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2. Semester

 

Gegen Ende des ersten Semesters werdet ihr in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe hat im zweiten Semester ArzneiFormenLehre (kurz AFL) und die Andere Pharmazeutische Biologie (kurz PB I + II). Das jeweils nicht belegte Praktikum findet anschließend im dritten Semester statt. Achtet unbedingt darauf in welche Gruppe ihr eingeteilt werdet und legt dementsprechend eure Famulatur in den Semesterferien, denn die Biogruppe startet jeweils schon 4 Wochen vor Beginn der Vorelsungszeit des neuen Semsters!

Die Biogruppe beginnt mit einem 2-wöchige Mikroskopiepraktikum zur „Untersuchung arzneistoffproduzierender Organismen“ (liebevoll "Pflanzenschnipselkurs" genannt). Hier werden sämtliche Pflanzen und Pflanzenteile unter dem Mikroskop betrachtet und der Umgang mit eben diesem erlernt. Während des Praktikums werdet ihr Zeichnungen von euren Mikroskopien anfertigen und abgeben. Diese müssen am Ende vollständig und richtig abgegeben werden um an der praktischen Abschlussprüfung teilnehmen zu dürfen (keine Bange, die Assistenten unterstützen euch hierbei). Zudem erwartet euch nach der Hälfte des Praktikums eine kleine theoretische Zwischenprüfung bei der ihr schon Punkte für die Abschlussprüfung sammeln könnt. Ihr habt in der Abschlussprüfung genau wie in allen Klausuren drei Versuche. Falls ihr nach drei Versuchen nicht bestanden haben solltet, müsst ihr das gesamte Praktikum wiederholen. Wenn ihr das Praktikum erfolgreich absolviert habt, steht am Freitag vor Vorlesungsbeginn auch schon eure erste Klausur an, die PB I  Klausur. 

Während der Vorlesungszeit geht’s dann mit dem zweiten Bio-Praktikum zur Bestimmung pflanzlicher Drogen weiter. Zwei Nachmittage in der Woche verbringt ihr damit, verschiedenste Pulvern - können auch giftig sein -  im Mikroskop auf die enthaltenen Drogen zu untersuchen. Ziel ist es dabei, 7 Pulvermischungen zu je 2 Bestandteilen richtig zu erkennen. Außerdem müsst ihr in 3 Teemischungen je 5-8 Bestandteilen identifizieren. Diese müsst ihr außerhalb der Praktikumszeit analysieren. Um die Abschlussprüfung zu bestehen müsst ihr zudem die lat. Namen, Stammpflanzen, Inhaltsstoffe, Merkmale und Anwendungsgebiete aller behandelter Drogen (ca. 120) wissen. Wer hier früh anfängt zu lernen, ist klar im Vorteil, denn bei den Prüfungen gibt es Punktabzug für jeden Rechtschreibfehler. In der praktischen Abschlussprüfung müsst ihr einen Induktionstee vollständig bestimmen, sowie zwei Pulverdrogen indentifizieren. Auch bei diesem Praktikum ist das Bestehen der praktischen Prüfung für die Teilnahme an der PB II Klausur gegen Mitte/Ende Juni Voraussetzung. Falls ihr den dritten Versuch der praktischen Prüfung nicht bestehen solltet, gilt wie in PB I , dass ihr das Praktikum wiederholen müsst.

Die AFL-Gruppe wird sich mit den Grundlagen des täglichen Apothekenbetriebes in Sachen Rezeptur beschäftigen.

Näheres zum AFL-Praktikum findet ihr unter dem dritten Semester.

Des Weiteren findet für alle im zweiten Semester das Praktikum "Instrumentelle Analytik I" statt. An 6 Stationen lernt ihr die neusten Analytik Methoden kennen. Dieses Praktikum muss sowohl vor- als auch nachbereitet werden. Vor jedem Versuch finden Kolloquien statt, bei denen ihr beweisen sollt, dass ihr die Theorie beherrscht (bei fehlender Vorbereitung kann euch die Teilnahme am Praktikum verwehrt werden). Anschließend müsst ihr zu jedem Versuch ein Protokoll verfassen. Die Stationen gelten erst als bestanden, wenn auch der Inhalt des Protokolls richtig ist (hier wird auch viel auf Formalitäten geachtet). Dies ist Vorraussetzung für die Zulassung zur Instru I Klausur am Ende des Semesters. Wenn ihr bei der Vorlesung am Ball bleibt und euch mit der empfohlenen Literatur befasst, dürfte die Klausur kein Problem darstellen. Den Schein für Instrumentelle Analytik erhaltet ihr allerdings erst nach Abschluss von Teil 2 im 3. Semster.

Anschließend findet für das ganze Semester noch ein Praktikum der Quantitativen Analytik, kurz Quanti, statt, bei dem ihr erneut rund sechs Wochen lang vom Panscher zum peniblen Analytiker durch die Titration erzogen werdet. Habt ihr mit mindestens 2/3 der Punkten erreicht, dann dürft ihr an der Klausur teilnehmen, die die Letzte des Semesters ist. Gute Kenntnisse in quantitativer Analytik, den verschiedenen Titrationsmethoden und besonders der mathematischen Auswertung der Bestimmungen (Stöchiometrie!) sollten dabei vorhanden und gut ausgeprägt sein.

Daneben füllen auch noch die Vorlesungen zur „Pharmazeutischen und Medizinischen Terminologie“ (Anwesenheitspflicht) und zu „Mathematische und statistische Methoden für Pharmazeuten“ euren Stundenplan. Hier erfahrt ihr einerseits äußerst nützliche medizinische und pharmazeutische Fachbegriffe und Sachverhalte für das nachfolgende Studium und das spätere Berufsleben, andererseits werdet ihr euch erneut mit „good old“ Stochastik vertraut machen. In Mathe werdet ihr euch dann wöchentlich noch mit einem Übungsblatt zu den in der Vorlesung erlernten Dingen auseinandersetzen müssen, was dann auch korrigiert und in Übungsgruppen (ca. 5 Gruppen für das ganze Semester) verbessert wird. Um zur Klausur zugelassen zu werden müsst ihr die Hälfte der Punkte in den Übungsblättern erreichen. Am Ende des Semesters erwartet euch dann zu beiden Vorlesungen eine Klausur (bei Mathe dürft ihr allerdings ein Formel Cheatsheet mitnehmen).

Zusätzlich könnt ihr auch die Vorlesung zur Organischen Chemie (OC) auf Englisch besuchen, zusammen mit den (Bio-)Chemikern, Biologen und Lehrämtlern. Es könnte sogar sein, dass ihr daraus etwas für eure OC-Vorlesung im 3. Semester mitnehmen könnt. Die Klausur ist nicht verpflichtend und liegt ungünstig für Pharmazeuten und angesichts des straffen Klausurplans am Ende des Semesters werdet ihr vielleicht nicht viel Zeit haben, euch mit diesem Stoff zu beschäftigen. Aber wer weiß, vielleicht könnt ihr dennoch etwas Neues lernen und euch inspirieren lassen.

Macht das Beste aus diesem Semester, ohne alles komplett schleifen zu lassen. Nehmt jede Party mit, die geht, denn das 3. Semester wird heftiger.


 

 

Höhepunkte:

  • Bioklausuren und Prakt. Prüfungen in Pflanzenschnipseln (PB I) und Teedrogenbestimmung (PB II) bzw. AFL-Klausur
  • AFL-Kolloquien und Antestate für die AFL-Leute
  • Praktikum und Klausur in Instrumenteller Analytik I
  • Klausur in Terminologie
  • Klausur in Mathematik und Statistik für Pharmazeuten
  • Quanti-Praktikum: mindestens 2/3 der Punkte erreichen, um das Praktikum zu bestehen
  • Klausur in Quantitativer Anorganischer Analytik

 

Literatur fürs 2. Semester:

  • Ehlers: Analytik II
  • Dominik, Steinhilber: Instrumentelle Analytik
    (Ideal fürs 1. Stex und wenn man es nochmal verständlich erklärt haben möchte; mit Übungs-und Examensfragen)
  • Leistner, Breckle: Pharmazeutische Biologie kompakt
    (Ideal fürs 1. Stex, enthält auch die nur angeschnittenen Themen umfassend)
  • Eschrich: Pulveratlas der Drogen
  • Wichtl: Teedrogen und Phytopharmaka

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