Nachhaltige Entwicklung im Fokus: Konferenz zu Umweltwissenschaften, Energie und nachhaltiger Entwicklung vertieft Kooperation zwischen Bayern und der Ukraine
Vom 19. bis 21. Mai 2025 fand in Regensburg eine mehrtägige Fachkonferenz zu den Themen Umweltwissenschaften und der praktischen Anwendung von Forschung in kommunalen Kontexten statt. Ziel der Veranstaltung war es, den Austausch zwischen bayerischen und ukrainischen Akteuren zu vertiefen und neue Impulse für die Zusammenarbeit in Forschung, EU-Förderung und nachhaltiger Entwicklung zu setzen.
Organisiert wurde die Konferenz zusammen mit der Bayerischen Forschungsallianz GmbH (BayFOR), dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie dem Projekt SCIENCE AT RISK Emergency Office. Neu hinzugekommen als Partner waren in diesem Jahr die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit dem Projekt „Ukrainian Climate Office“ sowie die EU-Initiative Covenant of Mayors East (CoM East).
Die Veranstaltung knüpfte an die erfolgreiche Ukraine-Konferenz im November 2023 an, die BayFOR, LfU, BAYHOST, Science at Risk und das Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) in Kooperation mit der Stadt Regensburg organisiert hatten.
Am ersten Tag der Konferenz begrüßten Julia Jesson von der GIZ, Christophe Fréring von CoM East, Thomas Ammerl von BayFOR und Prof. Marton Grambow vom Bayerischen Umweltministerium die Gäste mit Keynotes zu Klimaresilienz, kommunaler Entwicklung und Förderinstrumenten. Veranstaltungsort war wieder das „Haus der Begegnung“ im Herzen der Regensburger Altstadt, das durch die Universität zur Verfügung gestellt wurde. Beendet wurde der erste Abend mit einem offiziellen Empfang der Stadt Regensburg und einem gemeinsamen Abendessen.
Der zweite Tag stand im Zeichen dreier parallel durchgeführter Exkursionen zu innovativen bayerischen Praxisbeispielen:
- Die Wasser-Gruppe unternahm eine Exkursion in den Bayerischen Wald und besuchte zunächst den Wasserversorgungszweckverband Waldwasser an den Standorten Moos und Flanitz. Anschließend ging es weiter zur Talsperre Frauenau, in Cham besichtigte die Gruppe das Unternehmen Rädlinger (Primus Line®).
- Die Abfall-Gruppe besuchte zunächst das Unternehmen Max Bögl Wind AG in Neumarkt in der Oberpfalz. Anschließend fand eine Führung durch die Müllverwertungsanlage Schwandorf statt. Den Abschluss bildete der Besuch eines innovativen Pilotprojekts zur Biogasgewinnung aus Abwasser an einer kleinen kommunalen Kläranlage in Bad Abbach.
- Die Energie-Gruppe startete mit einem Besuch eines großskaligen Batteriespeichersystems in Pettendorf. In Ingolstadt besuchte die Gruppe das Forschungszentrum “inCampus” und das “InES”-Institute. In Neuburg informierte ein lokales Bürgerenergieprojekt über seine Erfahrungen mit Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Kooperationsmodellen. Den Abschluss bildete das Münchner Stadtentwick-lungsprojekt „Harthof“.
Am dritten Tag wurden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen vorgestellt und in einem Workshop mit BayFOR in konkrete Schritte zur Projektplanung und Partnersuche übersetzt. Für die Zukunft sind Nachfolgeprojekte in den Bereichen Energiemanagement, Biodiversität und Abwasseraufbereitung in Planung. BAYHOST wird gemeinsam mit seinen Partnern daran mitwirken, die entstandenen Netzwerke zu stärken und weiterzuentwickeln – als Beitrag zur nachhaltigen, partnerschaftlichen Unterstützung der Ukraine auf ihrem europäischen Weg.