Aktuelle Forschungsprojekte
PIV-M-SE
PIV-M-SE - Entwicklung und Einsatz eines Fragebogens zur Selbsteinschätzung der Kenntnisse über Methoden zur Prävention und Intervention bei Verhaltensproblemen, deren Wirksamkeit und deren Nutzung im pädagogischen Alltag
Stichworte
evidenzbasierte Praxis, Evidenzbasierung, Prävention, Intervention, Verhaltensprobleme, Selbsteinschätzung, Professionalisierung
Laufzeit
seit 01.09.2021
Beschreibung
In einem standortübergreifenden Projektteam wurde auf der Basis einer systematischen Literaturrecherche und Expertinnen- und Experteninterviews ein Fragebogen entwickelt, mit dem Lehrpersonen selbstständig einschätzen können, welche (potentiell wirksamen) Methoden im Umgang mit Verhaltensproblemen sie kennen, wie wirksam sie diese einschätzen und wie häufig sie diese einsetzen.
In einer Pilotstudie wurde der Fragebogen bei Studierenden am Ende des Studiums im Lehramt Sonderpädagogik im Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung eingesetzt (01.12.2021). Ein weiterer Einsatz erfolgte bei Lehrpersonen im Landkreis Leipzig im Rahmen des Forschungsprojektes L-Of-esE (01.12.2021–30.04.2022). Erste Untersuchungen bei Studierenden fanden in Leipzig und Köln im Rahmen der Praxisphasen statt. Aktuell wird in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern (Schweiz) eine quer- und längsschnittliche Untersuchung in verschiedenen sonder- bzw. heilpädagogischen Studiengängen durchgeführt. Zudem ist ein Einsatz in weiteren Phasen der Lehrpersonenbildung geplant.
Verantwortlich im Fachbereich
Vertr.-Prof. Dr. Anett Platte
Partnerinnen und Partner
Prof. Dr. Tatjana Leidig (Europa-Universität Flensburg) · Prof. Dr. Conny Melzer (Universität Leipzig) · Prof. Dr. Thomas Hennemann (Universität zu Köln) · Dr. Johanna Krull (Universität zu Köln) · Prof. Dr. David Scheer (PH Ludwigsburg) · Prof. Dr. Cécile Tschopp (PH Luzern) · Dr. Robert Langnickel (PH Luzern) · Karin Dürr (PH Luzern)
Projektbezogene Publikationen
Platte, A., Leidig, T., Peters, R., Hennemann, T., Leibnitz, T. & Melzer, C. (2023). Selbsteinschätzung Methodenwissen Prävention und Intervention bei Verhaltensproblemen (PIV-M-SE): Entwicklung eines Fragebogens zur Erfassung der Kenntnisse über Methoden, deren Wirksamkeit und deren Nutzung im pädagogischen Alltag. Wissenschaftliche Jahreszeitschrift Emotionale und Soziale Entwicklung (ESE), 5, 222–231. https://doi.org/10.35468/6021-16 (externer Link, öffnet neues Fenster) (externer Link, öffnet neues Fenster)
Platte, A., Tschopp, C., Langnickel, R., Krull, J., Melzer, C., Greiffendorf, S., Dürr, K., Hennemann, T. & Leidig, T. (2025). Methodenwissen zur Prävention und Intervention bei Verhaltensproblemen: Selbsteinschätzungen von Studierenden zu Kenntnissen, Wirksamkeit und Anwendungshäufigkeit. Wissenschaftliche Jahreszeitschrift Emotionale und Soziale Entwicklung (ESE), 7(7), 100–121. https://doi.org/10.35468/6178-06 (externer Link, öffnet neues Fenster) (externer Link, öffnet neues Fenster)
SVS-R
Überarbeitung und Normierung des Screenings für Verhaltensprobleme im Schulbereich
Stichworte
Screening, Verhaltensauffälligkeiten, Diagnostik, Normierung, Überarbeitung, evidenzbasierte Praxis
Laufzeit
seit 01.11.2024
Beschreibung
Das Screening für Verhaltensauffälligkeiten im Schulbereich (SVS) wurde 2003 von Prof. Dr. Wolfgang Mutzeck, Prof. Dr. Blanka Hartmann und Prof. Dr. Michael Fingerle entwickelt und in einer groß angelegten Studie in Sachsen normiert. Da einzelne Items sowie die Normierung mittlerweile veraltet sind, wird das Instrument auf der Basis einer Validierungsstudie der Originalversion grundlegend überarbeitet und neu normiert. Die Überarbeitung umfasst das Streichen und Hinzufügen von Items sowie die sprachliche Aktualisierung bestehender Formulierungen. Sie erfolgte gemeinsam mit der Bezirksregierung Düsseldorf im Sinne eines Research-Practice-Partnership. Die revidierte Fassung (SVS-R) wird über FormR (gehostet an der Universität Leipzig) als frei zugängliches Online-Instrument bereitgestellt und ermöglicht in der Praxis tätigen Lehrpersonen eine direkte Auswertung der Ergebnisse. In der ersten Erhebung konnten Daten von ca. 30.000 Schülerinnen und Schülern ausgewertet werden.
Verantwortlich im Fachbereich
Vertr.-Prof. Dr. Anett Platte
Projektleitung
Prof. Dr. Tatjana Leidig (Europa-Universität Flensburg) · Prof. Dr. David Scheer (PH Ludwigsburg) · Prof. Dr. Conny Melzer (Universität Leipzig)
Research-Practice-Partnership
mit der BezReg Düsseldorf
VaSe-SV
Validierung des Fragebogens zur schülerbezogenen Selbstwirksamkeit (SS-TSES) und des Screenings für Verhaltensauffälligkeiten im Schulbereich (SVS)
Stichworte
Selbstwirksamkeit, schülerbezogene Selbstwirksamkeit, Screening, Verhaltensprobleme, Validierung
Laufzeit
seit 01.08.2021
Beschreibung
In einer standortübergreifenden Arbeitsgruppe der Europa-Universität Flensburg, der Universität zu Köln, der Universität Leipzig und der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg wird in Kooperation mit Prof. Dr. Michael Fingerle (Goethe-Universität Frankfurt) eine neue Validierung und Normierung des Screenings für Verhaltensauffälligkeiten im Schulbereich (SVS; Mutzeck, Hartmann & Fingerle, 2003) durchgeführt. Zudem wurde der niederländische Fragebogen zur Erfassung der schülerbezogenen Selbstwirksamkeitserwartung von Lehrpersonen (Student-Specific Teacher Self-Efficacy Scale, SS-TSES; Zee & Koomen, 2015) in Kooperation mit Prof. Dr. Marjolein Zee (Universität Rotterdam) und Prof. Dr. Helma Koomen (Universität Amsterdam) für den deutschsprachigen Einsatz übersetzt und adaptiert. Die Stichprobe umfasste Lehrpersonen an drei Standorten in Deutschland: Köln, Leipzig und Halle. Auf der Basis der Analysen sollen Möglichkeiten der fachlichen Unterstützung von Lehrpersonen für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern mit Verhaltensauffälligkeiten in verschiedenen schulischen Settings abgeleitet werden.
Verantwortlich im Fachbereich
Vertr.-Prof. Dr. Anett Platte
Partnerinnen und Partner
Prof. Dr. Tatjana Leidig (Europa-Universität Flensburg) · Prof. Dr. Conny Melzer (Universität Leipzig) · Prof. Dr. Thomas Hennemann (Universität zu Köln) · Prof. Dr. Charlotte Hanisch (Universität zu Köln) · Prof. Dr. David Scheer (PH Ludwigsburg) · Prof. Dr. Helma Koomen (Universität Amsterdam) · Prof. Dr. Marjolein Zee (Universität Rotterdam) · Prof. Dr. Gino Casale (Bergische Universität Wuppertal) · Dr. Bodo Przibilla (Bergische Universität Wuppertal) · Prof. Dr. Jürgen Wilbert (Universität Münster) · Prof. Dr. Michael Fingerle (Goethe-Universität Frankfurt)
Projektbezogene Publikationen
Przibilla, B., Enderle, C., Casale, G., Scheer, D., Platte, A., Melzer, C. & Leidig, T. (2025). Psychometric properties of the German Student-Specific Teacher Self-Efficacy Scale (SS-TSES-G). European Journal of Education, 60, e12879. https://doi.org/10.1111/ejed.12879 (externer Link, öffnet neues Fenster) (externer Link, öffnet neues Fenster)
INSEL
Implementation eines schulischen Mehrebenenmodells im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung im Landkreis Leipzig
Stichworte
Implementation, Mehrebenenmodell, emotionale und soziale Entwicklung, Prävention, Schulentwicklung, Design-Based Research, Landkreis Leipzig
Laufzeit
seit 2023
Beschreibung
Das Projekt INSEL ist das Anschlussprojekt zu L-Of-esE (2021–2023), in dem in einem Design-Based-Research-Ansatz ein Mehrebenenmodell für Organisationsformen schulischen Lernens im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung entwickelt wurde. INSEL überführt diese Befunde in die Praxis: Zwei Schulen im Landkreis Leipzig werden bei der Einführung präventiver und spezialisierter Strukturen begleitet. Wirksamkeit und Anpassungsprozesse werden evaluiert; gemeinsam mit den Schulteams werden adaptive Modelle entwickelt.
Verantwortlich im Fachbereich
Vertr.-Prof. Dr. Anett Platte
weitere Projektleitung
Prof. Dr. Conny Melzer (Universität Leipzig)
Mitarbeit
Inga Lentner (Promotionsvorhaben, Universität Leipzig)
Projektbezogene Publikationen
Platte, A., Enderle, C., & Melzer, C. (2024). Partizipative Forschung mit dem Design-Based Research Ansatz – Gemeinsame Entwicklung eines Konzepts von Organisationsformen im sonderpädagogischen Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung. In S. Gingelmaier, L. Dietrich, J. Langer, S. Jurkowski, P.-C. Link, S. Franke & D. Laubenstein (Hrsg.), ESE Emotionale und Soziale Entwicklung in der Pädagogik der Erziehungshilfe und bei Verhaltensstörungen. Heft 6 – In den Fokus ver-rückt: Hidden topics im Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung (S. 56–71). Verlag Julius Klinkhardt. https://doi.org/10.35468/6103-04 (externer Link, öffnet neues Fenster) (externer Link, öffnet neues Fenster)
Platte, A., Enderle, C., & Melzer, C. (2024). Entwicklung eines Konzepts von Organisationsformen schulischen Lernens im sonderpädagogischen Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung im Landkreis Leipzig (L-Of-esE) – ein Mehrebenenmodell. Zeitschrift für Heilpädagogik, 75(10), 469–480.