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Onlineworkshop am 27./28. Mai 2021

Organisation: Dr. Johanna-Charlotte Horst (LMU München) und Dr. Vera Bachmann

Exposé

„Les femmes […] ne disent pas nous“, schrieb Simone de Beauvoir in der Einleitung zu Le Deuxiéme Sexe (1990 [1949], 18) - darin unterschieden sich die Frauen von allen anderen unterdrückten Gruppierungen in der Geschichte. Ausgehend von dieser Bemerkung macht sich der Workshop zu weiblichen Kollektiven auf die Suche nach den Besonderheiten einer femininen Mengenlehre und fragt nach den Selbst- und Fremdbeschreibungen, Formen und Funktionen, Darstellungen und Deutungen weiblicher Kollektivbildungen in verschiedenen Diskursen. Welche Rolle spielen diese pluralen Figurationen für die Bestimmungen des ‚Weiblichen‘? Welche Ängste und Hoffnungen werden durch sie artikuliert? Wie justieren sie das Geschlechterverhältnis und welche Machttechniken sind in und an ihnen am Werk? Fragen wie diesen nähert sich der Workshop in Fallbeispielen von den antiken Scharen und Mänaden über die Hexen und Nonnen, Schwestern und Freundinnen, Hysterikerinnen und Suffragetten, Sekretärinnen und Tillergirls bis hin zu digitalen Kollektiven wie der #metoo Bewegung. Wir möchten nach den historischen Dis-/kontinuitäten weiblicher Mengen fragen und dabei insbesondere ihre ästhetischen und medialen Darstellungsbedingungen in den Blick nehmen.

Abstracts der Vorträge

Tove Soiland
Von der Schwierigkeit, ein weibliches Kollektiv zu artikulieren: Eine
psychoanalytische Betrachtung (Keynote)
Seit Beginn des sogenannten „Third-Wave Feminism“ in den 1990er Jahren gehört es zum Standardargument der Feministischen Theorie, dass die Bildung eines weiblichen Kollektives weder
machbar noch wünschenswert sei: Nicht wünschenswert, weil damit lediglich Ausschlüsse produziert und reproduziert würden; nicht machbar, weil ein solches Kollektiv der Differenz zwischen Frauen keine Rechnung trage. Die politische Sprengkraft, aus der noch die zweite Frauenbewegung ihre Stärke bezog, in dem sie sich selbstbewusst auf das Kollektiv „Wir Frauen“ berief, schien damit unwiderrufbar delegitimiert.
Der Vortrag geht anhand des psychoanalytischen Geschlechterverständnisses der Frage nach, ob wir diese Diversifizierung der weiblichen Subjektposition, die jedes weibliche Kollektiv tendenziell unter Verdacht stellt, tatsächlich als theoretische Errungenschaft betrachten sollten oder nicht vielmehr als Reproduktion einer alten patriarchalen Situation, die Simone de Beauvoir sehr treffend mit ihrer Aussage „Les femmes ne disent pas nous“ auf den Punkt brachte. Anstatt diese Pluralisierung und damit auch Desartikulation des Subjekts des Feminismus kritiklos zu affirmieren, rollt der Vortrag erneut die Frage auf, warum es für Frauen so schwierig ist, ihre individuelle Differenz auch im Rahmen eines Kollektivs zu wahren, ja, sie darin überhaupt erst zu entfalten. Dabei stoßen wir unweigerlich auf die schwierige Position, die der Mutter phantasmatisch gesehen in unserer Kultur zukommt. Die symbolische Nicht-Existenz dessen, was sie gibt, und damit das Phantasma einer beliebigen Verfügbarkeit über sie und ihren Körper, steht dabei im Fokus einer Analyse, die davon ausgeht, dass das, was Frauen in unserer Kultur positioniert, nach wie vor dieses Phantasma und seine Nicht-Reflexion ist.

Heide Volkening
Girls, Girls, Girls – oder: Höflichkeit von Frau zu Frau
In der Kulturkritik der Weimarer Republik werden junge Frauen nur im Plural thematisiert: als Phänomen einer amerikanisch-uniformen "Girlkultur" (Fritz Giese) oder als "Mädchenkomplexe"
(Siegfried Kracauer), die als Teil einer zum Ornament gewordenen Masse gelten. Mit Begriffen wie Masse, Typus und Stil wird die Wahrnehmung von Working Girls in Denkformen der seriellen
Wiederholung gefasst. Gegenüber dieser dominanten (und bis heute prägenden) Diagnose modellieren literarische und journalistische Texte verschiedener Autorinnen der Zeit jedoch auch andere Formen der Sozialität. Der Vortrag wird exemplarisch Ruth Landshoff-Yorks Konzept einer "Höflichkeit von Frau zu Frau" vorstellen. Es wird zu untersuchen sein, welche narrativen Verfahren sich daraus in ihren Romanen entwickelt haben.

Alexander H. Schwan
Blütendiagrammatik. Florale Ornamentalität weiblicher Kollektive im Revuefilm
Der Vortrag umkreist die vegetabil-geometrische Ornamentaliät von Tanzfigurationen mit besonderer Aufmerksamkeit für die floralen Figurationen schwimmender weiblicher Kollektive im Revuefilm. Wasserballett-Choreographien Busby Berkeleys und die späterer Adept*innen von Justin Bieber und den Aqualillies bis zu Miss Piggy werden mit Verweis auf Floriographie und die Critical Plant Studies als Tanz-Repräsentationen von Blütendiagrammen gedeutet, als rosettenförmige Bewegungsornamente. Doch sind diese von einem schwimmenden Frauenkollektiv gebildeten Blumen weiblich? Hebräisch pärach, Griechisch ánthos, Lateinisch flos – in allen drei Sprachen und denen, die sie beeinflussen, sind Blumen männlich, und in botanischer Sicht weisen Blüten sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsorgane auf. Die dringend notwendige Infragestellung der heteronormativen Gleichsetzung von Blumen mit Frauen (Jacques Derrida, Glas) muss daher mit Paul B. Preciados Kontrasexuellem Manifest um eine neue Interpretation der Wasserballett-Blüten als Anus-(De)-Figurationen erweitert werden. Mit Referenz zur Ecosexuality-Bewegung steht so am Ende die Frage: Inwieweit lässt sich der von Annie Sprinkle und Beth Stephens im Rahmen der documenta 14 propagierte Vergleich von Blumen und Sexualöffnungen, der indes nur Charles Darwins Analogie von Wurzeln und Gehirnen verstärkt, in nicht-heteronormativer Weise auf die Blütendiagrammatik des Revuefilms übertragen?

Silke Roesler-Keilholz
#MeToo. Du auch? 
Soziale Medien und ihre Plattformen zwischen Befreiung und Anklage Skandale sind eng an die Medien gekoppelt, die sie aufdecken. Ohne das Blitzlicht des Hush-Hush-Reporters wäre das ein oder andere Geheimnis im alten Hollywood nicht aufgedeckt worden. Damals lag zwischen der Fotoaufnahme und der Veröffentlichung eine Arbeitsschicht, mindestens eine Nacht bis das ‚Extrablatt‘ erschien. Heutzutage können Enthüllungen simultan über das Netz verbreitet werden. Das Blitzlicht wird durch den Hashtag ersetzt. Der Skandal geht viral. Dieser Beitrag blickt auf die Einbettung des #MeToo-Skandals in Soziale Medien und ihre Plattformen. Worin liegen die Potentiale des virtuellen Raumes in der Generierung eines Kollektivs? Was unterscheidet das singuläre Bekenntnis von einer Generalanklage? Wie verhalten sich Einzelschicksale und Gruppendynamik zueinander? Diesen Fragen wird in drei Schritten nachgegangen: 
1. Der erste Teil meiner Ausführungen blickt auf den feministischen Aktionismus im öffentlichen Raum als Basis folgender medienkultureller Umschriften sowie weiblicher Gruppierungen.
2. In einem zweiten Schritt möchte ich die Anfänge des #MeToo-Skandals skizzieren und diese in Rückbezug auf die medientechno-logischen Potentiale von Sozialen Medien und ihren Plattformen hinterfragen.
3. Inwiefern mittlerweile ein Diskurs über den Diskurs (und damit eine Metaebene) entsteht, ist Teil der abschließenden Gedanken zu diesem Beitrag. 

Marie Schmidt
Freundinnen und Freundinnen von Freundinnen in Sex and the City, Girls und The Bold Type
Drei oder vier Freundinnen, ihr Deal mit dem Kapitalismus, die Suche nach der Liebe und der ideale Signifikant, New York City: „You're never alone in New York, it's the perfect placeto be single. The city is your date“, sagt die Hauptfigur in „Sex and the City“ (HBO, 1998-2004). Die Serie war paradigmatisch für einen Plot, der in Fernsehen und Streaming wiederkehrt, etwa in „Girls“ (HBO,
2012-2017) und „The Bold Type“ (Freeform, 2017-2021).Alleinstehend und „nie allein“ arbeiten ihre Charaktere mit der Wiederholungsstruktur der Serien, Staffeln, Folgen: In diesem Rahmen können – und müssen – sie soziale und sexuelle Bindungen immer neu entwerfen. 
Die Geschichte „weiblicher Singles in der Großstadt“ ähnelt dabei jüngeren soziologischen Emplotments. Wir sehen wie die „negative Wahl“ (Eva Illouz) Liebesleben und Konsumkapitalismusauf dieselben Regeln einschwört. Wir lernen Praktiken des „doing singularity“ (Andreas Reckwitz), die unterschiedliche Lebensweisen (auch sich selbst) erst begreiflich machen. Dazu Niklas Luhmann: „Das Ich des Ichs ist das Resultat selbstselektiver Prozesse;und es ist gerade darum auf Mitselektion durch andere angewiesen.“ (Liebe als Passion).
Diese Anderen sind in den genannten Serien „Freundinnen“. Die „Validierung der Selbstdarstellung“ passiert nicht, wie noch bei Luhmann, in Liebesbeziehungen, sondern zwischen zweioder mehr Frauen in wechselnden Kombinationen. Freundinnen und deren Freundinnen leisten Ketten von Mitselektionen füreinander. Wie wird das inszeniert, und taucht dabei womöglich in all der Unbestimmtheit des „never alone“ so etwas wie Gesellschaft auf? Oderzumindest lesbare Sozialfiguren und interpretierbare Netzwerke? Und wie wären die zu bewerten: Als emanzipative Neogemeinschaften, oder als „policing networks“ (Alison Winch) einer postfeministischen Kultur, in denen Frauen wechselseitig ihre kapitalistischePerformance und ihre Körperbilder überwachen? 

Jenny Haase
„Ser nosotras“. Verhandlungen von Differenzerfahrung und kollektiven weiblichen Identitätsentwürfen im Briefwechsel von Ernestina de Champourcin und Carmen Conde
Ernestina de Champourcin (1905-1999) und Carmen Conde (1907-1996) gehören zu den wichtigsten Autorinnen und Intellektuellen der 1920er und 1930er Jahre im Umfeld der spanischen Generación del 27. Ihr Briefwechsel ist nicht nur ein wichtiges ästhetisches und kulturhistorisches Zeugnis, sondern auch wesentlicher Spiegel der Selbst- und Fremdwahrnehmung der beiden Frauen sowie Medium der schreibenden Selbstinszenierung. Der Vortrag diskutiert die gender- und klassenspezifischen Verhandlungen von kollektiver Identität und changierenden weiblichen Subjektpositionen vor dem Hintergrund zeitgenössischer sozialer Normen, kritischer Moderneerfahrung und literaturhistorischer Referenzmodelle.

Karin Schulz
Der Effekt des Weiblichen bei Luigi Pirandello. Herausforderungen eines singulären und kollektiven Bewusstwerdens
Frauen nehmen in Pirandellos Romanen eine marginale, untergeordnete Position ein, dennoch spielen sie einen essentiellen Gegenpart, durch welchen das Schicksal der männlichen Protagonisten entscheidend bedingt wird. Während die meisten Analysen diese Abhängigkeit negativ lesen und auf die Einschränkung der weiblichen Identität hinweisen, rückt mein Vortrag die Wirkung und den Effekt des Weiblichen in der Narration Pirandellos in den Vordergrund und fragt inwiefern sich auf diese Weise in der Zusammenschau der Werke eine ganz eigene Semantik des weiblichen Kollektiven eröffnet. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der formalen wie semantischen Inszenierung der Herausforderungen und Prozesse singulären wie kollektiven Bewusstwerdens. Es ergibt sich ein neuer Blick auf die Dialektik der Geschlechter bei Pirandello, welcher weniger das Hemmnis, sondern den Katalysator weiblichen (Selbst-)Bewusstseins offenbart.

Hanna Sohns
Weibliche Scharen
Grundlage meines Vortrags bildet die Beobachtung der auffallenden, bislang jedoch nicht untersuchten Häufung unterschiedlicher weiblicher Scharen seit der Antike: Neben den prominenten Scharen der Nymphen, Musen, Sirenen, Gorgonen, Erinnyen, Eumeniden oder Chariten finden sich unzählige weitere Scharen und Untergruppen, die die ikonographischen und textlichen Traditionen bis in die Moderne durchziehen und in unendlichen Wiederholungen, Abwandlungen und Abweichungen wiederkehren. Plural ist daher nicht nur die jeweilige Schar in sich, sondern die weibliche Schar als Figur in ihren verschiedenen Metamorphosen: Es gibt keine Urszene ihres Auftretens, sondern ein immer nur plurales Ausschwärmen auf weitere Figuren, die in jedem ihrer Auftritte immer schon mitaufgerufen ist. Denn – dies ist die zentrale These meines Habilitationsprojekts – die Scharen zitieren und überlagern sich von der Antike bis in die Moderne unablässig gegenseitig und zersetzen damit jede mögliche Identifikation und Klassifikation.
Was artikuliert sich in diesen durch die Zeiten und Bilder mäandernden und miteinander verschlungenen Figuren? Und warum, so muss man fragen, gibt es in den Imaginationen und Repräsentationen diese besondere Affinität des Weiblichen zum Pluralen? Von Beginn an wird mit der weiblichen Schar eine Wissenschaft, ein Logos der Geschlechter verhandelt und entworfen. So hat die weibliche Schar in ihren Metamorphosen, in ihrem Nachleben und historischen Umformungsprozessen Teil an einem Unterwerfungsdiskurs, an dem sich Zähmungsprozesse und die Ordnung der Geschlechterbeziehungen ablesen lässt. Und dennoch – so möchte ich mit Blick auf ihre Wiederkehr in Prousts Recherche zeigen – kann die weibliche Schar zugleich als widerständige Figur gelesen werden, die sich gegen diesen Logos behauptet und damit die mit ihr entworfenen literarischen und geschlechtlichen Ordnungen ebenso inspiriert wie bedroht.

Johanna-Charlotte Horst
‚À la recherche du temps commun’. Erinnern bei Annie Ernaux
Vor allem für die Frauen habe sich das Leben seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts verändert, so Annie Ernaux. In Les années wird die Geschichte dieses Wandels aus einer ‚impersonellen‘ Perspektive skizziert. In deren Blickfeld ist die persönliche Geschichte immer schon durch die Geschichte der anderen imprägniert. Das Erinnerte zeigt sich hier als „une sorte de vaste sensation collective“. Auf der Suche nach der „temps commun“ nimmt Ernaux die sozialen Rahmungen des Gedächtnisses (Maurice Halbwachs) explizit in den Dienst. Sie verfolgt ein historiographisches Programm, das gegen die ‚grands récits‘ eine Geschichte des Alltäglichen setzt. Die Reste des gewöhnlichen Lebens lassen sich etwa in alten Filmplakaten, vergessenen Familienfotos oder nicht mehr gesungenen Kinderliedern auflesen und werden zu Allgemeinplätzen verdichtet, die der Leserschaft als kollektive Mnemotechnik zur Verfügung gestellt wird.
In diesem Sinn ist auch das persönliche Leben der Autorin nicht als exemplarischer Teil einer weiblichen Geschichte konturiert, sondern aus der unendlichen Menge an Gesten, Redeweisen und Gewohnheiten bestimmter sozialer Milieus nachgebildet. Das Vorhaben in Les années sei, so kommentiert Ernaux, „d’inscrire dans l’Histoire l’existence d’une femme et, partant, celle des femmes, et des hommes.“ Mit Bezug auf Simone de Beauvoir hat sie sich immer wieder für einen universalistischen Feminismus ausgesprochen. Fluchtpunkt ihrer Erinnerungspraktik ist dementsprechend nicht das Nacherzählen einer rein weiblichen Kollektivgeschichte. Die Form ihres Textes soll vielmehr ein Erinnern „de façon collective“ ermöglichen, in dem die spezifische historische Konstellation weiblicher Erfahrungen sichtbar wird, ohne männliche Blickpunkte auszuschließen. Ernaux spricht in diesem Zusammenhang von einer Art „transsubstantiation continuelle entre les individus – ‚elle‘, ‚nous‘ – et la société“.

Vera Bachmann
Brüderlichkeit – Schwesterlichkeit? Formationen weiblicher Ähnlichkeit 
Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit: Während es die ursprünglich familiäre Formation der Brüder zum politischen Leitbegriff und Ideal einer solidarischen Gemeinschaft der Freien und Gleichen brachte, ist von einem komplementären Konzept einer ‚Schwesterlichkeit‘ vergleichsweise wenig die Rede, und das, folgt man Derrida, nicht ohne Grund: Der „Phratrozentrismus“ (Politik der Freundschaft, 371) basiert auf einem „doppelten Ausschluss des Weiblichen“ (ebd., 388) aus dem Konzept der brüderlichen Freundschaft, dem Ausschluss der Brüderlichkeit zwischen Mann und Frau und insbesondere dem einer ‚brüderlichen‘ Beziehung unter Frauen. Ausgehend von dieser Diagnose lässt sich überlegen, worin eine solche Beziehung bestünde. Gibt es ein adäquates Konzept der Schwesterlichkeit? Wie verhielte es sich zur Brüderlichkeit? Der Vortrag macht sich auf die Suche nach literarischen und filmischen Entwürfen schwesterlicher Kollektive und fragt nach den mit ihnen verbundenen Erzähl- und Darstellungsmustern. Der Ausschluss des Weiblichen aus dem Konzept der Brüderlichkeit erweist sich dabei als Einschluss: in räumlicher Hinsicht ebenso wie als Einschluss in starre Familienstrukturen und Plotmuster, die eine erstaunliche Kontinuität aufweisen.

Programm

Donnerstag, den 27.5.

9.30
Begrüßung

Moderation: Johanna Charlotte Horst

10.00-11.00
Tove Soiland: Von der Schwierigkeit, ein weibliches Kollektiv zu artikulieren: Eine psychoanalytische Betrachtung (Keynote)

11.00-12.00
Heide Volkening: Girls, Girls, Girls – oder: Höflichkeit von Frau zu Frau

12.00-13.00
Alexander H. Schwan: Blütendiagrammatik. Florale Ornamentalität weiblicher Kollektive im Revuefilm

Moderation Vera Bachmann

14.00-15.00
Silke Roesler-Keilholz: #MeToo. Du auch? Soziale Medien und ihre Plattformen zwischen Befreiung und Anklage

15.00-16.00   
Marie Schmidt: Freundinnen und Freundinnen von Freundinnen in "Sex and the City", "Girls" und "The Bold Type"


Freitag, den 28.5.

Moderation Hannah Steuerer

09.00-10.00
Jenny Haase: „Ser nosotras“. Verhandlungen von Differenzerfahrung und kollektiven weiblichen Identitätsentwürfen im Briefwechsel von Ernestina de Champourcin und Carmen Conde

10.00-11.00
Karin Schulz: Der Effekt des Weiblichen bei Luigi Pirandello. Herausforderungen eines singulären und kollektiven Bewusstwerdens

Moderation Nadine Hartmann

11.00-12.00
Johanna-Charlotte Horst: „une sorte de vaste sensation collective“. Erinnern des Alltäglichen bei Annie Ernaux

13.00-14.00
Hanna Sohns: Weibliche Scharen

14.00-15.00   
Vera Bachmann: Brüderlichkeit – Schwesterlichkeit? Formationen weiblicher Ähnlichkeit

15.00-16.00 
abschließende Diskussion und virtueller apéro

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