Reihe „KI-Kritik/AI Critique“
(transcript-Verlag), Mitherausgeber Prof. Dotzler
Friedrich Kittler: Gesammelte Werke
Publikationsprojekt, Mitherausgabe des Nachlasses (Prof. Dotzler)
Mond und Medien
Mond und Medien: Astronoetische Beobachtungen zur Informationstechnologie (Prof. Dotzler)
Matters of Activity
Beteiligung am Exzellenzcluster Matters of Activity, Associate Investigator (Prof. Heibach)
Ubiquitous Computing
Mensch – Technik – Design. Paradigmen des Ubiquitous Computing (FHNW HGK Basel), Associate Investigator (Prof. Heibach)
Construction of Media Authorships
(Publikationsprojekt zusammen mit Prof. Dr. Angela Krewani und Dr. Irene Schütze), de Gruyter, ET: Frühjahr 2020 (Prof. Heibach)
Figurationen der Unmittelbarkeit
Prof. Heibach
Medienepistemologie und Digitale Wissenskulturen
Heisenberg-Professur | Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 2026–2031
Übergreifendes Ziel des Vorhabens ist es, einen Ansatz zu entwickeln, der ein aisthetisch-epistemologisches Pendant zu existierenden historiografischen, begrifflichen und methodischen Ansätzen der Critical AI Studies anbietet. Dazu soll die grundlegende Veränderung des Verhältnisses zwischen dem Sensiblen und dem Intelligiblen durch das Maschinelle Lernen (ML) näher bestimmt werden. Das bedeutet, es gilt zu erforschen, wie technische Systeme die Wahrnehmung dehumanisieren und rehumanisieren, und auszuloten, welche Konsequenzen dies jeweils für den Erkenntnisprozess hat.
Das Neue des Ansatzes besteht darin, dass er medienepistemologische Fragestellungen mit medienästhetischen Perspektiven kombiniert und über eine praxeologische Zugangsweise dezidiert auf die empirische Untersuchung gegenwärtiger Praktiken des ML ausrichtet. Die existierenden medienepistemologischen Arbeiten zielen vornehmlich auf die Erschließung historischer Wissensbestände ab oder untersuchen die Genese der gegenwärtige Wissensformationen hervorbringenden Techniken und strukturierenden Begriffe. Das Vorhaben hingegen erforscht mit praxeologischen Methoden, die maßgeblich im Kontext der Science and Technology Studies entwickelt wurden, wie Wissen gegenwärtig in Laboren und an Luft- und Raumfahrtzentren verfertigt wird (Thema 1) und untersucht, wie Ansätze aus dem Feld der Critical AI Studies es ermöglichen, das kritisch-reflexive Potential aktueller Positionen im Gebiet der Medienkunst herauszuheben (Thema 2).
Während der Fokus des ersten Themas auf erkenntnisgenerierenden Formen des ML liegt, konzentriert sich das zweite Thema auf ML in ästhetischen Praktiken. Die Bearbeitung des zweiten Themas zielt darauf ab, ausgewählte Werke zu analysieren, anhand derer sich die ästhetischen Strategien zur Adressierung gesellschaftlicher, globaler und planetarischer Schieflagen, die Praktiken des ML verstärken, besonders gut untersuchen lassen. Forschungsleitend ist die These, dass die künstlerischen Arbeiten exemplarisch Auswege aus den ungleichheitsverstärkenden Praktiken und mystifizierenden Diskursen um die Künstliche Intelligenz weisen und zugleich mitunter die massenwirksame Begeisterungs- und Befürchtungsrhetorik unhinterfragt übernehmen und von den problematischen Praktiken der Datensammlung und Annotation profitieren.
Die forschungsstrategischen Ziele der geplanten Arbeiten bestehen darin, einen Beitrag zum spartenübergreifenden Dialog mit den Natur- und Computerwissenschaften zu leisten und eine selbstreflexive Standortbestimmung medienepistemologischer Forschung vorzunehmen. Geschehen soll dies über eine Positionierung im Schnittfeld von Critical AI Studies, Medienästhetik und praxeologischer Wissenschafts- und Technikforschung.
(Prof. Papenburg)
AI in the Sky. Die Infrastrukturierung des Erdorbits, planetarische Wahrnehmung und digitale Zwillinge der Erde
DFG-Projekt (Sachmittel) | Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 2026–2029 | Projektteam: Prof. Dr. Bettina Papenburg, Jan Knöferl, M.A.
Übergreifendes Ziel des Vorhabens ist es, durch exemplarische medienethnografische Laborforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und an weiteren ausgewählten Standorten des Copernicus-Erdbeobachtungsprogramms in Kombination mit einer Dispositiv- und Nutzungsanalyse von geomedialen Plattformen wie Destination Earth (DestinE), die Daten zur Entwicklung von Simulationsmodellen, sog. digitalen Zwillingen, der Erde versammeln, im Fachgebiet der Medienwissenschaft einen neuen theoretisch-methodischen Ansatz zu entwickeln. Konkret bedeutet dies, zu erkunden, wie und zu welchem Zweck Maschinelles Lernen in der Satellitensteuerung und der Auswertung von Geodaten eingesetzt wird, um die Frage zu beantworten, wie derartige Medientechniken Erkenntnisse über die planetare Klimaentwicklung generieren. Die These lautet, dass das durch Sensortechnik und Maschinelles Lernen in der Fernerkundung hervorgebrachte Wissen nicht allein die Hypervisibilität und Kalkulierbarkeit planetarischer Phänomene vortäuscht, sondern dass es zudem um eine black box herum organisiert ist. Die vorwiegend automatisierten Infrastrukturen der Datenerhebung und -analyse klammern menschliche Wahrnehmungs- und Erkenntnisleistungen zugunsten eines Berechenbarkeits- und Prognostikphantasmas aus bzw. verbannen das menschliche Erkennen an den Anfang – die Konzeptionsphase – und das Ende – die Interpretationsphase – des Erkenntnisprozesses.
Erstes Teilziel des Vorhabens ist es, die Infrastrukturen und Medientechniken der planetarischen Wahrnehmung zu erforschen, um das Verhältnis zwischen dem Sensiblen und dem Intelligiblen über eine Erörterung der Wechselwirkungen zwischen der Ästhetik und der Epistemologie von Satellitenbildern und Lernalgorithmen näher zu bestimmen. Ausgehend von der Einsicht, dass Sensing und Sense-Making hier auseinanderdriften, soll ein mittlerer Weg zwischen einer Medienepistemologie, die Künstliche Intelligenz (KI) als Ideologie versteht, und einer Medienepistemologie, die auf KI als Klassifikationswerkzeug fokussiert, erkundet werden.
Zweites Teilziel ist es herauszuarbeiten, welche Weltsichten die digitalen Zwillinge der Erde, die unterschiedliche, thematisch ausgerichtete Zukunftsszenarien simulieren, verstärken oder unterwandern. Dazu gilt es zu ermitteln, was durch die Suggestion einer planetarischen Übersicht wahrnehmbar und was unwahrnehmbar wird und welche Konsequenzen sich daraus für das Selbst-Welt-Verhältnis ergeben. Die These lautet, dass die Ästhetik des Allsichtbaren, die Simulationsmodelle der Erde vorspiegeln, den Sinn für das Nichtsichtbare anästhetisiert.
Das dritte Teilziel ist es aufzuweisen, welchen Mehrwert eine praxeologisch-mikroanalytische Zugangsweise für die medienwissenschaftliche Theoriebildung erbringt. Dazu sollen die empirisch gewonnenen Einsichten in die sensorisch-ästhetischen Praktiken der Fernerkundung an die epistemologische Reflexion der sich in den Simulationsmodellen manifestierenden Weltbilder angebunden werden.
Die Medien des ‚Truth-and-Reconciliation‘-Prozesses in Kanada
Dr. Fleig, Habilitationsprojekt zur medialen Dekolonialisierung im gegenwärtigen Kanada
Out of this World - Das Jenseitige der Medien
Dr. Michael Fleig
Hate Speech in sozialen Netzwerken
Viola Melzner M.A.
Promotionsprojekt über Aushandlungsdynamiken in Diskriminierungskontexten auf Social Media.
DFG-Netzwerk zum Dispositiv der Menge/Narrative der Inflation
Dr. Vera Bachmann
Formationen des (Un-)Wissens über die Elektrogitarre
Jährlich präsentiert Dr. Hendrik Buhl auf der Jahresagung des Gitec-Vereins seine medienkulturwissenschaftlichen Forschungen zur Elektrogitarre.
Das Internet als akustischer Raum
Solveig Ottmann (2021): Im Rausch(en) der Informationen. Warum das Internet als akustischer Raum gedacht werden muss. In: /Auditive Medienkulturen/, 3. Juli 2021. Online: www.auditive-medienkulturen.de/2021/07/03/im-rauschen-der-informationen-warum-das-internet-als-akustischer-raum-gedacht-werden-muss/ (externer Link, öffnet neues Fenster)
Mediale Anordnungen des Autismus. Literatur, Film und Kunst
Untersucht in drei Teilprojekten Konstellationen, die sich aus der Beschäftigung mit Autismus ergeben.
Teilprojekt 1: Die Schreibszene des Autismus
Sichtung von Autismusliteratur (Romane, Handbücher, Biografien, Autobiografien von Eltern, Verwandte und Menschen mit Autismus von 1970er Jahren bis in die 2000er. Erkundet die Diskurgeschichte des Autismus, die Konstruktionen von Bedeutungen (Kühlschrankmütter etc.), Therapien (Haltetherapie, Verhaltenstherapie etc.) in Verbindung mit Paradigmen der Forschung (Kypbernetik, Psychoanalyse, Konstruktivismus) und mediale häusliche, familiäre Konstellationen von Angehörigen, die zu Autismusexperten werden (müssen).
Teilprojekt 2: Beiträge des Autismus zur Ästhetik und Narration von Filmen.
Teilprojekt 3: Erkundungen einer Ästhetik des Autismus anhand von Kunst von Menschen mit Autismus.
(Dr. Herbert Schwaab)
Serienforschung und Fernsehwissenschaft
Buchprojekt zusammen mit Dominik Maeder (Universität Bonn, Medienwissenschaft) und Denis Newiak (Brandenburgisches Zentrum für Medienforschung - ZEM, erscheint in der Schriftenreihe des Brandenburgischen Zentrums für Medienforschung im Kadmos Verlag (finanziert vom ZEM) Anfang 2020.
Das Buchprojekt geht aus einer Tagung der AG Fernsehen der GfM hervor, die 2018 in Potsdam stattfand, organisiert von den Herausgebern und dem ZeM.
(Dr. Herbert Schwaab)
Trump und das Fernsehen: Medien, Realität, Affekt und Politik
Buchprojekt zusammen mit Dominik Maeder (Universität Bonn), Stephan Trinkaus (Universität Bielefeld), Anne Ulrich (Universität Tübingen) und Tanja Weber (Universität Bremen), Herbert von Halem Verlag, ET: Frühjahr 2020.
Das Buchprojekt geht aus einer Tagung hervor, die von den Herausgebern und Herausgeberinnen 2017 in Tübingen als Veranstaltung der AG Fernsehen der GfM veranstaltet wurde. (Tagung gefördert von der GfM und dem SFB Bedrohte Ordnungen).
(Dr. Herbert Schwaab)
Das Fahrrad und die Medien
Buchprojekt zusammen mit Julia Bee, Markus Stauff, Linda Keck und Ulrike Bergermann für das Jahr 2020.
Diverse Beiträge zur Medialität des Fahrrads, die auf einen Workshop „Fahrradutopien“ bei der GfM Konferenz in Köln 2019 zurückgehen.
(Dr. Herbert Schwaab)
TV Kultur und Kritik
Der Blog "TV Kultur und Kritik" (externer Link, öffnet neues Fenster) ist im Rahmen einer Übung von Dr. Herbert Schwaab im Fach Medienwissenschaft an der Universität Regensburg entstanden. Der Blog
versammelt Kritiken zu den unterschiedlichsten Facetten der
Fernsehkultur, die von arte (Breaking Bad) bis RTLII (Die Geissens)
reicht. Ziel ist es eine Kritik zu etablieren, die dem Wesen, der
Rezeption und der Faszination für das Medium gerecht wird. Wir sind
offen für Beiträge, die die Auseinandersetzung mit dem Fernsehen erweitern.
http://tvkulturundkritik.blogspot.de/ (externer Link, öffnet neues Fenster)
Bildwissenschaft
Forschergruppe: Bildwissenschaft
Publikation(en):
Bernhard J. Dotzler, Failure? Farewell? Destruction! A short reflection on Visual Studies, or Visual Studies contra Bildwissenschaft. In: James Elkins et al. (Hrsg.), Farewell to Visual Studies, Pennsylvania University Press 2015, S. 215-217
Bernhard J. Dotzler, Bilder denken. Zur Kritik der Bildkritik. In: Marc Greenlee et al. (Hrsg.), Bilder sehen. Perspektiven der Bildwissenschaft, Regensburg 2013, S. 103-118
Bild/Kritik, Hrsg. v. Bernhard J. Dotzler, Berlin 2010.
Regensburger Verbund für Werbeforschung (RVW)
The Virtual Laboratory
The Virtual Laboratory (externer Link, öffnet neues Fenster) was initiated by the research project «The Experimentalization of Life» (2000-2011). Based on a cooperation with Bauhaus University Weimar (Prof. Schmidgen, Prof. Stein) and the Max Planck-Institute for the History of Science, Berlin, it is further developed by the program in Media Studies at the University of Regensburg.
Life Writing und Life Narrative
Verena Baier
Promotionsprojekt zur Rolle von Life Writing in sozialen Bewegungen
Digital Memoryscapes: Erinnern und Geschichtsschreibung im Netz
Verena Baier
Projekt zur Analyse, Methoden und Funktionen von Digital Memoryscapes und aktivistischen digitalen Archiven
Publikationen (Auswahl)
Michael Fleig (2024). Von Hand gedacht – Zum Werk von Michel Gondry. https://verlag.koenigshausen-neumann.de/product/9783826066450-von-hand-gedacht/ (externer Link, öffnet neues Fenster)
Bernhard J. Dotzler, Anna Tuschling & Andreas Sudmann (2023). ChatGPT und andere »Quatschmaschinen«. Gespräche mit künstlicher Intelligenz.
https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-6908-4/chatgpt-und-andere-quatschmaschinen/ (externer Link, öffnet neues Fenster)
Vera Bachmann & Johanna-Charlotte Horst (Hg., 2023). Weibliche Kollektive. Reihe: Dispositiv der Menge, Band: 2. https://brill.com/edcollbook/title/60925 (externer Link, öffnet neues Fenster)
Vera Bachmann, Michael Fleig, Christiane Heibach, Solveig Ottmann & Silke Roesler-Keilholz (Hg., 2023). Staunen – Rechnen – Rätseln. Explorationen des Medialen. https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-6262-7/staunen-rechnen-raetseln/?number=978-3-8394-6262-1 (externer Link, öffnet neues Fenster)