PD Dr. Thomas Petraschka AOR a.Z.
- E-Mail Adresse: thomas.petraschka(at)ur.de (öffnet Ihr E-Mail-Programm)
- Tel: 499419433456 (startet einen Telefonanruf, wenn Ihr Gerät dies zulässt)
- Standort: Philosophie/Theologie, 3.2.37
- Wichtige Informationen: Sprechstunde Donnerstag 13-14 Uhr
Zugangsdaten für online-Sprechstunden: uni-regensburg.zoom.us/j/69088510324 (Zoom-Link)
Meeting-ID: 690 8851 0324
Curriculum Vitae
1982 geboren in Fürstenfeldbruck
ab 10.2002 Studium der Deutschen Philologie und Philosophie (ab 10/2004 außerdem Soziologie und Politikwissenschaft)
09.2008 M.A. Deutsche Philologie/Philosophie
10.2008 1. Staatsexamen Deutsch/Sozialkunde/Philosophie/Ethik
10.2008 bis 09.2015 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Regensburg am Lehrstuhl für neuere deutsche Literaturwissenschaft I
10.2009 DAAD-Kurzzeitdozentur an der Karls-Universität Prag
10.2010 bis 09.2013 Mitarbeit im DFG-Forschungsprojekt "Wissen und Bedeutung in der Literatur" (Leitung: Prof. Dr. Hans Rott, Prof. Dr. Jürgen Daiber)
11.2013 Promotion
05.2014 DAAD-Kurzzeitdozentur an der Universität Ljubljana
06.2018 bis 09.2022 Leitung des wissenschaftlichen Nachwuchsnetzwerks "Fühlen und Verstehen. Die Rolle empathischer Emotionen beim Verstehen von Personen und Literatur". Gefördert durch die DFG, Leitung gemeinsam mit Dr. Christiana Werner (Philosophie, Universität Duisburg-Essen)
01.2020 bis 12.2021 Leitung des PPP-Forschungsprojekts "The First World War. Cultures of Remembrance in Germany and Australia" Gerfördert durch den DAAD, Leitung gemeinsam mit Prof. Dr. Christiane Weller und Dr. Andreas Dorrer (beide Germanistik, Monash-University Melbourne)
12.2021 Habilitation
10.2015 bis 09.2021 akad. Rat a. Z., sei 10.2021 akad. Oberrat a. Z.
08.2023 Ruf auf eine Max-Kade-Gastprofessur an der University of Illinois at Urbana-Champaign (USA) (abgelehnt)
10.2023 bis 09.2024 Vertretung des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literatur- und Medienwissenschaft an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken
Publikationen
Vollständige Publikationsliste (PDF) (öffnet neues Fenster). (nicht barrierefrei)
https://orcid.org/0000-0003-4613-5069 (externer Link, öffnet neues Fenster)
Publikationen in Auswahl:
• Argumentieren in der Literaturwissenschaft. Eine Einführung. Stuttgart: Reclam 2019. (gemeinsam mit Stefan Descher). Zweite, überarbeitete und ergänzte Auflage: 2025
• Einfühlung. Theorie und Kulturgeschichte einer ästhetischen Denkfigur 1770-1930. Paderborn: mentis 2023.
• Interpretation und Rationalität. Billigkeitsprinzipien in der philologischen Hermeneutik. Berlin, New York: de Gruyter 2014.
• Emotionsanalyse, Hermeneutik der Empathie. In: Zauberberg-Handbuch. Hrsg. von Anke Detken, Tom Kindt und Kai Sina. Heidelberg: J. B. Metzler 2025. S. 411-420.
• „Ich gehe los, um Indien zu suchen, in der Hoffnung, ich könnte auf dem Weg per Zufall Amerika entdecken“. Zu Philipp Löhles Drama und Dramenpoetik. In: Philipp Löhle: Wahr ist, was war/ist. Monolog für einen Autor. 10. Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik. Hrsg. von Johannes Birgfeld und Thomas Petraschka. Berlin: Alexander 2025. S. 220-236.
• „Theirs is the future way of studying aesthetics“ – Vernon Lee and the German Aesthetics of Einfühlung. In: Empathy’s Role in Understanding Persons, Literature, and Art. Hrsg. von Thomas Petraschka und Christiana Werner. New York, London: Routledge 2024. S. 296-314. Open access: https://doi.org/10.4324/9781003333739 (externer Link, öffnet neues Fenster)
• „Quite artificial, awkward, and unneccessarily neologistic“. Early Phenomenology and Psychology Arguing about the Fundamentals of Aesthetics. In: Journal of Aesthetics and Phenomenology, Vol 10 (2), 2023, S. 127-141. doi.org/10.1080/20539320.2023.2267913
• Textverstehen als argumentativer Diskurs. Ein Plädoyer gegen Krisenrhetorik und drei Vorschläge für eine Rationalisierung der Philologie. In: LiLi. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik 51 (4), 2021. Open Access: link.springer.com/article/10.1007/s41244-021-00222-2 (gemeinsam mit Stefan Descher)
• How empathy with fictional characters differs from empathy with real persons. In: The Journal of Aesthetics and Art Criticism. Vol. 79 (2), Spring 2021, S. 227-232.
• Are emotional reactions necessary for an adequate understanding of literary texts? In: Debates in Aesthetics, Vol. 14 (1): Art & The Emotions: Debating the Work of Jenefer Robinson, 2019. Open access: www.debatesinaesthetics.org (gemeinsam mit Eva-Maria Konrad und Christiana Werner)
• The Paradox of Fiction. A Brief Introduction into Recent Developments, Open Questions, and Current Areas of Research, Including a Comprehensive Bibliography from 1975 to 2018. In: Journal of Literary Theory, Vol. 12 (2), 2018, S. 193-203. (gemeinsam mit Eva-Maria Konrad und Christiana Werner)
• „Seltsamer und wunderlicher kann nichts erfunden werden“. Zur aktuellen Diskussion um die Interpretation von E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ und Adelbert von Chamissos „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“. In: E.T.A. Hoffmann-Jahrbuch (24). Hrsg. von Claudia Liebrand und Hartmut Steinecke. Berlin 2016. S. 98-119. (gemeinsam mit Eva-Maria Konrad)
• Der Schluss auf die beste Erklärung im Kontext der Literaturinterpretation. In: Journal of Literary Theory, Vol. 10 (1): Hermeneutics and Philosophy of Science, 2016, S. 139-169.
Forschung
Schwerpunkte:
- Literatur v.a. des späten 18., 19., frühen 20. Jahrhunderts und Drama der Gegenwart
- Literatur- und Wissenschaftstheorie, Theorie und Geschichte der Hermeneutik, Methodologie der Geisteswissenschaften
- Literatur und Krieg (insb. Literatur und der Erste Weltkrieg)
- Literatur und Emotionen (insb. Empathie), Theorie und Kulturgeschichte der “Einfühlung”
- Ästhetik, Literatur und ihr Verhältnis zur Philosophie und zu anderen Künsten
Aktuelles:
letzte Vorträge:
- ***„Interpretiere den Text so, als seist du ein Literaturwissenschaftler“. Der Einfluss von Prompts und Persona-Konstruktion auf die interpretative Leistung von LLMs (geplant für: Tagung: KI in der Literaturwissenschaft – Transformationen des Lesens, Schreibens und Interpretierens, Universität des Saarlandes, 17. – 19. Februar 2027)
- Wie wissenschaftlich ist die Literaturwissenschaft? Ein Antwortversuch im Blick auf die aktuelle Wissenschaftstheorie (Tagung: ‚Was geht‘ – und warum? Normative Perspektiven auf literaturwissenschaftliche Praktiken, Universität Göttingen, 16.–18. Juli 2026)
- Macht uns Lesen zu besseren Menschen? Zum empathiefördernden Potential fiktionaler Literatur (Gastvortrag, Universität Göttingen, 25. Januar 2026)
Lehre
Vorlesungen, Seminare und Übungen (aktuellste zuerst)
Lectures and seminars (most recent first)
Vollständiges Verzeichnis der Lehrveranstaltungen (PDF) (öffnet neues Fenster). (nicht barrierefrei)
WS 2026/27:
- Puzzles and Paradoxes. Ungelöste Fragen und offene Probleme in der Ästhetik und Literaturtheorie
- „Newton [...] irrt, und zwar auf eine entschiedene Weise“. Goethe und die Naturwissenschaften
- „ChatGPT, schreib mir eine Hausarbeit“. KI in der Literaturwissenschaft
SoSe 2026:
- Drama der Gegenwart
- Philosophen als Schriftsteller
Forum Literaturtheorie
Die Veranstaltungsreihe „Forum Literaturtheorie“ bietet Promovierenden und Master-Studierenden aller philologischen Fächer die Gelegenheit, eigene Projekte im Bereich der Literaturtheorie vorzustellen und gemeinsam mit anderen zu diskutieren. Die online stattfindenden Workshops sind offen für Vorträge und Präsentationen zu allen Teilgebieten der Literaturtheorie und der literaturbezogenen philosophischen Ästhetik. Fragen der Interpretations-, Fiktionalitäts- und Gattungstheorie können genauso diskutiert werden wie Probleme der Narratologie, der literaturwissenschaftlichen Begriffsbildung, der (literaturwissenschaftlichen) Wissenschaftstheorie etc.
Das Forum soll dem konstruktiven Austausch, der gegenseitigen Vernetzung und der Diskussion von literaturtheoretischen Projekten im Entstehungsprozess dienen. Dabei können sowohl Überlegungen aus Abschluss- und Dissertationsschriften präsentiert werden, die kurz vor dem Abschluss stehen, als auch konzeptionelle Entwürfe zu Arbeiten, die sich noch in der Entstehung befinden. Auch Vorstellungen anderer Projekte, in deren Zentrum allgemeine literaturtheoretische Probleme und Fragen stehen, sind willkommen. Die Veranstaltung bietet ausdrücklich die Gelegenheit, auch unfertige Ideen ‚auszuprobieren‘ und zur Diskussion zu stellen.
Das Forum Literaturtheorie ist eine gemeinsame Veranstaltung des Seminars für deutsche Philologie (Universität Göttingen), des Instituts für deutsche Literatur (Humboldt Universität zu Berlin) und des Instituts für Germanistik (Universität Regensburg).
Bisherige Veranstaltungen und Programme
1. Forum Literaturtheorie (22. Juli 2022)
2. Forum Literaturtheorie (10. Februar 2023)
3. Forum Literaturtheorie (01. Dezember 2023)
4. Forum Literaturtheorie (19. Juli 2024)
Theorie-Tage Berlin: 5. Forum Literaturtheorie (06. - 08. Oktober 2025)
Organisation, Website und Kontakt
Stefan Descher (Göttingen), Eva-Maria Konrad (Berlin), Thomas Petraschka (Regensburg)
Kontaktadresse: forum-literaturtheorie@uni-goettingen.de
Website: https://forum-literaturtheorie.de/ (externer Link, öffnet neues Fenster)