Stadtanthropologische Perspektiven auf eine dynamische Metropole im Schatten des Vesuvs
Exkursionszeitraum: 18. – 25.01.2027 (8 Tage / 6 ECTS-Punkte)
Leitung: Prof. Dr. Jens Wietschorke, Dr. Lena Möller, Alexandra Regiert M.A.
Plätze: 20 Plätze
Module: empfohlen für Masterstudierende und Studierende im Hauptfachstudium (ab dem 3. Semester)
Exkursionsbeitrag: 195 Euro
Hinweis zum Exkursionsbetrag: Der eingesammelte Betrag deckt die Unterkunft und das Programm vor Ort ab. Die An- und Abreise mit Zug, Bus, Bahn oder Flugzeug sowie die Verpflegung vor Ort müssen selbstständig organisiert werden. Die Exkursion startet am 18.01. mit einem abendlichen Get-Together in Neapel.
Bewerbung um einen Platz: ausgefülltes Anmeldeformular mit Motivationsschreiben (1-1,5 Seiten) bis zum 8. November an Frau Dr. Lena Möller (lena.moeller@ur.de). Das Motivationsschreiben sollte auf Basis einer kleinen Vorabrecherche einen inhaltlichen Themenschwerpunkt skizzieren, der in Bezug auf unser Exkursionsthema von besonderem Interesse ist.
Verbindlicher Vorbesprechungstermin (bitte bereits vormerken!): Di, 15. Dezember 16:00 – 18:00 Uhr im Raum ZH 2
Kurzbeschreibung:
Die 8-tägige Exkursion führt in eine der wohl dynamischsten Metropolen Süditaliens, die von einer reichen Kulturgeschichte, rasanten Transformationsprozessen, Fragmentierungen und Überformungen geprägt ist. Hier treffen politische Steuerungsversuche und informelle Praktiken spannungsvoll aufeinander. Die Exkursion bietet Studierenden im fortgeschrittenen Semester die Möglichkeit, Neapel aus einer stadtanthropologischen Perspektive kennenzulernen. Gemeinsam wollen wir mit den methodischen und diskursiven Zugängen unseres Fachs untersuchen, wie unterschiedliche soziale Gruppen städtische Räume aneignen und das soziale Zusammenleben in enger Nachbarschaft organisieren. Dabei nimmt die visuelle Kultur im öffentlichen Raum – etwa in der Form von Heiligenbildern, Maradona-Graffiti oder Ex-voto-Schreinen – eine besondere Rolle ein, indem sie religiöse Ikonographien aufgreift, aber auch soziale Anliegen vermittelt oder politischen Protest zum Ausdruck bringt. Sie steht beispielhaft für die alltägliche Aushandlung gesellschaftlicher Ordnungen und die vielfältigen Bilder- und Erzählwelten einer Stadt, die einerseits durch eine hohe Armutsquote geprägt ist, während sie andererseits als touristischer Sehnsuchtsort jährlich über 20 Millionen Besucher:innen anzieht.
Arbeitsauftrag:
Die Exkursion verlangt eine inhaltliche Vorbereitung nach dem Expert:innenprinzip. Alle Expert:innen bereiten sich in Kleingruppen auf ihr Themengebiet vor und stellen dann vor Ort für Auskünfte zur Verfügung. Außerdem werden vor der Exkursion 3-5 Seiten mit quellen- und literaturgestützten Informationen, Bildern, Daten und Materialien vorbereitet, die dann zu einem Reader zusammengefasst und digital zum Ausdrucken zur Verfügung gestellt werden (bitte die Seiten als Word-Dokument zur Verfügung stellen, damit sie leichter zusammengefasst werden können). Die Kleingruppen werden während des Vorbesprechungstermins eingeteilt.