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  • Phonetik und Phonologie, segmental und suprasegmental (Spanisch, Französisch, Katalanisch, Rätoromanisch)
  • Syntax, synchron und diachron (Informationsstruktur, Klitika, postverbale Subjekte)
  • Fremdspracherwerb (v. a. L3-Erwerb, Erwerb der Phonologie und Syntax)
  • Mehrsprachigkeit (gesellschaftlich und individuell, Sprachdominanz, Herkunftssprachen)
  • Varietätenlinguistik und Dialektologie
  • Linguae Minores (Judenspanisch, Bündnerromanisch, Friaulisch, Okzitanisch)
  • Slavische (Ukrainisch, Bulgarisch) und nordische Sprachen (Schwedisch, Dänisch), Neu- und Altgriechisch

Bilder

Ausstellung
Bildende Kunst
Foto: UR/Antonia Pröls

Forschung International

Mehrsprachigkeitsforschung ist über die ganze Welt verbreitet, wird aber jeweils in länder­spezifischen Ausprägungen betrieben. Besonders intensive Forschungsaktivitäten bestehen in gesellschaftlich mehrsprachigen Ländern in Abhängigkeit der regional verwendeten Sprachen. So fokussieren die US-Amerikanischen ‚Klassiker‘ der Theoriebildung der Mehrsprachigkeit auf Sprachen, die in den USA gesprochen werden; z.B. hat U. Weinreich, der Autor von ‚Languages in contact‘, auch zum Jiddischen geforscht. Die in New York aufgewachsene Linguistin Shana Poplack hat die Sprachdaten für ihren bahnbrechenden Artikel zum Code-Switching zwischen Englisch und Spanisch von 1980 unter Einwanderern aus Puerto-Rico im New Yorker Stadtteil Harlem erhoben. Gleichermaßen hat der belgische Linguist Peter Nelde Konzepte des Sprachen­konflikts anhand der sprachlichen Situation in Belgien entwickelt (Niederländisch vs. Französisch).

In diesem Sinne ist die internationale Mehrsprachigkeits­forschung immer regional eingebunden. Durch den Schwerpunkt auf Regionalität reiht sich das FoMuR in die internationale Forschung ein, die – de facto immer regional orientiert – zur Entwicklung allgemeiner Theorien der Mehrsprachigkeit beigetragen hat.

Forschung in Deutschland

Die Mehrsprachigkeitsforschung in Deutschland ist durch ihre thematische Vielfalt und ihre gesell­schaftliche Aktualität besonders gekennzeichnet. Zahlreiche Forschungseinrichtungen und Projekte untersuchen alle ihre Formen: individuelle, gesellschaftliche und institutionelle Mehrsprachigkeit.

Hier sind diejenigen Projekte, Zentren, Netzwerke und Forschungsverbünde kurz dargestellt, die sich durch ihre Interdisziplinarität oder deutschlandweite Größe auszeichnen:  

  • Das Hamburger interdisziplinäre Forschungsprojekt „Mehrsprachigkeitsentwicklung im Zeit­verlauf“ (MEZ) setzt seinen Untersuchungsfokus auf die Entwicklung individueller deutsch-türkischer und deutsch-russischer Mehrsprachigkeit innerhalb der zweijährigen Beobachtung in weiterführenden Schulen Deutschlands und auf den Zusammenhang zwischen mehrsprachigen Kompetenzen der SchülerInnen und dem Bildungserfolg.  
  • Eine Reihe von Projekten zur Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit wurde vom Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) in Berlin ins Leben gerufen. Untersucht werden Sprachentwicklungsverläufe bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern im Vor- und Grundschulalter. Forschungsergebnisse werden in die Instrumente für Diagnose und Therapie von Sprachentwicklungsstörungen und als Methoden zur Unterstützung des Deutscherwerbs eingearbeitet.  
  • 15 verschiedene Forschungsprojekte wurden von BMBF zum Thema „Sprachenvielfalt – Ressource und Chance“ gefördert, um mehrere Forschungsvorhaben zu Themen wie mehrsprachige Sprachenentwicklung, Lernbedingungen und Sprachförderungs­maß­nahmen, Mehrsprachigkeit als Ressource zu untersuchen und die Professionalisierung des pädagogischen Personals zu sichern.
  • 2017 ist ein deutschlandweites Netzwerk von der Koordinierungsstelle Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung (KoMBi, Hamburg) und vom Projekt ProDaZ: Deutsch als Zweitsprache in allen Fächern (Duisburg-Essen) gegründet worden. Dieses Netzwerk von ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis setzt sich das Ziel, den herkunftssprachlichen Unterricht in den Fokus der Bildungsforschung und Bildungsöffentlichkeit in Deutschland zu rücken, Lehrmaterialien zu entwickeln, koordinierte Alphabetisierung in der Grund­schule einzuführen, den herkunftssprachlichen Unterricht in das Regelcurriculum zu inte­grieren u.a.  
  • Unter psycholinguistischen, soziolinguistischen und systemlinguistischen Gesichtspunkten wird die Mehrsprachigkeit im interdisziplinären Ruhr-Zentrum Mehrsprachigkeit (RZM) erforscht. Im Einzelnen geht es um Forschungsthemen wie den Spracherwerb und Sprach­verlust, Sprachverwendung in Institutionen und im Alltag.  
  • Sprachwandel-, Sprachkontakt- und Spracherwerbsphänomene im Kontext von Migration werden im Potsdamer interdisziplinären Zentrum „Sprache, Variation und Migration“ (SVM), das mehreren Forschungsprojekten ein Dach bietet, untersucht.  
  • Auch die Erforschung der Mehrsprachigkeit im Grenzgebiet Deutschlands ist ein aktuelles Thema. An dieser Stelle ist das Greifswalder Projekt zur Grenzregion Deutschland-Polen (KiBi) zu nennen, in dem es unter anderem um die Erforschung didaktischer Konzepte und die Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien für deutsch-polnische bilinguale Bildungs­einrichtungen der Grenzregion auf beiden Seiten geht.  

Forschung an der UR

Mehrsprachigkeitsforschung findet an der Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften der Universität Regensburg längst statt. FoMuR macht die diesbezüglich bereits vorhandenen Forschungsaktivitäten sichtbar und setzt sich zum Ziel, Forschungskooperationen in diesem thematischen Bereich zu initiieren und unterstützend zu begleiten.   

Aktuelle Forschungsprojekte an der Fakultät zum Thema Mehrsprachigkeit sind z. B.:

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