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Aktuelles: NO-CITY Sommerschule in Ostrava

Die Summer School wird im Rahmen des BIP-Programms durch Erasmus+ gefördert und findet zwischen dem 29.08. und 06.09. in der Region um Ostrava im Gebiet des Moravian Gate statt, einer Landschaft, die industriell geprägt ist. Im Workshop werden ehemalige Produktionsflächen („terrain vague“) untersucht und temporäre Interventionen mit vorgefundenen Materialien entwickelt. 

26. März 2026, von DIMAS

Die Sommerschule findet in der Region Ostrava und ihrer Umgebung statt, die als „Moravian Gate“ bekannt ist. Der Name bezieht sich auf die Rolle dieses Gebiets im Tal zwischen zwei Gebirgszügen als Verbindungs- und Trennlinie – eine Verbindung, die seit prähistorischen Zeiten über die Bernsteinstraße Nord- und Südeuropa miteinander verbindet und zugleich die europäische Wasserscheide zwischen Ostsee und Schwarzem Meer bildet. Im 19. Jahrhundert war dieses Gebiet einer der Brennpunkte der industriellen Revolution, vor allem durch Industrien, die mit dem Steinkohlebergbau verbunden waren. Das Gebiet ist Teil desselben „Croissant Fossile“ wie der Standort Charleroi in Belgien, der im letzten Jahr behandelt wurde. Die Region Moravian Gate umfasst auch Gebiete, die eher ländlich und landwirtschaftlich geprägt sind, doch in Richtung Ostrava wird der Einfluss der Industrie auf die Gestaltung der heutigen Landschaft immer stärker, bis die Landschaft in der Umgebung von Ostrava selbst überwiegend industriell, rohstoffgewinnend und mittlerweile sogar postindustriell geprägt ist. Das Gebiet wurde weitgehend durch die Produktion geprägt, zunächst durch die Landwirtschaft, dann durch den Bergbau und die Industrie. Die Landschaft wurde fast vollständig vom Menschen geformt und angepasst, sodass dessen Produktion die weitere Umgebung und schließlich fast den gesamten Planeten in die Epoche führen konnte, die wir heute als Anthropozän bezeichnen.

Wir befinden uns nun in einer Zeit, in der die ursprüngliche Quelle dieser industriellen Energie einen Wandel durchläuft, der viele Formen annimmt, darunter postproduktive, postindustrielle.

Der Workshop wird in Form einer Vor-Ort-Begehung des gesamten Gebiets und seiner verschiedenen Formen von Brachflächen stattfinden. In der zweiten Phase wird an einem ausgewählten, aufgegebenen Standort ein praktischer Workshop abgehalten, bei dem vor Ort gefundene Materialien oder Materialien, die während der Feldbegehung gesammelt wurden, verwendet werden. Ziel ist es, die materiellen Gegebenheiten und ihr Potenzial vor Ort zu untersuchen und zu versuchen, ihnen durch vor Ort geschaffene temporäre Interventionen eine konkrete Form zu geben.

Wann: 29.08.-06.09.2026

Wo: Ostrava, Tschechien

Für allgemeine Informationen zur Sommerschule wenden Sie sich bitte an Lorenza.Manfredi​(at)​geschichte.uni-regensburg.de (öffnet Ihr E-Mail-Programm) oder Barbara.Wimmer-Bulin​(at)​ur.de (öffnet Ihr E-Mail-Programm)

Poster: NO-CITY Sommerschule in Ostrava

Kontakt aufnehmen

dimas@ur.de

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