Direkt zum Inhalt


Wie sieht das Profil des Instituts für Politikwissenschaft in Regensburg aus?

Wenn Sie genauer wissen wollen, wodurch sich die Lehrstühle und Professuren am Institut für Politikwissenschaft auszeichnen, lesen Sie am besten die folgenden Kurzdarstellungen:

Lehrstuhl für Politische Philosophie und Ideengeschichte

Der Lehrstuhl für Politische Philosophie, Theorie und Ideengeschichte (Schwerpunkt Demokratietheorien) von Prof. Dr. Eva Helene Odzuck (externer Link, öffnet neues Fenster) steht für eine Politische Theorie in der ganzen Breite des Teilfachs (d.h. inklusive Politische Philosophie, Politische Ideengeschichte & Wissenschaftstheorie der Politikwissenschaft).

Ein besonderer Fokus liegt auf der Erforschung der theoretischen Grundlagen, Werte und Zielvorstellungen der liberalen Demokratie in einem Zeitalter, das durch moderne Technologien wesentlich geprägt ist:

Die Zukunft der Demokratie wird auch davon abhängen, dass demokratische Gesellschaften die Chancen und Herausforderungen moderner Technologien für die Demokratie angemessen verstehen und proaktiv gestalten. Der Lehrstuhl leistet daher nicht nur Grundlagenarbeit in der Politischen Philosophie, Theorie und Ideengeschichte sowie der Wissenschaftstheorie der Politikwissenschaft. Der Lehrstuhl steht zugleich für eine Politische Theorie, die ideengeschichtliche, analytische und normative Expertise anwendungsorientiert zusammenführt und im Verbund mit interdisziplinären Partnern daran arbeitet, die Herausforderungen und Gestaltungsoptionen der Demokratie (bspw. in Bio- und Digitaltechnologie, ökolog. Transformation) sichtbar zu machen und zu einer sachlich und zivil geführten öffentlichen Debatte über die Gegenwart und Zukunft der Demokratie beizutragen.

Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft (Schwerpunkt Europa)

Zum 1. Oktober 2025 übernimmt Prof. Dr. Simon Bein als Lehrstuhlvertretung übergangsweise den Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft (Schwerpunkt Europa).

Der Vergleich westlicher Regierungssysteme dient dem Aufweis ähnlicher Strukturmuster, aber auch landesspezifischer Eigenheiten politischer Ordnungen. Der Widmung des Lehrstuhls entsprechend werden in der Lehre drei sich überschneidende regionale Schwerpunkte gesetzt: Vergleich westlicher politischer Systeme, das politische System Deutschlands und das politische System der EU. Die thematischen Schwerpunkte umfassen die Funktionslogik nationaler und supranationaler politischer Systeme (parlamentarische und präsidentielle Demokratien, Föderalismus etc.), politische Akteure und Muster der Willensbildung (Parteien, Interessenvermittlung, Wahlsysteme etc.) sowie politische Einstellungen und Politikinhalte (Politische Kultur, Sozialpolitik etc.). Die Forschungsschwerpunkte liegen auf den Feldern der vergleichenden Verbände- und der Parlamentarismusforschung sowie der komparativen Untersuchung von politischen Führungs- und Staatsleistungen.

Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft (Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa)

Die Lehrschwerpunkte des Lehrstuhls für Vergleichende Politikwissenschaft (Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa) von Prof. Dr. Jerzy Mackow umfassen die Vermittlung relevanter Theorien (z.B. Kommunismus, Totalitarismus, postkommunistische Transformation) und Inhalte (z.B. Verfassungsgebung, Politische Institutionen, Zivilgesellschaft) für die Analyse und den Vergleich politischer Systeme Mittel- und Osteuropas. Aber auch wichtige Außenbeziehungen der postkommunistischen Staaten werden in den Veranstaltungen thematisiert (z.B. deutsche Ostpolitik, EU-Erweiterung, polnisch-russische Beziehungen). In der wissenschaftlichen Forschung bildet das Thema „Demokratie und Autoritarismus in Mittel- und Osteuropa“ einen wichtigen Schwerpunkt des Fachbereichs. Im Vordergrund steht dabei die Entwicklung spezifischer Erklärungsmuster und Maßstäbe für mittel- und osteuropäische Regionen. Hierbei erfolgt eine theoriebasierte vergleichende Untersuchung der Ausgestaltung und des Wandels von politischen Systemen im Rahmen der Transitionsforschung.

Professur für Internationale Politik und transatlantische Beziehungen

Die Professur für Internationale Politik von Prof. Dr. Stephan Bierling an der Universität Regensburg hat als einzige in Deutschland die Widmung "unter besonderer Berücksichtigung der atlantischen Beziehungen". Das spiegelt sich in der Forschung des IP-Teams. Das transatlantische Verhältnis, die Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik und anderer wichtiger europäischer Länder (insbesondere Großbritanniens) beziehungsweise der EU sowie der USA stehen im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Arbeiten. Außerdem interessieren uns alle Institutionen und Sachbereiche, die für die transatlantischen Beziehungen von besonderer Bedeutung sind: die internationalen Organisationen NATO und UNO, die nukleare Proliferation, der internationale Terrorismus, die Energiesicherheit, die wirtschaftlichen und politischen Machtverschiebungen im internationalen System, aber auch die innenpolitische Dimension der Außen- und Sicherheitspolitik. Oberstes Ziel sind dabei theoretisch fundierte und politisch relevante Analysen aktueller Probleme der deutsch/europäisch-amerikanischen Beziehungen.

Professur für Methoden der Politikwissenschaft

Die Lehrschwerpunkte der Professur für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Methoden von Prof. Dr. Melanie Walter-Rogg liegen auf der Vermittlung und Kombination qualitativer und quantitativer Methoden sowie deren Anwendung in politikwissenschaftlichen Teilbereichen wie der Politischen Soziologie, der Analyse und des Vergleichs politischer Systeme oder der Internationalen Politik. Die Veranstaltungen bieten eine theoretische wie praxisorientierte Einführung und Vertiefung der Methoden (z.B. Umfrageforschung, Inhaltsanalysen, Experimente) und vermitteln strukturentdeckende und strukturprüfende Analyseverfahren sowie Kenntnisse über die wichtigsten Analyseprogramme (z.B. R, SPSS, STATA, MAXQDA). In der Forschung beschäftigt sich der Fachbereich mit Untersuchungsgegenständen der politischen Soziologie (z.B. Partizipationsforschung, Politische Kultur-Forschung), der politischen Kommunikation, der Demokratie- und Autokratieforschung, der Repräsentations- und Parteienforschung sowie der lokalen bzw. regionalen Politikforschung (Regional/Metropolitan Governance) und zwar jeweils in international vergleichender Perspektive. 

nach oben