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Dr. Schnütgen

Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts

Dr. Tatjana K. Schnütgen
Pfarrerin, Dipl. Religions- und Gemeindepädagogin (FH)

Lehrbeauftragte

Dr. Schnütgen

Dissertation

„Du bist schön, du hast Energie, du bist nicht allein“ Tanz – Ästhetik – Spiritualität. Empirische und theoretische Erkundungen in kirchlichen Tanzszenen

Die Arbeit untersucht die Bezüge zwischen Tanz, Ästhetik und Spiritualität. Während Tanz ein kultur- und religionsübergreifendes Phänomen darstellt, ist Tanz im Christentum bzw. Kirchentanz ein Phänomen, das erst in den vergangenen Jahrzehnten neu in unterschiedlichen Spielarten und Stilen entwickelt wurde. Welche Bedeutung können „kirchliche Tanzszenen“ für die an ihnen Teilnehmenden – als Tanzende und Betrachtende – haben? Wie ist die damit verbundene ästhetische Erfahrung zu beschreiben? Welche Wirkungen für Glaube und Spiritualität und welche Implikationen für die Praktische Theologie bringt der Tanz mit sich? Kann die Kategorie der ‚ästhetischen Erfahrung‘ eine Vermittlungsfigur zwischen Tanz und Spiritualität bilden?

Durch eine umfangreiche qualitativ-empirische Untersuchung (36 Gespräche) werden neue Erkenntnisse zur Bearbeitung dieser Fragen gewonnen und in den Kontext interdisziplinärer Reflexionen gestellt. Dabei geraten Tanzwissenschaft, Philosophie, Empirie und Praktische Theologie in ein gemeinsames Feld, in dem tatsächliche und mögliche Wechselwirkungen auf vielfältige Weise sichtbar gemacht werden. Kirchentanz wird in seinen unterschiedlichen Aspekten nicht nur auf der Basis vorliegender Abhandlungen „über“ Tanz dargestellt, sondern seine Gestalt und Bedeutung aus den Äußerungen derer, die im Kirchentanz aktiv sind, generiert. Zum Forschungsweg gehört die Teilnahme an der Praxis, das Mittanzen. Die Beziehungen zu den Erforschten bewegen sich somit in einem Feld zwischen professioneller Distanz und Identifikation. Die durch theoretische Herangehensweisen und Methoden der empirischen Sozialforschung (Teilnehmende Beobachtung, qualitative Interviews) herausgearbeiteten Erkenntnisse werden schließlich unter den kulturwissenschaftlichen Reflexionsperspektiven der „Semiotik“ und „Performativität“ eingeordnet und gewürdigt.

 

 

 

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