Der Schwerpunkt 1 will Ihnen die Möglichkeit bieten, vom schnelllebigen dogmatischen Detailwissen einen Schritt zurückzutreten und stattdessen die Grundstrukturen unserer heutigen Rechtsordnung – auch in ihren Bezügen zu den Nachbarwissenschaften – in den Blick zu nehmen. Der (reformierte) Schwerpunkt 1 umfasst dabei Veranstaltungen zur Juristischen Zeitgeschichte, zur Rechtsphilosophie, zur Rechtsvergleichung und zur Rechtssoziologie. Dabei hegen wir nicht den Anspruch, Sie in wenigen Semestern zum vollwertigen Philosophen, zur methodenfesten Histrorikerin oder Soziologin auszubilden. Vielmehr wollen wir Ihnen diese verschiedenen „anderen“ Zugänge zum Recht in ersten Grundzügen vorstellen.
Michael Reichenthaler, in der Regel SoSe
Termine im SoSe 2026
15.05./29.05./12.06./19.06./03.07.2026, 9:00–13:00 Uhr, R 008
Inhalte
Die Einführung in die Verfassungsgeschichte befaßt sich mit der modernen deutschen Verfassungsgeschichte (19./20./21. Jahrhundert). Wichtige Verfassungsdokumente werden in Ausschnitten gelesen und sowohl allgemein-historisch verortet als auch in einen transnationalen Kontext gestellt. Grundlage der Arbeit ist die Quellensammlung Löhnig/Preisner, Quellen zur deutschen Verfassungsgeschichte der Moderne, die gleichzeitig auch zulässiges Hilfsmittel im Rahmen der mündlichen Schwerpunktbereichsprüfung ist.
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Prof. Dr. Martin Löhnig, in der Regel WiSe
Termine im WiSe 2026/27
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Inhalte
Die Einführung in die Privatrechtsgeschichte hat die europäische Privatrechtsgeschichte seit der Kodifikationszeit um 1800 zum Gegenstand. Einerseits wird die äußere Privatrechtsgeschichte anhand von Kodifikationen oder Entwürfen entfaltet, die in den Kontext ihrer Entstehungszeit gestellt werden und deren internationale Wirkungsgeschichte beleuchtet wird. Andererseits die Entwicklung und Veränderung einzelner Rechtsinstitute vergleichend im europäischen Kontext beleuchtet.
Hinweise: Die Vorlesung ist Pflichtveranstaltung im Rahmen des SP 1. Sie findet in deutscher Sprache statt (eine englischsprachige Veranstaltung für die Studierenden des LL.M.-Studiengangs wird von Herrn Reichenthaler angeboten).
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Prof. Dr. Katrin Gierhake, in der Regel SoSe
Termine im SoSe 2026
Die Veranstaltung findet in diesem Sommersemester nicht statt!
Inhalte
Die Vorlesung wird sich vertieft den Grundlagen des Allgemeinen Teils des StGB widmen. Geplant ist insofern eine genauere Auseinandersetzung mit der Notwendigkeit eines materiellen Verbrechensbegriffs und den verschiedenen Straftheorien. Die gemeinsame Arbeit soll anhand von Textlektüre und möglichst im Wege der Diskussion mit den Teilnehmenden erfolgen. Die Vorlesung soll für eine vertiefte, auch kritische Auseinandersetzung den Rahmen bilden.
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Prof. Dr. Katrin Gierhake, in der Regel WiSe
Termine im WiSe 2026/27
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Inhalte
Die Vorlesung "Politische Philosophie" beschäftigt sich mit dem Problem der Begründung und Begrenzung politischer Herrschaft, insbesondere mit der Staatsbegründung. Die Vereinbarkeit personaler Freiheit mit staatlichen Machtstrukturen wird Gegenstand der gemeinsamen Überlegungen sein, die ihren Ausgang in der Lektüre ausgewählter Textpassagen nehmen sollen. Es ist geplant, sich zunächst mit Autoren des 20. Jahrhunderts - etwa Carl Schmitt und Hans Kelsen - auseinandersetzen, um herauszuarbeiten, inwiefern sie eine Antwort auf die Legitimationsfrage geben können. Im zweiten Teil der Veranstaltung sollen ältere Begründungsansätze gesichtet und kritisch diskutiert werden, deren eigener Anspruch die Legitimation staatlicher Macht ist. In diesem Teil werden Thomas Hobbes´ Leviathan, Rousseaus´ Gesellschaftsvertrag und die freiheitlich fundierte Rechtslehre Immanuel Kants zum Gegenstand des gemeinsamen Studiums gemacht.
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Prof. Dr. Alexander Graser, in der Regel WiSe
Termine im WiSe 2026/27
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Inhalte
Die Veranstaltung vermittelt Grundkenntnisse der Rechtsvergleichung anhand von Beispielen, methodischen Texten und gemeinsamen Reflektionen. Sie richtet sich an Studierende des LL.M.-Studiengangs „Deutsches Recht und Rechtsvergleichung“, seines englischsprachigen Pendants sowie des Schwerpunktbereichs 1 innerhalb des Staatsexamensstudiengangs. Von diesen Gruppen ist keine Prüfungsleistung innerhalb dieser Veranstaltung zu erbringen. Zugleich steht die Veranstaltung allen anderen Interessierten offen, die über einschlägige Vorkenntnisse verfügen. Bei Zweifeln und zur Verständigung eines geeigneten Prüfungsformats wenden Sie sich bitte an den Dozenten.
Die Veranstaltung wird auf Englisch angeboten.
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Prof. Dr. Alexander Tischbirek, in der Regel SoSe
Termine im SoSe 2026
17.04.–17.07.2026, immer donnerstags von 14:00–16:00 Uhr c.t. in H 14 (Ausfall in der Zeit vom 14.05.–04.06.2026)
Inhalte
Die Rechtssoziologie blickt mit der Frage, was „tatsächlich ist“, auf das Recht: Zum einen geht es um die Zusammenhänge und wechselseitigen Einflüsse zwischen dem Recht als normativer Ordnung und der sozialen Wirklichkeit. Zum anderen geht es im Sinne einer „empirischen Rechtswissenschaft“ um die Rezeption sozialwissenschaftlicher Methoden im Recht und für die Rechtswissenschaft. Die Veranstaltung ist als Einführungsveranstaltung konzipiert, die Ihnen erste Einblicke in die Rechtssoziologie ermöglichen soll. Die Vorlesung wird nur überblickartig die (Ideen-)Geschichte der Rechtssoziologie und ihre wichtigsten Protagonist:innen behandeln. Im Schwerpunkt werden wir konkrete Studien sichten, diskutieren und anhand dessen die Potentiale, Risiken und Grenzen der rechtssoziologischen Methode(n) ausloten.
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Prof. Dr. Katrin Gierhake
Seminarbeschreibung folgt
Termine:
20.04.2026 16:00 Uhr s.t., H 10
27.04.2026 16:00 Uhr s.t., VG 2.38
11.05.2026 16:00 Uhr s.t., VG 2.38
18.05.2026 16:00 Uhr s.t., VG 2.38
08.06.2026 16:00 Uhr s.t., VG 2.38
Ersatztermin 29.6.2026 16:00 Uhr s.t., VG 2.38
Links: GRIPS
Prof. Dr. Martin Löhnig
Seminarbeschreibung folgt
Termine: folgen
Prof. Dr. Ute Walter
Seminarbeschreibung folgt
Termine: 12.06.2026 um 16:00 Uhr in CH.13.0.82
Wir wollen uns die entscheidenden Aussagen der Schrift "Zum ewigen Frieden" von Immanuel Kant durch gemeinsame Lektüre und Diskussion erschließen. Dazu ins Verhältnis setzen wollen wir den Text "Zur Verfassung Europas: Ein Essay" von Jürgen Habermas.
Angesichts der aktuellen Bedrohung durch Angriffskriege, der Debatte um Einflusszonen, humanitäre Interventionen, um "Kriegstüchtigkeit" und "Wehrpflicht" ist es notwendig, über die Grundlagen von rechtlich strukturierten Friedensbedingungen nachzudenken. Das zeitlose Werk Kants beitet dafür einen idealen Ausgangspunkt.
Eingeladen sind alle Interessierten, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich!
Ein Kostenbeitrag von 45,00 € (Unterkunft und Verpflegung) plus Anreise muss von den Teilnehmenden selbst getragen werden. Da die Plätze beschränkt sind, bitten wir um Anmeldung bis zum 13.04.2026 unter lehrstuhl.gierhake@ur.de. Es gilt das Prinzip "first come, first serve".
Termine: 24./25.04.2026, ganztägig ab 10:15 Uhr, Jugendherberge Furth im Wald
Weiterführende Links: GRIPS