Studierende aus Bulgarien und Bayern erforschen kulturelle Unterschiede im internationalen Projektmanagement
©Hochschule Coburg
Im Mai 2026 fand ein gemeinsames bayerisch-bulgarisches Projekt zu Kulturmodellen statt. Studierende der Hochschule Coburg kamen nach Sofia, um dort zusammen mit Studierenden der Higher School of Insurance and Finance (VUZF University) in Sofia im Rahmen des Moduls Internationales Projektmanagement zu untersuchen, inwiefern die bekannten Kulturmodelle von Hofstede und Hall heutzutage noch aktuell sind.
Das Ziel des Projekts war es, aktuelle Einstellungen und Verhaltensweisen zu erfassen und diese mit den bereits existierenden theoretischen Kulturmodellen zu vergleichen. Dafür haben die Studierenden ihre eigenen Umfragen in beiden Ländern durchgeführt.
Die Zusammenarbeit lief sowohl digital als Teil der ersten Phase des Projekts als auch vor Ort in Bulgarien ab. Im Laufe des Projekts konnten die Teilnehmenden kulturelle Unterschiede direkt im Alltag erleben und versuchen, ihre eigene Arbeitsweise daran anzupassen.
Das Projekt bot den Studierenden auch die Chance, besondere Einblicke in Politik, Diplomatie und Wirtschaft zu gewinnen. Sie besuchten zum Beispiel die Deutsche Botschaft, wo Botschafterin Irene Maria Plank ihnen über die diplomatische Arbeit und Aufgaben und Herausforderungen erzählte, die den Alltag einer Botschaft ausmachen.
Die Teilnehmenden lernten auch die Deutsch-Bulgarische Industrie- und Handelskammer (AHK) kennen, die als Schnittstelle zwischen beiden Ländern dient und Unternehmen unterstützt. Dadurch haben sie einen praxisnahen Einblick in wirtschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und Bulgarien gewonnen.
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Ein besonderes Highlight war aber ein Treffen mit Tsar Simeon II. von Sachsen-Coburg und Gotha, der den Studierenden auf Deutsch von seinem Lebensweg berichtete, von seiner Zeit als Tsar bis hin zu seiner späteren Rolle als Premierminister Bulgariens.
Die Hochschule Coburg und die VUZF University arbeiten schon seit einigen Jahren in verschiedenen Projekten zusammen. Eines davon ist ihr Doppelabschlussprogramm, das für Studierende beider Hochschulen seit 2023 offensteht und die Möglichkeit bietet, durch das Absolvieren hybrider Kurse an der zweiten Hochschule einen international anerkannten Doppelabschluss zu erwerben.
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Letztes Jahr verzeichnete das Doppelabschlussprogramm seine erste Absolventin aus Sofia.
Die Arbeit am gemeinsamen Projekt wird weitergeführt. Im Herbst 2026 planen die Hochschulen einen weiteren Workshop und diesmal wird Coburg die Studierenden aus Bulgarien willkommen heißen. Die Arbeit wird auch in drei Phasen gegliedert, die sowohl einen theoretischen Teil in Form von Recherche und Analyse als auch Befragungen und Feldversuche umfassen werden. Zum Abschluss werden die Studierenden beider Hochschulen einen Bericht über die Ergebnisse ihrer Arbeit in englischer Sprache vorstellen.
Die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Coburg und der Higher School of Insurance and Finance (VUZF University) in Sofia kam über BAYHOST zustande und wurde u.a. von BAYHOST gefördert.
Weitere Informationen über die Entwicklung der Zusammenarbeit
- Deutsch-bulgarischen Studien-Projekt: grenzenloses Wissen (externer Link, öffnet neues Fenster)
- Kulturen verbinden! ?Hochschule Coburg (externer Link, öffnet neues Fenster)
- Gemeinsam mehr verstehen. Studierende aus Coburg tauschen sich mit bulgarischen Kommilitonen aus. (externer Link, öffnet neues Fenster)