Armin Schmitt war Priester des Bistums Würzburg. Bevor er nach Regensburg kam, lehrte er Altes Testament in Würzburg und Osnabrück. An der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Regensburg arbeitete er vor allem textnah zur Weisheitsliteratur, zur Septuaginta und zum Frühjudentum. Damit setzte er fort, was ihn schon früh beschäftigt hatte: Vor 60 Jahren erschien seine Dissertation „Stammt der sogenannte ‚θ'‘-Text bei Daniel wirklich von Theodotion?“ (Göttingen 1966). Neben der Wissenschaft war er über drei Jahrzehnte als Seelsorger in einem Krankenhaus und einem Altenheim in Karlstadt tätig.
Gegen Ende seines Lebens errichtete Armin Schmitt eine Stiftung, die hervorragende wissenschaftliche Arbeiten aus diesen Bereichen fördern sollte: Altes und Neues Testament, Apokryphen und Pseudepigraphen, antike Bibelübersetzungen (vor allem die Septuaginta) und patristische Forschung zur Bibelauslegung. Die Armin Schmitt Stiftung für biblische Textforschung war ursprünglich in Würzburg angesiedelt und ist bald nach Regensburg umgezogen. Geschäftsführender Vorstand ist Dr. Reinhold Then, Schmitts ältester Schüler und von 1984 bis 1991 sein wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl. Bislang konnte die Stiftung Preisgelder von 65.000 Euro ausschütten.
Der Preis wird jedes Jahr am Todestag des Stifters verliehen. 2026 ging er an Prof. Dr. Daniel Maier (Kopenhagen) für seine Zürcher Habilitationsschrift zur Petrusapokalypse und an Dr. Barbara Bargel (Würzburg) für ihre Dissertation über Paulus als römischen Bürger in der Apostelgeschichte.
Weitere Informationen: www.arminschmittstiftung.de (externer Link, öffnet neues Fenster)
Foto: © Reinhold Then (Armin-Schmitt-Stiftung)
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