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Bayerisch-ungarisches Studierendenprojekt

zum Autonomen Fahren 2024

Kick-Off-Meeting, an der Hochschule Kempten

Vom 19. bis 21. April 2024 fand mit Unterstützung von BAYHOST am Institut für Fahrerassistenz und vernetzte Mobilität (IFM) der Hochschule Kempten in Memmingen das Kick-Off-Meeting für die zweite Ausgabe eines ungarisch-bayerischen studentischen Projekts zum Thema Autonomes Fahren statt.

Das Pilotprojekt im Jahr 2023 war bei Studierenden und Lehrenden auf großen Anklang gestoßen. Neben der Hochschule Kempten, die neu dabei ist, sind drei weitere Hochschulen beteiligt: die Széchenyi-István- Universität in Györ (Ungarn), die Hochschule München und die Hochschule Landshut.

Während des Kick-Off-Meetings bereiteten sich 11 Studenten auf die Lösung von Aufgaben im Bereich des Autonomen Fahrens vor. Sie erhielten eine Einführung in die Plattform für die virtuelle Umgebung, in der sie im Laufe des Projekts arbeiten werden. Das von Prof. Dr. Rolf Jung geleitete Team Safety am IFM führte die Studenten in zwei interaktiven Workshops an die Themen „Safety Of The Intended Functionality (SOTIF)“ und „Simulationbased testing of foreseeable misuse“ heran. Die Studenten setzten sich mit kritischen Situationen auseinander, die entstehen können, wenn Menschen die Systeme für assistiertes und automatisiertes Fahren missbräuchlich nutzen oder wenn unvorhergesehene äußere Ereignisse eintreten (Bauarbeiten auf der Fahrbahn, Umleitungen, fehlende Markierungen etc.). Abgerundet wurden die Workshops durch eine praktische Übung mit F1tenth-Modellfahrzeugen, die das Research Center of Vehicle Industry der Széchenyi István University in Györ vorbereitet hatte.

Weitere Einblicke in die Praxis boten die Besichtigung des unmittelbar neben dem IFM gelegenen Prüf- und Testgeländes der Firma Fakt Motion und ein Besuch bei Continental.

Zum Abschluss des Kick-Off-Meetings wurden zwei studentische Teams gebildet. Diese werden bei zwei weiteren Projekttreffen in Györ und in München und Landshut Aufgabenstellungen aus dem Bereich des Autonomen Fahrens gemeinsam bearbeiten. Zwischen den Präsenztreffen soll die Zusammenarbeit virtuell fortgesetzt werden, bis die Teams beim Finale in München in einem Wettbewerb gegeneinander antreten.

Einige der Studenten haben schon fundierte Praxiserfahrung als Mitglieder von Formula Student Teams oder des SZEnergy Teams an der Széchenyi István University in Györ gesammelt, das energieeffiziente Fahrzeuge für den städtischen Raum entwickelt.

Das Projekt fördert nicht nur den Austausch zwischen den Studierenden, sondern auch die Zusammenarbeit der Lehrenden, die die Aufgaben gemeinsam entwerfen und den Studierenden Hilfestellung bei deren Lösung geben.

Workshop, an der Széchenyi-István- Universität in Györ

Vom 6. bis 9. Juni 2024  fand an der Széchenyi-István-Universität in Györ (Ungarn) der zweite Teil des bayerisch-ungarischen interdisziplinären Studierendenprojekts zum Autonomen Fahren statt. 5 Studierende und wissenschaftliche Mitarbeitende der Hochschulen Kempten und München bzw. der OTH Regensburg nahmen daran teil.

Nach einer Einführung in ROS (Robot Operating System) 2 programmierten zwei gemischte studentische Teams eine auf F1tenth-Modellfahrzeugen basierende Simulation und wurden dabei von Wissenschaftlern des Research Center of Vehicle Industry der Széchenyi-István- Universität in Györ unterstützt.

Der Workshop konzentrierte sich bewusst auf die eigenständige praktische Arbeit der studentischen Teams, die mit einer gemeinsamen Testsession abgeschlossen wurde.

Das Abschlusstreffen des dreiteiligen Projekts soll im Oktober in München und Landshut stattfinden. Als Finale ist ein Wettbewerb zwischen den beiden studentischen Teams geplant.

Einige der beteiligten Studierenden haben schon fundierte Praxiserfahrung als Mitglieder von Formula Student Teams oder des SZEnergy Teams an der Széchenyi István University in Györ gesammelt, das energieeffiziente Fahrzeuge für den städtischen Raum entwickelt.

Das Projekt fördert nicht nur den Austausch zwischen den Studierenden, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Hochschulen auf der Ebene der Lehrenden, die die Aufgaben gemeinsam entwerfen und den Studierenden Hilfestellung bei deren Lösung geben.

Autonomous Driving Challenge des VDI, an den Hochschulen München und Landshut

Das Abschlusstreffen des diesjährigen ungarisch-bayerischen studentischen Projekts zum Autonomen Fahren fand vom 14. bis 16. November an den Hochschulen München und Landshut statt. An der Hochschule München hatten die Teilnehmenden von der István-Széchenyi-Universität in Győr und den Hochschulen Kempten, Landshut und München die Möglichkeit, die zum vierten Mal stattfindende Autonomous Driving Challenge des VDI (Verein Deutscher Ingenieure) mitzuerleben. Auf einem eigens für den Wettbewerb aufgebauten race track traten 7 studentische Teams verschiedener deutscher Hochschulen in mehreren Disziplinen des Autonomen Fahrens gegeneinander an, z.B. Parken, Überholen, Beschleunigung und Hinderniserkennung.

Die Studierenden des von BAYHOST koordinierten ungarisch-bayerischen Projekts traten nicht im Wettbewerb mit an, erhielten jedoch Einblick in die Vorbereitung auf einen solchen Wettbewerb und die Herausforderungen. Außerdem konnten sie ihre Modellfahrzeuge auf dem race track testen. Motiviert durch diese Erfahrung wird im nächsten Jahr eine echte Teilnahme an einem Wettbewerb angestrebt.

Die studentischen Teams präsentierten zunächst die Hardware und Software der von ihnen eingesetzten Modellfahrzeuge und wie sie sich auf die Autonomous Driving Challenge vorbereitet hatten. Beim praktischen Einsatz auf der Fahrbahn gab es immer wieder Überraschungen, die den Spaß am Dabeisein jedoch nur erhöhten. Sieger wurde das Team der Hochschule München, das bei seinem Heimspiel die höchste Punktzahl erzielte.

Am 16. November besuchten 11 Wissenschaftler und Studierende der István-Széchenyi-Universität in in Győr und der Hochschule Kempten das Formula Student Team an der Hochschule Landshut, das bereits erfolgreich an zahlreichen internationalen Wettbewerben teilgenommen hat und sich aktuell auf erste Wettbewerbe im Bereich „Driverless“ vorbereitet. Für die Studierenden aus Győr, von denen einige ebenfalls Fahrzeuge konstruiert und programmiert und in verschiedenen Projekten, z.B. in Frankreich und auf der nahe Győr gelegenen Teststrecke Zalazone, eingesetzt haben, war der Austausch mit den Kommilitonen aus Landshut besonders interessant. Anschließend besichtigten die Projektteilnehmer verschiedene Fakultäten und Labore an der Hochschule Landshut.

Aufgrund des für beide Seiten gewinnbringenden Austauschs soll das Projekt 2025 fortgesetzt und weiterentwickelt werden.

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