Martin Löhnig, geboren 1971 in Nürnberg, verheiratet mit Dr. Cordula Scholz Löhnig (öffnet neues Fenster). (nicht barrierefrei), vier Kinder.
Martin Löhnig legte 1990 am Melanchthon Gymnasium Nürnberg sein Abitur ab und studierte nach seinem Zivildienst bei der Lebenshilfe Nürnberg e.V. Rechtswissenschaften an der Universität Regensburg. Nach der Ersten Juristischen Staatsprüfung (1996) war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Regensburg am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Privatrechtsgeschichte (Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Schwab) tätig.
Er legte 1998 das Assessorexamen ab und wurde 2001 mit einer Arbeit zu Rechtsgeschichte und Dogmatik des „Irrtums über Eigenschaften des Vertragspartners“ promoviert.
Habilitationsphase
Seit 2001 war er wissenschaftlicher Assistent an der Universität Regensburg am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Europäische Rechtsgeschichte und Kirchenrecht (Prof. Dr. Hans-Jürgen Becker). Im Februar 2006 wurde ihm die Lehrbefugnis für die Fächer Bürgerliches Recht, Zivilprozeßrecht und Rechtsgeschichte verliehen.
Die Habilitationsschrift „Treuhand“ wurde mit dem Regensburger Habilitationspreis ausgezeichnet und mit Unterstützung der VG Wort bei Mohr Siebeck (Ius Privatum) gedruckt.
2006 gewann Martin Löhnig den "Preis für gute Lehre an Bayerns Universitäten" für die Veranstaltungen, die er im universitären Repetitorium der Universität Regensburg gehalten hatte.
Lehrstühle/Rufe
Nach Abschluß seines Habilitationsverfahrens hat Martin Löhnig einen Ruf auf den W3-Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Rechtsgeschichte und Kirchenrecht an der Universität Konstanz angenommen, den er bereits seit Herbst 2005 vertreten hatte.
Zum Wintersemester 2008/2009 hat Martin Löhnig einen Ruf auf die W3-Professur für Bürgerliches Recht, Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte an der Universität Regensburg angenommen.
2011 hat er einen Ruf auf eine W3-Professur für Bürgerliches Recht und Rechtsgeschichte an der Universität Bayreuth abgelehnt.
Akademische Selbstverwaltung
Von Oktober 2009 bis Oktober 2012 war Martin Löhnig Studiendekan der Juristischen Fakultät und hat in dieser Funktion das Coachingzentrum REGINA ins Leben gerufen, das von der Stiftung "Deutschland - Land der Ideen" ausgezeichnet wurde.
Von Oktober 2019 bis September 2021 war Martin Löhnig Dekan der Fakultät für Rechtswissenschaft.
Forschungsförderung
Am Konstanzer Exzellenzcluster EXC16 "Cultural Foundations of Social Integration" war Martin Löhnig mit dem Projekt "Rechtsvereinheitlichung trotz Rechtsbindung?" beteiligt. Die DFG förderte im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes überdies die Arbeit am Forschungprojekt "Entnazifizierung nationalsozialistischen Rechts?".
2017-2025 war Martin Löhnig als PI am DFG-Graduiertenkolleg 2337 “Metropolität in der Vormoderne”, 2017-2019 als PI an dem von der DFG geförderten Projekt Le drot privé à l'époque post-civile beteiligt. Seit 2018 ist er Koordinator des Verbundes "Juristisches Laboratorium Mitteleuropa: Re-Thinking Central-European Legal Culture", der von verschiedenen in- und ausländischen Drittmittelgebern gefördert wird. 2019/20 war er als PI am BMJ-Projekt "DErbe" (Digitales Erbe) beteiligt.
Die DFG ht seit 2021-2025 das von Martin Löhnig geleitete Projekt "Rechtsgeschichte des Reichlandes Elsaß-Lothringen" in zwei Projektphase gefördert. Seit 2022 ist er Mitglied der Equipo de investigación des vom spanischen Staat finanzierten Projekts Justicia y Memoria Histórica, ebenfalls seit 2022 ist er als PI an dem von der VW-Stiftung geförderten Usbekistan-Projekt beteiligt. Seit 2023 fördert die DFG das von Martin Löhnig geleitete Projekt "Sondergerichtsbarkeit in Bayern 1918-1924". Seit 2025 ist er als PI am DFG/FWF/NCN-Projekt "Rechtszirkulation in Mitteleuropa am Beispiel des GmbH-Rechts" beteiligt.
Seit 2022 ist Martin Löhnig wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Ostrecht (IOR).
Gastprofessuren
2009/2010/2021 hatte Martin Löhnig eine Gastprofessur für Wirtschaftsrechtsgeschichte an der Universität St. Gallen (HSG) inne, seit 2014 ist er ständiger Gastprofessor an der Università degli Studi dell'Insubria (Como) und seit 2019 auch Mitglied des teaching committees des dortigen Ph.D.-Studiengangs in Law and Social Sciences, seit 2018 ist er Mitglied des Schientific Boards der International School of Advanced Studies der Università di Camerino.
2015 war er Gastprofessor an der Masarykova Univerzita (Brno), 2016 an der Széchenyi István Universität (Györ), 2018/2019 an der Univerzita Karlova (Praha) und 2022/2023 an der Uniwersytet Mikolaja Kopernika (Torun). Seit 2017 ist er Colaborador Honorífico am Departemento de Ciencia Jurídica der Miguel Hernández-Universität (Elche) sowie externes Mitglied im Programa de Docotrado en Ciencias Sociales y Juridicas.
Gutachtertätigkeit im Wissenschaftsbetrieb
Martin Löhnig ist Gutachter für die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), den Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF), den Schweizerischen Nationalfonds (SNF), den Fonds Wetenschappelijk Onderzoek – Vlaanderen (FWO), die Grantová agentura České republiky (GAČR), das Narodowe Centrum Nauki (NCN), den Fonds de la Recherche Scientifique (FNRS) und die Studienstiftung des Deutschen Volkes.
Herausgeberschaft etc.
Er ständiger Autor der JA-Rechtsprechung (Familien- und Erbrecht), Mitherausgeber der Neuen Zeitschrift für Familienrecht (NZFam), Redaktor der Familienrechtsbände (13. Aufl.) und Erbrechtsbände (14. Aufl.) des Soergel'schen Kommentars zum BGB, Gründungsmitherausgeber der Zeitschrift Rechtskultur, Mitglied des Internationalen Redaktionskollegiums der "Jogtörténeti Szemle", Mitglied des Consejo editorial der "Estudios Culturales Hispánicos", Mitglied des Comitato scientifico der "Fundamental Rights: Rivista di Studi Storici Giuridici Antropologici", Mitglied des Editorial Boards des Comparative Law Review (UMK), Mitglied des Scientific Boards der Miscellanea Historico-Iuridica (MHI), Mitglied des Comitato internazionale di "Cammino Diritto" (RCD), Mitglied des International Scientific Boards der von der Österreichischen Akadmie der Wissenschaften verantworteten BRGÖ sowie Mitherausgeber der Zeitschrift für Neuere Rechtsgeschichte (ZNR).
Überdies gibt Martin Löhnig mit verschiedenen Kolleg:innen die Schriftenreihen "Mitteleuropäischen Zivilrecht" (Mohr Siebeck), "Legal Area Studies" (Brill/Böhlau), "Schriften zum deutschen und europäischen Familien- und Erbrecht" (Wolfgang Metzner Verlag) sowie "rechtskultur wissenschaft" (Edition Rechtskultur) heraus.
RW (L) 001
++49/941/943-2624
martin.loehnig /a/ ur.de