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Dr. Anne Mariss

Sprechstunde

Sprechzeit nach Vereinbarung

Raum PT 3.1.82 oder via Zoom

Bitte vereinbaren Sie hierzu einen Termin per E-Mail über
anne.mariss​(at)​geschichte.uni-regensburg.de (öffnet Ihr E-Mail-Programm) 

Lebenslauf

Anne Mariss ist Akademische Rätin a. Z. am Lehrstuhl für Neuere Geschichte an der Universität Regensburg. Zuvor hatte sie unterschiedliche Positionen an der Universität Tübingen inne, u.a. als Post-doc im DFG-Graduiertenkolleg 1662 "Religiöses Wissen im vormodernen Europa (800-1800)" sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere Geschichte an der Universität Tübingen. Von Oktober 2010 bis Oktober 2013 war Anne Mariss Doktorandin im DFG-Graduiertenkolleg 1559 "Dynamiken von Raum und Geschlecht" an der Universität Kassel, wo sie im April 2014 promoviert wurde. Die Dissertation wurde 2015 unter dem Titel "A world of new things". Praktiken der Naturgeschichte bei Johann Reinhold Forster (1729-1798) veröffentlicht. Darin untersucht sie naturhistorische Praktiken auf James Cook's zweiter Weltumsegelung (1772-1775) am Beispiel des deutschen Naturkundlers Johann Reinhold Forster. Das Buch wurde im März 2017 von Geisteswissenschaften International mit dem Preis für Übersetzungsförderung ausgezeichnet. Es ist im September 2019 unter dem Titel "Johann Reinhold Forster and the Making of Natural History on Cook's Second Voyage, 1772-1775" in der Reihe "Empires and Entanglements" bei Lexington Books erschienen.

Anne Mariss studierte von 2004 bis 2008 Geschichte und Romanistik an der Universität Osnabrück und absolvierte einen Master in Geschichte an der Universität Kassel (2008 bis 2010). Zusätzlich erwarb sie ein Zertifikat im Interdisziplinären Studienprogramm Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Kassel und verbrachte ein Auslandssemester an der Université Paul Valéry Montpellier.

Ihre Forschungsinteressen umfassen die frühneuzeitliche Wissens- und Wissenschaftsgeschichte, die Geschichte der europäischen Expansion, die Missionsgeschichte, die Religionsgeschichte sowie die Geschichte der materielle Kultur mit einem Schwerpunkt auf religiöser Materialität. In ihrer Forschung spielen globalhistorische Aspekte eine wichtige Rolle; auch sozial- und geschlechtergeschichtliche Perspektiven werden konsequent integriert.

Seit Oktober 2023 leitet Anne Mariss das von der DFG geförderte wissenschaftliche Netzwerk (externer Link, öffnet neues Fenster) “Die Mobilität religiöser Dinge: Devotionale und sakrale Objekte in der frühneuzeitlichen Welt”.

Ihre im Oktober 2026 eingereichte Habilitationsschrift “Beyond Devotion: Die materielle Kultur von Rosenkränzen zwischen Konfession, Konsum, katholischer Mission und Kunstkammer” wurde durch Stipendien der Gerda Henkel Stiftung und des Historischen Kollegs (externer Link, öffnet neues Fenster) (München) gefördert.

Lehre

Wintersemester 2026/27

  • Hauptseminar: Wissensdurst und Neugierde: Die Entstehung der frühneuzeitlichen Wissensgesellschaft (1500-1800)
  • Grundkurs: Grundkurs Frühe Neuzeit I: Grundzüge einer Geschichte der Frühen Neuzeit (ca. 1500-1650)

Sommersemester 2026

Wintersemester 2023/24

  • Grundkurs: Das Alte Reich im Zeitalter von Reformation und Konfessionalisierung. Deutsche Geschichte von 1495 bis 1648

Sommersemester 2023

  • Proseminar: "Where's the Revolution?" Revolten im Alten Reich vom Bauernkrieg zur Mainzer Republik (1525-1793)
  • Grundkurs: Vom Westfälischen Frieden bis zum Wiener Kongress. Deutsche Geschichte von 1648 bis 1815

Wintersemester 2022/23

  • Proseminar: Die Geburt der Moderne? Das Projekt der Aufklärung im 18. Jahrhundert
  • Grundkurs: Das Alte Reich im Zeitalter von Reformation und Konfessionalisierung. Deutsche Geschichte 1495-1648

Sommersemester 2022

  • Proseminar: Politische Kultur im Alten Reich. Akteure - Institutionen - Medien
  • Übung: "Türkengefahr", "Ketzerei" und Judenhass. Religiöse Feindbilder in der Frühen Neuzeit

Wintersemester 2020/21

  • Proseminar: Freak like me? Außenseiter, Randgruppen und Minderheiten in der frühneuzeitlichen Ständegesellschaft
  • Übung: Umweltgeschichte in der Frühen Neuzeit: neue Perspektiven auf Natur und Gesellschaft

Sommersemester 2020

  • Proseminar: Sklaverei in der Frühen Neuzeit. Globale Perspektiven und transkulturelle Verflechtungen
  • Übung: Gleichheit, Alterität, Differenz: Reiseberichte in der Frühen Neuzeit (1500-1800)
  • Grundkurs: Vom Westfälischen Frieden bis zum Wiener Kongress. Deutsche Geschichte von 1648 bis 1815

Wintersemester 2019/20

  • Proseminar: Regentinnen, Witwen, Hausmütter: Formen weiblicher Herrschaft in der Frühen Neuzeit (1500–1800)
  • Übung: Johannes Kepler (1571–1630): Rezeption, Erinnerung und materielle Kultur in Regensburg

Sommersemester 2019

  • Proseminar: Die Geschichte des spanischen Kolonialreichs in Lateinamerika
  • Übung: Kaffee, Tee, Schokolade: Koloniale Genussmittel in der Frühen Neuzeit
  • Grundkurs: Vom Westfälischen Frieden bis zum Wiener Kongress. Deutsche Geschichte 1648-1815

Wintersemester 2017/18

  • Proseminar: Gegenreformation - katholische Reform - Rekatholisierung? Der Katholizismus im Zeitalter der Konfessionalisierung
  • Übung: Von Kopf bis Fuß: Schönheitsideale in der Frühen Neuzeit
  • Grundkurs: Das Alte Reich im Zeitalter von Reformation und Konfessionalisierung. Deutsche Geschichte von 1495 bis 1648

Sommersemester 2017

  • Proseminar: Die Französische Revolution: Ursachen, Verlauf und Wirkungen
  • Übung: Quellenlektürekurs zur Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit. Historische Probleme und moderne Konzepte
  • Grundkurs: Vom Westfälischen Frieden bis zum Wiener Kongress. Deutsche Geschichte von 1648 bis 1815

Wintersemester 2016/17

  • Proseminar: "Catholic Atlantic? Protestant Empire?" Religion und europäische Expansion in der Frühen Neuzeit

Sommersemester 2016

  • Proseminar:  Die Expeditionen von James Cook (1768-1778/79) (Universität Tübingen)

Sommersemester 2015

  • Übung:  Materielle Kultur in der Frühen Neuzeit (Universität Tübingen)

Wintersemester 2013/14

  • Übung:  Naturgeschichte in der Frühen Neuzeit (Universität Tübingen)

Sommersemester 2012

  • Proseminar:  Natur und Naturwahrheit in Bildern der Frühen Neuzeit (zusammen mit Dr. Silke Förschler, Kunsthochschule Kassel)

Forschung / Projekte

Source reader “A Global History of Knowledge in the Early Modern World: Sources from 1500 to 1800” (forthcoming: Bloomsbury, 2027 (externer Link, öffnet neues Fenster))

Offering a fresh, global approach to the history of knowledge, this book brings together a collection of annotated primary sources, many newly translated and rarely accessible, from across the Early Modern World. Covering the period from roughly 1500 to 1800, this multi-perspective volume reveals how ideas, practices, and beliefs travelled across vast distances-by ship, on foot, in letters, images, and objects-and how they were reshaped in the process.

Organised into three thematic sections, A Global History of Knowledge includes case studies ranging from missionary navigation in colonial Chile to portable sundials in European households, the transfer of Indigenous knowledge from Latin America to the European Republic of Letters, and the flow of Jesuit ideas between Asia, Europe, and the Americas. Each chapter centres on a compelling source-many never before available in English-that opens a window into how knowledge was created, shared, and transformed in a world marked by mobility, encounter, and exchange. This book invites readers to explore how knowledge moved, not just across continents, but between cultures, disciplines and worldviews, and why that movement still matters today.


DFG Netzwerk “Die Mobilität religiöser Dinge: Devotionale und sakrale Objekte in der frühneuzeitlichen Welt” (laufend)

Ziel des von der DFG geförderten Wissenschaftlichen Netzwerks (externer Link, öffnet neues Fenster) ist es, die vielschichtigen Formen der Mobilität religiöser Objekte in der Frühen Neuzeit zu untersuchen. Mobilität wird dabei in einem weiten Sinne als geographische Bewegung zwischen Regionen und Kontinenten, zwischen verschiedenen sozialen und ethnischen Gruppen und damit zwischen verschiedenen religiösen und konfessionellen Gemeinschaften, aber auch zwischen den Sphären des Profanen und des Sakralen verstanden. Indem wir uns auf die Mobilität und Fluidität religiöser Objekte innerhalb vergangener Kulturen und Gesellschaften konzentrieren, wollen wir das Potenzial innovativer methodischer Ansätze ausloten, die die Religionsgeschichte, die Geschichte der Migration und Mobilität, die Kunstgeschichte und die Materielle Kultur miteinander verbinden. Das Kerninteresse des Netzwerks besteht darin, zu verstehen, wie die Mobilität von Objekten zu einem Wandel von Religion in der Frühen Neuzeit beigetragen hat.

Diese Leitfrage des Netzwerkes wird in vier thematischen Schwerpunkten untersucht und inhaltlich weiter ausdifferenziert. Thema des ersten Workshops wird die Frage nach der Auswirkung vonReformation und Gegenreformation auf die religiöse materielle Kultur sein. Auf dem zweiten Arbeitstreffen wird die handwerkliche Verarbeitung von Rohstoffen zu religiösen Objekten untersucht und der Frage nachgegangen, wie bestimmte Materialien und Gestaltungsarten mit religiösen Inhalten verbunden wurden. Der dritte Workshop widmet sich der Frage, wie die geographische Mobilitätvon Objekten auf regionaler und globaler Ebene zu einem Wandel religiöser Praktiken beitrug. Ein letzter Schwerpunkt liegt auf den Praktiken des Sammelns, Ausstellens und Wahrnehmens religiöser Objekte in frühneuzeitlichen Sammlungen und der Frage, wie fremde und eigene religiöse Vorstellungen in Kunstkammern repräsentiert und wahrgenommen wurden.

Das Wissenschaftliche Netzwerk verfolgt fünf zentrale Ziele. Es will 1. ein Forum für die Diskussion von Methoden und Konzepten bieten und die Theoriebildung vorantreiben, 2. die Verbindung zwischen akademischer Forschung und Museumsarbeit durch die gemeinsame Untersuchung von Objekten stärken, 3. die deutsche Wissenschaft enger mit der internationalen Forschung verknüpfen, 4. die Sichtbarkeit des Forschungsfeldes erhöhen und sein Potenzial für die historisch arbeitenden Kulturwissenschaften aufzeigen, 5. das Projekt durch eine Buchpublikation erfolgreich abschließen.

Während der Gesamtlaufzeit von 36 Monaten werden fünf Workshops und ein Symposium im Abstand von sechs Monaten stattfinden. Die Workshops konzentrieren sich auf die oben genannten Themen und Fragestellungen, während das Symposium die Ergebnisse der Workshops diskutiert und einem internationalen Fachpublikum vorstellt. Das letzte Arbeitstreffen dient hauptsächlich der abschließenden Diskussion der vorliegenden Texte und soll die Kapitel für die Veröffentlichung des Buches vorbereiten.


Mitarbeit im Projekt “Mapping dissonant objects: Religious material agencies across space and time”

“Mapping Dissonant Objects. Religious material agencies across space and time is an interdisciplinary research platform that investigates the complex relationships between material and religious agencies, namely the interactions, competitions, and conflicts triggered by material encounters in contexts of empires, universalisms and colonialisms. Italy, the Iberian Peninsula, and the Holy Land serve as configurations from which to map multiple material presences across space and time, and their dynamics, particularly between the 16th and the 20th centuries.” Learn more about the project at the MapDisOb landing page. (externer Link, öffnet neues Fenster)


Habilitation "Beyond Devotion: Die materielle Kultur von Rosenkränzen zwischen Konfession, Konsum, katholischer Mission und Kunstkammer (abgeschlossen)

Die Habilitation analysiert Rosenkränze als polyvalente Objekte in der Frühen Neuzeit. Die zugrundeliegende These lautet, dass Rosenkränze nicht nur bestimmte katholische Frömmigkeitspraktiken ermöglichten, sondern Objekte mit unterschiedlichen Funktionen und Bedeutungen waren, die je nach Kontext variieren konnten. Aufgrund ihrer vielfältigen Ausgestaltungs- und Anpassungsmöglichkeiten sind sie als materielle Grenzgänger zu verstehen, die sich zwischen Konfessionen, Konsumkulturen, Märkten, katholischen Misionen und europäischen Kunstkammern bewegten und dabei geographische, religiöse und kulturelle Grenzen überschritten. Vor diesem Hintergrund fragt die Arbeit nach der Interaktion zwischen Menschen und Dingen sowie den durch die Praktiken entstehenden Neu-Interpretation und Umdeutungen von Rosenkränzen. Die objektzentrierte Studie trägt damit einerseits zur Erfroschung der materiellen Religiosität in der Frühen Neuzeit bei und erweitert das Bild eines faettenreichen katholischen Glaubens, der sich maßgeblich durch Objekte formierte. Dabei geht sie über die bisherige Forschung zum Rosenkranz hinaus, indem dieser in seiner materiellen Mehrdeutigkeit und transkulturellen und globalen Bezügen untersucht wird. Andererseits vertieft sie die Methodendebatte um die materielle Kultur und lotet die Chancen und Grenzen dieses Ansatzes aus. Die Materialbasis der Untersuchung bilden Rosenkränze aus Sammlungen im deutschsprachigen Raum, die durch textliche und visuelle Quellen ergänzt werden.


Videos über das Habilitations-Projekt “Beyond Devotion” auf L.I.S.A (abgeschlossen)

Rosenkränze sind mehr als einfache Gebetshilfen. Sie ermöglichen nicht nur bestimmte katholische Frömmigkeitspraktiken, sondern sind polyvalente Objekte mit unterschiedlichen Funktionen und Bedeutungen. Aufgrund ihrer vielfältigen Ausgestaltungs- und Anpassungsmöglichkeiten sind sie als materielle Grenzgänger zu verstehen, die sich schon in der Frühen Neuzeit zwischen Konfessionen, Konsumkulturen, Märkten, katholischen Missionen und europäischen Kunstkammern bewegten und dabei geographische, religiöse sowie kulturelle Grenzen überschritten. Vor diesem Hintergrund fragt das von der Gerda Henkel Stiftung unterstützte Forschungsprojekt von Dr. Anne Mariss nach der Interaktion zwischen Menschen und Dingen und den durch die Praktiken entstehenden Neu-Interpretationen und Umdeutungen von Rosenkränzen. Damit leistet die Studie einen Beitrag zur Erforschung der materiellen Kultur des Religiösen und vertieft die Methodendebatte um die Chancen und Grenzen dieses theoretischen Ansatzes. Die Materialbasis der Untersuchung bilden Rosenkränze aus Sammlungen im deutschsprachigen Raum, die durch textliche und visuelle Quellen ergänzt werden.

Alle Videos sind abrufbar auf dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung L.I.S.A. (externer Link, öffnet neues Fenster)


Mitarbeit am Projekt “Regensburger Erinnerungslandschaft Altes Reich” (abgeschlossen)

‚Judensau‘ am Regensburger Dom (externer Link, öffnet neues Fenster) 


Mitarbeit am Digitalisierungsprojekt “German History Intersections” (abgeschlossen)

German History Intersections is a new source-based digital project that examines three broad themes – migration, knowledge and education, and German identity – from 1500 to the present. Organized by the German Historical Institute (GHI), Washington, DC, the project aims to move beyond traditional period-driven history, situate Germans and Germany within larger transnational contexts, and use digital media to bring together diverse historical sources in thought-provoking new ways. By taking a long view, the Intersections project will offer an alternative to standard chronological histories while exploring the ways in which Germans have intersected with other peoples, cultures, and nations over both time and place.

The result is a bilingual (English-German), open-access website consisting of three modules, each of which will include a variety of textual, visual, and multimedia sources.

https://germanhistory-intersections.org (externer Link, öffnet neues Fenster) 


Übersetzung der Dissertation ins Englische: “Johann Reinhold Forster and the Making of Natural History on Cook's Second Voyage, 1772-1775” (abgeschlossen)

James Cook's voyages of exploration are a turning point not only in the history of the British Empire, but also in the history of science and exploration of the Pacific. The last decades have seen a wide-ranging scholarly interest in Cook's voyages, focusing on their impact on European and Polynesian societies, their scientific results, and their protagonists, such as Cook himself or the nobleman Joseph Banks who took part in Cook's first voyage of exploration. This book examines the hitherto underestimated role of the German scholar Johann Reinhold Forster who, together with his son Georg Forster, accompanied Cook on his second voyage of exploration (1772-1775) as a principal naturalist. For a long time, the German traveler has remained a rather shadowy figure of Cook's voyages of exploration and has only attracted scholarly attention occasionally. Focusing on the making of knowledge onboard the ship and the islands where it made landfall, the study provides a historical reappraisal of Forster's scientific performance as a leading naturalist of his time. By examining Forster's Resolution Journal, Anne Mariss takes a microhistorical approach toward the making of natural history knowledge during the expedition to the Pacific. Mariss unveils the difficulties the traveling naturalists encountered while collecting, describing, classifying, and painting the natural world. Her study brings to light the contribution of the various actors who were involved in this undertaking, such as the scientific assistants, sailors, officers, and the local actors of the Pacific world.

“This fascinating and meticulously researched book reminds us of the collaborative, multinational, and cross-cultural nature of the maritime exploration and information gathering in the eighteenth-century Pacific Ocean. Remaining sensitive and attuned to the inherent imbalances of power in the process, Anne Mariss sheds new light on the local informants and ordinary sailors involved in Cooks's voyages of exploration. And by focusing on Johann Reinhold Forster, the book offers an engaging and refreshing addition to the Anglophone scholarship on the subject, emphasising the continental European roots of the enterprise. This book will make a significant contribution to our understanding and aprreciation of the Forsters, the father-and-son scientific team that embarked on Cook's second voyage, as well as European exploration in the Pacific more generally. The product of extensive research, Johann Reinhold Forster and the Making of Natural History on Cook's Second Voyage will appeal to scholars and students with interests in maritime history, the history of exploration, the history of science and Pacific history.” 

- John McAleer, University of Southampton

Publikationen

Monographien und Herausgeberschaften

  • Zusammen mit Laura Dierksmeier und Philip Hahn (Hg.), A Global History of Knowledge in the Early Modern World: Sources from 1500-1800 (forthcoming: Bloomsbury, 2027).
  • Zusammen mit Annette Gerok-Reiter und Markus Thome (Hg.): Aushandlungen religiösen Wissens – Negotiated Religious Knowledge. Verfahren, Synergien und produktive Konkurrenzen in der Vormoderne – Methods, Interactions and Productive Rivalries in Premodern Times (Spätmittelalter, Humanismus, Reformation 115), Tübingen 2020.
  • Johann Reinhold Forster and the Making of Natural History on Cook's Second Voyage, 1772-1775 (Empires and Entanglements in the Early Modern World), Lexington Books (Rowmann & Littlefield): Lanham, MD 2019.
  • Zusammen mit Silke Förschler (Hg.): Verfahrensweisen der Naturgeschichte. Akteure, Tiere, Dinge in der Frühen Neuzeit. Köln, Weimar, Wien: Böhlau 2017.
  • »A world of new things«. Praktiken der Naturgeschichte bei Johann Reinhold Forster (Historische Studien 72), Frankfurt a.M. 2015.

Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden

  • Vom Schiff ins Kabinett. Mineralogische Sammlungspraktiken bei Johann Reinhold Forster, in: Tietz, Anke/Ludwig, Ulrike (Hg.), Sammlungen mit Nutzen betrachten. Akteure geowissenschaftlicher Sammlungen um 1800 und ihre epistemischen Praktiken, im Erscheinen (Halle: NAL-historica).

  • Jerusalem in a Box: Protestant Uses of Loca Sancta Relics and Empirical Devotion in Eighteenth-Century Halle (1758), in: Dierksmeier, Laura/Mariss, Anne/Hahn, Philip (Hg.), A Global History of Knowledge in the Early Modern World. Sources from 1500 to 1800, im Erscheinen (London: Bloomsbury, 2027).

  • Textile Diplomacy: Tahitian Bark Cloth in the Age of Early Pacific Encounter, in: Harriet Rudolph/Volker Depkat (Hg.), Objects in Conflict: The Material Culture of Intercultural Diplomacy (1600-1830), London 2026, 241–268.
  • Material Culture, in: Jan Machielsen/Emily Michelson/Katrina B. Olds (Hg.), Cambridge Companion to Counter Reformation Saints and Sainthood, Cambridge 2025, 303–327.
  • "Our earth has undeniably suffered some great revolutions". Johann Reinhold Forster and Scientific World-Making in Eighteenth-Century Natural History, in: Norman Henniges/Johannes Mattes/Marianne Klemun (Hg.), Earth–Knowledge: History of Earth Sciences as Histories of Knowledge?, New York 2026, 21–44.
  • Vererben – erinnern – verweltlichen? Paternoster in lutherischen Objektwelten, in: Anne-Charlott Trepp/Julian Lukas Herlitze/Julia Schmidt-Funke/Siegrid Westphal (Hg.), Luther, der Leib und die Valenz des Materiellen, Göttingen 2025, 237–260.
  • Global Itineraries, Curative Effects, and Sacred Scents: Eaglewood Rosaries in Early Modern German Material Culture, in: Christina Brauner/Renate Dürr/Philip Hahn/Anne Sophie Overkamp/Simon Siemianowski (Hg.), Encountering the Global in Early Modern Germany, New York 2025, 277–300, open access: https://www.berghahnbooks.com/title/BraunerEncountering .
  • Schmerzhafte Materialität. Rosenkränze aus Natternwirbeln, in: Ulrike Gleixner (Hg.), Dingliche Gottesliebe: die Materialität religiöser Emotionen in Christentum, Judentum und Islam (Wolfenbütteler Hefte, Bd. 41), Wolfenbüttel, Wiesbaden 2024, 20–31.
  • Between Curiosity, Material Devotion, and Confessional Identity: Rosaries in Early Modern Princely Collections: in: Michael Wenzel (Hg.), Ekphrasis und Residenz Höfische Kultur und das Medium des Reiseberichts im Zeitalter der Konfessionalisierung um 1600, Petersberg 2023, 125-136.
  • Mastering the Chaos of Intercultural Encounter in Andrés Pérez de Ribas’ Historia de los Triumphs de nuestra santa fee (1645), in: Anna Boroffka (Hg.), Between Chorography and „Cultural Encyclopedia“: Defining an Early Modern Genre and its Agency from a Transcultural Perspective, Berlin 2022, 363-395.
  • Materielle Differenzen. Soziale und konfessionelle Einschreibepraktiken an frühneuzeitlichen Rosenkränzen, in: Werkstatt Geschichte, Themenheft: WritingDifference – Einschreiben von Differenzen als Inklusions- und Exklusionspraktik, hg. von Teresa Schröder-Stapper und Eva Lehner, 55-73. 
  • »Ehren die Menge, allein kein Brod!« Das Sammeln von Mitgliedschaften als Gelehrten-Praxis bei Johann Reinhold Forster, in: Elisabeth Décultot/Jana Kittelmann/Andrea Thiele/Ingo Uhlig (Hg.), Weltensammeln. Johann Reinhold und Georg Forster, Göttingen 2020, 165-186.
  • Johann Reinhold Forster and the Ship Resolution as a Space of Knowledge Production, in: Hartmut Berghoff/Frank Biess/Ulrike Strasser (Hg.): Germans and Pacific Worlds: From the Early Modern Era to World War I. New York, Oxford 2019, S. 127-152.
  • Family Affair. Naturhistorische Praxis und familiäre Beziehung im Doppelporträt der Forsters, in: Christian Vogel/Sonja E. Nökel (Hg.), Gesichter der Wissenschaft. Repräsentanz und Performanz von Gelehrten in Porträts, Göttingen 2019, 199-202.
  • Kunst- und Naturalienkammern in Professorenhaushalten: Polyvalente Wissensräume an der Schnittstelle zwischen Gelehrsamkeit und Geselligkeit, in: Eva Dolezel/Rainer Godel/ Andreas Pečar/Holger Zaunstöck (Hg.): Ordnen – Vernetzen – Vermitteln: Kunst- und Naturalienkammern der Frühen Neuzeit als Lehr- und Lernorte (Acta Historica Leopoldina 70), Stuttgart 2018, 205–230.
  • A library in the field: The use of books aboard the ship Resolution during Cook’s second circumnavigation (1772–1775), in: Helena Ekerholm u.a. (Hg.): Understanding Field Science Institutions, Sagamore Beach, MA: Science History Publications 2017, 41-70.
  • Missverstehen, Unwissen und interkulturelle Konflikte auf der zweiten Cook-Reise (1772–1775). Eine agnotologische Annäherung, in: International Yearbook for Hermeneutics, ed. by Günter Figal and Berhard Zimmermann Bd. 16 (2017), 242-264.
  • »…for fear they might decay.« Die materielle Prekarität von Naturalien und ihre Inszenierung in naturhistorischen Zeichnungen, in: Annette C. Cremer/Martin Mulsow (Hg.): Objekte als Quellen der historischen Kulturwissenschaften. Stand und Perspektiven der Forschung (Ding, Materialität, Geschichte, Bd. 2). Köln/Weimar/Wien 2017, 137-148.
  • Globalisierung der Naturgeschichte im 18. Jahrhundert. Zwischen der Mobilität der Dinge und ihrem materiellen Eigensinn, in: Debora Gerstenberger/Joël Glasman (Hg.): Techniken der Globalisierung. Globalgeschichte meets Akteur-Netzwerk-Theorie, Bielefeld 2016, 67–93.
  • Fürs Kabinett. Mineraliensammeln als wissenschaftliche Praxis im 18. Jahrhundert, in: Lucas Haasis/Constantin Rieske (Hg.), Historische Praxeologie. Dimensionen vergangenen Handelns, Paderborn 2015, 89-104.
  • Sprache und (Miss-)Verstehen. Formen kollektiver Wissensproduktion im Umfeld der zweiten Cook-Expedition (1772-75), in: Georg Forster- Studien XVIII (2014), hrsg. von Stefan Greif und Michael Ewert, im Auftrag der Georg Forster-Gesellschaft, 45-78.
  • »a body of uncivilized men«: Zur Dynamik von Weltreisen und Männlichkeiten, in: Silke Förschler/Rebekka Habermas/Nikola Roßbach (Hg.): Verorten – Verhandeln – Verkörpern. Interdisziplinäre Analysen zu Raum und Geschlecht, Bielefeld 2014, 171-196.
  • »very curious and romantick views«. Natur und Naturwahrnehmung in der Antarktik auf der zweiten Cook-Expedition (1772-75), in: Mathias Luserke/Ariane Martin/Nikola Roßbach (Hg.): Lenz-Jahrbuch: Literatur – Kultur – Medien (1750-1800) 19 (2012), 113-140.

Rezensionen

  • Juterczenka, Sünne, Expeditionen ins Inselmeer: zur Rezeption von Pazifikreisen im 18. Jahrhundert, Göttingen 2024, in: Sehepunkte. Rezensionsjournal für die Geschichtswissenschaften, https://www.sehepunkte.de/2025/06/39632.html 

  • Raven, James (Hg.), Global Exchanges of Knowledge in the Long Eighteenth Century: Ideas and Materialities c. 1650–1850 (Knowledge and Communication in the Enlightenment World, Bd. 2), Woodbridge 2024, in: Zeitschrift für historische Forschung 52,2 (2025), 368f.

  • Litaker, Noria K., Bedazzled Saints: Catacomb Relics in Early Modern Bavaria, Charlottesville/London 2023, in: Central European History (2024), 1–2, doi.org/10.1017/S0008938924000943.

  • Bloemer, Julia, Empirie im Mönchsgewand. Naturforschung in süddeutschen Klöstern des 18. Jahrhunderts, Göttingen 2022, in: H-Soz-Kult, 05.03.2024, https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-136463.

  • Böttcher, Julia C., Beobachtung als Lebensart. Praktiken der Wissensproduktion bei Forschungsreisen im 18. Jahrhundert (Wissenschaftskulturen. Reihe I, Bd. 2), Stuttgart 2020, in: Historische Zeitschrift 314,2 (2022), 499–501.

  • Schmidt-Funke, Julia (Hg.), Materielle Kultur und Konsum in der Frühen Neuzeit (Ding, Materialität, Geschichte, Bd. 1), Wien u.a. 2019, in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 108,4 (2021), 563–564.

  • Hillard, Derek/Lempa, Heikki/Spinney, Russell (Hg.), Feelings Materialized. Emotions, Bodies and Things in Germany, 1500–1950, New York 2020, in: H-Soz-Kult, 29.01.2021, www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-29666 

  • Siebenhüner, Kim, Die Spur der Juwelen. Materielle Kultur und transnationale Verbindungen zwischen Indien und Europa in der Frühen Neuzeit (Ding, Materialität, Geschichte, Bd. 3), Köln u.a. 2018, in: Archiv für Kulturgeschichte 101,1 (2019), 224f.

  • MacGregor, Neil, Leben mit den Göttern, München 2018, in: Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte 39 (2020), 397–398.

  • Schmidt, Dorothee, Reisen in das orientalische Indien. Wissen über fremde Welten um 1600, Köln u.a. 2016, in: traverse 2017/3, 196–198.

  • Schönhofer, Matthias, Letters from an American Botanist. The Correspondence of Gotthilf Heinrich Ernst Mühlenberg (1753–1815) (Beiträge zur Europäischen Überseegeschichte, Bd. 101), Stuttgart 2014, in: Historische Zeitschrift 302,2 (2016), 519–520.

  • Freist, Dagmar (Hg.), Diskurse – Körper – Artefakte. Historische Praxeologie in der Frühneuzeitforschung (Praktiken der Subjektivierung, Bd. 4), Bielefeld 2015, in: Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte 35 (2016), 336f.

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