Besonderes Augenmerk dürfen die Grußworte des Regierungspräsidenten der Oberpfalz und des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann sowie der Festvortrag von Prof. Dr. Paul Kirchhof erhalten.
Der weit über die Grenzen der Rechtswissenschaft hinaus bekannte Professor erläuterte in seinem Referat „Recht und Religion als Quelle für Frieden, Humanität und Freiheit“, wie Recht und Religion als tragende Säulen des demokratischen Verfassungsstaats Frieden, Humanität und Freiheit sichern: Er betont dabei insbesondere die Bedeutung von Neutralität, Religions- und Gewissensfreiheit sowie Laizität. Außerdem diskutiert er die Herausforderung, säkulare und religiöse Werte in Einklang zu bringen, um sowohl individuelle Überzeugungen als auch das Gemeinwohl zu schützen.
Nebst dem Festvortrag waren noch weitere renommierte Wissenschaftler geladen, die das Thema intensiv diskutierten: Prof. Dr. Horst Dreier („Die religiös-weltanschauliche Neutralität des freiheitlichen Verfassungsstaates“), Prof. Dr. Christian Hillgruber („Religionsfreiheit im demokratischen Verfassungsstaat“), Prof. Dr. Dr. Stefan Mückl („Säkularität und Laizität des Staates: Herausforderungen im 21. Jahrhundert“), Prof. Dr. Georg Essen („... diese Freiheit schätzen unsere Zeitgenossen hoch und erstreben sie leidenschaftlich" (II. Vatikanum). Politisch-theologische Impulse für eine grundsätzliche Neuorientierung der katholischen Staatslehre.“), Prof. Dr. Weyma Lübbe („Zweierlei Maß und Gewicht. Der Rekurs auf das Recht der Wahrheit im neuzeitlichen Diskurs über die Gewissensfreiheit“) sowie Prof. Dr. Dr. Dietmar von der Pfordten („Religion und Recht – Vier Grundtypen ihres Verhältnisses“).
Professor Kingata sprach in seinem Vortrag über das theologische Institut an der Humboldt Universität zu Berlin mit dem Titel: Auch von der Neutralität des Staates getragen? Anmerkungen zum Staatsvertrag.
Es sei erlaubt auf den YouTube-Kanal des Bistums hinzuweisen. Das Grußwort des Ministers und der Festvortrag können dort nachgehört werden.