Am Freitag, den 25. September 2026, fand in Regensburg der Tag der KI statt. Der Lehrstuhl für Medieninformatik der Universität Regensburg beteiligte sich mit Demos, Postern und Fachvorträgen und stellte damit aktuelle Arbeiten aus Forschung und Lehre in der TechBase vor.
Demos und Poster
- Animal VR. Die Demo AnimalVR von Johannes Klein, Laura Sawilla, Lee-Ann Seegets, Elisa Valletta und Prof. Dr. Christian Wolff zeigt in einer virtuellen Umgebung verschiedene Haltungsformen von Legehennen. Zusätzlich wurde eine Sprachinteraktion auf Basis eines Large Language Models (LLM) umgesetzt: Besucherinnen und Besucher konnten mit den virtuellen Hennen sprechen und sich so über die jeweilige Haltungsform informieren.
- GraphIT. Im Projekt GraphIT präsentierten Ivan Dranyshov, Anna-Lena Hänse, Fabian Aleksic, Michael Achmann-Denkler, Leonie Schrod, Alexander Weichert und Prof. Dr. Raphael Wimmer ihre Demo. Mit ihr lassen sich Curricula von Lehrveranstaltungen erstellen und planen. Abhängigkeiten zwischen Kursen sowie das jeweils nötige Vorwissen werden dabei visualisiert. Das Projekt untersucht, wie sich Kurse, Curricula und der persönliche Lernfortschritt mit Abhängigkeitsgraphen modellieren lassen. Technische Grundlage ist Wikibase, die Wissensgraph-Plattform hinter Wikidata.
- Projected Augmented Reality Tabletops in School Settings. Selina Reitinger, Laurenz Ueckert, Stella Hofmann und Vitus Maierhöfer zeigten mit „Projected Augmented Reality Tabletops in School Settings“ eine interaktive Demo für den Schulunterricht. Schülerinnen und Schüler können ihre bearbeiteten Aufgaben durch ein Computersystem überprüfen lassen. Ein Beamer projiziert Inhalte auf eine Tischplatte, während eine Kamera die auf den Arbeitsblättern angebrachten ArUco-Marker erfasst, um die Position und den Aufgabentyp zu bestimmen. Neben und auf dem Blatt wird anschließend eine Lösung eingeblendet, entweder eine von der Lehrkraft hinterlegte oder eine KI-generierte.
- Poster „Aus Kundenfeedback wird Struktur“. Das Poster „Aus Kundenfeedback wird Struktur“ von Nils Constantin Hellwig, Jakob Fehle, Niklas Donhauser, Prof. Dr. Udo Kruschwitz und Prof. Dr. Christian Wolff widmete sich der aspektbasierten Sentimentanalyse. Dabei werden Kunden- und Nutzerrezensionen mit maschinellen Verfahren, unter anderem mit LLMs, untersucht und analysiert. Das Poster stellte aktuelle Paper und Ansätze vor, die am Lehrstuhl für Medieninformatik entwickelt wurden.
Auch im Vortragsprogramm war die Medieninformatik vertreten:
- „In den Daten zum Schweigen gebracht: KI-gestützte Analyse von Missbrauch in der katholischen Kirche.“ Thomas Schmidt, Dr. Magdalena Hürten, Prof. Dr. Ute Leimgruber und Prof. Dr. Christian Wolff stellten ein interdisziplinäres Forschungsprojekt aus Theologie und Informatik vor, das sich mit dem Missbrauch erwachsener Frauen in der katholischen Kirche befasst. Der Vortrag zeigte, wie sich mit aktuellen KI-Methoden Hinweise auf relevante Fälle in Texten finden lassen, und illustrierte dies anhand aktueller Analyseergebnisse.
Weitere Information sind auf der Projektseite zu finden. - „KI-Analyse politischer Posts auf Instagram: Fine-Tuning oder Prompting?“ Michael Achmann-Denkler und Prof. Dr. Christian Wolff erläuterten, wie sich politische Kommunikation in Text und Bild auf Instagram mit KI analysieren lässt. Im Fokus stand der Vergleich der beiden Vorgehensweisen Fine-Tuning und Prompting.
- „Kommt der Robo-Judge? Aktuelle KI-Anwendungen im Rechtswesen.“ Prof. Dr. Bettina Mielke und Prof. Dr. Christian Wolff gaben einen Überblick zu Stand und Perspektiven des KI-Einsatzes in der Justiz. Sie berücksichtigten dabei aktuelle Regulierungsergebnisse wie die KI-Verordnung und den KI-Omnibus der EU. Neben Projekten, die bereits im Einsatz sind, diskutierten sie, wie große Sprachmodelle das Gerichtswesen verändern könnten.
Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für ihre Beiträge und bei den Organisatorinnen und Organisatoren für die Veranstaltung.
Das vollständige Programm des Tags der KI finden Sie hier (externer Link, öffnet neues Fenster).