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Archiv

Im Archiv finden Sie eine Auswahl früherer Veranstaltungen und Veröffentlichungen


Elsa

ELSA Deutschland Moot Court

Am 13. Dezember 2017 fand um 18 Uhr in H25 die Regensburger Lokalrunde des zivilrechtlichen ELSA Deutschland Moot Court statt. Professor Heese wirkte auf der Richterbank mit.


Kts

Insolvenzverfahren und Verfahrensautonomie - rechtsvergleichende Überlegungen zur Fortwirkung von Schiedsvereinbarungen und zur Durchschlagskraft insolvenzrechtlicher Wertungen, KTS 2017, 167

In der Fortwirkung vorinsolvenzlicher Schiedsvereinbarungen kommt die allgemeine Vereinbarkeit von Insolvenz- und Schiedsverfahren zum Ausdruck. Die Bindungsgrenzen solcher Schiedsvereinbarungen, die Lösungsmöglichkeiten für den Insolvenzverwalter und die Diskussion um die Ablehnung der objektiven Schiedsfähigkeit im Einzelfall stehen dagegen sinnbildlich für die zwischen beiden Verfahren schwelenden Konflikte. Der Beitrag behandelt ein viel diskutiertes Schnittstellenthema, das angesichts nationaler und internationaler Entwicklungen an Aktualität nichts eingebüßt hat.


Jz 10 17

Anmerkung zum Urteil des BGH vom 18. Januar 2017 – VIII ZR 234/15 (Ausschreibung der Kaufsache im Schengener Informationssystem (SIS) zum Zweck der Sicherstellung als Rechtsmangel), JZ 2017, 529

Die Entscheidung, die in ihrer Grundlinie Zustimmung verdient, zeigt eindrucksvoll die Verschränkung von nationalem Kaufrecht und Polizei- bzw. Strafrecht mit der europäischen justiziellen Zusammenarbeit und gibt Anlass, die SIS-Ausschreibungen umfassender in den Funktionsbereich der Rechtsmängelhaftung einzuordnen und das weite Begriffsverständnis des BGH auf seine internationale Anschlussfähigkeit hin auf die Probe zu stellen. Die Möglichkeit und die Zumutbarkeit der Nacherfüllung durch Beseitigung der Ausschreibung sind grundsätzlich zu hinterfragen.


Bamberger

Europäische Kaufrechtsharmonisierung - Stand, Grundfragen, Perspektiven, in: Brocker/Knops/Roth, Recht und soziale Gerechtigkeit, Festschrift für Heinz Georg Bamberger zum 70. Geburtstag, 2017, S. 109-137

Der Beitrag zeichnet den Stand der europäischen Kaufrechtsharmonisierung - von der Verbrauchsgüterkaufrichtlinie 1999 über den Vorschlag einer Verordnung über ein Gemeinsames Europäisches Kaufrecht 2011 bis zum aktuellen Vorschlag einer Richtlinie über den Online-Warenhandel 2015 - kritisch nach. Er plädiert gegen den aktuellen Trend für eine Vollharmonisierung des Gewährleistungsrechts unter gleichzeitigem Rückschnitt der gegenwärtigen Zersplitterung kaufrechtlicher Regelungen und der zunehmenden Übertreibungen beim Verbraucherschutz. Für ein in diesem Sinne vollharmonisiertes europäisches Kaufrecht werden die tragenden und hoffentlich am Ende des Tages gemeineuropäisch konsensfähigen Parameter der kaufvertragsrechtlichen Risikozuweisung entfaltet.


Csm Jz 10 2016 3730190aba

Anmerkung zum Urteil des BGH vom 15. Dezember 2015 - VI ZR 134/15 (No-Reply Bestätigungs-E-Mails mit Werbung als rechtswidriger Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht), JZ 2016, 529

Nach Ansicht des BGH verletzt eine automatisch generierte Eingangsbestätigungs-E-Mail, die mit einem Werbezusatz versehen ist, jedenfalls dann das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Empfängers, wenn dieser zuvor ausdrücklich erklärt hatte, mit Werbung dieser Art und auf diesem Wege nicht einverstanden zu sein. Die Entscheidung, die uneingeschränkt Zustimmung verdient, gibt Anlass, einen präzisierenden Blick auf die verfassungsrechtliche Ausgangslage zu werfen und die Entwicklung der deutschen Rechtsprechung unter den bestehenden gemeinschaftsrechtlichen Impulsen zu skizzieren. Besonderes Augenmerk verdient die vom Senat offengelassene Frage nach einem widerspruchsunabhängigen weitergehenden Unterlassungsanspruch ebenso wie das fortgesetzte Ringen um den zutreffenden Gebührenstreitwert solcher Klagen.


Csm Jz 08 2016 74d876b93f

Bindung des Zivilrichters an strafrichterliche Tatsachenfeststellungen – ein zukunftsweisendes Reformvorhaben?

Eine erweiterte Fassung des am 5. Februar 2015 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg gehaltenen Habilitationsvortrags ist in Heft 8 der Juristenzeitung erschienen  (JZ 2016, 390). 

Der gegenwärtige Koalitionsvertrag sieht die Einführung der bereits im Zuge des ersten Justizmodernisierungsgesetzes in Betracht gezogenen Bindung des Zivilrichters an strafrichterliche Tatsachenfeststellungen vor. Der Beitrag kritisiert das Vorhaben aus historischer, vergleichender, verfassungsrechtlicher sowie international-verfahrensrechtlicher Perspektive und befürwortet stattdessen eine gegenständlich begrenzte Effektuierung des Adhäsionsverfahrens.

Beratung

Michael Heese - Beratungspflichten

Beratungspflichten - Eine rechtswissenschaftliche Abhandlung zur Dogmatik der Beratungspflichten und zur Haftung des Ratgebers im Zivil- und Wirtschaftsrecht (zugleich Habilitationsschrift, Freiburg), Tübingen 2015, XXXIV und 531 Seiten, Verlag Morh Siebeck, Jus Privatum, Band 193, ISBN 978-3-16-153844-5.

Ausgezeichnet mit dem Peter Schlechtriem-Preis 2015, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und dem Förderpreis 2015, Esche Schümann Commichau Stiftung, Hamburg.

  1. Fakultät für Rechtswissenschaft
  2. Bürgerliches Recht