Prof. Dr. Norbert Wodarz
- E-Mail Adresse: petra.sigl(at)medbo.de (öffnet Ihr E-Mail-Programm)
- Tel: 0941 941-1003 (startet einen Telefonanruf, wenn Ihr Gerät dies zulässt)
Tel: 0941 941-1008 (startet einen Telefonanruf, wenn Ihr Gerät dies zulässt) - Standort: Haus 29
Lehrstuhl für Psychiatrie und Psychotherapie
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg am Bezirksklinikum Regensburg
Zu Beginn standen die Evaluierung und Etablierung peripherer Modelle zur Abbildung zentralnervöser Prozesse, insbesondere der Signaltransduktion im Mittelpunkt. Beispielhaft seien hier erwähnt Untersuchungen zur Funktionalität des Glukokortikoidrezeptors und des Dopamin-D2-rezeptors im Lymphozytenmodell, des Benzodiazepin-Rezeptors vom peripheren Typ im Granulozytenmodell, wie auch des Serotonin-Transporters und der Monoaminooxidase im Thrombozytenmodell. Durch die Zusammenschau solcher funktioneller Parameter mit klinischen, neuropsychologischen und biochemischen Befunden konnten Erkenntnisse gewonnen werden über neurobiologischen Mechanismen, die zur Entstehung und/oder Aufrechterhaltung der Alkoholabhängigkeit beitragen. Wesentlich war dabei auch die Berücksichtigung genetischer Faktoren zur Ätiopathogenese spezifischer Symptome der Alkoholabhängigkeit. So konnten wir maßgeblich zur weltweit ersten genomweiten Assoziationsuntersuchung bei Alkoholabhängigkeit beitragen. Verantwortlicher Leiter des Modellprojekts zu „Take-Home Naloxon für Opioidabhängige“ in Bayern und zur bayernweiten Umsetzung.
Ein weiterer Schwerpunkt sind klinische Studien zur Verbesserung der Behandlung der Alkoholabhängigkeit, aber auch der besseren Versorgung von Abhängigen mit komorbiden Störungen, wie z.B. einem Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) im Erwachsenenalter.
Curriculum vitae Norbert Wodarz
Geboren in Amberg. Medizinstudium an der Universität Würzburg. 1988-1997 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Psychiatrischen Universitätsklinik Würzburg. Seit 1995 Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. 1997-1998 wissenschaftlicher Mitarbeiter, 1998 – 2006 Oberarzt des Bereiches Suchtmedizin, 2006 – 2010 Leitender Oberarzt, 2010 – 2011 Kommissarischer Ärztlicher Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg am Bezirksklinikum Regensburg. Seit 2011 Chefarzt des Zentrums für Suchtmedizin.
Weitere ehrenamtliche Tätigkeiten:
- Seit 2004 Vorsitzender des Suchtarbeitskreises Regensburg,
- seit 2006 im Vorstand der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen (www.bas-muenchen.de ).
- Seit 2008 Konzeption, Mitaufbau und Koordinierung der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (www.lsgbayern.de).
- Berufung als Experte in verschiedene Projektgruppen und Fachgremien des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, z.B. „Prävention des Alkoholkonsums bei Jugendlichen“, „Exzessive Mediennutzung“, „Verbesserung der Hilfen für Glücksspielsüchtige“, „Substitution“, „Schadensminderung durch Take-Home Naloxon für Opioidabhängige“.
- Seit 2010: Berufung zum ständigen Mitglied der Qualitätssicherungskommission Substitution der Bayerischen Landesärztekammer
- Seit 2010 Berufung zum Mitglied im Suchtausschuss der Bundesdirektorenkonferenz
- Seit 2015 Berufung als Experte in den Ausschuss Sucht & Drogen, Bundesärztekammer, hier u.a. Mitwirkung bei der Erarbeitung der Richtlinien zur Substitutionsgestützten Behandlung Opioidabhängiger, Teilnahme an Expertenanhörungen.
- Seit 2015 stv. Sprecher Referat Abhängigkeitserkrankungen der DGPPN, u.a. federführende Erarbeitung der Stellungnahme zur regulierten Cannabis-Freigabe
- Berufung ins wissenschaftliche Kuratorium der DHS
- Mitwirkung als Autor bei diversen S3-Leitlinien, u.a. „Alkoholbezogene Störungen“, „Metamphetamin-bezogene Störungen“, „Medikamentenbezogene Störungen“, „Opioidbezogene Störungen“.
- Gutachter für zahlreiche internationale Journale und Förderorganisationen .
- Tätigkeit als verantwortlicher Prüfarzt bei mehr als 20 wissenschaftlich-pharmakologischen Studien gemäß AMG und GCP, meist im Rahmen von Multicenter-Studien.