum wurde genau in dieser Epoche der Bezug innerhalb der Stadt Konstantinopel/Istanbul zur christlichen Vergangenheit wiederentdeckt und in das bestehende Formenvokabular inkludiert? Die Bezugnahme auf Kirchengebäude, Bildprogramme und literarische Quellen (Ost-)Roms war nicht nur historisierend und stilistisch vielfältig; vielmehr ist anzunehmen, dass die Byzanzrezeption den Ansatz des osmanischen Barocks illustriert, an geltende Muster des Bezugnehmens, des Wiederaufgreifens und der Interpretation auf lokale Bautraditionen, sowohl anzuknüpfen und in etwas Neues umzuwandeln.

Anhand von Bildmaterial analysierte Schneider Istanbuler Bauwerke des 18. Jahrhunderts, z. B. die Ragıb-Paşa-Bibliothek, die Laleli-Moschee, die Zeyneb-Sultan-Moschee und die wiederaufgebaute Fatih-Moschee. Darüber wurden nicht nur Anknüpfungspunkte zu metropolitanen Fragestellungen deutlich, sondern es ergeben sich auch interdisziplinäre Perspektiven auf die angedachte GRK-Exkursion nach Istanbul.

Bild: Muscol, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons.


GRK-Reading Class I Sommersemester 2022

Domführung mit GRK-Doktorand M. Berger: Orte städtischer Liturgie in situ

Im Juni widmeten sich die Graduierten auch in der Reading-Class der Liturgie des Regensburger Doms. Ausgehend von den spätmittelalterlichen Libri ordinarii stellte GRK-Doktorand Martin Berger bei einer Domführung wesentliche Orte des Doms vor und erklärte welche Funktion und Rolle sie in der mittelalterlichen Liturgie hatten. Daneben konnten im Domkreuzgang und der Domkrypta noch Spuren des alten romanisch-ottonischen Vorgängerbaus entdeckt werden.

Bild: High Contrast, CC BY 3.0 DE, via Wikimedia Commons


GRK-Kolloquium und Ringvorlesung Forum Mittelalter am 08.06.2022 I Sommersemester 2022

Umwelthistoriker D. Collet/Oslo zur Ökonomie der vormodernen Stadt 1770-1772

Die Ringvorlesung des Forum Mittelalter unter dem Übertitel "Mensch und Umwelt. Perspektiven der Vormoderne" und das GRK-Kolloquium fanden in KW 23 als Gemeinschaftsveranstaltung statt: Professor Dr. Dominik Collet/Universität Oslo sprach zu einem Thema, das sowohl regionalhistorisch, als auch metropolitan Relevanz besitzt und an dem sich beispielhaft sozio-naturale Mechanismen zeigen, die zu food security, aber auch zum Gegenteil - zu Hungerkrisen und sozialer Instabilität - führen können: Die Ökologie der vormodernen Stadt: Regensburg und die Klimaanomalie 1770-1772. Das vormoderne Regensburg ist ein Fallbeispiel aus seiner 2018 erschienenen Habilitationsschrift "Die Doppelte Katastrophe. Klima und Kultur in der europäischen Hungerkrise 1770-1772".

"Der ökologische Fußabdruck der Metropole" stellt einen Schwerpunkt in der zweiten Förderphase des DFG-GRK 2337 dar, denn umwelthistorische Dimensionen gesellschaftlichen Wandels machen sich nicht nur, aber besonders in Metropolen bemerkbar - in sozio-ökonomischen, aber gerade auch kulturellen Bezügen, wie Collet in seinen Schriften aufzeigt. Seit 2018 wirkt Dominik Collet als Professor für Umweltgeschichte an der Universität Oslo in Norwegen.


GRK-Kolloquium und Oberseminar Liturgiewissenschaft am 01.06.2022 I Sommersemester 2022

GRK-Doktorand M. Berger zu metropolitanen Bezügen der spätmittelalterlichen Regensburger Kathedralliturgie am Palmsonntag

Referent im GRK-Kolloquium, das zugleich als Oberseminar des Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft (Prof. Dr. Harald Buchinger) angekündigt war, ist an diesem Mittwoch GRK-Mitglied Martin Berger gewesen. Er präsentierte den aktuellen Stand seines Dissertationsprojekts über "Spätmittelalterliche Kathedralliturgie und ihre metropolitanen Bezüge im Zeitalter der Reform. Der Ritus chori maioris ecclesiae Ratisponensis (1571): Edition und Kommentar" und legte dabei den Fokus auf den Palmsonntag im spätmittelalterlichen Regensburg vor dem Hintergrund der altrömischen Tradition im Vergleich mit der Salzburger Metropolie. Nach Abschluss des vom Forum Mittelalter koordinierten Masterstudiengangs Kulturgeschichtliche Mittelalterstudien sowie des Magister Theologiae in Regensburg und Innsbruck ist Berger sein 2020 Mitglied im DFG-GRK 2337. Sein Vortrag In die palmarum. Palmenweihe und Palmprozession im spätmittelalterlichen Regensburg diskutierte Martin Bergers Vorgehen beim Kommentar des Regensburger Liber Ordinarius auf exemplarisch Weise.

Bild: B. Hübmaier 1905, Wikimedia Commons.


Internationaler GRK-Doktorand:innenworkshop in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Institut Rom I Early Career Researchers in Rom

Herrscherliche Präsenz und Repräsentation im metropolitanen Raum der Vormoderne

In der mediävistischen Forschung werden Metropolen traditionell als herrscherliche Residenzen, Hauptstädte oder im kirchlichen Sinne als Sitz eines Metropoliten beschrieben. Metropolenbegriff und (kirchen)politische Zentralfunktion fallen quasi zusammen – ein Befund, der durch mittelalterlich-frühneuzeitliche Verwendungen von metropolis gedeckt zu sein scheint. In einem modernen theoretischen Zugriff arbeitet das Regensburger DFG-Graduiertenkolleg „Metropolität in der Vormoderne“ mit einem anderen Metropolen-Begriff. Dieser hebt auf metropolitane Pluralität und Diversität ab und damit auf Spannungsfelder im Verhältnis zu Formen politischer Zentralität. Nach unserem Verständnis bündeln Metropolen vielfältige Bedeutungen. In großer medialer Vielfalt sind ihren Selbst- und Fremddarstellungen Geltungsansprüche als Orte herausgehobener Urbanität, Zentralität oder Geschichtlichkeit eingeschrieben. Indem sie solche Ansprüche artikulieren, sei es durch ihre überregionale wirtschaftliche Relevanz, ihre kultischen, kulturellen, administrativen und/oder politischen Zentralfunktionen, markieren die großen städtischen Zentren immer auch wichtige Knotenpunkte im vormodernen Herrschaftsgefüge. Dabei stellen aber die besonderen sozialen, demographischen und kulturellen Dynamiken von und die Vielfalt mächtiger Akteure in Metropolen eine Herausforderung für monokratische Ordnungen dar.

Mit entsprechenden Fragestellungen befasste sich ein Internationaler Doktorand:innenworkshop des DFG-Graduiertenkollegs 2337 „Metropolität in der Vormoderne“ in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Institut Rom Ende Mai 2022. Der Kurs richtete sich an Nachwuchswissenschaftler:innen aus Italien und Deutschland, deren Arbeiten im oben umrissenen Themenfeld angesiedelt sind. Die Early Career Researchers diskutierten mit den Senior Experts Dr. Andreas Rehberg (DHI Rom) sowie Prof. Dr. Jörg Oberste, Prof. Dr. Harald Buchinger, Prof. Dr. Albert Dietl und Dr. Susanne Ehrich (alle UR).

Das Programm kann hier nachgesehen werden.


GRK-Kolloquium und Oberseminar Liturgiewissenschaft am 18.05.2022 I Sommersemester 2022

Samuel M. Bauer zur Buchgeschichte byzantinischer Drucke im vormodernen Venedig

Das Kolloquium des DFG-GRK 2337, ergänzt um das Oberseminar Liturgiewissenschaft, widmete sich am 18.05. mit GRK-Doktorand Samuel M. Bauer dessen 2020 im GRK begonnenem Forschungsprojekt From Jerusalem and Constantinople to Venice and Rome: Towards a History of 16th Century Byzantine Liturgical Printing. Samuel Bauer schloss 2011 seinen BA in Linguistik an der Ohio State University ab, gefolgt von einem Master of Library Science am Simmons College im Jahr 2013. Mehrere Jahre lang arbeitete er an der Schlesinger Library (Radcliffe Institute) und in den Harvard University Archives. Im Jahr 2020 schloss er einen Master of Theological Studies am Boston College ab, bevor er nach Regensburg wechselte, wo er derzeit am Schnittpunkt zwischen Mittelalterlicher Geschichte und Historischen Hilfswissenschaften und Liturgiewissenschaft promoviert.

Samuel Bauers Forschungsinteressen umfassen liturgische Texte der orthodoxen Kirchen, die Entwicklung des städtischen byzantinischen Mönchtums, frühneuzeitliche Alphabetisierung, Leser:innenrezeption und materielle Kultur sowie die Geschichte des Buches und die Sozialgeschichte des frühen Buchdrucks. Sein Vortrag am Mittwoch konzentriert sich auf Printing the Byzantine Euchologion in Sixteenth Century Venice.


GRK-Kolloquium und Mittelaltergespräch des Forum Mittelalter am 11.05.2022 I Sommersemester 2022

Olivier Richard/Strasbourg zum Oberrhein als Stadtbuchlandschaft

In Zusammenarbeit mit dem Forum Mittelalter lud das GRK am 11.05.2022 zum kombinierten GRK-Kolloquium und Mittelaltergespräch mit Prof. Dr. Olivier Richard. Olivier Richard ist Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Strasbourg/F und Mitglied im dortigen Laboratoire "Arts, civilisation et histoire de l´Europe" (ARCHE). In seiner 2009 veröffentlichten Dissertation befasste sich Herr Professor Richard mit Regensburger Bürgertestamenten aus dem Spätmittelalter. Auch seine Habilitationsschrift, die u. A. im Rahmen eines Humboldt-Fellowship an der Universität zu Köln entstand, beschäftigt sich mit Stadt und Religion im HRR. Olivier Richard ist ein langjähriger Kooperationspartner der hiesigen Forschungseinheiten, hat mehrfach in der Reihe Forum Mittelalter-Studien publiziert und ist am laufenden Projekt "Edition der Regensburger Bürgertestamente" im Rahmen des Forum Mittelalter beteiligt. Professor Richards Vortrag behandelte die von ihm kürzlich mit mehreren Koautor:innen im Rahmen eines historischen Atlas (http://pus.unistra.fr/fr/livre/?gcoi=28682100094790) dargestellte, grenzüberschreitende Region des Oberrhein und seine Städte: Der Oberrhein im späten Mittelalter - eine Stadtbuchlandschaft?


Reading Class am 04.05.2022 I Sommersemester 2022

GRK 2337 Metropolität im Regensburger "document niedermünster"

GRK-Postdoktorand Dr. Lorenzo Cigaina hatte für die kick-off-Sitzung der Reading Class einen wissenschaftlich unterfütterten Besuch im Ausgrabungsbereich www.document-niedermuenster.de in Regensburg organisiert. Beim Dokument Niedermünster handelt es sich um den einzige[n] Platz in Bayern, in dem bauliche Zeugen vom Römerlager über die karolingische Pfalz der Agilolfinger bis hin zum ottonischen Damenstift auf engstem Raum erhalten sind. Es ist ein dreidimensionales Geschichtsbuch von Regensburg. Die hochinteressierten GRK-Mitglieder konnten in wenigen Quadratmetern die römischen Baracken, die ehemalige Pfalzkapelle mit dem Grab des Herzogs Theodos (und mit einem der ältesten Campanili), und noch später die Grabmale des Herzogs Heinrichs I. und dessen Gemahlin, außerdem die Grabstätte des Hl. Erhards in ihrer vielschichtigen, jahrhundertenlangen vertikalen Entwicklung erfassen.


Pressemeldung der UR I GRK-Beteiligung

Ausgrabung mit GRK-Archäologen in Norditalien

GRK-Trägerkreismitglied Prof. Dr. Dirk Steuernagel und GRK-Postdoktorand Dr. Lorenzo Cigaina sind federführend beteiligt an einer Grabungskampagne zur Erforschung einer römischen Villa in Bibione an der Oberen Adria (Italien). Unter dem Titel UR-Archäologen graben in Bibione. Ausgrabungen geben wichtige Aufschlüsse zur Erschließung durch römische Siedler hat die Wissenschaftskommunikatiosabteilung der UR einen informationsreichen Pressebericht zu dem Projekt in Kooperation mit der Bodendenkmalpflegebehörde von Venedig und Belluno veröffentlicht, der hier nachzulesen ist.


GRK-Kolloquium am 27.04.2022 I Sommersemester 2022

Postdoc Q&A mit GRK-Alumna Dr. Kathrin Kraller, jetzt Leopoldina

Im GRK-Kolloquium war in KW 18 die erste Promovendin (Romanistik; summa cum laude 2019) aus dem GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne zugeschaltet: Dr. Kathrin Kraller, die jetzt als Referentin der Abteilung Internationale Beziehungen an der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften wirkt. Die Leopoldina ist die älteste dauerhaft existierende naturforschende Akademie der Welt. [...] Sie ist unabhängig und dem Gemeinwohl verpflichtet. Idee bei der Gründung einer Nationalakademie war die Schaffung einer legitimierten Institution, die unabhängig von wirtschaftlichen oder politischen Interessen wichtige gesellschaftliche Zukunftsthemen wissenschaftlich bearbeitet, die Ergebnisse der Politik und der Öffentlichkeit vermittelt und diese Themen national wie international vertritt.

Dr. Kathrin Kraller berichtete, was ihre beruflichen Schritte nach der Promotion waren. Es ging darum, ab wann man sich Pläne für die Zeit nach Promotion machen sollte, wie Dr. Krallers Erfahrungen bei Bewerbungsprozessen als Geisteswissenschaftlerin verlaufen sind, welche Fort- und Weiterbildungen sie als sinnvoll erachtet und mehr. Offen wurden Tipps für Vorgehensweisen während und nach Promotion besprochen. Der Austausch war, so Dr. Kathrin Krallers Intention, spontan, offen und ungezwungen - v.a. ein echter Austausch, kein reiner Vortrag.


SNF-Forschungskolloquium an der Universität Freiburg/Schweiz, 28.–30.04.2022

GRK-Doktorand M. Berger: Die Tagzeitenliturgie an St. Nikolaus in Freiburg

GRK Mitglied Martin Berger besuchte im Rahmen seiner Dissertation zur Regensburger Liturgie im Spätmittelalter ein Kolloquium zur mittelalterlichen Tagzeitenliturgie in Freiburg (Schweiz). Die Tagzeitenliturgie, auch bekannt als Stunden- oder Breviergebet, ist ein wesentlicher Bestandteil der kirchlichen Liturgie. An Kloster-, Stifts- und Kathedralkirchen prägt sie den Tagesablauf bis heute. Im lateinischen Mittelalter nahm die Tagzeitenliturgie eine bedeutende und intensivierte Rolle ein, erhielt viele und wesentliche Zusätze, Ergänzungen und wurde mehrfach reformiert. Besonders die individuelle Ausgestaltung an den verschiedenen Kirchen und Institutionen macht sie zu einem lohnenden Forschungsfeld der Liturgiewissenschaft sowie der mittelalterlichen Geschichte und angrenzender Disziplinen.

Das bilinguale Freiburger Forschungskolloquium befasste sich ausgehend von der Freiburger Liturgiegeschichte und deren Quellen mit der Tagzeitenliturgie am Freiburger Stift St. Nikolaus. Interdisziplinäre Perspektiven umrahmten den liturgiegeschichtlichen Themenkern. Neben grundsätzlichen Fragen zu Gestalt und Ausprägung der Liturgie an St. Nikolaus zu Freiburg wurden auch grundsätzliche Fragen zur Überlieferungs- und Quellengeschichte gestellt. Neben einführenden und vertiefenden Vorträgen zum Thema gab es auch die Gelegenheit, die mittelalterliche und frühneuzeitlichen liturgischen Quellen im Original einzusehen. Das Kolloquium endete mit einem Ausblick auf die Herausforderungen der Tagzeitenliturgie im heutigen, liturgischen Leben der Kirche. Zum Programm: klick.


Herausgegeben von GRK-Alumnae Arabella Cortese und Giulia Fioratto I im Verlag Schnell und Steiner

Archäologischer GRK-Sammelband "Urban Space" präsentiert

Der Sammelband Urban Space between the Roman Age and Late Antiquity. Continuity, Discontinuity, and Changes unter Herausgeberschaft der GRK-Alumnae Dr. Arabella Cortese und Dr. Giulia Fioratto versammelt die Beträge der GRK-Tagung gleichen Titels, die kurz vor Pandemiebeginn in Regensburg als Kooperationsprojekt mit der Universität Aarhus stattgefunden hatte. Die Ergebnisse neuer Ausgrabungen und originelle Fallstudien geben innovative Einblicke in die Entwicklung spätantiker Städte.

Interviewartig besprachen die Herausgeberinnen den jüngst beim Schnell & Steiner Verlag veröffentlichten Band auf einem Plenum mit Prof. Dr. Dirk Steuernagel, GRK-Trägerkreismitglied und Dekan der Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften an der Universität Regensburg. Der Sammelband war am Büchertisch in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Verlag Schnell & Steiner betrachtbar. Beim anschließenden feierlichen Empfang zur Buchpräsentation läutete das DFG-GRK 2337 mit seinen internationalen wissenschaftlichen Gästen coronakonform das Sommersemester 2022 ein.


GRK-Workshop im Haus der Begegnung der UR I in Zusammenarbeit mit der Università degli Studi di Firenze

Spolien und Metropolen. Wiederverwendung der Vergangenheit zur Zukunftsgestaltung

Einige urbane Zentren setzten sich gegenüber anderen durch die Wahrnehmung als Städte von herausgehobener Bedeutung ab, was im DFG-GRK 2337 als ein Erkennungsmerkmal von Metropolen verstanden wird. Zu diesen Kriterien der Distinktion zählte u.a. der – sei es reale oder fiktive – Nachweis des lang zurückreichenden Ursprungs des Gemeinwesens. In einem vielschichtigen und multimedialen Diskurs wurden antike Überreste an relevanten Orten wiederverwendet, um die (nachweisbare oder auch nur behauptete) vetustas der Stadt zu betonen. Im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs 2337 „Metropolität in der Vormoderne“ wird die Verwendung von Spolien im Kontext städtischer Kommunikationsformen gezielt als Verweis auf die historische Tiefe einer bestimmten Stadtgemeinschaft untersucht.

Der von GRK-Postdoc Dr. Lorenzo Cigaina sowie den GRK-Mitgliedern Marco Esposito und Julian Zimmermann initiierte Workshop thematisierte die Wiederverwendung von architektonischen Elementen, Skulpturen und anderen Artefakten in den städtischen Zentren des Mittelmeerraums in der Zeit zwischen der Antike und der Neuzeit (bis etwa 1800). In Zusammenarbeit mit der Universität Florenz (speziell Prof. Dr. Paolo Liverani) kamen Wissenschaftler:innen zusammen, um insbesondere die Beziehung zwischen Spolien und dem (Wieder-)Aufbau von Städten zu betrachten. Unter anderem stellten GRK-Alumna Dr. Arabella Cortese sowie GRK-Doktorandin Jessica Windmaißer aktuelle Forschungen vor.

Ein ausführlicher Tagungsbericht wird folgen. 


GRK-Kolloquium am 27.04.2022 I Sommersemester 2022

Semesterstart im Graduiertenkolleg Metropolität in der Vormoderne

In Präsenz, unter Beachtung der UR-Covidschutzmaßnahmen, traf sich das Graduiertenkolleg am 27.04.2022 zum Semesterstart. Die Veranstaltung fand im Hörsaal des Partnerverbundes CAS Beyond Canon_ statt. Nach dem Get-together und einer offiziellen Begrüßung durch Prof. Dr. Angela Ganter (Alte Geschichte) im Namen des Trägerkreises wurden Programm und organisatorische Rahmenbedingungen der Reading Class und des GRK-Kolloquiums im Sommersemester 2022 vorgestellt. Daneben war Zeit für Fragen, Anliegen und Ideen aus dem Kreise der GRK-Mitglieder.

 


Universität Erfurt I CAS Religion and Urbanity

GRK-Kooperationspartner UrbRel verlängert

Mit der Kollegforschergruppe Religion und Urbanität: Wechselseitige Formierungen an der Universität Erfurt, als deren Sprecher:in Prof. Dr. Jörg Rüpke und Prof. Dr. Susanne Rau fungieren, hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft einen weiteren Kooperationsverbund unseres Kollegs um eine zweite Förderperiode verlängert. Weiterführende Formate des wissenschaftlichen Austauschs und gemeinsame Events mit dem DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne sind angedacht.

Im Erfurter Centre for Advaned Studies Religion and Urbanity geht um die Frage nach langfristige[n] Prozessen von Ausdifferenzierung, Ein- und Entbettung [...]. Die durch die Konzepte Heterarchie und Ko-Räumlichkeit erfasste Komplexität der Wechselwirkung legt es nahe, dass sowohl Religion wie Urbanität durch Ambivalenzen charakterisiert sind. Diese erschöpfen sich nicht in Gegensatzpaaren von Machterhalt und Protest oder Homogenisierung und Pluralisierung, sondern stellen ausgehend von langfristigen Polarisierungen und Spannungen Verbindungen zwischen den verschiedenen Facetten von Religionen und Urbanität her. Dieses begriffliche Instrumentarium ist nun auf drei Arbeitsfeldern auszuprobieren und zu schärfen, indem die Prozesse von Gruppenbildungen, Merkantilisierungen und Grenzziehungen im Wechselspiel von Religion und Urbanität untersucht werden. Komplementär zu den in der ersten Phase identifizierten generalisierbaren Prozessen erlauben sie, transepochal und transkulturell Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Städte und städtischer Netzwerke, die als Fallstudien von Fellows bearbeitet werden, herauszuarbeiten.


Alexander von Humboldt-Stiftung I UR

‚Byzanz‘ umfassend neu definieren - Dr. Evan Freeman im Portrait

Ein lesenswertes Forscherportrait über Dr. Evan Freeman, der als Humboldt Fellow am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft in Regensburg bei Trägerkreismitglied Prof. Dr. Harald Buchinger zu "Appropriating the Past: Art, Ritual, and Identity in Later Byzantium" forscht und in engem wissenschaftlichen Austausch mit dem GRK-Schwerpunkt zum östlichen Mittelmeerraum steht, ist hier erschienen. Zitat: An der UR hat der Humboldt-Fellow auch Kommilitonen seiner New Yorker Hochschule wieder getroffen, Dr. Gregory Tucker und Christopher Sprecher, beide Mitglieder im DFG-Graduiertenkolleg 2337. Im Anschluss an seinen Master wurde Evan Freeman an der Yale University bei den international führenden byzantinischen Kunsthistorikern Robert Nelson und Vasileios Marinis, der selbst Humboldt-Fellow in Bayern war, promoviert. Seinen Kollegen Marinis lernte Professor Dr. Harald Buchinger im Zuge seines persönlichen Aufenthalts als Senior Research Fellow an der Yale University kennen.


Blicke auf Jerusalem I Graduierte des GRK 2337 im internationalen Dialog zu Metropolität - Erkenntnisgewinn und Team-Building

Pressemeldung der UR über GRK-Exkursion mit Early Career Researchers

Auf der UR-Startseite sowie im Pressearchiv hat die Wissenschaftskommunikation der Universität Regensburg den Artikel Blicke auf Jerusalem I Graduierte des GRK 2337 im internationalen Dialog zu Metropolität - Erkenntnisgewinn und Team-Building veröffentlicht. Vor dem Hintergrund der auf Initiative der Graduierten gemeinsam organisierten Exkursion nach Israel werden die Ziele und Schwerpunkte der Nachwuchsförderung im DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne vorgestellt. Stimmen von Early Career Researchers aus den Fakultäten Philosophie, Kunst-, Geschichts und Gesellschaftswissenschaften, Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften sowie Katholische Theologie kommen zu Wort. Die Pressemeldung kann hier nachgelesen werden: Link.


GRK-Workshop in Kooperation mit der Universität Florenz I 28.04.2022

Spolien und Metropolen I Spolia e metropoli

Der von GRK-Postdoktorand Dr. Lorenzo Cigaina mit den GRK-Mitgliedern Marco Esposito und Julian Zimmermann initiierte Workshop Spolien und Metropolen I Spolia e metropoli, der am 28.04.2022 im Haus der Begegnung der Universität Regensburg stattfindet, thematisiert die Wiederverwendung von architektonischen Elementen (mit Inschriften und/oder figürlichen Elementen versehen), Skulpturen und anderen Artefakten – seit dem 16. Jahrhundert Spolien genannt – in den städtischen Zentren des Mittelmeerraums in der Zeit zwischen der Antike und der Neuzeit (bis etwa 1800). Dabei wird insbesondere die Beziehung zwischen Spolien und dem (Wieder-)Aufbau von Städten betrachtet. Materielle Überreste aus früheren Epochen trugen nicht nur physisch, sondern auch konzeptionell und symbolisch zum Aufbau von Städten bei und halfen, ihre historische Identität zu formen, zu bewahren oder neu zu gestalten und Autorität zu verleihen. Einige urbane Zentren setzten sich gegenüber anderen durch die Wahrnehmung als Städte von herausgehobener Bedeutung ab, was im DFG-GRK 2337 als ein Erkennungsmerkmal von Metropolen verstanden wird. 

Der von Prof. Dr. Paolo Liverani (Universität Florenz) moderierte GRK-Workshop wird hybrid übertragen; um Anmeldung unter workshop.spolia@ur.de wird gebeten. Das Programm kann hier eingesehen werden. 

Am Abend des Workshoptags wird der jüngst veröffentlichte Sammelband zur 2020 stattgefundenen GRK-Tagung "Urban Space" vorgestellt:


DFG-GRK 2337 Metropolität I Studienfahrt nach Israel

Ergänzende Besichtigungen im Rahmen der GRK-Exkursion

Im Zusammenhang mit der größeren Exkursion des DFG-2337 GRK "Metropolität in der Vormoderne" nach Jerusalem und anderen Stätten in Israel/Palästina besuchte eine kleine Gruppe von aktuellen Mitgliedern, Alumni und externen Gästen unmittelbar vor und nach der Gruppenreise im Heiligen Land auch andere Stätten von Relevanz für ihre Forschungsvorhaben im Rahmen des DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne, unter anderem zum Mar-Saba-Kloster. Diese Ergänzung der Exkursion, die zwar selbst finanziert wurde, profitierte ebenfalls von den umfangreichen Vorbereitungen vor der Abreise und knüpfte an die Recherchen und Interessen der Teilnehmer an.

Ein ausführlicher Bericht von GRK-Mitglied Christopher Sprecher zu den besuchten Stätten kann hier nachgelesen werden: Link (scroll down).


GRK-Partnerverbund Forum Mittelalter I Ringvorlesung im Sommersemester 2022

Mensch und Umwelt. Perspektiven der Vormoderne

Die vom GRK mitveranstaltete Ringvorlesung des Partnerverbundes Forum Mittelalter befasst sich im Sommersemester mit "Mensch und Umwelt. Perspektiven der Vormoderne".  Alle Interessierten sind herzlich eingeladen; nähere Informationen finden Sie auf der Homepage des Forum Mittelalter. Die Vorlesungen finden im Hörsaal H2 an der Universität Regensburg bzw. via Zoom jeweils mittwochs von 14-16 Uhr (also vor dem GRK-Kolloquium) statt.


DFG-GRK 2337 Metropolität I Studienfahrt nach Israel

Jerusalem. Eine einzigartige Metropole im Kontext des vormodernen Palaestina

Im März 2022 unternahmen Graduierte, Alumni:ae, Trägerkreismitglieder sowie akademische Gäste des DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne eine seit 2019 geplante wissenschaftliche Exkursion nach Israel. Die ausschließlich vor Ort angemessen vermittelbaren Lehr- und Lernziele der Exkursion bauten auf den im Graduiertenkolleg begonnenen Untersuchungen zum östlichen Mittelmeerraum auf. Diese in situ am konkreten Beispiel über internationale Expertinnen vermittelten bzw. selbsterschlossenen Erkenntnisse über Urbanisierungs- und Vergesellschaftungsprozesse im biblisch-jüdisch-byzantinisch-abendländisch-arabisch geprägten Mittelmeerraum waren eine konsekutive didaktische Fortsetzung zweier ZOOM-Konferenzreihen aus den Jahren 2020-2021 (Byzantine und Jerusalem Talks). Der Zeitpunkt im März 2022 erlaubte die Einbeziehung fachlich einschlägiger Expertise aus der ersten und zweiten Kohorte des DFG-GRK 2337.

Eine hinreichend sichere Durchführbarkeit der geplanten Exkursion unter strikter Einhaltung aller geltenden Vorschriften des Bundes, des Landes Bayern und von Israel, insbesondere der jeweiligen Einreise- und Quarantänevorschriften, sowie einer Selbstverpflichtung zur Rücksichtnahme war erfreulicherweise gegeben. Ein ausführlicher Bericht mit zahlreichen Photos kann hier eingesehen werden: Link.



DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne

GRK-Forschungskolloquium im Sommersemester 2022

Das regelmäßige Forschungskolloquium im DFG-Graduiertenkolleg 2337 Metropolität in der Vormoderne wird im Sommersemester mit einem vielfältigen Vortragsprogramm zu stadthistorischen Fragen fortgesetzt. Veranstaltungsort bzw. Zugangsdaten erfahren Sie auf dieser Homepage bzw. via Wissenschaftliche Koordination (kathrin.pindl@ur.de). Interessierte Zuhörer:innen sind herzlich willkommen.

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H-Soz-Kult I Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften

Informationsmaterialien zum Krieg in der Ukraine

Das an der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelte Fachforum mit moderierter Informations- und Kommunikationsplattform für Geisteswissenschaftler:innen HSOZKULT veröffentlicht eine Auswahl an Informationsressourcen, Stellungnahmen und Materialien aus dem Fach zur Vorgeschichte und zu den Ereignissen in und um die Ukraine. Ein Statement der Universität Regensburg in Bezug auf https://www.hrk.de/ kann auf der Startseite eingesehen werden.


Bewerbungsfrist 19.04.2022

Stellenausschreibung I Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in im DFG-GRK 2337

Am DFG-Graduiertenkolleg 2337 sind die Fächer Geschichte, Kunstgeschichte, Rechtsgeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Alte Kirchengeschichte,  Patristik, Klassische Archäologie, Liturgiewissenschaft, Romanische Sprachwissenschaft, Politikwissenschaft und Englische Literatur- und Kulturwissenschaft sowie weitere assoziierte Fächer und Kooperationspartner:innen beteiligt. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Konstitution und Repräsentation, Wirkung und Wandel von Metropolen von der griechisch-römischen Antike bis zur Schwelle der Industrialisierung. Dort ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter / wissenschaftliche Mitarbeiterin (m/w/d) in Teilzeit (26,065 Stunden pro Woche) zu besetzen. Die befristete Beschäftigung erfolgt zur eigenen wissenschaftlichen Qualifizierung (Promotion) mit einer Vertragslaufzeit von 3 Jahren. (§ 2 Abs. 1 WissZeitVG). Die Vergütung erfolgt nach TV-L E 13.

Bewerbungsschluss: 19.04.2022 I vollständige Stellenausschreibung (PDF)

The University of Regensburg is an innovative campus university with more than 21,000 students. Oriented towards interdisciplinarity, it offers a wide range of research activity and study opportunities for young people both domestic and from abroad. The Research Training Group 2337, funded by the German Research Foundation (DFG), consists of scholars from the fields of History, Art History, Legal History, Social and Economic history, Early Ecclesiastical History and Patristics, Classical Archaeology, Liturgical Studies, Romance linguistics, Political Science, English Literary and Cultural Studies, and further other associated disciplines and cooperation partners. The Research Training Group focuses on questions concerning the constitution, representation, impact, and transformation of metropolitan cities from the Greco-Roman antiquity towards the threshold of industrialization. We offer 1 position as PhD Research Assistant (m/f/d). The part-time contract within the project “Pre-Modern Metropolitanism” (26.065 hours per week) will be limited for a total of 36 months. (§ 2 Abs. 1 WissZeitVG). The salary follows TV-L E 13 (German public service standard).

Deadline: April 19, 2022 I complete job ad (PDF)


GRK-Kolloquium am 09.02. I via Zoom

Hendrik Wagner/CAU Kiel zur spätantiken Senatsaristokratie im Zeitalter der Christianisierung

Die Reihe des GRK-Kolloquiums im Wintersemester 2021/22 endete mit dem Gastvortrag von Dr. Hendrik A. Wagner (CAU Kiel) unter dem Titel Aus Alt mach Neu! - Aus Neu mach Alt! Überlegungen zur christlichen Umkodierung der senatorischen Identität und Topographie Roms in der Spätantike. Auf dessen - zentrale Fragen im DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne ansprechende - Promotionsschrift , die 2021 in der renommierten Reihe der Millennium-Studien veröffentlicht worden ist, kann open-access auf der Seite des De Gruyter-Verlages zugegriffen werden.

Im Hinblick auf seinen GRK-Vortrag schreibt Wagner in der Einleitung zur untersuchten sozialen Gruppe der senatorischen Elite, es sei „vor allem ihr Verdienst als Bewahrer der antiken Kulturgüter, des Wissens und der Ideen, dass ein beträchtlicher Teil des „antiken Geistes“ über das Mittelalter hinweg erhalten blieb“ (S.1). Auf S. 390-391 führt er aus, dass „(d)ie Rückgewinnung der senatsaristokratischen Majorität im religiösen Leben (...) maßgeblich über die christlichen Bildwelten“ erfolgte; „(s)o ließ sich für das 5. Jh. nun auch eine zunehmende ‚Aristokratisierung‘ der christlichen Bildsprache feststellen, die an die ‚Imperialisierung‘ des Christusbilds anknüpfte. (...) Über Kirchenstiftungen bestand für die Senatsaristokratie überdies eine Möglichkeit, nun auch wieder eine gewisse Dominanz über die Sakrallandschaft Roms auszuüben.“

Eine Aufzeichnung des Vortrags kann auf der YouTube-Seite des Altertumswissenschaftlers abgerufen werden.


Griechische Kodikologie und Paläographie I Sommersemester 2022

GRK-Workshop mit Byzantinistin Dr. Giulia Rossetto/Österreichische Akademie der Wissenschaften

Mehrere Projekte im DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne befinden sich am Schnittpunkt zwisch Geschichte, Liturgiewissenschaft und Byzantinistik. In Kooperation mit dem Euchologia-Projekt unter Prof. Dr. Claudia Rapp an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien wird im Sommersemester 2022 Dr. Giulia Rossetto, bekannt aus zahlreichen Medienberichten zu ihren Forschungsergebnissen, als Gastdozentin am Graduiertenkolleg den Kurs "Greek Codicology and Palaeography: An Introduction" unterrichten (12.-13.05., 19.-20.05., 02.-03.06), der sich an Mitglieder des GRK sowie an fortgeschrittene Studierende verschiedener Fachrichtungen wendet. 

Dr. Giulia Rossetto kommentiert die Lehrveranstaltung: The course focuses on the study of the Greek manuscript book, from the archaeological observation of its structure to the deciphering of its content. It aims to provide a basic knowledge about the making of the manuscript book, its techniques and materials, over the centuries. Moreover, it explores the development of the Greek handwriting between late-antiquity and the 12th century. The students will be provided with the tools to analyse a manuscript from a codicological point of view and to read the principal kinds of Greek book hands (majuscules and minuscules) up to the middle Byzantine period. Lectures will be alternated with practical interactive sessions during which the participants will learn how to read and diplomatically transcribe selected extracts from Greek manuscripts, as well as prepare a manuscript description using the appropriate technical terminology. 

Der Kurs kann ab sofort im Vorlesungsverzeichnis SPUR unter der Veranstaltungsnummer 33131c belegt werden. 


GRK-Kolloquium am 26.01. I via Zoom

GRK-Doktorand C. Sprecher über sakrale Objekte und imperiale Herrschaft im mittelalterlichen Byzanz

Das GRK-Kolloquium am 26.01. bestand aus einem Vortrag aus der Mediävistik: Wood, Stone, Spirit…Caesar? The Limburg Staurotheke and the Holy Stone in Middle Byzantium. Der GRK-Doktorand und vormalige Graduiertensprecher Christopher Sprecher fasst seine dritte und - vor Einreichung seiner Dissertation letzte - Kolloqiumspräsentation folgendermaßen zusammen: Prior to the Fourth Crusade in 1204 and the dispersal of most of Constantinople's treasures to Western Europe, the Great Palace held one of the richest holdings in Christian relics within the Pharos or Lighthouse chapel. While all of these relics were considered holy and grace-filled, very few received extended attention in art and text. In this talk, my final one as a member of the GRK, I will present some of my findings from examining the artistic, historical, and liturgical sources pertaining to two of these objects to which chapters in my dissertation are devoted: the so-called Limburg Staurotheke, a highly ornate reliquary containing a portion of the True Cross and other Passion relics; and the so-called Holy Stone, now lost but believed to have been the stone on which Christ's body was anointed for burial after the crucifixion. These relics—and the texts/images associated with them—interact with the figure of the Byzantine emperor to produce an understanding of the Constantinopolitan sovereign as not only a pious, orthodox ruler, but perhaps also a kind of divus Caesar along the lines of pre-Christian, imperial Roman understandings of sacred leadership.

Der Byzantinist, Theologe und Philologe Christopher Sprecher hatte am 10.12.2021 Gelegenheit, im Domschatz- und Diözesanmuseum des römisch-katholischen Bistums Limburg an der Lahn das im Vortrag und in seiner Dissertation analysierte Objekt, die Limburger Staurothek (Gr. σταυροθήκη, zu Deutsch “Kreuzeslade”), im Hinblick auf sein Forschungsintersse zu den kaiserlichen Heiligkeitsansprüchen zu untersuchen. Einen Bericht und photographische Impressionen hierzu sind auf der GRK-Homepage unter den Berichten des Jahres 2021 zu finden. 

Bild: Limburger Staurotheke, Christopher Sprecher.


GRK-Kolloquium am 19.01. I Via Zoom

L. Mathieu zur Metropole Alexandria bei Athanasius von Alexandrien

Im zweiten GRK-Kolloquium des Jahres 2022 brachte GRK-Doktorand Lukas Mathieu Perspektiven aus der Alten Geschichte bzw. aus der Alten Kirchengeschichte ein mit seinem Vortrag "er kam vom Berg herunter und ging nach Alexandria" - Die Verknüpfung von 'asketischem Hinterland' und 'lasterhafter Metropole' bei Athanasius von Alexandrien. Seit April 2020 ist L. Mathieu als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Graduiertenkolleg „Metropolität in der Vormoderne“ beschäftigt und untersucht die Metropole Alexandria im politischen und literarischen Wirken des Bischofs Athanasius.

Seinen Vortrag am 19.01.2022 umschreibt Lukas Mathieu so: Wohl während seines dritten Exils (356-362) verfasste Athanasius von Alexandrien die Vita Antonii und schuf damit nicht nur den ersten, sondern auch einen der einflussreichsten hagiographischen Texte, der knapp 20 Jahre nach seiner Entstehung schon in zwei lateinischen Übersetzungen vorlag. Geht man mit Eduard Schwartz – im Rahmen seines sicherlich zu negativen Athanasius-Bildes – davon aus, dass es für den alexandrinischen Bischof keinen „inneren Drang“ zur Literatur gab, sondern dieses Verhältnis aus purer Notwendigkeit „aufgezwungen“ war, stellt sich die Frage, was Athanasius mit der Lebensbeschreibung des Mönchsvaters Antonius, der den überwiegenden Teil seines Lebens in der Abgeschiedenheit der ägyptischen Wüste verbrachte, bezwecken wollte – insbesondere wenn man bedenkt, dass Athanasius seine Macht als Bischof fast allein der herausragenden Stellung der Metropole Alexandria verdankte, die den größtmöglichen Gegensatz zum von Antonius bewohnten ägyptischen Hinterland darstellt. Bei der Behandlung dieser Frage sollte der Vortrag jedoch nicht allein auf der literarischen Ebene bleiben, sondern auch allgemeiner das Verhältnis des Athanasius zum ägyptischen Mönchtum in den Blick nehmen.

Bild: Griechische Ikone, Titulatur: ὁ ἅγιος Ἀϑανάσιος ὁ Μέγας (der heilige Athanasios der Große), Wikimedia Commons (public domain).


GRK-Kolloquium am 12.01. I via Zoom

GRK-Postdoktorand L. Cigaina über den Senat und die Senatoren im spätantiken Rom

Im GRK-Kolloquium begann das Jahr 2022 mit der Projektvorstellung von GRK-Postdoc Dr. Lorenzo Cigaina. Sein Habilitationsprojekt beschreibt er so: Dieses Forschungsprojekt soll die sich wandelnde Rolle des stadtrömischen Senates während der Spätantike aus archäologischer Perspektive herausarbeiten. Besonderes Augenmerk gilt dabei der institutionellen Geschichte und den öffentlichen Funktionen dieses politischen Organs. Seine materiellen Hinterlassenschaften in Rom von der tetrarchisch-konstantinischen Zeit (286-337 n.Chr.), als die Kaiser ihre Residenz auf dem Palatin zugunsten anderer Reichsstädte aufgeben, bis zum Untergang des weströmischen Reiches (476 n.Chr.) – mit Ausblicken in die darauffolgende Zeit der Ostgotenherrschaft (493-552 n.Chr.) – sollten philologisch untersucht werden. Vor dem Hintergrund literarischer, epigraphischer sowie numismatischer Quellen sollte der archäologische Befund insbesondere auf den Beitrag des Senats zur Erhaltung bzw. Veränderung der traditionellen Metropolenrolle Roms hin befragt werden.

Der Vortragstitel am Mittwoch lautete: Der Senat und die Senatoren im spätantiken Rom. Quellenbasis und methodischer Ansatz. Nach einem Exkurs zur Demographie Roms in diachronischer Perspektive ging Dr. Cigaina auf die Repräsentation der Senatoren anhand ausgewählter Beispiele aus der Bildniskunst ein. Das Potential (und die Grenzen) der metropolitanen Austrahlungskraft Roms noch in der Spätantike wurden an Fallstudien aus den westlichen Provinzen (Campania, Venetia, Hispania, Africa) deutlich gemacht.

Bild: Sarkophag aus Syrakus, Catacombe di San Giovanni. 325-350 n.Chr.; im Muschelmedaillon: Adelfia, clarissima femina (Frau senatorischen Standes) mit ihrem Ehemann Valerius.


Bericht zum GRK-Doktorand:innenworkshop

editiones. Interdisziplinäre Perspektiven auf Editionsvorhaben in der digitalisierten Welt

Der von den beiden Promovierenden Maria Whitten (Kunstgeschichte) und Martin Berger (Liturgiewissenschaft) gemeinsam mit dem Graduiertenkolleg 2196 "Text-Dokument -Edition (Bergische Universität Wuppertal) initiierte Workshop mit dem Titel editiones. Interdisziplinäre Perspektiven auf Editionsvorhaben in der digitalisierten Welt hat mit bis zu 45 Teilnehmern erfolgreich vom 25.-26. November 2021 über Zoom stattgefunden. Ziel war es aus dem Blickwinkel unterschiedlicher Disziplinen den Möglichkeiten und Grenzen digitaler Editionen nachzuspüren.

Ein Bericht zur Veranstaltung, verfasst von den beiden Initiator:innen, ist ab sofort hier nachzulesen.


Winterferien an der Universität Regensburg I vom 24.12.2021 bis zum 07.01.2022

Frohe Feiertage und alles Gute für 2022 aus dem GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne

Das DFG-GRK 2337 wünscht frohe Feiertage und alles Gute für 2022.Rückblickend auf 2021 ist das GRK froh über das Vertrauen für eine zweite Förderperiode, das die DFG, die Universität Regensburg und unsere Kooperationspartner:innen in unser Kolleg legen. 2022 freut sich das GRK auf die Fortsetzung des Forschungs- und Qualifizierungsprogramms, auf eine Exkursion nach Jerusalem, die Tagung "Spolien und Metropolen" in Kooperation mit der Università degli Studi di Firenze im April und den Workshop "Herrscherliche Präsenz und Repräsentation im metropolitanen Raum der Vormoderne" in Zusammenarbeit mit dem DHI Rom im Mai sowie auf zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen mit unseren wissenschaftlichen Partnerinstitutionen. Die diesjährige GRK-Weihnachtskarte mit metropolitanen Motiven ist eine Kreation von Maria-Protima Hiltl als Collage mit Arbeiten von Leonid Afremov.


  1. STARTSEITE UR

Metropolität in der Vormoderne

DFG-GRK 2337

Sprecher

Prof. Dr. Jörg Oberste

St-grk 2337
Wissenschaftl. Koordination

Kathrin Pindl M.A.

Kontakt und Homepage

GRK.2337@ur.de

https://go.ur.de/metropolitaet