Studierendenmobilität und Auslandsstudium
Das Fach Alte Geschichte hat wie alle Altertumswissenschaften eine lange, internationale Tradition. Unser Lehrstuhl begrüßt ausdrücklich, wenn Studierende einen befristeten Wechsel des Studienorts im In- oder Ausland planen.
Auslandsstudium
Wollen Sie während Ihres Studiums im Ausland internationale Kompetenz sammeln? Möchten Sie ein Praktikum im Ausland absolvieren?
Die Universität Regensburg verfügt zum Beispiel durch das ERASMUS-Programm über ausgezeichnete Beziehungen zu Universitäten in für die Alte Geschichte wesentlichen Zielländern wie Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien und Spanien.
Ausführliche Informationen rund um einen Auslandsaufenthalt können Sie den Seiten des International Office entnehmen.
Bei der Planung Ihres Aufenthalts und bei Fragen zu Anrechnungen können Sie sich an die Fachstudienberatung des Lehrstuhls für Alte Geschichte wenden.
PONS - Austauschprogramm
Was ist PONS?
Pons bedeutet "Brücke" und genau dies möchte das PONS-Projekt sein: eine Brücke zwischen den deutschen Universitäten - eine Brücke für die Studierenden. PONS ermöglicht einen zeitlich befristeten Studienortwechsel während des Studiums innerhalb Deutschlands - vergleichbar mit Erasmus auf europäischer Ebene.
An wen richtet sich das Angebot?
Jede*r Student*in im BA-Studium und im MA-Studium kann an PONS teilnehmen.
Wie funktioniert PONS?
- Wahl einer Gastuniversität
- Beratungsgespräch mit der*dem jeweiligen Fachkoordinator*in
- Bewerbungsverfahren an der Heimatuniversität
- Abschluss eines Learning Agreements, das die Anerkennung erbrachter Leistungen ohne Zeit- und Punkteverlust garantiert
- Studium der Zweit- und Nebenfächer an der Gasthochschule problemlos möglich
Wie lange kann ich wechseln?
- 1-2 Semester
- mehrmals während des Studiums in BA und MA möglich
Warum ist ein Wechsel sinnvoll?
Fachliche Vorteile:
- Erweiterung fachlicher Kompetenzen
- Kennenlernen anderer Forschungsschwerpunkte, Methoden und Fachbereiche
- persönlihe Schwerpunktbildung und Spezialisierungen
Persönliche Vorteile:
- Erweiterung des persönlichen Horizonts ohne Sprachbarriere
Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?
- Bafög-Anspruch bleibt bestehen
- Chance auf ein Stipendium von einmalig 250 Euro
Was muss ich machen?
- Beratungsgespräch bei der/dem jeweiligen Fachkoordinator/in
- Bewerbung bestehend aus folgenden Unterlagen:
- einseitiges Motivationsschreiben
- Lebenslauf
- Nachweis der bisher erbrachten Studienleistungen
- Fristen: 15. Juni für das WiSe, 15. Januar für das SoSe
- Bewerbung als PDF an pons@gwdg.de
An wen kann ich mich wenden?
Fachkoordinator/in für PONS-Alte Geschichte an der UR:
Bei uns studieren
Interesse an einem PONS-Aufenthalt in Regensburg?
Die Donaustadt Regensburg ist das lebhafte Zentrum der Oberpfalz und bietet neben einer Fülle historischer Bauten ein vielfältiges Kultur- und Unterhaltungsangebot. Einige Zeugnisse berichten gar von der höchsten Kneipendichte Deutschlands – ein Quellenbefund, den gewissenhafte Wissenschaftler/-innen in Autopsie verifizieren sollten! Für Studierende der Geschichtswissenschaft (vielleicht) noch wichtiger: Die Stadt kann auf eine lange und vielfältige Geschichte zurückblicken, worauf nicht nur die größte erhaltene mittelalterliche Altstadt Deutschlands (UNESCO-Weltkulturerbe), sondern bereits der Name ‚Regensburg‘ hinweist, der auf das römische Legionslager castra Regina des 2. Jahrhunderts n. Chr. zurückgeht. Die Spuren der Römer und Kelten in und um Regensburg sind denn auch allgegenwärtig, so dass sich ein großes Feld für provinzialgeschichtliche Studien auftut.
Aufgrund der besonderen Lage der Universität in der auf ein römisches Legionslager zurückreichenden Stadt Regensburg (castra Regina) spielt die Regionalgeschichte traditionell eine besondere Rolle am Lehrstuhl und wird u.a. durch das Projekt navis lusoria betrieben. Weitere Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Kultur-, Sozial- und Politikgeschichte sowie den antiken Landschaften. Aktuelle Projekte beschäftigen sich beispielsweise mit folgenden Themen:
- Staatlichkeit und Ethnizität im archaisch-klassischen Griechenland
- Das politische und soziale System der Römischen Republik
- Römische Sozialgeschichte
- Mythos und Kult
- Emotionsgeschichte
- Stadtgeschichte
- Geschichte des Seehandels und der Wirtschaft in der Antike
- Geschlechtergeschichte
Neben der Themenvielfalt vermitteln die Dozierenden des Lehrstuhls verschiedene methodische und theoretische Zugänge zum althistorischen Material, von der Systemtheorie über die soziologischer Praxeologie bis zur Theorie des kulturellen Gedächtnisses. Solche Theorien und Methoden helfen dabei, kritisch und produktiv mit dem Quellenmaterial umzugehen – unserer Auffassung nach eine der wichtigsten Fähigkeiten für angehende Historiker*innen.
Ein Regensburger Alleinstellungsmerkmal ist sicherlich das Projekt navis lusoria, in dessen Rahmen ein römisches Flusskriegsschiff nachgebaut wurde – an welcher Universität lassen sich schon Übungen besuchen, die mit und auf einem Boot stattfinden und etwa den „antiken Bootsbau“ oder die „Navigation in Theorie und Praxis“ zum Inhalt haben?
Ebenfalls außergewöhnlich ist das interdisziplinäre Zentrum für Klassikstudien, da es sich nicht nur den genuinen Eigenarten der antiken Kulturen, sondern auch den Zusammenhängen zwischen antiken und neuzeitlichen Zivilisationen widmet, also die Antike als Referenzsystem für die Moderne erforscht. Neben der Alten Geschichte und der klassischen Archäologie sind u.a. Religionswissenschaften, Politologie, Philologie und Philosophie an diesem Zentrum beteiligt.
Überhaupt bietet die Universität Regensburg ein anregendes Lern- und Forschungsumfeld. Hierzu trägt nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit den vielen Nachbardisziplinen der Alten Geschichte (lateinische und griechische Philologie, klassische Archäologie, Vor- und Frühgeschichte) sowie mit den weiteren Lehrstühlen des LINK SETZEN Instituts für Geschichte LINK SETZEN bei. Hierzu gehören in Regensburg neben den klassisch nach Epochen gegliederten Bereichen noch die Fächer Ost- und Südosteuropäische Geschichte, Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Sozialanthropologie.
Wer also bei einem jungen Lehrstuhlteam mit vielfältigen Forschungsschwerpunkten und Theoriezugängen die eigenen Kenntnisse der Alten Geschichte vertiefen oder sich neue Schwerpunkte und Themen (etwa für Abschlussarbeiten) erschließen möchte – und dies alles auch noch in einer der schönsten Städte Deutschlands –, sollte über einen Studienaufenthalt an unserem Lehrstuhl nachdenken!
Ansprechpartner:
PD Dr. Oliver Grote