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Projektskizze

Die kleinasiatische Stadt Ephesos, die aufgrund des berühmten Artemisheiligtums bereits in der frühen Antike von wesentlicher Bedeutung war, entwickelte sich in der Epoche des Hellenismus  zu einer der wichtigsten Metropolen des Mittelmeerraums. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die Neugründung der Stadt von König Lysimachos zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. zurückzuführen.

Obwohl Ephesos seit dem Ende des 19. Jahrhunderts im Fokus der Forschung steht, ist der hellenistische Zeitraum bislang noch unzureichend untersucht. Dies liegt vor allem daran, dass die kaiserzeitlichen und spätantiken Hinterlassenschaften besser erhalten sind und bis heute größere Aufmerksamkeit in der Wissenschaft erhalten haben. 

Das geplante Dissertationsprojekt setzt an diesem weniger erforschten Abschnitt an. Im Mittelpunkt steht die systematische Untersuchung der hellenistischen Keramik aus der Oberen Agora, bei deren Ausgrabungen in den Jahren 2014 bis 2016 durch das ÖAI und die Universität Regensburg keramische Funde zutage traten, die den Kern der Arbeit bilden. Ziel ist es, mithilfe dieser Keramik eine möglichst präzise Datierung der Oberen Agora von Ephesos vorzunehmen sowie Aufschluss über die wirtschaftlichen, urbanen und sozioökonomischen Veränderungen der Stadt während des Hellenismus zu gewinnen. Darüber hinaus sollen neue Erkenntnisse zur Nutzung und Funktion des Staatsmarktes vor der Errichtung der ihn umgebenden Bauten gewonnen werden. Abschließend wird auf Basis der stratigraphisch besser erschlossenen Neufunde eine Grundlage geschaffen, die die Einordnung und den Vergleich auch älterer hellenistischer Funde aus der Oberen Agora ermöglicht.

Kontakt

Magdalini Valsamidou absolvierte ihr Bachelorstudium der Archäologie und Geschichte an der LMU München. Bereits früh legte sie ihren Schwerpunkt auf die Antike des Mittelmeerraums und widmete sich in ihrer Abschlussarbeit dem sogenannten Philippsgrab von Aigai sowie der Frage nach der Identität des Bestatteten.

Anschließend setzte sie ihr Studium im Masterstudiengang Klassische Archäologie an der LMU fort. In ihrer Masterarbeit untersuchte sie das Zeus-Heiligtum und den zugehörigen Kult im antiken Dion. Parallel dazu war sie als studentische Hilfskraft in verschiedenen universitären Projekten tätig. Zudem nahm sie an mehreren archäologischen Ausgrabungen und Fundbearbeitungskampagnen in Griechenland, Italien und Deutschland teil und entdeckte dabei ihre besondere Vorliebe für die praktische Arbeit in der Archäologie.

Neben der Forschung entwickelte sie ein starkes Interesse an der Museumsarbeit. Während ihres Studiums arbeitete sie drei Jahre lang als Hilfskraft im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke sowie in den Antikensammlungen in München. Darüber hinaus absolvierte sie ein Praktikum in den Staatlichen Münzsammlungen München. Im Spätsommer 2022 und 2023 war sie zunächst als Praktikantin und später als freiwillige Hilfskraft in der Abteilung Athen des Deutschen Archäologischen Instituts tätig.

Von Oktober 2023 bis März 2026 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im GRK „Metropolität in der Vormoderne“ an der Universität Regensburg, wo sie auch ihr Promotionsstudium begann, das sie weiterhin fortführt. Im Rahmen ihrer Promotion beschäftigt sie sich mit der hellenistischen Keramik aus der Oberen Agora von Ephesos. Dieses Projekt ist eine Kooperation zwischen der Universität Regensburg und dem Österreichischen Archäologischen Institut. Seit 2024 arbeitet sie in den Sommermonaten im Grabungsarchiv von Ephesos und vertieft dort ihre Spezialisierung auf hellenistische Keramik.

m.valsamidou​(at)​outlook.de (öffnet Ihr E-Mail-Programm)

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