Direkt zum Inhalt


  
Vorsitzender

Prof. Dr. Pierre Koch

Tel. +49 941 943-4827

pierre.koch​(at)​ur.de (öffnet Ihr E-Mail-Programm) 

Sekretariat

Silvia Heinrich

Tel. +49 941 943-4823

sekretariat.pharmchem2​(at)​ur.de (öffnet Ihr E-Mail-Programm) 

Adresse

Universität Regensburg

Institut für Pharmazie

Lehrstuhl Pharm./Med. Chemie II

Universitätsstraße 31

93053 Regensburg 

Vortragsprogramm für das Wintersemester 2026/27


Der Vortrag am Dienstag, 20.10.2026, 19.00 Uhr, findet ausschließlich online via Zoom statt!
Zugangsdaten stehen unter
https://www.pharmazie.uni-wuerzburg.de/veranstaltungen/ (externer Link, öffnet neues Fenster)
zur Verfügung. 

Die Vorträge am Mittwoch, 04.11.2026, und Mittwoch, 18.11.2026, finden jeweils um 18.30 Uhr statt. Neben der Präsenzveranstaltung im Hörsaal H53 der Universität Regensburg (Westl. Naturwissenschaften) können Sie online via Zoom unter folgendem Link teilnehmen:
https://uni-regensburg.zoom-x.de/j/64099581475?pwd=BXC8CML6Orz0IM1TkvHIn9Ka0oKvcJ.1 (externer Link, öffnet neues Fenster)

Meeting ID: 640 9958 1475; Kenncode: 785074; 
Über SIP beitreten 64099581475​(at)​lej.zmeu.us (öffnet Ihr E-Mail-Programm)
 
»DPhG-Gesamtprogramm, WiSe 2026/27 (pdf) (öffnet neues Fenster). (nicht barrierefrei)


  • Dienstag, 20. Oktober 2026, 19.00 Uhr (ausschließlich online via Zoom)

Zugangsdaten stehen unter
https://www.pharmazie.uni-wuerzburg.de/veranstaltungen/ (externer Link, öffnet neues Fenster)
zur Verfügung. 

Herr Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz
Institut für Pharmazie, Universität Frankfurt

“Der Aufstieg Chinas zur pharmazeutischen Weltmacht - Vom Generika-Hersteller zum führenden Innovationstreiber”

Die globale pharmazeutische Industrie erlebt aktuell einen tiefgreifenden Strukturwandel. China exportiert längst nicht mehr nur Wirkstoffe und Generika, sondern entwickelt und produziert auch innovative Arzneimittel.

Die wachsende internationale Bedeutung des chinesischen Arzneimittelmarktes spiegelt sich u.a. in der Zulassungsstatistik und in den in China entwickelten Produkten wider. Im Jahr 2025 wurden von der chinesischen Arzneimittelzulassungsbehörde National Medical Products Administration (NMPA) 289 Arzneimittel zugelassen. 157 (54 %) enthalten einen chemisch-synthetischen Arzneistoff, 106 (37 %) ein Biologikum (therapeutisch biologische Produkte, TBP). Weitere 26 (9 %) gehören zur Gruppe der traditionellen chinesischen Arzneimittel (TCM). Impfstoffe, Biosimilars und in-vitro-Diagnostika sind in dieser Statistik nicht berücksichtigt. Mehr als die Hälfte der Arzneimittel (54 %) stammen von chinesischen Pharma-Unternehmen, womit im Jahr 2025 erstmals mehr inländische als importierte Arzneimittel in China zugelassen wurden.

Als innovative Arzneimittel gelten in China solche, die chemisch-synthetische Arzneistoffe, Biologika oder TCM-Rezepturen/Präparate enthalten, die bisher nicht im chinesischen Arzneimittelkodex (National Drug Standards) gelistet waren. Im Zulassungsjahr 2025 fielen In diese Gruppe 112 Produkte, darunter 76 Arzneimittel, die zum Zeitpunkt der Zulassungsantragstellung in China noch in keinem Land der Welt vermarktet wurden (Arzneimittel der Klasse I). 65 Klasse I-Arzneimittel hatten ihren Ursprung in China, 11 im Ausland. Bei den übrigen innovativen Arzneimitteln handelt es sich um Importarzneimittel, die bereits über eine Zulassung außerhalb von China verfügten. Unter den aus China stammenden Klasse I-Arzneistoffen verfügen einige über interessante Wirkmechanismen und hohe klinische Relevanz. Über sie wird im Vortrag berichtet.

Die hier zusammengefassten NMPA-Zahlen für 2025 sind mehr als eine Zulassungs-statistik. Sie spiegeln eine geopolitische Verschiebung wider, die in der westlichen Pharmaindustrie zunehmend als strukturelle Herausforderung wahrgenommen wird. Die NMPA-Daten belegen: China ist kein nachgelagerter Absatzmarkt mehr, sondern setzt pharmazeutische Maßstäbe, die sich bereits jetzt bei innovativen Eigenentwicklungen, Lizenzstrategien, Entwicklungspartnerschaften und dem globalen Innovationswettbewerb bemerkbar machen.


  • Mittwoch, 4. November 2026, 18.30 Uhr (H53 + Zoom)

Link zum Zoom Meeting: 
https://uni-regensburg.zoom-x.de/j/64099581475?pwd=BXC8CML6Orz0IM1TkvHIn9Ka0oKvcJ.1 (externer Link, öffnet neues Fenster)

Herr Prof. Dr. David Benjamin Konrad
Department für Pharmazeutische Wissenschaften, Universität Wien

"Entwicklung von rotverschobenen Azobenzolen, ein entscheidender Fortschritt in der In-vivo-Photopharmakologie"

Es wurden bereits eine Vielzahl von Photopharmaka entwickelt, die auf UV Licht für das Photoschalten angewiesen sind, welches schädlich für Zellen ist. Es ist daher nötig, die Verwendung dieser chemischen Werkzeuge in komplexen Geweben und in vivo zu ermöglichen, was auf die Verschiebung der Wellenlängen für die Isomerisierung in das biooptische Fenster (650–950 nm) angewiesen ist. Dieses ist für Zellen ungefährlich und dringt tief in das Gewebe vor. Zu diesem Zweck haben wir eine detaillierte Untersuchung des dfdc Azobenzols durchgeführt und gezeigt, dass es anstelle des strukturell verwandten Azobenzols verwendet werden kann, um die optischen Eigenschaften von Photopharmaka zu verbessern, während die biologische Funktion erhalten bleibt.
 


  • Mittwoch, 18. November 2026, 18.30 Uhr (H53 + Zoom)

Link zum Zoom Meeting: 
https://uni-regensburg.zoom-x.de/j/64099581475?pwd=BXC8CML6Orz0IM1TkvHIn9Ka0oKvcJ.1 (externer Link, öffnet neues Fenster)

Herr Prof. Dr. Bernhard Wünsch
Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie, Universität Münster

"Der sigma-Rezeptor als Angriffspunkt von Wirkstoffen und Diagnostika im ZNS"

Es ist heute erwiesen, dass es sich bei den sigma-Rezeptoren um eine eigenständige Rezeptorklasse handelt. Sigma-Rezeptoren besitzen ein charakteristisches Liganden-Bindungsprofil und zeigen eine charakteristische Verteilung im Zentralnervensystem und in der Peripherie. Liganden, die mit sigma-Rezeptoren in Wechselwirkung treten, können zur Therapie und Diagnose verschiedener ZNS-Erkrankungen (z.B. Psychosen, Depressionen, Schmerzen, Abhängigkeit) und Tumorerkrankungen eingesetzt werden. Im Vortrag werden zunächst die sigma-Rezeptoren und ihr pharmakologisches Potenzial vorgestellt. Anschließend wird über Synthese, pharmakologische Eigenschaften und Struktur/Wirkungsbeziehungen von Tropan-basierten sigma-Rezeptorliganden berichtet. Der dritte Teil befasst sich mit der Entwicklung eines PET-Tracers zur Visualisierung der Verteilung von sigma1-Rezeptoren im ZNS.
 

DPhG Annual Meeting 2026 - Regensburg, 21.-24.09.2026

Das jährliche Meeting der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) findet dieses Jahr vom 21. bis 24. September 2026 in Regensburg statt. Weitere Informationen befinden sich unter folgendem Link:

DPhG Annual Meeting 2026 (externer Link, öffnet neues Fenster)

Vortragsprogramm für das Sommersemester 2026


Die Vorträge am Mittwoch, 10.06.2026, und Mittwoch, 01.07.2026, finden jeweils um 18.30 Uhr im Hörsaal H53 (Gebäude Westliche Naturwissenschaften) der Universität Regensburg statt.

Zusätzlich wird jeweils ein Livestream über Zoom (externer Link, öffnet neues Fenster) angeboten
(Meeting ID: 640 9958 1475; Kenncode: 785074).

Der Vortrag am Dienstag, 28.04.2026, 19.00 Uhr, findet nur online statt!

Zu den Vorträgen laden wir Sie herzlich ein.

 »DPhG-Gesamtprogramm, SoSe 2026 (pdf) (öffnet neues Fenster). (nicht barrierefrei)


  • Dienstag, 28. April 2026, 19.00 Uhr  (nur online, in ganz Bayern)

Herr Prof. Dr. Jochen A. Werner
Direktor des Instituts Mensch & Medizin der Zukunft, CEO und Co-Founder 10xD, 
ehem. CEO Universitätsmedizin Essen

“Intelligenz im System: KI in der Medizin und die unterschätzte Rolle der Apotheke”

Künstliche Intelligenz verändert die Medizin grundlegend von der Diagnostik bis zur personalisierten Therapie. Doch eine zentrale Frage bleibt oft unbeantwortet: Wer begleitet die Menschen im Alltag? Dieser Vortrag verbindet zwei Perspektiven: die rasante Entwicklung von KI in der Medizin und die bislang unterschätzte Rolle der Apotheke als niedrigschwellige, vertrauensbasierte Schnittstelle zur Bevölkerung. Täglich entstehen hier wertvolle Informationen zu Selbstmedikation, Therapietreue und Versorgungsrealität. Es fallen unzählige Daten an, die bislang kaum genutzt werden. Die Zukunft liegt in der intelligenten Vernetzung. Wenn KI, medizinische Expertise und die praktische Erfahrung der Apotheken zusammengeführt werden, entsteht eine neue Qualität der Versorgung. Sie wird persönlicher, sicherer und wirksamer. Der Vortrag ist ein Plädoyer für ein Umdenken. Wir müssen weg von isolierten Strukturen, hin zu einem integrierten, datenbasierten und zugleich menschlichen Gesundheitssystem. 

www.jawerner.de (externer Link, öffnet neues Fenster)
www.menschundmedizin.org (externer Link, öffnet neues Fenster)
www.10xd.de (externer Link, öffnet neues Fenster)


 

  • Mittwoch, 10. Juni 2026, 18.30 Uhr (H53 + Zoom)

Herr Prof. Dr. Carsten Hoffmann
Institut für Molekulare Zellbiologie, Universitätsklinikum Jena

"Neue Einblicke aus der Grundlagenforschung: Regulation von G Protein-gekoppelten Rezeptoren 2.0"

G Protein gekoppelte Rezeptoren sind an der Regulation einer Vielzahl von biologischen Prozessen beteiligt. Dieser Umstand kann ausgenutzt werden, um Erkrankungen über die Modulation solcher Rezeptoren zu beeinflussen. Dies erklärt, warum etwa 30 Prozent aller eingesetzten Medikamente ihre Wirkung über Bindung an sogenannte G Protein gekoppelte Rezeptoren vermitteln. Um eine ausbalancierte physiologische Zellantwort zu erhalten, werden diese Rezeptoren durch Kinasen und Adapterproteine wie β-Arrestine stark reguliert. Dadurch wird das primäre Signal von der Zelloberfläche abgeschwächt, während intrazelluläre Signale stärker an Bedeutung gewinnen können. In diesem Prozess setzt unsere Grundlagenforschung an. Wir untersuchen mit genetisch editierten Zelllinien (CRISPR/Cas9) und optischen Verfahren (BRET/FRET) wie diese regulativen Prozesse über GRKs bzw. β-Arrestine nutzbar sein könnten, gezielt Signalwege zu beeinflussen, um im Idealfall verbesserte Medikamente zu erhalten.
 


 

  • Mittwoch, 01. Juli 2026, 18.30 Uhr (H53 + Zoom)

Herr Prof. Dr. Matthias Schiedel
Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie, Universität Münster

"Neue Ansätze zur Entdeckung intrazellulärer GPCR-Modulatoren"

G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs) sind für die Wirkstoffentwicklung von großer Bedeutung, da sie die Zielstrukturen für rund ein Drittel aller zugelassenen Wirkstoffe darstellen. Kürzlich wurde an einigen GPCRs eine intrazelluläre allosterische Bindungsstelle (IABS) entdeckt, die völlig neue Ansatzpunkte für die GPCR-basierte Wirkstoffentwicklung bietet. 
Prof. Schiedel wird über die Entwicklung intrazellulärer GPCR-Antagonisten als Wirkstoffe zur Therapie von entzündlichen Erkrankungen berichten sowie neue molekulare Werkzeuge vorstellen, die eine tiefergreifende Erforschung der IABS erlauben.

Vortragsprogramm für das Wintersemester 2025/26

Veranstaltungsort:

Die Vorträge finden jeweils um 18.30 Uhr im Hörsaal H53 (Gebäude Westliche Naturwissenschaften) der Universität Regensburg statt.

Zusätzlich wird jeweils ein Livestream über Zoom (externer Link, öffnet neues Fenster) angeboten
(Meeting ID: 640 9958 1475; Kenncode: 785074).

Zu den Vorträgen laden wir Sie herzlich ein.


 

  • Mittwoch, 12. November 2025

Herr Prof. Dr. Matthias Gehringer
Institut für Biomedical Engineering Medizinische Chemie, Universität Tübingen

“Kovalente Proteinkinaseinhibitoren: Neue Ansätze zur Adressierung des Cysteinoms und anderer Aminosäuren”

Proteinkinasen werden seit über 20 Jahren sehr erfolgreich als Zielproteine in der Arzneistoffentwicklung genutzt, wobei mittlerweile auch kovalente Ansätze eine bedeutende Rolle spielen. Dennoch ist ein wesentlicher Teil des menschlichen „Kinoms“ bislang nicht mit spezifischen Inhibitoren adressiert worden – trotz seiner potenziellen medizinischen Relevanz. Unsere Arbeitsgruppe konzentriert sich auf die Identifizierung neuer kovalenter Inhibitoren für sowohl validierte als auch wenig erforschte Kinase-Targets.

In meinem Vortrag werde ich unsere Ansätze zur Erweiterung des Spektrums kovalent adressierbarer Cysteine in Proteinkinasen vorstellen und neue Inhibitoren – mit besonderem Fokus auf wenig erforschte Kinasen – präsentieren. Zudem werde ich nicht-konventionelle Bindungsmodi diskutieren, die eine Grundlage für laufende medizinisch-chemische Optimierungen darstellen.


 

  • Mittwoch, 26. November 2025

Herr Prof. Dr. Matthias Barz
Academic Center for Drug Research, Leiden University

"Über die Entwicklung von Wirkstoffträgern und Nanotherapeutika auf Basis Endogener Aminosäuren"

Die Einsatzmöglichkeiten von Polymeren in der Pharmazeutischen Forschung sind vielfältig und reichen von Hilfsstoffen, wie polymeren Detergenzien oder Emulgatoren, bis hin zu Trägersystemen und eigenständigen Medikamenten. Das enorme Potenzial polymerer Trägersysteme ergibt sich hierbei aus der Möglichkeit, wünschenswerte Materialeigenschaften mit voneinander abgegrenzten Funktionen in einem einzigen Nanopartikel zu vereinen, um einen oder mehrere Wirkstoffe zu verkapseln oder anzubinden und mit höherer Selektivität in erkranktes Gewebe zu bringen und dort kontrolliert freizusetzen - um so die Wirkung besser zu lokalisieren.

Im Rahmen meines Vortrages werde ich die Nutzung von Polypept(o)iden im Rahmen der Tumortherapie vorstellen, wobei der Fokus stark auf der Modulation des Immunsystems liegt, um effektivere Medi­kamente gegen verschiedene Tumorklassen zu entwickeln. Hierbei beschäftigt sich meine Gruppe zum einen mit der spezifischeren Freisetzung von Immunmodulatoren in Tumoren, in-vivo Click-to-Release Chemie, sowie der Modulation der Tumorumgebung durch RNAi. Neben dem Fokus auf den Tumor selbst werden die Beiträge zur Entwicklung von Lipoplex und LNP-basierten mRNA Vaccinen besprochen, die auf eine systemische Aktivierung des Immunsystems fokussieren. 


 

  • Mittwoch, 28. Januar 2026

Frau Prof. Dr. Paola Luciani
Departement für Chemie, Biochemie und Pharmazie, Universität Bern

"Barrieren im Bereich der Frauengesundheit überwinden: Wie kann Pharmazeutische Technologie helfen?"

Seit Jahrzehnten werden Frauen systematisch aus klinischen Studien ausgeschlossen, wodurch eine Ungleichbehandlung der Geschlechter in den medizinischen und pharmazeutischen Wissenschaften geschaffen wurde. Die Ressourcen konzentrieren sich überwiegend auf männliche Krankheiten, während Erkrankungen von Frauen wie Schwangerschaftskomplikationen, Autoimmunerkrankungen und Probleme des Reproduktionsapparats historisch vernachlässigt wurden. Diese Vernachlässigung führt zu verzögerten Diagnosen, schwerem Krankheitsverlauf und vorzeitiger Sterblichkeit. Nach wie vor ist die Gesundheit von Frauen in der Forschung unterrepräsentiert und unterfinanziert. Es ist an der Zeit, die Gesundheit von Frauen als lebenslange Priorität neu zu definieren und die klinische, präklinische und pharmazeutische Forschung anzupassen, um Modelle zur Untersuchung der Frauengesundheit, zu optimieren.

Dieses Seminar wird einen Überblick über innovative Systeme in der Pharmatechnologie geben, die sich der Gesundheit von Frauen widmen, und konkrete Beispiele von Professor Lucianis Forschung zu Endometriose und wiederkehrenden Harnwegsinfektionen vorstellen.

 

nach oben