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Prag 2017

Verfolgung - Unrecht - Wiedergutmachung: Opferverbände in den (post-)sozialistischen Ländern seit 1945


Auszug aus dem Exkursionsbericht von Caroline Bauer und Sebastian Kropp:

Thema des Seminars und Vorbereitung

Das Seminar beleuchtete die verschiedenen Ausprägungen, in denen sich Staat und Gesellschaft mit beiden totalitären Systemen des 20. Jahrhunderts beschäftigt haben und noch beschäftigen. Dazu wurde in einem Vorbereitungsseminar zunächst die theoretische Grundlage zur Erinnerung ganzer Gesellschaften gelegt. Die Literatur und die Diskussion behandelte Fragen wie: Was ist Erinnerung? Wer und/oder was beeinflusst, wie sich Menschen an historische Ereignisse erinnern? Gibt es eine gemeinsame europäische Erinnerungskultur und wenn ja, in welchem Verhältnis stehen dazu osteuropäische Erinnerungskulturen? Deutlich wurde durch die Vorbereitungstexte und der unterschiedlichen Perspektiven der Seminarteilnehmer*innen, dass es eben nicht die eine Vorstellung von dem gibt, was in der Vergangenheit „passiert“ ist. 

Im Zusammenhang mit den sozialistischen Staaten bedeutet das, dass Erinnerung, besonders an den Zweiten Weltkrieg wie auch an den Staatssozialismus sehr stark staatlich reguliert war. Da also eine von verschiedenen staatlichen oder öffentlichen Stellen betonte Erinnerungskultur nicht notwendigerweise mit den Erfahrungen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen gleichgesetzt werden kann, ist es notwendig, sich auch direkt mit diesen Erfahrungen auseinanderzusetzen. Dies geschah im Rahmen einer Exkursion nach Prag am Beispiel Tschechiens bzw. der Tschechoslowakei. Nach der Exkursion wurde dies in zwei weiteren Blockseminaren an weiteren Beispielen vertieft.

Zum vollständigen Exkursionsbericht


  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften
  2. Institut für Geschichte