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Aktuelles

Forschungskolloquium "Metropolität in der Vormoderne"


Alle Vorträge können auch einzeln besucht werden.

Zoom-Zugangsdaten und weitere Informationen: Kathrin.Pindl@ur.de | Wissenschaftliche Koordination

Sommersemester 2021

14.04. | 16-18 Uhr | Semesterstart

21.04. | 16-18 Uhr | Franziska Schneider, GRK: New Perspectives on Patronage

28.04. | 17.15-19.30 Uhr | Professor Cormac Ó Gráda, Dublin: Tracking the Famine Irish in New York and Beyond: Genealogy and Automated Linkage | zugleich Vortragsreihe Wirtschafts- und Sozialgeschichte

05.05. | 16-18 Uhr | Dr. Wolf Zöller, Heidelberg: Wieder- oder Neuerfindung nach dem Investiturstreit? Die Renovatio Romae und ihre materiale bzw. epigraphische Dimension, ca. 1100-1150 | zugleich Mittelaltergespräch des Forum Mittelalter

12.05. | 17-19 Uhr | Jessica Windmaißer, GRK: Projektupdate - Altorientalische Importstücke in den archaischen Nekropolen von Rhodos | zugleich Kolloquium Klassische Archäologie

19.05. | 16-18 Uhr | Mercedes Och, GRK: Fleischkonsum in der antiken Metropole Rom. Ökonomische, religiöse und soziale Veränderungen zw. 2. Jh. v. Chr. u. 4. Jh. n. Chr.

26.05. | 16-18 Uhr | Dr. Lorenzo Cigaina, GRK: Die Provinzmetropolen Gortyn auf Kreta und Kyrene in der römischen Kaiserzeit. Föderale Vernetzungen und zentralörtliche Funktionen

02.06. | 16-18 Uhr | Martin Berger, GRK: Der Ritus chori. Erste Schritte bei der Untersuchung eines Liber ordinarius

09.06. | 16-18 Uhr | Maria Whitten, GRK: Die gotische Sepulkralplastik in der Oberpfalz

16.06. | 16-18 Uhr | Susanne Guertner, GRK assoz.: Humanism on the Early Modern Stage

16.06. | 18-20 Uhr | Prof. Dr. Markus Späth, Gießen
An den Grenzen eines öffentlichen Sakralraums: Die Familienkapellen Besserer und Neithart im Ulmer Münster | zugleich Mittelaltergespräch des Forum Mittelalter

23.06. | 16-18 Uhr | Marco Esposito, GRK: pro identitate fienda: Frühe Zeugnisse von topographischen Konstellationen, sepulkralen Konfigurationen und epigraphischen Enunziationen des Seggio- und Nicht-Seggio-Adels im Neapel der Vormoderne (ca. 1350)

30.06. | 16-18 Uhr | Samuel Bauer, GRK: From Jerusalem and Constantinople to Venice and Rome: A Project Update

07.07. | 16-18 Uhr | Simone Oelke, München: Der exegesegeschichtliche Deutungshintergrund liturgischer Psalmenverwendung am Beispiel des ältesten erhaltenen Lektionars [Jerusalem, 5. Jh.]

14.07. | 16-18 Uhr | Dr Arthur Westwell, Regensburg: Arn von Salzburg als Liturgiker und die Entstehung des Metropolitismus im frühmittelalterlichen Bayern | zugleich Mittelaltergespräch des Forum Mittelalter


Veranstaltungshinweise

RINGVORLESUNG FORUM MITTELALTER


Informationen zu den Forschungskolloquia, Oberseminaren und ähnlichen Veranstaltungen aus dem GRK-Trägerkreis entnehmen Sie bitte den Homepages der Antragsteller:innen unter [Link].


Den VERANSTALTUNGSKALENDEr DES DFG-GRK 2337 MEtropolität in der Vormoderne sowie Ausgewählte Veranstaltungsempfehlungen finden Sie hier.


Ausgewählte Call for Papers und Einladungen finden Sie auch in unserer Rubrik Ausschreibungen.



Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitswoche an der UR 2021

Die Universität möchte auch in diesem Sommersemester ein Zeichen setzen und Nachhaltigkeit als gesamtgesellschaftliche und interdisziplinäre Herausforderung adressieren. Sie werden gebeten, wo es möglich ist, das Thema Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung während dieser Woche in den Lehrveranstaltungen anzusprechen oder auch gerne in Form von Projekten, virtuellen Gastvorträgen etc. einzubauen. Die sozialen, ökonomischen und naturwissenschaftlich-ökologischen Dimensionen von nachhaltiger Entwicklung und ihre kulturelle Einbettung ergeben ein spannendes Querschnittsthema für eine Volluniversität. 

Die Universitätsleitung unterstützt das Vorhaben der Studierenden ausdrücklich und möchte das Bewusstsein aller Universitätsmitglieder für die gemeinsame Aufgabe der Bildung für nachhaltige Entwicklung schärfen.

Die Nachhaltigkeitswoche wird vom 31.05.2021 bis zum 05.06.2021  stattfinden. Sie ist eingebettet in die European Sustainable Development Week (ESDW), die eine europaweite Sensibilisierung für die Nachthaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) der UN intendiert. Bitte berücksichtigen Sie schon jetzt, in der Planungsphase für die Lehrveranstaltungen des Sommersemesters, wenn möglich das Thema Nachhaltigkeit für diese Woche.

 


Am 1. Dezember 2020 stellt die Mensa ihr To Go-Angebot auf Mehrweg-Geschirr um

Weitere Informationen: [Link]


2. Nachhaltigkeitswoche #URweekforfuture

Auf der studentisch initiierten und organisierten Nachhaltigkeitswoche unter dem Motto #URweekforfuture finden eine Woche lang täglich verschiedene Aktionen statt, die den Studierenden der Universität und OTH Regensburg ein Gespür für Umwelt- und Klimaschutz vermitteln und ihnen konkrete Handlungsanweisungen liefern sollen.

Bereits zum zweiten Mal stellt das Netzwerk Nachhaltigkeit ein buntes Programm zusammen, das sowohl digital als auch in Präsenz unter Hygienebedingungen stattfinden wird. Verschiedenste Vorträge, Workshops, Skills-Labs, Aktionen uvm. werden dazu beitragen, unsere Gesellschaft und Bildung zukunftsfähiger und gemeinwohlorientierter zu gestalten.

Die #URweekforfuture wird dieses Jahr in Kooperation mit der Landesastenkonferenz bayernweit stattfinden.

Weitere Informationen zur Nachhaltigkeitswoche können hier entnommen werden.


Nachhaltigkeitsbewusstsein als Bestandteil des wissenschaftlichen Arbeitsalltags

Streben nach fachwissenschaftlicher Exzellenz und transdisziplinärem Erkenntnisgewinn zur „Metropolität in der Vormoderne“ bildet das Zentrum der Anstrengungen des Graduiertenkollegs 2337. Kritische Reflexion historischer wie zeitaktueller Vorgänge ist hierfür das notwendige das Fundament. Gegenwärtig gehören dazu Fragen nach der Verantwortung als Wissenschaftler/in für Gesellschaft und Umwelt. So zählen z.B. Forschungs-, Archiv- und Tagungsreisen zu den elementaren Bestandteilen produktiver (geistes-)wissenschaftlicher Tätigkeit, sind jedoch zugleich mit relativ hohem Ressourcenverbrauch verbunden.
Wertschätzung für Nachhaltigkeit und Verantwortungsbewusstsein in Bezug auf die alltägliche wissenschaftliche Arbeitspraxis sind – die konkreten Forschungsziele unterstützend - Bestandteile des ganzheitlichen Qualifizierungskonzepts im GRK 2337.

Wie man als Forscher/in innerhalb des GRK 2337 „Metropolität in der Vormoderne“ proaktive Entscheidungen für „eco-friendly travel“ im Sinne des Klimaschutzes treffen kann, beschreibt der folgende Text. GRK-Mitglied Christopher Sprecher beschreibt die Beweggründe, die ihn zur Umstellung bewogen haben und seine Ziele im Hinblick auf umweltfreundliches Reisen.


Making the journey part of the destination: thoughts on and experiences of more environmentally friendly travel and the academy in an age of climate change

By Christopher Sprecher

Climate change is all around us today: not just reflected in the weather and environment, but heard on the news and brought to mind increasingly by protests around the world, across Germany, and here in Regensburg with the “Fridays for Future” movement. As a result, I personally began to reflect on what steps I can take to reduce my carbon footprint and live and work in a more environmentally friendly manner. In the academic world, we as scholars and researchers are often in the field and away from home: not merely on the commute to the office or laboratory or classroom, but often at conferences or research sites far from our residence. How do we get thither? Can we, as members of the academic community, also take climate change to heart in our increasingly global work?

I sought to make my own first steps toward a more environmentally responsible career earlier in the year on two academic trips. I was to give a paper at the International Oxford Patristics Conference in England, and attend a workshop on Old Bulgarian and Medieval Greek manuscripts in Sofia, Bulgaria, and chose to travel to and from both locations via combinations of rail and bus travel.

In some cases, choosing the more environmentally friendly mode of transportation can cost more than a cheap EuroWings or RyanAir flight; this was certainly the case compared to travelling via ICE and Eurostar trains to London and beyond. For research clusters/faculties/universities juggling budgets, climate-friendly travel might mean rethinking fund allocations. Perhaps more can be done in terms of online group chats and video conference calls, to bring together scholars from around the world to a specific time and place without incurring a heavy carbon emission.


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Pic. 1: Arriving in Zagreb after the night train from Munich (Photo: Christopher Sprecher)


In the case of the trip to Bulgaria, being more ecologically friendly meant journeying for longer. A flight from Munich to Sofia takes about an hour; with the combination of night trains, day trains, and buses, the same journey from Regensburg to Sofia took two days, with an overnight stay in Belgrade. Many professionals might lament the amount of time that climate-friendly travel can take, given the many responsibilities and tasks on everyone’s plate. Yet I found the journey became a destination in itself. I had more time to think and prepare for my destination, more time to adjust to the reality of being in a new place, a new cultural space that was to inform the location and experiences I had during the manuscript workshop. Nonetheless, two days is not that long compared to how long it would take to cover even further distances between home and research/conference location (say, from Regensburg to the United States, or any other continent). Short-term and long-term initiatives to conduct this kind of long-distance travel in a climate-friendly manner will require deep thought and creative solutions on the part of society as a whole – but scholars and researches should bring their travel needs, wishes, and experiences to this debate as well.


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Pic. 2: Waiting in Niš, Serbia, for the bus to Sofia, Bulgaria (Photo: Christopher Sprecher)


Moving forward, I hope to be able to make future trips as environmentally responsibly as possible. In our work and travels as academics, we can thus be at the forefront not only of our own fields of expertise, but also of our common human task to preserve and safeguard our environment for generations of scholars yet to come.


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Pic. 3: At Zagreb Central Station, waiting for the night train on the return trip (Photo: Christopher Sprecher)


Universität Regensburg startet ein „Green Office“

Mitteilung der Universität vom 23. September 2020

Die Leitung der Universität Regensburg hat in ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause die Einrichtung eines Green Office beschlossen. Die Universität ist sich ihrer Verantwortung im Bereich „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ (BNE) bewusst, durch die den nächsten Generationen Kompetenzen für die Gestaltung einer lebenswerten, zukunftsorientierten und gerechten Gesellschaft vermittelt werden. Gleichzeitig ist es der Universitätsleitung ein Anliegen, dem Thema Nachhaltigkeit einen institutionell sichtbaren Rahmen zu geben und eine Anlaufstelle einzurichten, die die Universitätsmitglieder bei ihren Vorhaben und Zielen in diesem Feld unterstützen kann.

Die vollständige Mitteilung kann hier abgerufen werden.




Universität Regensburg | Aktuelles

Informationen zum Umgang mit der Corona-Pandemie an der Universität Regensburg

Ständig aktualisierte Informationen zum Umgang mit der Corona-Pandemie an der Universität Regensburg entnehmen Sie bitte der Informationsseite der Universität, die Sie hier abrufen können.


GRK-Kolloquium und Mittelaltergespräch am 05.05.2021

W. Zöller, DFG-SFB Materiale Textkulturen Heidelberg: Die Renovatio Romae und ihre materiale bzw. epigraphische Dimension

Einen Gastreferenten aus dem Teilprojekt „Rezeption und kommunale Neuschöpfung: Die Antike in der städtischen Epigraphik des lateinischen Mittelmeerraums (11.-13. Jahrhundert)“ im SFB "Materiale Textkulturen" an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg begrüßte das GRK im Kolloquium - zugleich Mittelaltergespräch des Forum Mittelalter - am 05.05.2021: Dr. Wolf Zöller thematisierte in seinem Vortrag Wieder- oder Neuerfindung nach dem Investiturstreit? Die Renovatio Romae und ihre materiale bzw. epigraphische Dimension, ca. 1100-1150 u.a. die päpstliche Epigraphik im hochmittelalterlichen Rom. 

Zöllers Vortrag machte diverse Anknüpfungspunkte zu GRK-Projekten fruchtbar, die sich ebenfalls mit metropolitanen Bedeutungen und Kommunikationsmustern sowie städtisch-metropolitanen Identitäten und Selbstverständnissen, mit (sakraler) Topographie und mit materieller Kultur der Vormoderne auseinander setzen.


Ringvorlesung am 05.05.2021 I PD Dr. Dorothea Rohde (Alte Geschichte, Universität Bielefeld)

Die weibliche Stadt. Konzeptuelle Überlegungen zu einer vernachlässigten Perspektive der Stadtforschung

Die Rolle der Frau in der Metropole als durch Interaktion konstruierten Raum thematisierte PD Dr. Dorothea Rohde (Alte Geschichte, Universität Bielefeld) in der vom GRK 2337 mitveranstalteten Ringvorlesung des Forum Mittelalter am Beispiel Athens in der klassischen und hellenistischen Zeit.

Weibliche Sichtbarkeit und Agency im antiken Athen würden sich im Licht der Quellen nur begrenzt spiegeln. Etwa im Wirtschaftsleben und verwandten Bereichen hätten aber durchaus Schnittstellen zwischen öffentlicher und privater Sphäre mit weiblichen Protagonist:innen existiert. Diese so genannten kapeleia könne man als Mittelpunkte überlappender Integrationskreise beschreiben. Frauen als Akteurinnen prägten im antiken Athen diese Räume und hätten so an der Produktion der Stadt als polyzentrischer Form von Gemeinschaftung Anteil gehabt. 


GRK-Forschungskolloquium am 28.04.2021 I Gastvortrag

Professor Cormac Ó Gráda, Dublin I Tracking the Famine Irish in New York and Beyond

Das GRK-Kolloquium am 28.04. war zugleich Teil des Forschungsseminars des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der UR (GRK-Trägerkreismitglied Prof. Dr. Mark Spoerer), des Research Seminar der Professur für Wirtschaftsgeschichte der Abteilung Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim (derzeit vertreten durch PD Dr. Tobias Alexander Jopp) und Teil der Webinar-Serie der Gesellschaft für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte (GSWG). 

Cormac Ó Gráda befasste sich in Tracking the Famine Irish in New York and Beyond: The Pitfalls and Potential of Automated Census Linkage mit methodologischen Fragen zur historischen Demographie und zu kliometrischen Aspekten der Digital History vor dem Hintergrund der irischen Einwanderung in die USA. Interdisziplinär anregend für die Kollegiat:innen waren seine mit konkreten Fallbeispielen illustrierten Ausführungen zur Bedeutung von Quellenkritik und zur guten wissenschaftlichen Praxis bzw. zur wissenschaftlichen Integrität.

Ó Gráda ist Professor Emeritus am University College Dublin. Seine Publikationen berühren gleich mehrere Themenschwerpunkte des GRK wie metropolitane Versorgungsstrategien und Ernährungssicherung, aber auch Umwelt-, Konflikt- und Gendergeschichte im Bezugsrahmen Stadt und (Um-)Land.


Ringvorlesung Forum Mittelalter I mitveranstaltet vom DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne

GRK-Trägerkreismitglied Prof. Dr. A.-J. Zwierlein zu Gender und Identität in der Frühen Neuzeit

Chancengleichheit und Vielfältigkeit stellen für das DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne strukturell und konzeptuell wichtige Prioritäten dar. Zugleich sind Gender und Identität inhaltliche Analysekategorien bei der Untersuchung von Quellen aus und zu vormodernen Metropolen.

Das zeigte der Eröffnungsvortrag von GRK-Trägerkreismitglied Prof. Dr. Anne-Julia Zwierlein/Englische Literatur- und Kulturwissenschaft (verantwortlich für das hochschulübergreifende Zusatzstudium Genderkompetenz) bei der Ringvorlesung des GRK-Kooperationsverbunds Forum MittelalterDie Erlösung Evas: Gender, Religion und Identität in der englischen Frühen Neuzeit machte weibliche Strategien der Selbst-Autorisierung im religiösen Kontext anhand von Texten der Autorinnen Aemilia Lanyer, Rachel Speght, Lucy Hutchinson und Margaret Cavendish aus dem 17. Jahrhundert transparent.


GRK-Forschungskolloquium am 21.04.2021

Franziska Schneider I New Perspectives on Patronage

Im ersten Vortrag im GRK-Kolloquium des Sommersemesters referierte Franziska Schneider/Kunstgeschichte zu "New Perspectives on Patronage". Der Ausschnitt aus ihrem Dissertationsprojekt beschäftigte sich mit dem Wandel im Verständnis von Mäzenatentum in Istanbul als Metropole des 18. Jahrhunderts. Als Quellen [ihres Promotionsprojekts] werden die verschiedenen religiösen Stiftungsbauten im heutigen Istanbul herangezogen. Diese Mehmet Tahir Ağa zugeschriebenen Gebäude haben einzelne oder mehrere byzantinischen Bezüge, die sich sowohl stilistisch, räumlich, dekorativ oder tatsächlich physisch, durch den Einbezug von Spolien, manifestieren. Entstanden sind die Gebäude unter der Leitung und/oder Betreuung durch die Werkstatt von Mehmet Tahir Ağa. Dieser war drei Mal Chefarchitekt der Hohen Pforte unter zwei verschiedenen Sultanen von der Mitte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts (vgl. Projektbeschreibung).

Franziska Schneider hat Kunstgeschichte, Byzantinistik und Geschichte und Kultur des Vorderen Orients an der Freien Universität Berlin im Bachelor und Master studiert. Daneben hat sie mehrere Studienaufenthalte in Istanbul absolviert: im Zuge des Erasmus-Förderprogrammes an der Mimar-Sinan-Universität, sowie ein vom DAAD-gefördertes Austauschjahr an der Boğaziçi-Universität. 2020 wurde Franziska Schneider mit dem Ernst Herzfeld Award for Master Theses in Islamic Art History and Archaeology ausgezeichnet; seit dem selben Jahr ist sie Mitglied im DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne. Ihr Projekt verstärkt den Schwerpunkt des GRK zu Metropolen im östlichen Mittelmeerraum.

Bild: Zeyneb Sultan Moschee I Uğur Başak, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons


GRK-Qualifizierungsprogramm | Zentrum zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses WIN

Post Your Doc | Karriereperspektiven für Promovierende und Postdocs

Diese Veranstaltungsreihe des Zentrum zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses WIN bietet Promovierenden und Postdocs aller Fakultäten der Universität Regensburg ein fachübergreifendes Qualifizierungsprogramm für Karrierewege nach der Promotion innerhalb und außerhalb der akademischen Berufswelt. Auch die Mitglieder des DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne können von den vielfältigen Workshops in englischer und deutscher Sprache profitieren.

Unter diesem Link finden Sie die Workshop-Angebote dieses Semesters für Promovierende und Postdocs der Universität Regensburg. Die Anmeldung für alle Workshops öffnet am Mo, 26. April 2021. Weitere, nicht zulassungsbeschränkte Angebote kommen im Verlauf des Semesters hinzu.


Partizipation und Interessenvertretung im DFG-GRK Metropolität in der Vormoderne

Maria Whitten zur Graduiertensprecherin gewählt

Zum Aufgabenspektrum der/des Graduiertensprechers:in im DFG-GRK 2337 Metropolität gehört die Vertretung der Graduierten in der Strategiesitzung, die Interessenvertretung der Graduierten gegenüber Trägerkreis und Koordination sowie die Repräsentation der Graduierten in der Öffentlichkeit bzw. bei offiziellen universitären Anlässen. Daneben wirkt die/der Graduiertensprecher:in als Vertrauensperson und Mittler:in bei Anliegen, Bedürfnissen und Verbesserungswünschen wie auch im Bereich Teambuilding und Inklusion.

Nachdem Christopher Sprecher/Byzantinistik vom WS 2019/20 bis zum SoSe 2021 dieses Ehrenamt in wegweisender Form erfüllt hat, wurde von den wahlberechtigten Graduierten in einer geheimen Abstimmung am 14.04. mit absoluter Mehrheit nun Maria Whitten/Kunstgeschichte (Stellvertreter: Martin Berger/Liturgiewissenschaft) zu seiner Nachfolgerin als neue Graduiertensprecherin gewählt. Maria Whitten legt den Fokus ihrer zweisemestrigen Amtszeit auf Interdisziplinarität, Mehrsprachigkeit, weiterhin reibungslosen Informationsfluss und Chancengleichheit. 


Vorstellung Neumitglieder I Sommersemester 2021

Semesterstart im GRK-Kolloquium mit neuem Postdoc Dr. Lorenzo Cigaina

Mittwochs während der Vorlesungszeit findet gebündelt der Großteil des Forschungs- und Qualifizierungsprogramms im DFG-GRK Metropolität in der Vormoderne - derzeit via Zoom - statt. Am 14.04. startete das Kolleg ins gemeinsame Sommersemester. Nach einem get-together und der Begrüßung und Einführung durch Jörg Oberste erfolgte die Selbstvorstellung des neuen GRK-Postdoktoranden Dr. Lorenzo Cigaina/Klassische Archäologie.

Lorenzo Cigaina präsentierte sein Habilitationsprojekt zum Senat und den Senatoren in Rom während der Spätantike, das eine Vielzahl an Anknüpfungspunkten zum GRK-Forschungskonzept aufweist, und erläuterte in seinem mission statement die von ihm konzipierte Reading Class (jeweils Mi 10-12 Uhr). Auch die neuen Prae-docs Maria Müller/Alte Kirchengeschichte und Simone Oelke/Liturgiewissenschaft/assoz. wurden willkommen geheißen. Nach einer Vorausschau auf das GRK-Programm im Sommersemester (inkl. Ringvorlesung Forum Mittelalter) erfolgte die Graduiertensprecher:in-Neuwahl. 


Neuerscheinung I Dissertationsschrift von GRK-Alumna Dr. Maria Weber

Schuldenmachen. Eine soziale Praxis in Augsburg

Aktuell erschienen ist die als Band 7 der von Barbara Stolberg-Rilinger und André Krischer herausgegebenen Münsteraner Reihe "Verhandeln, Verfahren, Entscheiden. Historische Perspektiven" veröffentlichte, mit summa cum laude bewertete Dissertationsschrift von GRK-Alumna Dr. Maria Weber: Schuldenmachen. Eine soziale Praxis in Augsburg (1480 bis 1532), Verhandeln, Verfahren, Entscheiden. Historische Perspektiven 7, Münster 2021. 

Weitere Informationen zur Monographie von Dr. Maria Weber finden Sie auf der Homepage des Aschendorff-Verlages.


Fokus östlicher Mittelmeerraum im DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne I Prof. Dr. Stefano Parenti

Liturgiewissenschaftliches Forschungsprojekt ergänzt byzantinistischen GRK-Schwerpunkt

Mit den Dissertationsprojekten von Arabella Cortese (Disputation 12/2020), Gregory Tucker (Einreichung 02/2021), Christopher Sprecher, Franziska Schneider und Samuel Bauer hat sich im DFG-GRK 2337 ein byzantinistischer Forschungsschwerpunkt etabliert. Die Mini-Symposia der GRK-Byzantine Talks und die Einbindung in Forschungszusammenhänge an der Fakultät für Katholische Theologie und der Area Studies unterstreichen den Fokus auf den östlichen Mittelmeerraum. 

Dieser byzantinistische Schwerpunkt wird nun weiter gestärkt: Die DFG hat Prof. Dr. Stefano Parenti zum zweiten Mal in Folge eine Eigene Stelle bewilligt, die am Lehrstuhl von GRK-Trägerkreismitglied Prof. Dr. Harald Buchinger/Liturgiewissenschaft angesiedelt ist. Prof. Parenti gehört zu den weltweit führenden Spezialisten der orientalischen Liturgiewissenschaft. Sein neues Projekt über "A History of the Byzantine Divine Liturgy: The Synaxis of the Word" ergänzt den byzantinistischen Forschungskontext zur vormodernen Metropolitätsforschung in idealer Weise.


DFG-Kollegforschergruppe "Beyond Canon_" an der Universität Regensburg I Fakultät für Katholische Theologie

Neuer "Beyond Canon_"-Podcast von GRK-Kooperationsverbund

Die mehrjährige Kooperation des DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne mit der DFG-Kollegforschergruppe/Centre for Advanced Studies "Beyond Canon_" zeigt sich in zahlreichen wissenschaftlich produktiven Kongruenzen. Unter anderem fungieren mit Prof. Dr. Harald Buchinger und Prof. Dr. Andreas Merkt zwei Mitglieder des GRK-Trägerkreises als stellvertretende Sprecher von "Beyond Canon_". 

Der Partnerverbund beschäftigt sich mit apokryphen Traditionen und ihren Funktionen in verschiedenen Kontexten religiösen Lebens, oft in metropolitanem Kontext. Das GRK weist gerne auf den neuen "Beyond Canon_"-Podcast hin, in dessen erster Folge der Sprecher des CAS, Prof. Dr. Tobias Nicklas, im Interview mit Dr. Stephanie Hallinger zu hören ist: Link 


Ringvorlesung des Forum Mittelalter | mitveranstaltet vom GRK

Gender und Identität. Perspektiven der Vormoderne

Die Ringvorlesung des Forum Mittelalter - mitveranstaltet vom GRK - beschäftigt sich im Sommersemester 2021 mit geschlechtlichen Determinanten und deren Transgression als Strategien menschlicher Sinnstiftung in vergangenen Gesellschaften und Kulturen. Der Stadt als Möglichkeitsraum für bestimmte Identitätskonstruktionen kommt dabei zentrale Aufmerksamkeit zu. Neben neun Gastvorträgen renommierter (inter)nationaler Expert:innen wird es drei Beiträge aus dem Kreis des DFG-GRK Metropolität geben:

  • 21. April 2021| Prof. Dr. Anne-Julia Zwierlein (Englische Literatur- und Kulturwissenschaft) | Die Erlösung Evas: Gender, Religion und Identität in der englischen Frühen Neuzeit
  • 12. Mai 2021 | Prof. Dr. Jörg Oberste (Mittelalterliche Geschichte) | Chancen und Gefahren der Metropole – Weibliche Berufstätigkeit und Kriminalität im mittelalterlichen Paris
  • 26. Mai 2021 | Prof. Dr. Albert Dietl (Kunstgeschichte / Bildkünste des Mittelalters) | Geschlecht auf des Messers Schneide oder: homines tertii generis – Kastratenporträts des Barock

Die Ringvorlesung findet über Zoom statt. Externe Teilnehmer:innen erhalten die Zugangsdaten nach einer E-Mail-Anmeldung bei der Wiss. Koordinatorin des Forum Mittelalter, Dr. Susanne Ehrich (susanne.ehrich@ur.de).


Zentrum zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (WIN) I GRK-Mitglied Christopher Sprecher

GRK in der Regensburg Research Hour am 10.05.

In der Reihe Regensburg Research Hour präsentiert die Universität Regensburg einem breiten Publikum in- und außerhalb der UR kompakt und allgemeinverständlich aktuelle Forschung und Forscherpersönlichkeiten. Die Veranstaltungen der Reihe werden vom Zentrum zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (WIN) organisiert und finden in loser Folge an Montagen von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr online statt. In dieser Reihe spricht am 10.05. GRK-Mitglied Christopher Sprecher über seine Forschungen zur Metropolität in einem Vortrag mit dem Titel "Ein „zweiter Gott“? Reliquien und sakrale Herrschaft in Mittelbyzanz". Schon davor, am 29.03., spricht mit Tobias Nicklas ein Direktor des GRK-Kooperationsverbundes "Beyond Canon_" in diesem Format.

Weitere Informationen und die Links zu den Vorträgen finden Sie auf der Homepage der Vortragsreihe: www.go.ur.de/researchhour Interessenten innerhalb und außerhalb der Universität Regensburg sind herzlich willkommen.Für alle, die regelmäßig direkt über die aktuellen Termine informiert werden wollen, hat die UR einen Newsletter eingerichtet. Alle Interessenten innerhalb und außerhalb der UR sind herzlich eingeladen, sich dort einzutragen. Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier: www.go.ur.de/researchhour


NEUERSCHEINUNG MÄRZ 2021 | FORUM MITTELALTER - STUDIEN, BD. 17 (REGENSBURG, SCHNELL & STEINER)

Sprechende Objekte. Materielle Kultur und Stadt zwischen Antike und Früher Neuzeit

Herausgegeben von Prof. Dr. Babett Edelmann-Singer (GRK-Trägerkreis) und Dr. Susanne Ehrich (Forum Mittelalter) ist aktuell der 17. Band aus der Reihe der Forum Mittelalter-Studien erschienen: Sprechende Objekte. Materielle Kultur und Stadt zwischen Antike und Früher Neuzeit.

Objekte prägen und verändern Stadtgeschichte, sie sind tief verwoben mit der städtischen Topographie, ihren Ritualen und Denktraditionen. Dabei sind sie mehr als nur Symbole menschlichen Handelns. Objekte entfalten durch ihre besondere Beziehung zu Mensch und Umwelt eine eigene Wirkung und Sprache. Für die historische Gesellschaftsform der Stadt ist das Netzwerk aus dinglichen und menschlichen Akteuren bisher kaum erforscht. Der vorliegende Band beschäftigt sich mit der Bedeutung der Dingkultur und der Interaktion von Objekt und Gesellschaft in städtischen Zentren von der Antike über das Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit.

Der Band, der auf die vom GRK mitveranstaltete Jahrestagung 2019 unseres Kooperationsverbundes, des Forum Mittelalter, zurückgeht, enthält Beiträge folgender GRK-Mitglieder:

  • Angela Ganter, GRK-Trägerkreis: Magis commovit animum meum. Die römische Wölfin zwischen Metropolitätssymbol und Ruralitätssehnsucht
  • Markus Löx, GRK-Alumnus: Zwischen (Ver-)bergen und Verehren ‒ Das Silberkästchen von S. Nazaro (Mailand)
  • Babett Edelmann-Singer, GRK-Trägerkreis: Prokops Vandalenkriege, der Triumph des Jahres 534 und die jüdischen Tempelschätze: Text, Ritual und materielle Kultur in der Spätantike
  • Julian Zimmermann, GRK-Doktorand: Saxa loquuntur. Objekte der vormodernen Stadt zum Sprechen bringen? Methodologische Überlegungen und Exempla aus dem mittelalterlichen Rom


Liturgiewissenschaft und Byzantinistik im DFG-GRK Metropolität in der Vormoderne

Humboldt-Fellowship für Dr Evan Freeman

Mit einem Fellowship der Alexander-von-Humboldt-Stiftung wird Dr Evan Freeman (PhD Yale) für zwei Jahre mit dem Projekt "Appropriating the Past: Art, Ritual, and Identity in Later Byzantium" nach Regensburg an den Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft kommen und die interdisziplinären Forschungskontexte im Schnittpunkt von Ritual, Material Culture und Metropolität sowie nicht zuletzt im Bereich der Regional and Areas Studies stärken. Eine Verbindung zum DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne besteht spätestens seit dem 06.05.2020. Im ersten Mini-Symposium der Byzantine Talks sprach Evan Freeman damals zu "Intermaterial Transformations in Later Byzantine Art and Ritual".


DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne

GRK-Forschungskolloquium Sommersemester 2021 | Programm

Auch im Sommersemester 2021 bringt das Forschungskolloquium des DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne wieder Graduierte, Trägerkreis, (Nachwuchs-) Wissenschaftler:innen aus der UR sowie (inter)nationale Expert:innen zur vormodernen Stadtgeschichte in Dialog.

Das Kolloquium findet bis auf Weiteres via Zoom statt. Zugangsdaten und Kontakt: kathrin.pindl@ur.de | Wissenschaftliche Koordination


Kaiser und Christus: Reliquien und die Sakralisierung des Kaisers in der mittelbyzantinischen Periode

Ein Vortrag von Christopher Sprecher im Rahmen der Vortragsreihe der Fachschaft Geschichte

Am Mittwoch, dem 27. Januar 2020 hielt Christopher Sprecher auf Einladung der Fachschaft Geschichte an der Universität Regensburg einen Vortrag zu Aspekten seiner Doktorarbeitsforschung. Im Vortrag mit dem Titel „Kaiser und Christus: Reliquien und die Sakralisierung des Kaisers in der mittelbyzantinischen Periode“ ging es um einen Teil der Forschung von Herrn Sprecher, nämlich um das Zwischenspiel der Einsammlung und Aufbewahrung von Reliquien im Großen Palast sowie um die Frage, wie das Verständnis des Kaisers als sakral(isiert)er Figur dadurch gesteigert wurde. [Tagungsberichte]


Vorlesungsfreie Zeit

GRK-Veranstaltungskalender

Einen Überblick zu den Veranstaltungsangeboten des DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne, auch während der vorlesungsfreien Zeit, sowie einen Ausblick auf das Sommersemester 2021 bietet der Veranstaltungskalender. Die Semesterferien dienen dem konzentrierten Fokus auf die Forschungsarbeiten, der durch fakultative Optionen zum Austausch im Team - den virtuellen GRK-get-togethers - ergänzt wird. Interessierte finden zudem ausgewählte UR-interne und externe Vortrags- und Qualifizierungsangebote.


GRK-Qualifizierungsprogramm I Interview mit Marlene Mügschl M.A.

Berufsfeld Verlag für Graduierte

In der Abschlusssitzung des GRK-Qualifizierungsseminars Wissenschaftskompetenz als Qualifikation am 11.02.2021 war mit Marlene Mügschl M.A. eine Graduierte der Geisteswissenschaften zu Gast, die seit 16 Jahren erfolgreich in der Unterhaltungssparte des renommierten Piper Verlages in München u.a. als Lektorin tätig ist.

Im Interview mit Frau Mügschl konnten die Mitglieder des DFG-GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne aus Insidersicht einen Überblick über die Strukturen in der deutschsprachigen Buchbranche, den Veröffentlichungsprozess von Büchern sowie über Berufsfelder und -ansprüche in einem Verlag erfahren.


UNIVERSITÄT GÖTTINGEN | Konferenz

Imagines VII – Playful Classics

Die GRK-Postdoktorandin Dr. Antje Kuhle veranstaltete gemeinsam mit dem Althistorischen Seminar der Universität Göttingen und dem Tom Stern Filmarchiv die 7. Imagines Konferenz „Playful Classics“ (5.‒6. März 2021).

Für die Online-Konferenz konnten Sie sich per E-Mail anmelden: register@imagines7.org. Nähere Informationen zum Tagungsprogramm finden Sie hier.


GRK-Qualifizierungsprogramm I Interview mit Dr. Markus Löx

Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer zwischen den GRK-"Generationen"

Dr. Markus Löx, 2017-2020 Postdoc im DFG-Graduiertenkolleg 2337 Metropolität in der Vormoderne und heute Inhaber einer Lebenszeitstelle als Konservator bei den Staatlichen Antikensammlungen/Glyptothek München, nahm sich am 28.01.2021 über zwei Stunden Zeit, um - zumindest virtuell - an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückzukehren und seine Erfahrungen auf dem akademischen Arbeitsmarkt mit den Kollegiat:innen zu teilen, die aktuell ihre Dissertationen in einem der Fächer des GRK verfertigen oder sich in der Abschluss-/Publikationsphase befinden.

Der wertvolle - organisierte wie organische - regelmäßige Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer zwischen den GRK-"Generationen" ist ein Kernstück im Forschungs- und Qualifizierungsprogramm des Graduiertenkollegs und wird sich mit steigender Zahl der GRK-Alumni:ae weiter intensivieren.


GRK-Qualifizierungsprogramm I Interview mit Dr. Christopher Kolbeck

Stadtsprachenspezialist als Marketing-Director

Als Interviewpartner beim GRK-Qualifizierungsprogramm Wissenschaftskompetenz als Qualifikation war in KW 3 der Mediävistische Germanist Dr. Chris Kolbeck zu Gast im Graduiertenkolleg 2337 Metropolität in der Vormoderne. Nach seiner sprachwissenschaftlichen Dissertation im Jahr 2017, die sich mit dem Schreibusus der städtischen Kanzlei Straubing im 14. Jahrhundert befasst, ist Dr. Kolbeck nun als promovierter Geisteswissenschaftler erfolgreich tätig im Management der isländischen Medizinproduktefirma Össur.

Welche kommunikativen und arbeitspraktischen Kompetenzen aus seiner langjährigen wissenschaftlichen Tätigkeit für ihn auch in seinem neuen Wirkungskreis als Marketing-Director zentral sind, erläuterte Dr. Chris Kolbeck den Graduierten. Auch die arbeitskulturellen Unterschiede zwischen Universität und Unternehmen waren Thema. Das GRK 2337 dankt Dr. Chris Kolbeck für seine spannenden Impulse zur Berufsfeldorientierung für promovierte Geisteswissenschaftler:innen!


Mini-Symposium mit Dr Madhavi Nevader, University of St Andrews, UK

Jerusalem Talks am 21.01.2021

Biblical Archaeology and the Holy Land - Why is it a problem? - so lautete die Leitfrage beim Vortrag von Dr. Madhavi Nevader im Rahmen der GRK-Jerusalem Talks am 21.01.2021. Dr. Nevader, die als Dozentin für Altes Testament und die Hebräische Bibel an der schottischen Universität von St Andrews forscht und lehrt, erläuterte in ihrem wissenschaftshistorisch orientierten Vortrag ausgehend von der historischen Geographie  die Geschichte der Archäologie und ihrer prominenten Vertreter:innen im Heiligen Land seit dem 19. Jahrhundert.

Dabei wurden die unvermeidlichen Verflechtungen zwischen genuin archäologischen, aber auch politischen und religiösen Interessensphären deutlich.  Anhand von forschungspraktischen Beispielen, etwa den Ausgrabungen bei der Stadt Jericho, konnten die GRK-Mitglieder in Vorbereitung zur geplanten interdisziplinären Exkursion einen fundierten Überblick über die archäologische Forschungslandschaft und ihre Protagonist:innen in Israel gewinnen. 


GRK-Qualifizierungsprogramm

Senior Advisor Q&A mit Prof. Dr. Angela Ganter

Auf Initiative der Graduierten veranstaltet das DFG-GRK 2337 in regelmäßigen Abständen ein so genanntes Senior Advisor Q&A. Am 20.01.2021 fand sich Trägerkreismitglied Prof. Dr. Angela Ganter bereit, mit den Nachwuchswissenschaftler:innen ihr Erfahrungswissen zu teilen. 

Bei diesem Veranstaltungsformat aus dem Qualifizierungsprogramm geht es um wissenschaftliche Profilbildung, Karriereorientierung im akademischen Bereich und um Fragen zur Gestaltung interdisziplinären wissenschaftlichen Arbeitens. Der direkte Frage-Antwort-Austausch mit renommierten Wissenschaftler:innen aus dem Umfeld des Graduiertenkollegs, wie in KW 3 mit Prof. Dr. Angela Ganter, ermöglichte es den Kollegiat:innen, auf denkbar informelle Weise Aufschlussreiches und Realistisches zu Entscheidungsprozessen, Strukturen und (Selbst-)Verortungen im akademischen Bereich zu erfahren und für die Zeit nach der Promotion nutzbar zu machen.

Das Senior Advisor Q&A war zugleich eine Zusatzsitzung der Reihe Wissenschaftskompetenz als Qualifikation. Das GRK 2337 dankt Prof. Dr. Angela Ganter für den wertvollen Input!


ŞERIFE EROĞLU MEMIŞ (ANKARA HACI BAYRAM VELI UNIVERSITY I ANKARA) UND ROBERTA ERVINE (ST NERSESS ARMENIAN SEMINARY I ARMONK, NY)

Jerusalem Talks am 14.01.2021

Fast alle Forschungsprojekte im DFG-GRK 2337 haben auf die ein oder andere Weise einen Bezug zu Jerusalem, seien es religiöse, sprachliche oder sozio-ökonomische Assoziations- und/oder Verbindungslinien. Deswegen ist für 2021 eine wissenschaftliche Exkursion nach Jerusalem geplant. In Vorbereitung auf diese Studienreise beschäftigt sich die Reihe der Mini-Symposia der Jerusalem Talks mit unterschiedlichen Aspekten und Zuschreibungen der Heiligen Stadt. 

Am 14.01.2021 sprachen Şerife Eroğlu Memiş (Ankara Hacı Bayram Veli Üniversitesi) in einem wissenschaftlichen Vortrag über Awqāf al-Quds: Charitable Institutions in Ottoman Jerusalem und Roberta Ervine (St. Nersess Armenian Seminary, Armonk NY) diskutierte Deep Roots in a City Defined by Walls: Armenians and JerusalemEinen Kurzbericht zu diesem Mini-Symposium können Sie hier nachlesen.


GRK-QUALIFIZIERUNGSPROGRAMM | INTERVIEW MIT MIRIAM GRAF, Zeitungsredakteurin

Journalismus als Berufsfeld für Graduierte

Im Rahmen der Berufsfeldorientierung für GRK-Mitglieder gab es für die Graduierten in der 2. Kalenderwoche 2021 die Chance, die Journalistin Miriam Graf, Absolventin des interdisziplinären Masterstudiengangs Kulturgeschichtliche Mittelalterstudien, zu ihrem beruflichen Werdegang zu interviewen. 

Nach ihrem Abschluss als Historikerin folgte für Frau Graf, die parallel zur wissenschaftlichen Ausbildung verschiedene Praktika im Medienbereich absolviert hatte, ein journalistisches Volontariat und direkt daran anschließend eine Vollzeitstelle als Redakteurin bei der Tageszeitung "Straubinger Tagblatt".

Der spannende, gegenwartsbezogene und fordernde Alltag als Redakteurin, die Selbstbehauptung im kompetitiven journalistischen Umfeld und die Unterschiede zwischen wissenschaftlichem und journalistischem Schreiben gehörten zu den Themenfeldern, zu denen die GRK-Mitglieder Miriam Graf befragen konnten. Das Graduiertenkolleg dankt Frau Graf für die erhellenden Einblicke in den Printjournalismus!


GRK-Kolloquium am 13.01.2021 mit Christopher Sprecher

The Lord's Anointed: Sacred Relics and Holy Emperors in the Middle Byzantine Period

Im ersten GRK-Kolloquium 2021 stellte GRK-Mitglied und Graduiertensprecher Christopher Sprecher den aktuellen Stand seines Dissertationsprojektes vor, das den Arbeitstitel “Come, behold now my crown”: palatine relics and the sacralisation of imperial power in Constantinople, 944–1204 trägt.

Beim Vortrag am 13.01.2021 standen Reflexionen und Zuschreibungen der konstantinopolitanischen Eliten im Hinblick auf den Umgang mit den metropolitan vorhandenen Reliquien und dem Kaisertum im Vordergrund, die an Fallbeispielen wie dem Mandylion von Edessa und auch an einigen literarischen Beispieltexten, etwa von Johannes Mauropous, verhandelt wurden. 

Wenn in den Beispielen Konstantinopel als ein "neues Jerusalem" bezeichnet wird oder der öströmische Kaiser als "neuer David", zeigen sich sowohl die realpolitischen Implikationen von solchen Zuschreibungen, als auch Dynamiken zwischen Metapher, Ritual und Politik.

Mit diesem Spannungsfeld zwischen Politik und Glaube beschäftigt sich auch die Lehrveranstaltung von Christopher Sprecher im WS 2020/21, bei dem er Studierenden der Mittelalterlichen Geschichte an der Universität Regensburg eine Einführung in die Byzantinistik nahebringt.

Karte: Cplakidas, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons.


Erfurter Max Weber Centre for Advanced Cultural and Social Studies I DFG-KFG "Religion and Urbanity"

Jörg Oberste: Klöster in der Metropole - Inseln der Seligkeit oder Zentren der Urbanisierung?

Das Erfurter Max Weber Centre for Advanced Cultural and Social Studies, KFG "Religion and Urbanity" veranstaltet im Wintersemester 20/21 eine Vorlesungsreihe zu "Religion und Urbanität in Zeit und Raum".

Jörg Oberste, Sprecher des GRK 2337 Metropolität in der Vormoderne, sprach im Rahmen dieser Vorlesungsreihe am 05.01.2021 zur Frage "Klöster in der Metropole - Inseln der Seligkeit oder Zentren der Urbanisierung?". Dieser Vortrag wurde über den YouTube-Kanal des Centre live übertragen; Fragen konnten in Echtzeit über den Chat gestellt werden. In Zukunft wird der Vortrag als Videoaufzeichnung dort verfügbar sein (wie bereits andere interessante Vorträge zum Thema "Wie Religionen sich in Städten verändern", die man auf dem Kanal abrufen kann).

Abstract: Klöster und Städte sind seit der Spätantike eine enge Verbindung eingegangen. Der Vortrag fragt nach wechselseitigen Einflüssen der beiden unterschiedlichen Lebenswelten im frühen und hohen Mittelalter. Insbesondere der Typus des stadtnahen "Vorstadtklosters" erweist sich am Beginn der europäischen Urbanisierung im 11. Jahrhundert als virulenter Akteur im Prozess des städtischen Wachstums. Am Beispiel deutscher und französischer Bischofsstädte wird gezeigt, wie tief benediktinische Konvente in die urbane Lebens- und Wirtschaftswelt verstrickt waren und welche religiösen Erwartungen der städtischen Gemeinden mit der Präsenz von Mönchen und Nonnen in ihren Städten verbanden. Da die Forschung dem Thema traditionell erst mit dem Auftreten der städtischen Bettelorden im 13. Jahrhundert Beachtung schenkt, fokussieren die Beobachtungen und Überlegungen des Vortrags auf die beiden vormendikantischen Jahrhunderte, in denen die Wucht des Urbanisierungsprozesses zum ersten Mal spürbar wurde.

Link zum Vortragsvideo: https://youtu.be/r4Eg28X0fsU?t=877


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Metropolität in der Vormoderne

DFG-GRK 2337

Sprecher

Prof. Dr. Jörg Oberste

St-grk 2337
Wissenschaftl. Koordination

Kathrin Pindl M.A.

Kontakt

Kathrin.Pindl@ur.de

Homepage

www.metropolitaet.ur.de