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Über den SFB 1350

   

Sfb1350 Klein

 

Tubulussystem und Interstitium der Niere:
(Patho-)Physiologie und Crosstalk
 

Im Sonderforschungsbereich (SFB) 1350 haben sich 37 Forscherinnen und Forscher aus Grundlagenfeldern und klinischen Fachgebieten der Universität Regensburg und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zusammengeschlossen und werden im Rahmen der ersten Förderperiode von 2019 bis 2022 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt.

Unsere Nieren sind Hochleistungsorgane: Sie entgiften den Körper und passen die Salz- und Wasserausscheidung genau an den jeweiligen Bedarf an. Allerdings werden sie durch eine Reihe von Krankheiten und Noxen (schädigende Stoffe oder Umstände) dauerhaft geschädigt. Diese chronischen Nierenerkrankungen können im Endstadium eine lebenslange Dialysepflicht oder eine Nierentransplantation erforderlich machen und gehen mit einer deutlich erhöhten Sterblichkeit einher. Viele Nierenerkrankungen verlaufen vom Patienten unbemerkt und sind nicht mit Schmerzen verbunden. Daher weiß ein großer Teil der Betroffenen gar nicht, dass die Nieren bereits geschädigt sind. Der schleichende Nierenfunktionsverlust stellt jedoch eine reale Bedrohung dar, und die Sterblichkeit ist bei Nierenfunktionsausfall trotz Dialysetherapie so hoch wie bei manchen Krebsarten.

In Deutschland leiden mehr als zwei Millionen Menschen an chronischer Niereninsuffizienz. 80.000 von ihnen mit funktionslos gewordenen, vernarbten Nieren benötigen eine Dialysebehandlung. Das Ziel der modernen Medizin ist es daher, Nierenerkrankungen früh zu erkennen und durch spezifische Therapien die weitere Schädigung, insbesondere überschießende Entzündungs- und Vernarbungsprozesse, abzuwenden oder zu verlangsamen. Ein großes Problem für die Entwicklung spezifischer Therapieansätze ist jedoch die Tatsache, dass bei Nierenschädigungen oft komplexe Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Zelltypen des sogenannten Tubulussystems und des Interstitiums auftreten, die zugrundeliegenden Signale und Mechanismen aber weitgehend unbekannt sind. Diese Prozesse sind jedoch entscheidend daran beteiligt, ob es nach einer Schädigung des Nierengewebes zur normalen Wundheilung oder zu zerstörerischen Vernarbungsprozessen mit Nierenfunktionsverlust kommt.

Im neuen Sonderforschungsbereich 1350 hat sich daher ein interdisziplinäres Team von Nierenforschern aus Regensburg und Erlangen das ambitionierte Ziel gesetzt, die Pathophysiologie und die krankheitsrelevanten Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Zelltypen in der Niere zu erforschen.

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Die komplexen Krankheitsmechanismen bei Nierenleiden erfordern eine fächerübergreifende Zusammenarbeit. Im Sonderforschungsbereich 1350 forschen daher Wissenschaftler aus Grundlagenfächern (grün) Seite an Seite mit Wissenschaftlern aus klinischen Fachgebieten (blau) an gemeinsamen Fragestellungen.

Im Rahmen des vorangegangenen Nieren-Sonderforschungsbereichs 699 wurden bereits gezielt Nierenforscher an die Universität Regensburg berufen und ein einmaliges Portfolio von Nieren-spezifischen Methoden, modernsten Technologien und spezifischer Nieren-Kompetenz etabliert. Der neue Sonderforschungsbereich 1350 wird auf dieser besonderen Kompetenz aufbauen und beabsichtigt, durch die Verknüpfung von Grundlagenforschung und klinischer Forschung entscheidende Zusammenhänge der Nierenfunktion und Krankheitsmechanismen aufzuklären und einen Beitrag zur Entwicklung neuer Therapiekonzepte zu liefern.

  1. Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  2. Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

MISSION

"Interdisciplinary kidney research to advance understanding of disease mechanisms and develop new therapeutic concepts"

 

Nierenzentrum REN

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Contact:
Dr. Michaela Kritzenberger
Email
Tel.: ++49 (0)941/943-2885
 

Nierenzentrum REN

Molecular Medicine