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Aktuelles: Probebegehung zum GRK-Antrag „Perimortale Räume“: Kritische Freunde bestärken den Verbund

Am 13. Oktober 2026 hat das Konsortium des geplanten Graduiertenkollegs „Perimortale Räume“ seinen Antrag vor vier externen Fachleuten geprüft, so wie es später die Gutachterinnen und Gutachter der DFG tun werden.

14. Oktober 2026, von Simon Heimerl

  • Katholische Theologie
  • Förderung
  • Forschung
  • Kurz notiert

Ein Verbund aus vierzehn Principal Investigators, vier Standorten und zahlreichen Disziplinen – wie überzeugt man damit die Gutachter? Das Konsortium hat diese Frage am 13. Oktober 2026 an der Universität Regensburg geprobt. Vier kritische Freunde prüften Konzept und Struktur: Prof. Dr. Johann Ev. Hafner (Religionswissenschaft, Uni Potsdam), Prof. Dr. Tobias Nicklas (Neues Testament, UR), Prof. Dr. Bernd Oberdorfer (Systematische Theologie, Uni Augsburg) und Prof. Dr. Andreas Redel (Anästhesiologie, Klinikum St. Marien Amberg).

Dr. Annette Grohmann, Leiterin der Stabsstelle Forschungsentwicklung, sprach das Grußwort der Universitätsleitung. Gemeinsam mit Dr. Sabrina Viehauser begleitete sie die “Closed Shops”; die geschlossenen Gesprächsrunden zwischen Critical Friends und PIs (Principal Investigators).

Prof. Dr. Rupert M. Scheule (Moraltheologie, UR), PD Dr. Michael Rechenmacher (Palliativmedizin, UKR) und Prof. Dr. Andrea Riedl (Mittlere und Neue Kirchengeschichte, UR) stellten in ihren Vorträgen dar, wie die Raumtheorie Martina Löws als gemeinsame Sprache zwischen den Disziplinen funktioniert. In der anschließenden Befragung zeigte sich, wie eng die PIs abgestimmt arbeiten: Ihre Antworten griffen ineinander.

Der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Martin Löhnig (UR) beschrieb, wie das Konzept eines perimortalen Raum sein zersplittertes Fach weiter zusammenbringt. Die Palliativmedizinerin Prof. Dr. Claudia Bausewein (LMU) erläuterte, dass ihr Fach durch das Raumkonzept “aus dem Silo” herauskomme und sich unter einem gemeinsamen Dach mit anderen Disziplinen zusammenfinde. Prof. Dr. Jenny Oesterle-El Nabbout (Mittelalterliche Geschichte, UR) verwies auf die bereits bestehenden Netzwerke in die Islamistik und Judaistik. Prof. Dr. Michael Fricke (Religionspädagogik, UR) berichtete, dass ein weltanschaulich neutraler Zugang im Masterstudiengang Perimortale Wissenschaften (PeWi) bereits erprobt ist.

Die Critical Friends bestärkten das Konzept in zentralen Punkten. Sie lobten die gut erklärte Zusammensetzung der PIs und den bereits laufenden Masterstudiengang PeWi als Alleinstellungsmerkmal im deutschsprachigen Raum. Sie hoben außerdem hervor, welche Bedeutung die Forschung für die Versorgungspraxis hat, und gaben Hinweise zu möglichen Kooperationen mit Institutionen des christlich-islamischen Dialogs.

Noch am selben Tag besprach das Team von Scheule, wie die Hinweise in den Antrag einfließen. Vorbereitet hatten sich die PIs über Monate: Sie erarbeiteten einen Katalog mit rund achtzig möglichen Gutachterfragen und verteilten die Themen untereinander, sodass jedes Feld eine feste Ansprechperson hat.

Scheule dankte den Critical Friends mit einem kleinen Präsent für Zeit, Offenheit und Engagement.

Die Critical Friends gaben dem Konsortium Rückmeldungen.
Die Critical Friends gaben dem Konsortium Rückmeldungen.
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