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Projekte & Methoden

Projekte

Translokator Protein (18kDa)(TSPO) – ein neues Drug Target für die pharmakologische Behandlung von Depressionen und Angsterkrankungen?

Depressionen und Angststörungen sind sehr häufige Erkrankungen, deren pharmakologische Behandlung nach wie vor eine große Herausforderung darstellt. Neue Ansätze in der Pharmakotherapie dieser Erkrankungen werden dringend gebraucht, welche eine starke und rasche therapeutische Effizienz mit einem günstigeren Nebenwirkungsprofil vereinen sollten. 
Ein neues Drug Target ist das Translokator Protein (18 kDa) (TSPO), welches sich in der äußeren Membran von Mitochondrien befindet. Es spielt eine wichtige Rolle für die Synthese sogenannter Neurosteroide, welche starke allosterische Modulatoren von ionotropen Neurotransmitterrezeptoren (wie z.B. des GABAA Rezeptors) sind.

FOR 2585 „Bedeutung des Translokator Proteins (18 kDa) als diagnostische und therapeutische Zielstruktur im Nervensystem“

in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Jens Schwarzbach und Prof. Dr. Rainer Rupprecht – Differentielle Effekte von TSPO Liganden auf funktionelle Konnektivitätund Metabolismus im menschlichen Gehirn bei Furcht und Angst

Wirkmechanismen der Elektrokonvulsionstherapie (EKT) bei depressiven Störungen

GRK 2174 Neurobiology of Emotion Dysfunctions, C11: "Veränderungen in funktioneller Konnektivität und kognitiver Funktionen bei Patienten mit depressiver Störung unter der Behandlung mit Elektrokonvulsionstherapie (EKT)"
Die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) ist ein etabliertes und Leitlinien-gerechtes Verfahren bei schwerer, therapieresistenter Depression, dennoch sind noch immer nicht alle Effekte die hier eine Rolle spielen hinreichend verstanden. Ziel dieser prospektiven Diagnostik-Studie, welche Patienten mit und ohne EKT-Behanldung vergleicht ist es, die pathophysiologischen Mechanismen der EKT im Sinne neuronaler Netzwerke mittels funktioneller Bildgebung und neurobioloischer Marker wie BDNF (brain-derived neurotrophic factor) besser zu verstehen.

Methoden

Zellkulturen

Zellkulturen können als Modelle für die Untersuchung molekularer Signalwege herangezogen werden. Sie bieten den Vorteil der einfachen Handhabung und leichten Reproduzierbarkeit. Darüber hinaus können gezielt Manipulationen (z. B. Überexpression eines bestimmten Proteins) gesetzt werden um die Bedeutung bestimmter Komponenten eines Signalwegs zu untersuchen.

Psychopharmakologie

Mithilfe pharmakologischer Werkzeuge (spezifische Agonisten und Antagonisten, Aktivatoren und Inhibitoren) können die funktionalen Eigenschaften bestimmter Targets charakterisiert und die involvierten Signalwege identifiziert und analysiert werden.

Proteinbiochemie

Proteinbiochemische Methoden (Aufreinigung, Elektrophorese, Western Blot, Enzyme-linked Immunosorbent Assay (ELISA)) können zur Analyse und Quantifizierung einer Gewebe- und Zell-spezifischen Proteinexpression eingesetzt werden.

Klinische Studien

Auf der Forschungsstation der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Bezirksklinikum werden im Rahmen klinischer Studien Analysen bestimmter Signalwege, welche für Depressionen und Angsterkrankungen und deren Therapie wichtig sind, bei Patienten und gesunden Probanden untersucht.
 

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